Der definitive Milch-Aufschäum-Test

Der Milchschaum-Test

Auch hier war das Thema ja schon einmal behandelt worden: Was muss man tun, damit man einen feinen, festen Milchschauem erhält? Machts die Bio-Milch? Oder der Fettgehalt, oder die Frische? Oder hat es gar etwas damit zu tun, ob die Milch so behandelt wurde, damit sie länger haltbar ist?

Einen aktuellen Test mit Erläuterungen gibt es hier bei foolforfood.de.

Es geht auch ohne: frischer Spargel ohne „Päckles-Sauce“

Spargel

Haben Sie das Hernanahen der Spargelwelle erkannt? Schon vor zwei Wochen türmten sich im Frischebereich des Supermarktes bereits diverse Weißweine. Und helle Saucen, die gaaanz einfach zuzubereiten sind und hervorragend zum Spargel passen. Angeblich. Hollandaise vor allem in allen Variationen: Zum Anrühren mit Wasser, mit Zugabe von einem viertel Pfund Butter. Oder einfach direkt aus dem Tetrapak.

Das Studium der Zutatenliste ist meist nichts für zart Besaitete. Muss ja auch nicht sein.

Spargel selbst braucht ja schon ein Weilchen im heißen Wasser, da bleibt Zeit genug, ein feines Sößchen anzurühren – ohne Chemie, wenn schon nicht gar ganz biologisch.

Hier meine drei Favoriten:

1. Mit Bärlauch-Pesto
Zugegeben: Mein bisheriger Favorit war eine Sahnesauce mit frischem Bärlauch. Freund und Kollege Lars hat dagegen eine Variante mit Bärlauch-Pesto, die demgegenüber Vorteile hat: Das Pesto ist länger haltbar, die Zubereitung noch einfacher. „Die Sauce bereitete ich aus Bärlauchpesto, das mit heißem Wasser erwärmt und verflüssigt wird“ schreibt er dazu. Passt prima, ich habe auch schon etwas zerlassene Bärlauch-Butter dazu getan, die ist ja auch lange haltbar, bzw. man kann sie auch einfrieren.

2. Senfsauce
Die gute alte Bechamelsauce war lange Zeit in Verruf: Mehlschwitze mit Butter als Grundlage. Ich mache meine mit wenig Mehl und Butter, Sahne und Milch, ein paar Gewürze und scharfem Senf. Gut macht sich auch die Zugabe von frischem Zitronensaft. Für mich darfs ruhig schärfer sein, die Familie bevorzugt mildere Variationen. Hängt vom Senf und der Menge ab.

3. (Zitronengras-) Hollandaise
Dafür muss man etwas mehr Zeit mitbringen und etwas Erfahrung. Das genaue Rezept gibts hier. Ganz in Bio-Qualität lässt sich die klassische Hollandaise zubereiten. War früher mal mein Favorit, inzwischen wegen der hohen Buttermenge von anderen Variationen verdrängt worden. Aber ich finde, man muss sie mal selbst gemacht und probiert haben.

An Beilagen bevorzuge ich die Klassiker: Kartoffeln, Kratzete, Pfannkuchen. Fleisch und Fisch haben für mich nix beim Spargel zu suchen. Und als Wein ein knackiger, kalter Weißwein, vorzugsweise Gutedel.

Gut und gerne Ciabatta Brot-Back-Mischung

Ciabatta

Bei uns wird zu wenig gebacken. Und mit uns meine ich uns alle (mich eingeschlossen). Denn in jedem Haushalt steht in der Regel ein Herd mit Backofen, die Standardausstattung. Und wie oft wird der benutzt? Meistens nur vor größeren Feierlichkeiten, um einen Kuchen beisteuern zu können (fast immer denselben, nämlich den, den man am besten kann). Oft genug aber auch nur, um eine Pizza aufzubacken.

Bei uns zuhause ist das Backen Sache meiner Frau, die viel Erfahrung und mehr Geduld als ich dafür hat.

Dabei ist Backen ein tolles Erlebnis: Das Vermischen und Kneten von Teig (aaah), das Zusehen, wie eine Hefeteig aufgeht und eine Schüssel füllt (oooh)… Im Gegensatz zum relativ schnellen Kochen muss man aber zum backen mehr Zeit mitbringen, und das sicher eines der Haupt-Hindernisse.

Ein guter Einstieg für alle, die noch zu wenig Erfahrung und Scheu vor Experimenten wie dem Hefeteig haben: Backmischungen. Diese hier für zwei Ciabatta-Brote stammt „gut und gerne“ aus einem Edeka-Markt und kostet 2,19 Euro.

Ideal, das man nix dazu kaufen muss: Man braucht nur noch etwas Öl und Wasser. Gut auch, dass die Hefe nicht schon dem Mehl beigemischt ist, sondern sicher verwahrt in einem Extra-Tütchen. Anrühren, kneten, halbe Stunde gehen lassen. Wieder kneten, zwei Brote formen, wieder gehen lassen für eine weitere halbe Stunde.

Im vorgeheizten Backofen backen – fertig.

Naja: So schön, wie das vom Bäcker sieht es nicht aus. Für die Kruste brauchts ein paar Kniffe, die ich bei einem weiteren Test verraten will. Beschaffenheit (schön porös, locker) und Geschmack sind in Ordnung, für meinen Geschmack fast etwas fad.

