Kräuterseitlinge im Risotto

Kräuterseitlinge mit Risotto

Die Pfifferlings-Saison ist gut und schön. Bietet sie doch zumindest etwas Abwechslung zu den unvermeidlichen Champignons als ganzjähriger Begleiter sämtlicher Frische-Abteilungen in den Supermärkten. Manchmal blitzen dann aber doch noch ein paar Perlen der Pilzwelt in Supermarkt-Auslagen auf: Kräuterseitlinge zum Beispiel sind meine Favoriten.

Preislich erschwinglich, geschmacklich ein Leckerbissen. Wenn sie dann noch erkennbar frisch und richtig gelagert auftauchen, heißt es Zugreifen, egal, was gerade auf dem Speisezettel steht.

Man kann mit Ihnen fast nichts falsch machen: Breite Nudeln kochen, die Pilze mit etwas Speck anbraten, mit Wein und Nudelwasser ablöschen, nachwürzen und die fertigen Nudeln dazu in die Pfanne geben. Dazu eine Schüssel Salat – schneller kochen geht fast nicht.

Ebenso die Verwendung im Risotto: Risotto zubereiten, fünf Minuten vor Ende der Garzeit gebe ich noch ein Stück Butter, Flüssigkeit und Parmesan dazu und die klein geschnittenen Pilze. Dann nur noch vorsichtig wenden und zum Abschluss frische Kräuter drüber und evt. wie hier kleingeschnittene geröstete Paprika.

Natürlich kann man beide Schnell-Variationen aufpeppen, mit mehr Zutaten, Gemüse etc. Aber bei ganz frischen Pilzen kann man sich Minimalismus erlauben und auf Ablenkung verzichten.

Kräuterseitlinge mit Risotto

Drei Last Minute Geschenke

Sinnvolle Geschenke sind anstrengend. Wenns ums Finden geht. Sinnvolle und „schnelle” Geschenke erst recht. Hier noch die letzten Tipps:

Geschirrtücher

Geschirrtücher

fleuresse Geschirrtuch, 50 x 70 cm, 10-er Pack, weiß-blau Klingt sehr banal, ist aber sinnvoll: Man kanns fast immer brauchen. Schöner ist es natürlich, besonders orignelle Geschirrtücher, handgewebt und originell gemustert, aus dem Urlaub mitzubringen. Aber die schlichte Variante geht auch: Einfach hübsch verpacken, mit selbstgebackenem kombinieren und / oder einfache gute Lebensmittel damit einpacken. Die dunkleren aus Halbleinen sind auch Klassiker.

Durchaus nicht spießig finde ich es, auch einfache Tücher rechtzeitig zu besorgen und mit Namen oder Initialen besticken zu lassen.

Spätzlepresse und Nudelmaschine

Spätzlepresse / Nudelmaschine

Wie, das geht nur für Schwaben? Überhaupt nicht! Lassen wir mal die Frage beiseite, ob Spätzle auch Nudeln sind: Spätzle sind die einfachste Art, zu selbstgemachten Nudeln zu kommen. Dieses Modell hier Westmark Spätzle- und Kartoffelpresse ist das meistverkaufte bei Amazon. Ob das am Preis liegt oder am Aussehen – keine Ahnung. Mein Tipp – wenn es nicht express eintreffen muss – schauen Sie sich das in einem Laden an, wo verschiedene Modelle bereit stehen. Erfahrungsgemäß werden die Spätzle nämlich dann am besten, wenn der Teig am zähesten ist. Und welche Anstrengungen dann auf den Spätzlespresser warten, davon wissen helfende Ehemänner ein Lied zu singen. Leidvolle Erfahrung lehrt, dass es Modelle mit kürzeren und längeren Hebelarmen gibt: die längeren machen das Leben leichter.

