Unabdingbar in der Küche: ein guter Messerschärfer

Graef Messerschärfer

Manche Dinge sind in einer Küche einfach unverzichtbar. Zum Beispiel scharfe Messer. Und: ein Messerschärfer. Der Graef Diamant-Messerschärfer CC 120 DE hat jetzt nach etlicher Wartezeit und Überlegung einen Uralt-No-Name-Messerschärfer ersetzt. Das kaputte Teil war ebenfalls motorbetrieben und hatte damals so um die 20 Euro gekostet. Es hielt immerhin mehr als zehn Jahre, was in meinen Augen ein gutes Preis-Leistungsverhältnis war. Er war nicht perfekt, hat aber gute Deineste geleistet.

Der neue Graef Messerschärfer liegt deutlich über 100 Euro – deswegen auch meine lange Bedenkzeit. Ich weiß noch nicht, wie lange er hält. Aber er macht einen sehr stabilen Eindruck. Und ich erhoffe mir, dass es dafür auch in zehn Jahren noch Ersatzteile gibt oder eine Reparatur möglich ist. Und er schärft, auch dass muss ich ehrlicherweise sagen, um Nummern besser, als das Billigteil. So gesehen hätte sich diese Investition sicher auch schon vor zehn Jahren gelohnt.

Es gibt am Graef drei verschiedene Phasen (und Kerben) für Schärfe: Vorschärfen mit Diamantscheiben, ist wohl nur nötig, wenn die Messer wirklich stumpf sind. Die Hauptarbeit geschieht in Phase 2, dem Schärfen mit Diamantscheiben. Hier steigt man ein, wenn die Messer nach ein paar Wochen nur nachgeschärft werden müssen. Und Phase 3 ist das Abziehen oder Polieren mit Keramikscheiben.

Nachdem meine diversen Messer wegen der langen Warte- und Überlegungszeiten ziemlich stumpf waren, habe ich allen das volle Programm zukommen lassen. Das dauert insgesamt keine zehn Minuten und man hat danach wochenlang das beglückende Gefühl, dass jedes Messer, auch das billigste vom Kaffeeröster, wieder schön scharf ist. Die hochwertigeren Messer behalten länger ihre Schärfe und sie lassen sich vor allem auch mit einem Wetzstahl schnell und einfach wieder nachschärfen, ohne dass man die Maschine auspacken muss. Auch die nicht rostfreien Carbonstahl-Messer der Marke Windmühle (Windmühlenmesser: Buckels, Carbon (nicht rostfrei), Griff Pflaume) lassen sich so leicht nachschärfen. Sie laufen zwar an und sind dann keine Augenweide mehr. Aber der echte Holzgriff und die stets scharfen Klingen machen diese Windmühlen-Messer zu echten Favoriten für mich.

Alles in allem ist der Graef Messerschärfer eine lohnende Anschaffung. Und das Gerät wirkt so solide, dass ich ihm mindestens ebenfalls zehn Jahre gebe, bis – wenn überhaupt – Reparatur oder Ersatz nötig sind.

Noch ein Wort zu den anderen Wunderdingen, die es in diesem Sektor gibt. Egal ob sie Allesschärfer heißen oder sonstige vielversprechende Namen haben. Wir haben einige davon im Laufe der Jahre gekauft oder geschenkt bekommen. Keines davon war es wert, den kostbaren Platz in unserer kleinen Küche dafür freizuhalten. Dabei sahen einige durchaus stilvoll und zuverlässig aus.

Ich finde auch die Bezeichnung Messerschärfer etwas unklar. Auch der Gräf heißt ja so. Nach meiner Auffassung „schleifen” nur die motorgetriebenen Geräte im Wortsinne. All die anderen Geräte, durch die man die Klingen einfach per Hand durchzieht, wollen schärfen. Dieser Logik nach ist der Graef für mich auch ein Schleifgerät, das wirklich auch Material abträgt. Kann also gut sein, dass die Klingen im Laufe der Zeit sichtbar schmaler werden.

Eine alte Hausfrauenweisheit besagt ja, dass man sich nur an stumpfen Messern schneidet. Weil man mit diesen eben mehr und schlecht kontrollierbaren Krafteinsatz braucht. Wenn meine Messer wieder scharf sind, schneide ich mich schon gelegentlich, weil die Finger da eben keinen nennenswerten Widerstand bieten.

Gutes Anzeichen dafür, dass man seine Messer schärfen muss: Eine Tomate sollte sich mit nur leichtem Druck schneiden lassen. Und wenn beim Zwiebel schneiden die Augen tränen, dann hat man die Zwiebelschichten eben nicht geschnitten, sondern mit einem stumpfen Messer zerquetscht.

Adventsbäckerei

Adventsbäckerei

Das ist ein Teil der vier Gratis Adventsrezepte.

Ich will mich ja nicht mit fremden Federn schmücken, denn das Backen ist fest in der Hand meiner Frau. Ich darf nur kleinere Arbeiten übernehmen (Füllung aufstreichen, zusammensetzen, schneiden, in Schokolade tauchen). Und fotografieren. Und ein paar Bilder will ich doch auch hier vorstellen, um Appetit zu machen.

Bei uns dauert die Back-Orgie einen Samstag lang, vor Beginn der Adventsueit. Was damit zu tun hat, dass wir Ende November schon regelmäßig jemandem eine Auswahl zum Geburtstag mitbringen. Das hat den Vorteil, dass die Arbeiten (inklusive Teigzubereitung am Abend zuvor) recht kompakt bleiben (und die Küche nur einmal komplett eingesaut ist).