Fazit: Für Einsteiger und zum Appetit machen aufs Backen gut geeignet.

theGreenGuide.com von National Geographic

greenguide

Bei uns etablieren sich Umweltthemen so langsam in allen deutschen Zeitschriften. Und die Abwrackprämie in Kombination mit einer neuen Steuer-Regelung für Autos sorgt dafür, dass bei den Auto-Zeitschriften sogar Sonderhefte über „grüne Autos“ erscheinen.

Doch eine ganze Zeitschrift nur zum Thema Umweltschutz? Das wird wohl so schnell nichts. Dabei sitzen die Verlage schon in den Startlöchern. Und in meinem jüngsten Sommerurlaub habe ich in Schweden bereits eine Ausgabe des amerikanischen Green Guide entdeckt. Sozusagen ein Tochterheft der amerikanischen National Geographic. Und wenn so ein „Großer“ in das Thema einsteigt, dann muss was dran sein an diesem Bio-Trend.

Doch kein Anlass zu übertriebenem Optimismus: Schließlich stammt der GreenGuide aus den USA. Und dort kann man offensichtlich noch ganze Hefte füllen mit Umwelt-Tipps, die bei uns längst banal erscheinen.

Wer sich dennoch über den US-Standard für Umweltthemen informieren will, dem sei die Website ans Herz gelegt. Als ich die das erste Mal besuchte, wirkte alles noch etwas mager. Inzwischen sind nicht nur die Inhalte aufgefüllt worden, auch die „Monetarisierung“ ist vorangeschritten. Ähnlich wie bei der deutschen Website Utopia.de wird fleißig zu Produkten verlinkt. Es werden Kaufempfehlungen ausgesprochen und entweder gleich selbst vermarktet oder der entsprechende Link beworben.

Interessiert hat mich natürlich vor allem auch die Kategorie „Food„. Jetzt, Ende April, dreht es sich dort um das Thema Wintergemüse, und die Auswahl an Rezepten ist generell noch sehr übersichtlich.

Auf der deutschen Website von National Geographic, die leider weder inhaltlich noch gestalterisch mit der amerikanischen mithalten kann, gibts übrigens noch keinen grünen Ableger.

Wissen, was drin ist: Schwäbische Maultaschen

Maultaschen selbstgemacht

Gleich vorweg: Den wichtigsten Termin für dieses Rezept habe ich knapp verpasst. Maultaschen gibt es nämlich im Schwabenland am häufigsten am Gründonnerstag, gegen Ende der Fastenzeit. Aber das ist eine andere Geschichte.

Aber weil ich jetzt vom Gründonnerstag aktuelle Bilder habe, gibts das Rezept heute. Und weil ich finde, dass es eines der leckersten Essen ist.

Maultaschen selbstgemacht

Bio-Nudeln gibt es ja nun massenweise in den Supermärkten. Warum also Bio-Maultaschen selbst machen, obwohl doch schon auf dieser Website Bio-Maultaschen getestet und für gut befunden wurden?

Nudel selbst machen ist relativ einfach – wenn man eine Nudelmaschine hat. Die gibts relativ preiswert. Einfache Nudeln damit zu machen finde ich selbst nicht so prickelnd. Aber alles was in Nudelteig gefüllt ist – Ravioli, Maultaschen, Tortellini, u.v.a.m. – sind meiner Ansicht nach den Aufwand wert.

Maultaschen selbstgemacht

Denn Bio-Maultaschen sind die große Ausnahme im Supermarkt. In allen anderen Fällen fragt man sich natürlich, was wirklich alles drin ist. Und wenn man das selbst macht, weiß man das sehr genau. Ohne Maschine (genauer: ohne Maschine mit Motor) ist das etwas mühselig. Und zu zweit oder zu dritt in der Küche geht es nicht nur ziemlich flott, man hat auch mehr Spaß.

Die Maultaschen in Kurzform: Ein gutes Rezept gibts vom schwäbischen Küchenchef Vincent Klink hier. Die Füllung besteht aus einem Gemisch aus Hackfleisch und Spinat und einigen weiteren Zutaten. Bei mir ist das Verhältnis Spinat zu Hackfleisch übrigens 1:1. Den Nudelteig sollte man vielleicht vorher schon mal geübt haben, der muss dann so dünn wie möglich sein und trotzdem die Füllung halten.

Und richtig schwäbisch wirds natürlich erst mit einem schönen, schlonzigen Kartoffelsalat. Aufgewärmt schmecken die Maultaschen übrigens auch noch prima: klein geschnippelt und mit Ei in der Pfanne angebraten.

Der großen Vorteile von selbst gemachten Maultaschen und anderen Varianten: Man weiß, was drin ist, alle Zutaten lassen sich auch in Bio-Qualität leicht besorgen. Und es gibt unendlich viele Variationsmöglichkeiten, mit und ohne Fleisch.

Nichts für die schnelle Gleich-kommen-die-Kinder-nach-Hause-Küche. Aber unschlagbar, wenn man Zeit hat und Lust, ein Stündchen mehr in der Küche zu verbringen, am besten gemeinsam.

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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