Aprikosenknödel: Süße Früchte in Teig

Zu den Aprikosenknödeln passt gut Vanille-Sauce oder Vanille-Eis.

Zu den Aprikosenknödeln passt gut Vanille-Sauce oder Vanille-Eis.

Aprikosenknödel haben eigentlich im Sommer Hochsaison. Aber da es fast immer reife Früchte aus südlicheren Ländern gibt, kann man das Rezept öfters wieder hervorholen. Aprikosenknödel sind nur eine Variation der zahlreichen von Süßspeisen-Knödel, die man in gleicher Art auch mit Marillen, kleinen Weinbergspfirsichen oder Zwetschgen machen kann. Damit begleitet einen diese Süßspeise in Variationen über mehrere Monate des Jahres. Es gibt also immer genügend Möglichkeiten, das auszuprobieren. (mehr …)

Frischer Spinat: passt auch in die schnelle Küche und ist superlecker

Frisches Gemüse geht auch einfach: Ein Pfund Spinatblätter in ein mit kaltem Wasser gefülltes Spülbecken geben, die Stängel abzupfen und die Blätter danach kurz abschütteln. Dann zu etwas in Olivenöl erhitztem Knoblauch dazugeben, etwas Salz dazu – und nach zwei Minuten hat man leckeren Spinat.passt auch in die schnelle Küche

Das beste Argument für frischen Spinat: Er lässt sich in der Zeit zubereiten, die der Tiefkühl-Spinat schon zum Auftauen braucht. Selbst Waschen und Abzupfen (also der eher nervige Teil der Zubereitung) gehen relativ flott vonstatten. Auch bei Gewürzen kann man wenig falsch machen: Normalerweise wird als Gewürz zum Spinat Muskatnuss empfohlen, möglichst frisch auf der Muskatreibe gerieben. Ich bevorzuge in den meisten Spinatrezepten eine leichte Knoblauchnote.

Wenn man den Spinat, der mit wirklich großem Volumen in den Topf wandert, nach zwei Minuten rausnimmt, ist fast nichts mehr übrig. Aber der Eindruck täuscht. Ich kippe den Spinat nicht einfach in ein Sieb, sondern nehme in mit einemSchaumlöffel o.ä. heraus, damit das Wasser im Topf bleibt.

Der Spinat kommt jetzt auf ein großes Holzbrett und wird – falls gewünscht – mit einem großen Messer gehackt. Ist natürlich verzichtbar, wenn man die Spinatmasse zum Beispiel als Füllung für einen Gemüsepfannkuchen verwenden will. Ich verteile dazu den Spinat großflächig auf dem Brett und mache denn ein etwa zwei mal zwei Zentimeter großes Schachbrettmuster mit dem Messer. Mir genügt das, es geht auch feiner.

Das grüne Spinat-Wasser aus dem Topf hat ein feines Spinat-Aroma, ist mit Salz und Knoblauch gewürzt und kann zum Beispiel für Spinatnudel später genutzt werden.

Die Tiefkühl-Variante hat das frische Gemüse fast verdrängt

Nach meiner Einschätzung wissen heute viele Menschen nicht mehr, wie Spinat aussieht. Also die richtige Spinatpflanze, vor allem natürlich die Blätter. Ich will da auch gar nicht drüber spotten. Als Stadtkind hatte ich früher auch keine Ahnung, woraus diese grünen Eisblöcke mit dem etwas seltsamen Geschmack hergestellt werden.

Erst später entdeckte ich irgendwann den „richtigen” Spinat. Den gab es natürlich auch nicht im Supermarkt zu kaufen, sondern nur auf dem Wochenmarkt. Und seitdem habe ich auf die Tiefkühl-Variante nur noch ganz selten zurückgegriffen. Wobei ich gleich zugeben muss, dass für manche Zwecke vor allem die Mini-Tiefkühl-Portionen sehr praktisch sind.

Nun ist es nicht etwa so, dass Tiefkühl-Spinat besonders schrecklich wäre. Im Gegenteil: Nach meiner Einschätzung gibt es heute in der großen Vielfalt an Spinat-Zubereitungen viele leckere Sachen. Mir erscheinen vor allem die Angebote reizvoll, bei denen Blattspinat, nicht püriert und ohne weitere „Verfeinerungen” in Portionsformen angeboten werden. Außerdem gibt es in meinen Supermärkten zumindest zeitweise auch frischen, abgepackten Spinat (meistens aus Italien).

Da aber Spinat ziemlich lange im Jahr regional zu haben ist, versorge ich mich auf dem Wochenmarkt.