Die Favoriten der Familie sind jedes Jahr dabei, aber es kommen jedes Jahr auch neue Rezepte dazu, andere fallen irgendwann raus.

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PornBurger: Website von Mathew Ramsey und ein NatGeo-Video

Making a PornBurger With Mathew Ramsey | National Geographic

Dann ist man wohl an der Spitze der Food-Blogs angekommen, wenn der Youtube-Kanal von National Geographic über die eigene Food-Website, die Rezepte und Zubereitung berichtet. Bei Mathew Ramsey ist das so, aber das kann auch ein klein wenig damit zu tun haben, dass der Medien-Fachmann auch selbst für diese Medien arbeitet.

Wie auch immer, mit seiner Website PornBurger.me/ hat er diese Aufmerksamkeit verdient: Jede Woche stellt er dort neue, selbst zubereitete und liebevoll fotografierte Burger-Variationen vor. „Fast Food” ist – spätestens wenn man dieses Video gesehen hat – definitiv nicht mehr die richtige Bezeichnung für die bei uns oft unterschätzten Burger-Spezialitäten.

Bei dem Burger im Video werden Fleisch und Eigelb ’sous vide‘ zubereitet, das Fleisch erst danach gegrillt. Und die Sauce ist sowieso eine Spezial-Zubereitung, angepasst auf die jeweilige Füllung. Fast überflüssig die Anmerkung, dass echte Freaks natürlich auch die Buns, die Burger-Brötchen selbst backen – und auf die jeweilige Füllung abstimmen.

Wem so viel Aufwand, vom Fleischwolf über sous-vide-Verfahren bis zum zusammensetzen der Fleischfüllung aus verschiedenen Komponenten und dem Backen der Brötchen zu viel ist, der findet zum Einstieg genügend andere Rezepte, deren Ergebnisse die der Burger-Brat-Ketten in den Schatten stellen. Für den Anfang finde ich es vor allem wichtig, dass die Füllung einen besonderen Pfiff hat und die Sauce passend zubereitet wird. Für den Rest kann man sich mit fertigen Zutaten behelfen.

Britisch: der simple Teigroller

141101_teigrollerTeigroller Buchenholz 43 cmWer ab und zu Koch- und Backsendungen der Briten ansieht (die machen wirklich etliche gute, finde ich), der entdeckt einige Unterschiede zwischen englischen und deutschen Küchengeräten. Der auffallendste ist das Nudelholz oder Teigroller: Statt dick und relativ kurz mit Griffen an den Seiten verwenden die Engländer vorzugsweise eine simple Holzrolle mit geringem Durchmesser, aber größerer Breite.

Die Physik dahinter ist einfach: je kleiner der Durchmesser, desto mehr Kraft kommt auf den Teig. Nach der Bestellung des oben abgebildeten simplen (und billigen) Nudelholzes für sieben Euro konnten wir das auch in der eigenen Küche feststellen. Schöner Nebeneffekt: Durch die große Breite kann man auch Kuchenblech-Breite ausrollen, ohne für jede Lage mehrfach über den Teig zu rollen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Handhabung, aber dann genießt man das Rollen mit weniger Kraftaufwand.

Noch etwas weiter gehen italienische Köche, die ihren Nudelteig von Hand ausrollen: Dort wird ein noch dünnerer Buchenstab verwendet, wie man ihn auch im Baumarkt bekommt. Damit lässt sich auch der kräftigere Nudelteig schneller und leichter dünn ausrollen.

Für die anstehende Weihnachtsbäckerei auf jeden Fall eine Empfehlung und bei dem geringen Preis einen Versuch wert.

Bunte Möhren: nicht besser, aber anders

Bunte Möhren

An einem meiner Marktstände gibt es bunte Möhren: Karotten in orange, gelb und dunkelrot. Sind natürlich ein Hingucker. Und etwas teurer, als die anderen. Interessant ist immer die hoffnungsvolle Frage der Kunden an die Marktfrau: ”Und wie schmecken die?”

Die Antworten werden unterschiedlich formuliert, laufen aber eigentlich immer auf dasselbe hinaus: Genauso wie die anderen. Verkaufstechnisch günstiger sind natürlich Antworten wie: „Einige Kunden sind begeistert. – Die einen sagen so, die anderen so. – Manche finden die bunten besser.” Die eigenen Tests ergaben tatsächlich keinen messbaren Unterschied. Dagegen macht sich die optische Vielfalt – je nach Gericht und Zubereitung – ganz gut.

Für ein bißchen mehr Farbenvielfalt kann man den geringen Mehrpreis ja in Kauf nehmen. Und wer das nicht will, der kauft eben die normalen. Wer sich über Möhrenvielfalt informieren möchte, der findet hier sogar eine eigene Website dazu: Möhrenvielfalt. Und wer einfach im Internet nach „bunte Möhren” sucht, der stößt hier auf einen interessanten Artikel, wonach die Entwicklung der bunten Möhren aus Steuergeldern gefördert wurde. Unnütz, findet der Bund der Steuerzahler. Der meint, das sei nicht Aufgabe des Steuerzahlers, und da hat er wohl recht.

Dem kurzen Artikel kann man auch die Aussage entnehmen, Deutschland sei ein Möhren-Importland. Diese Bezeichnung hatte ich für Deutschland auch noch nicht auf der Liste.

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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