Mehr als ein Lieferservice: Kommtessen.de

kommtessen.de

Einkaufen kann Spaß sein – aber auch Stress: Nicht jeder macht eine Wochenplanung und strukturiert seine Einkäufe. Und selbst wenn: Wie oft kommt etwas dazwischen, man muss doch wieder losziehen und bekommt prompt gerade das nicht, wonach man suchte – oder auch nicht in der Qualität.

Ein Lieferservice schafft hier nur bedingt Abhilfe: Er zwingt zum rechtzeitigen Planen und Bestellen. Und dann sollte möglichst auch nicht übersehen werden, dass einiges aus den Vorräten nicht ausreicht, damit man nicht doch wieder unverhofft los muss.

Kommtessen.de geht da einen ganz anderen Weg:

KommtEssen liefert alles, was Sie für fünf Gerichte á vier Personen benötigen – gesunde Zutaten und die dazugehörigen Rezepte. Mit KommtEssen werden Ihre Mahlzeiten abwechslungsreich, ausgewogen, umweltbewusst und vor allem lecker. Nur Kochen dürfen Sie noch selbst!

Man ist also für eine ganze Woche versorgt, mit Zutaten und Rezepten und die Einkäufe sind auch gleich erledigt. Und das alles für 78 Euro für eine Woche (die Wochenenden bleiben ja ausgenommen). Das macht 3,90 Euro pro Person und Tag, vorausgesetzt, die Grundzutaten (Essig, Öl etc.) sind schon im Haus.

Kein schlechtes Angebot. Und durch die Zusage, dass klimaschonende und saisonal ausgewählte Waren verwendet werden, macht die Sache fast perfekt. Auch das Versprechen:

Alle Zutaten sind ohne unnötige Zusatzstoffe – wir lesen für Sie das Kleingedruckte auf jeder Verpackung

hat für mich einen hohen Stellenwert. Die Pressestimmen und die Urteile der Kunden sind soweit sehr positiv. Aber wie das so ist mit solchen Angeboten: Man braucht ein großes Kundenpotenzial auf begrenztem Raum. Vorerst ist der Dienst nur in Hamburg verfügbar. Und nach meiner Einschätzung kommen neben weiteren Orten in der Umgebung bestenfalls noch andere Großstädte dafür in Betracht.

Aber in meinen Augen hat das Projekt eine große Zukunft: Den Einkaufsstreß abzunehmen ist eine Sache. Essen zu planen und bei der Auswahl der Lebensmittel noch besondere Maßstäbe anzulegen ist eine andere. Wenn dieser Service es versteht, Vertrauen aufzubauen und seine Versprechen so einzuhalten, dass die Kunden zufrieden sind, dann dürfte das schnell wachsen.

Denn mal ganz ehrlich: Für 78 Euro an 5 Tagen vier Leute satt zu kriegen und dabei noch regionale, saisonale und Umwelt-Aspekte zu berücksichtigen, das ist schon eine Leistung. Das haben sich die Hamburger sauber ausgedacht.

Haben sie? Nein, nicht ganz: „KommtEssen ist eine Tochter von Middagsfrid in Schweden. Middagsfrid wurde im Sommer 2007 von Kicki Theander gegründet und unterstützt mit 16 Mitarbeitern mehr als 5000 Familien.“ Das Vorbild kommt also aus dem (für Hamburger sehr nahen) Schweden. Aber das schmälert meinen Respekt für das Projekt überhaupt nicht.

Schade, dass ich es hier im tiefen Süden nicht ausprobieren kann. Aber andererseits: Dauerhaft aus der Hand geben würde ich das Einkaufen vorerst auch nicht. Schon alleine, um für testschmecker.de auf dem Laufenden zu bleiben.

Kochen mit Mark Bittman: Der Minimalist der NYT

The Minimalist, NYT

New York hat alles. Das glaube zumindest ich als einer, der in der deutschen Provinz lebt, und das ist sicher auch so. Feine Restaurants, edelste Küche, exotische Zutaten, kreative Köche.

Gut, dass New York auch einen Mark Bittman hat. Der begeisterte Koch und Journalist produziert regelmäßig als „The Minimalist“ Video-Beiträge für das Online-Angebot der New York Times. Nun sind das sicher nicht immer absolute „Wow“-Gerichte, bei denen uns der Atem stockt. Aber die Videos, die in jüngerer Zeit durch einige originelle, neue Vorspänne aufgepeppt wurden, bieten genau das, was der Name verspricht: Gute Gerichte mit minimalem Aufwand.

Und was Mark Bittman uns da vorkocht, das kann man meistens auch sehr leicht nachkochen, fast immer auch komplett mit Bio-Zutaten. Das sind die Vorteile des Minimalist. Beispiel: More-Vegetable-Than-Egg-Frittata oder Yakisoba (an everyday Japanese Fastfood recipe).