Eine gute Spätzlespresse kostet übrigens so viel wie eine billige Nudelmaschine, mit denen ist das Arbeiten allerdings etwas komplizierter und dauert länger. Außerdem weiß man ja nie, ob die / der Beschenkte nicht auf den Gemschmack kommt und später noch einen Motor zu Nudelmaschine haben will. Dann sollte es schon ein Markenmodell sein wie der Klassiker Mercato Atlas (Marcato Wellness 08 0152 12 00 Nudelmaschine Atlas 150 Pastabike), der etwas teurer aber nachrüstbar ist.

Milchaufschäumer

Milchaufschäumer

Ja, ich weiß, diese Modelle (ScanPart Milchaufschäumer) werden von den meist männlichen Kaffee-Fans mit teuren Vollautomaten oft als Kinderspielzeug belächelt. Aber es gibt immer noch genügend Menschen, die eine einfache Kaffeemaschine nutzen und trotzdem ab und zu mal Milchschaum auf ihrem Kaffee haben wollen. Mit aufladbaren Akkus sogar eine sehr umweltfreundliche Lösung, diese Schäumer sind auch ziemlich effektiv.

Dieses zweite Modell von Bodum (BODUM 1446-01 Milchschäumer LATTEO) ist auch noch ziemlich preiswert und bekommt viele gute Bewertungen. Und sieht etwas eleganter aus. Wer sein Schäumer-Geschenk noch etwas aufwerten möchte, packt einen originellen Kaffee dazu. Kleine Röstereien gibt es heute in fast jedem größeren Städtchen.

Pesto – schnell mal selbst gemacht

Frisches Pesto, selbst gemacht

Pesto gibts fertig und zusammen mit Nudeln ist das ein beliebtes, schnelles Essen. Allerdings kommen auch die besseren Fertigprodukte vom Aroma nicht an selbstgemachtes Pesto ran. Und es geht ganz einfach, die meisten Zutaten findet man auch leicht in Bio-Qualität.

Man braucht einen Bund Basilikum, 30 Gramm Pinienkerne, 60 Gramm frisch geriebener Pecorino, 1 Knoblauchzehe, 6 bis 8 Esslöffel gutes Olivenöl, Salz und Pfeffer. Die Pinienkerne werden vorher vorsichtig in der Pfanne geröstet, bis man die Röstaromen riechen kann und die Kerne leicht gebräunt sind. Alles andere kommt ohne weitere Vorbereitung zu den Pinienkernen in den Mixer. Je nach Ölzugabe wird das so fest wie die Fertigprodukte aus dem Glas oder eher flüssig, was für die Zubereitung auch ganz praktisch ist.

Wer einmal das frische nussige Aroma der gerösteten Pinienkerne und den frisch geriebenen Pecorina geschmeckt hat, der wird nicht so schnell wieder nach einem Glas mit Fertigprodukt greifen.

Pesto muss übrigens nicht immer grün sein: Außer dem bekannten „grünen” Pesto Genovese, das oben beschrieben ist, kann man auch andere Varianten kaufen – oder eben auch leicht selbst zubereiten. Zum Beispiel rotes Pesto. Am besten gelingt es, wenn man dazu Tomaten kocht, enthäutet, entkernt, püriert – was ein bißchen aufwändig ist und am ehesten für ein Wochenendessen taugt.

Eine einfachere Variante geht mit eingelegten getrockneten Tomaten (1 Glas): Mit einem Bund Basilikum, einer Zwiebel und zwei Knoblauchzehen werden die Tomaten püriert, dazu ein Schuss Balsamico und 5 bis 6 Esslöffel Olivenöl. Wers schärfer mag, der kann eine kleine Chili-Schote mitpürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu passen hervorragend auch Gnocchi, die man nach dem Kochen gleich im noch heißen Nudeltopf im Pesto schwenkt.

Pinienkerne und Pecorino werden bei dieser schnellen Variante nicht unbedingt verwendet, Parmesan kommt zum Abschluss über den Teller. Die Menge mit rund 150 Gramm getrockneten Tomaten reicht für etwa ein Pfund Nudeln.