Blitzrezept: Spinat-Nudeln

Und weil wir schon dabei sind: Das schnellste und leichteste Rezept für frischen Spinat sind Spinatnudeln: Dazu werden die Nudeln (breite Nudeln passen prima) noch vor dem Waschen des Spinats zugestellt und köcheln, während man den Spinat verarbeitet. Sind die Nudeln bissfest und der Spinat fertig, kommt etwas Olivenöl in den großen Topf, die Hälfte der Nudeln dazu, dann der gehackte Spinat sowie nach Gusto Reibekäse, Sahne, Crème fraîche. Dann die andere Hälfte der Nudeln dazu geben. Gut verrühren, der grob gehackte Spinat braucht ein Weilchen bis er gleichmäßig verteilt ist. Herdplatte schon mal abschalten. Meistens nehmen die Nudeln noch etwas Flüssigkeit auf, so dass man locker noch die Flüssigkeit aus dem Spinattopf zugeben kann, die man sich gesichert hat.

Lieferservice nutzen – oder besser planen?

Lieferservice nutzen – oder besser planen?

Erdbeeren

Erdbeeren

Heute morgen war ich auf dem Wochenmarkt. Ein überbordendes Angebot, das die Region am Oberrhein da Anfang Mai bereit hält: Frischer Spinat und Rhabarber, Erdbeeren und Spargel sind die aktuellen Favoriten. Dazwischen gibts so ziemlich alles frisch aus der Region, was man sich auf dem Speisezettel wünscht: Salat und Gemüse, Eier und Fleisch, Brot und Gebäck. Selbst die für einen Wochenmarkt etwas exotischeren Angebote, wie der Stand mit Ziegenfrischkäse, Oliven und mediterranen Gewürzen läuft in unserem Städtchen gut.

Ich versuche morgens, gleich nach meinem Waldlauf, frisch geduscht den Wochenmarktbesuch einzuschieben. Oft klappt es, manchmal eben nicht. Dann muss ich auf die Frische-Abteilungen der Supermärkte ausweichen, von denen einige ihren Namen wirklich verdienen: Obst und Gemüse sehen nicht nur frisch aus, das meiste stammt – ebenso wie Michprodukte und Fleisch- und Wurstwaren ebenfalls aus der Region. Der Favorit aber bleibt der Wochenmarkt, schon alleine wegen des Erlebnisses dieses Einkaufs im Freien. Besonders an Markttagen mit schönem Wetter merke ich, dass das wohl vielen Leuten so geht.

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Erstaunlicherweise sehe ich beim Einkaufen immer auch viele Berufstätige, die den Marktbesuch vor dem Arbeitsbeginn einschieben. Heute morgen musste ich dann an die Einkaufs- und Lieferservices denken, die in jüngerer Zeit bei uns populär werden. Dieser hier Blue Apron: Fresh Ingredients, Original Recipes, Delivered to You gewann gerade für seine Website den Webby Award. Bei uns in Deutschland findet man auf Anhieb mindestens drei Anbieter über Suchmaschinen.

Allen ist gemeinsam, dass sie am liebsten – wie alle Versender – dahin liefern, wo man die meisten Menschen auf kurzen Wegen erreichen kann: In größere Städte und Ballungsräume. Mehrfach wurden einzelne Anbieter auch schon getestet, man bescheinigt ihnen – wie hier – guten Service und gute Qualität. Voraussetzung bei den Kunden ist wohl, dass man Grundzutaten wie Essig, Öl etc. zuhause vorrätig hat. Und natürlich, dass man kochen kann ;-).

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Dann machen die Lieferservices das, was sie gut können: Sinnvolle gesunde Rezepte, oft mit regionalen und saisonalen Zutaten zusammen stellen, die Produkte einkaufen und verschicken. Damit sich das lohnt, müssen sie das tun, wovor die gestressten Kunden zurückschrecken: rationalisieren, Zeit und Wege sparen, planen.

Auch mir ist unwohl, wenn solche Rationalisierungsmaßnahmen aus Zeitmangel anstehen. Dann wird ein Speiseplan und Einkaufszettel erstellt für die ganze Woche. Das Einkaufen lässt sich auf zwei Termine reduzieren, einer davon kann auch spät abends sein, weil die Supermärkte selbst bei uns in der Provinz bis 21 Uhr geöffnet haben.

Sinnigerweise spare ich damit auch noch Geld: keine Spontankäufe, keine Versuchungen, eine Neuentdeckung auszuprobieren. Die Lust am Kochen bleibt ja, auch wenn der Spass am Einkaufen reduziert wird. Für Notfälle wie spontane Termine, Handwerkerbesuche etc. bleibt dann immer noch ein gefüllter Vorratsschrank und ein Tiefkühlschrank, der verhindert, dass zwei gesunde Mitteleuropäer in ihrer Wohnung verhungern (gerade vor Feiertagen habe ich beim Einkaufen manchmal den Eindruck, dass diese Gefahr vielen Kunden sehr bildhaft vor Augen steht).

Das Konzept taugt freilich auch für entspanntere Zeiten: Was ich bei Allerweltskäufen dann an Zeit einspare, das kann ich für Einkäufe in der Bio-Gärtnerei verjuxen, beim Einkauf auf einem einen anderen Wochenmarkt oder mit der Fahrt zum nächsten Hofladen.