Gerade die New York Times hatte in Ihrem Video-Angebot bis vor kurzem auch regelmäßige Beiträge einer anderen Köchin, die sich dem Thema sehr ähnlich näherte: Jill Santopietro kochte unter der Überschrift „Tiny Kitchen“ in ihrer winzigen Küche (und die war wirklich sehr, sehr winzig) einfache, meist italienische Gerichte.

Mélanger: British desserts month

Wer will bei dieser Hitze schon große Gerichte essen? Mein Favorit sind Kleinigkeiten, Salate und Desserts. Da passt der Themenmonat des Koch-Blogs „Mélanger” von Julia („Baking enthusiast“) ja ganz gut.

Auf der Website gibts jeden Monat ein neues Thema, dazu viele Rezepte mit guten Fotos.

Wer neugierig ist, was bisher schon so alles – auch zu den anderen Themen – veröffentlicht wurde, der kann im Archiv unter Recipes nachsehen.

Bio-Lebensmittel bei Amazon

Nun ist es also so weit: Das Geschäft mit dem Versand von Lebensmitteln kommt in Gang. Gleich zu Beginn des Internet-Booms standen die ersten Anbieter parat – zu früh, für diese Welt. Die großen Anbieter haben lange beobachtet, sind immer noch zurückhaltend, aber Amazon ist jetzt schon mal dabei.

Ein sicheres Zeichen dafür, dass man dort Geld verdienen kann.

Muss / soll / kann man bei Amazon Bio-Lebensmittel kaufen? Dazu kann ich erst mal gar nix sagen. Ich bin seit langem Amazon-Kunde, aber ein sehr selektiver: Bücher, die es bei mir um die Ecke gibt kaufe ich bei mir um die Ecke – weil ich dazu auch morgen noch die Möglichkeit haben will. Mit Lebensmitteln ist das genauso: Am liebsten vor Ort.

Andererseits bin ich Prime-Kunde bei Amazon, mit kostenlosem, schnellem Versand und bin recht angetan davon. Auch bei selektivem Kaufverhalten bleibt bei Amazon noch immer recht viel unserer Haushaltskasse liegen. Aus gutem Grund: Das Bestellen ist einfach, die Kommunikation gut, der Versand sehr schnell und zuverlässig. Mit Umtausch gibts kein Problem, wenn mal was nicht stimmen sollte.

Bei Bio-Lebensmitteln wird das also genauso sein: In der Regel wird vor Ort eingekauft. Aber sicher hat ein großer Versender Sachen, die ich als Provinzler nicht vor der Haustüre finde. Dann also Amazon.

Um den Niedergang des Handels vor Ort einzuläuten ist es sicher zu früh. Bemerkenswert finde ich es aber schon, wenn ich zum Beispiel einen Ökowein eines Freiburger Bio-Weingutes bei Amazon nicht nur billiger finde als auf der Website des Winzers. Auch die Versandkosten sind bei Amazon geringer (wohlgemerkt vom gleichen Anbieter: Der Winzer tritt dort als Verkäufer auf!). Welche Überlegung da dahinter steht, erschließt sich mir nicht.

Immerhin wird an diesem Beispiel deutlich, dass die Anbieter mit im Boot sind und – so der Anschein – das bislang selbst aufgebaute Versandgeschäft zurückstellen zugunsten des Deals mit dem großen Partner.

Kostenloses Kochbuch-PDF: minimalist home cooking

minimalist home cooking

Einen kostenlosen Downloadlink für Rezept-PDFs findet man ab und zu im Netz. Diese PDF-Rezeptsammlung hier finde ich aus mehreren Gründen besonders gut gelungen: Die Seiten sind sehr schön gestaltet und übersichtlich mit guten Fotos. Und: das Kochbuch für „minimalist home cooking“ beschränkt sich auf Kochen mit fünf Zutaten. Das ist nicht nur bei glühender Sommerhitze schön, wenn man so wenig wie möglich am Herd machen möchte.

Es ist auch ziemlich einfach und umweltfreundlich: Je weniger Zutaten, desto weniger Einkaufsstress und desto geringer die Versuchung, auf irgendwelche zweifelhaften Zutaten mit seltsamen Inhaltsstoffen zurück zu greifen.

Die Gerichte kommen gar nicht so karg daher, wie man auf den ersten Blick meinen mag. Und es sind richtige Klassiker dabei, wie die Brokkolinudeln zum Beispiel. Das PDF gibt es hier im Blog (rechte Spalte), das natürlich ebenfalls lesenswert und schön gemacht ist.

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

Hinweis: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Bei den gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate Links. Durch einen Kauf über den Link werde ich am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.

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Physiotherapie-Praxis Straub-Ott in Teningen