Eine weitere Variante ist das grüne Pesto mit Sardellen. Auch die gerösteten Pinienkerne kann man ersetzen, beispielsweise durch Cashewnüsse.

Mir schmecken zum Pesto übrigens am besten Gnocchi, ich finde, die nehmen mehr Pesto auf und das macht den Geschmack intensiver. Dazu ein Bio-Rotwein oder ein frischer Weißwein, wie zum Beispiel ein Roter Gutedel.

Sieht zwar nicht so appetitlich aus, schmeckt aber sehr lecker

Sieht zwar nicht so appetitlich aus, schmeckt aber sehr lecker

Mosto-Cotto-Rezept 2: mit Erdbeeren und Grießflammeri

Mosto Cotto mit Erdbeeren und Grießflammeri

Ich hatte über den Mosto Cotto des Mosel-Bio-Winzers Harald Steffens ja hier und hier schon einmal berichtet. Da hatte ich gerade eine Lieferung Riesling-Essig, Balsam-Essig und eben Mosto Cotto bekommen.

Riesling- und Balsam-Essig in gewohnter Bio-Qualität für die üblichen Einsatzbereiche. Neu war mir Mosto Cotto, den Harald Steffens auf seiner Website als Konzentrat aus Rieslingtraubensaft beschreibt: Dazu wird der Rieslingsaft im Herbst im Wortsinne „eingedampft”, bis ein Sirup übrig bleibt.

mehr lesen…

Aus meinem Einkaufskorb: Bio-Urkornpasta

REWE Bio Urkornpasta

Ein neues Bio-Produkt zu entdecken freut mich immer: Bei REWE Bio gibts Bio-Nudeln ganz alternativ mit Dinkel zusätzlich zum Hartweizengrieß (Müscheli), mit Buchweizen (Drelli) und mit Emmer (Bändli).

Was mich immer wenig freut: Wenn man sich originelle Verpackungsgrößen einfallen lässt. Diese Bio-Nudeln gibts in der 300-Gramm-Packung. Wieso gerade 300 Gramm? Damit man den Preis nicht sofort vergleichen kann? 300 Gramm für 1,79 Euro ergibt einen Kilopreis von knapp sechs Euro. Das muss natürlich im Kleingedruckten auf dem Preisschild am Regal stehen, also Lesebrille nicht vergessen.

Zu den Nudeln selbst ist wenig zu sagen: Braun wie frühere Vollkorn-Bio-Proidukte sind sie nicht. Die Farbe unterscheidet sich nur wenig von der konventionellen Hartweizengrieß-Pasta. Ob bissfest oder weich, darüber entscheidet eher die Kochdauer als der Zusatz eher seltener Getreidesorten. Und geschmacklich wird sich spätestens beim Genuss mit einer herzhaften Soße wenig Neues entdecken lassen.

Kurzum: Alte Getreidesorten ins Bio-Programm aufzunehmen halte ich prinzipiell für eine gute Idee. Wenn man das mit einem schicken Verpackungsdesign und einer seltsamen Gebindegröße kombiniert, dann ergibt sich eher der Eindruck, man wolle eine lukrative Nische füllen für die zahlungskräftigere Klientel. Aber das ist ok für mich, bio soll sich ja auch lohnen. Und preiswertere Bio-Pasta lässt sich ebenfalls leicht finden. Für etwas mehr Abwechslung auf dem Speisezettel kann man die drei Sorten durchaus ausprobieren. Und wer dabei bleibt, der verliert auch nicht viel Geld.

Generell aber finde ich Anbieter vertrauenswürdiger, die sich an die althergebrachten Packungsgrößen halten. Soll mir keiner erzählen, der Markt lechze nach 300-Gramm-Nudelpackungen, weil 250 Gramm und 500 Gramm zu wenig Auswahl ließen.

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

Hinweis: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Bei den gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate Links. Durch einen Kauf über den Link werde ich am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.

Website-Schaufenster

Physiotherapie-Praxis Straub-Ott in Teningen