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Wenn es Ihnen so geht wie mir und sie leben in einer ländlicheren Gegend, die bislang noch nicht von Bringdiensten entdeckt wurde, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie dafür zum Ausgleich näher an den ländlichen Erzeugern sind. Dann kann ich Ihnen nur raten, die zeitsparende Einkaufsvariante der Dienstleister (zumindest vorläufig) selbst zu praktizieren:

  • Wochenplanung mit detaillierten Einkaufszettel
  • zwei Einkaufsgänge, davon zumindest einer für richtig frische Sachen: Salat, Gemüse, Fleisch, Wurst
  • Gerichte, wo es auf frische Zutaten ankommt, auf den Einkaufstag legen (zB Spargel)

Und aus eigener Erfahrung möchte ich dabei auch gleich vor zwei Fehlern warnen:

  • Portionen nicht zu großzügig kalkulieren, weil man denkt, die fixe Warenmenge reicht vielleicht nicht aus und ich kann / will das nicht durch einen weiteren Einkaufsgang ausgleichen. Abmessen hilft und es durchaus nicht albern, Nudelportionen, Spargel oder Fleisch wirklich nach Gewicht zu kaufen und zuzubereiten.
  • Haltbarkeitsdaten sind in meinen Augen relativ, aber dennoch nicht unkritisch: Ein Joghurt im Glas hält ungeöffnet auch deutlich länger und kann in die nächste Einkaufswoche hinübergerettet werden. Geriebener Käse und Putenfleisch wird dagegen von mir auch vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums erst einmal kritisch beäugt und berochen: Was nicht appetitlich riecht, das kann meiner Ansicht nach auch nicht gut schmecken.

Geschäftsidee: Juice Press

Einfach mal alles anders machen: Wenn die Konkurrenz mit aufgehübschten Verpackungen in den Regalen glänzt, dann wollte er lieber unordentlich sein, ein Hingucker eben. Und wenn die anderen ihre Produkte lange haltbar machen, dann macht er sie lieber ganz frisch – auch wenn sie dann vielleicht eine kürzere Lebensdauer haben.

Als Geschäftsidee taugt die Orientierung daran, einfach alles anders zu machen nur bedingt. Bei frischen Säften, die regional vermarktet werden, scheint es zu klappen: Marcus Antebi heißt der Erzeuger dieser grünen, auf den ersten Blick nicht sehr appetitlich scheinenden Säfte, die vorwiegend in New York vertrieben werden. Das Konzept ist überzeugend: Die Früchte, die morgens angeliefert werden, werden gepresst und verlassen am gleichen Tag noch sein Unternehmen Juice Press.

Man muss nicht erst die zahlreichen Medienberichte gelesen haben, wonach Obst aus China oder anderen fernen Ländern in Konzentrat umgewandelt wird, lange transportiert und hier dann wieder mit Wasser vermischt wird, um diese Idee gut zu finden. Auch andere vorwiegend industrielle Säfte haben sehr unterschiedliche Standards und Herkunft und Produktionsbedingungen lassen sich nicht so einfach nachvollziehen.

Vergleichbar sind Juice Press-Säfte vielleicht noch mit dem, was manche Landwirte auf unseren Wochenmärkten anbieten – wenn es nicht schon als Bag-in-Box angeboten wird mit dem vielsagenden Hinweis, der halte jetzt ewig. Wobei Haltbarkeit an sich ja nichts Schlechtes ist.

Interessant ist vor allem, dass Kunden – ausreichend Vertrauen in Produkt und Erzeuger vorausgesetzt – gleich mehrere Kaufhindernisse überwinden: Sicher sind diese Säfte teurer als viele andere, sie sind nicht so lange haltbar und sie müssen offensichtlich auch gekühlt werden.

Verwerten statt wegwerfen

Tipps: Verwerten statt wegwerfen

Tipps: Verwerten statt wegwerfen

Normalerweise fassen die Händler dieses Thema ja mit spitzen Fingern an: Lebensmittel auf den Müll hieß ein Dokumentarfilm des NDR, auf den ich hier im vergangenen Oktober hingewiesen habe. Seitdem wurde das Thema immer wieder aufgegriffen.

Supermärkte und Discounter sehen sich hier vereinzelt Kritik ausgesetzt, manchmal auch zu unrecht: >Der Verbraucher will schließlich immer die frischesten Lebensmittel und kauft nur dort ein, wo die Regale lückenlos aufgefüllt sind.

Bei tegut hat man sich des Themas angenommen („Verwerten statt wegwerfen”), präsentiert freilich auch keine endgültige Lösung sondern eher Tipps für den privaten Haushalt, der davon ja genauso betroffen ist. Die Grundproblematik: Einerseits kauft man „sicherheitshalber“ lieber zu viel als zu wenig ein. Verunsichert durch Berichte über Gammelprodukte vertraut man blindlings den Mindest-Haltbarkeitsdaten.

Dabei muss nicht jeder Joghurt aus dem Kühlschrank entsorgt werden, der gestern „abgelaufen” ist.