Apfelküchle: Die Süßspeise nicht nur für den Winter

Apfelküchle als Winter-Süßspeise, wenn die Äpfel nicht ganz so frisch, knackig und säuerlich sind.

Apfelküchle als Winter-Süßspeise, wenn die Äpfel nicht ganz so frisch, knackig und säuerlich sind.

Apfelküchle gehören für mich mit zu dem Besten, was man aus Äpfeln machen kann. Ich mag meine Äpfel normalerweise knackig frisch, mit fruchtiger Säure und einer verhaltenen Süße. So sind sie meistens nur, wenn sie frisch vom Baum kommen (oder aus dem Lagerhaus). Aber auch bei sorgfältiger Planung und mit viel Augenmaß bleiben immer mal Äpfel ein paar Tage zu lang liegen. Dann sind sie nicht mehr ganz so knackig und schmeckern auch süßlicher als die frischen.

Dann ist die richtige Zeit, meistens im Winter, um die Süßspeise Apfelküchle mit Vanillesauce wieder auf den Speiseplan zu setzen.

Diese selbst gemachten und in der Pfanne gebratenen Apfelküchle haben übrigens wenig gemein mit denen aus dem Restaurant, die normalerweise tiefgekühlt direkt in die Fritteuse wandern.

Zutaten für Apfelküchle und Vanillesauce:

Pfannkuchenteig

  • 100 g Mehl
  • 1 Ei
  • 80 ml Milch
  • 30 g Zucker
  • 4 Äpfel
  • Öl für die Pfanne
  • Zucker und Zimt zum Mische

Vanillesauce

  • 1 Vanilleschote
  • 2 EL Zucker
  • 250 ml Sahne
  • 2 Eigelb
    (Anmerkung: Wem das mit den Eigelb in der Sauce nicht geheuer ist oder wer nicht die Zeit hat, das in Ruhe zu machen, der sollte ausnahmsweise eine ‚Päckles-Sauce‘ verwenden, die mit Milch aufgekocht wird. Ich persönlich würde dagegen die Finger lassen von fertigen Vanillesaucen in flüssiger Form.)
Die selbst gemachte Vanillesauce zu den Apfelküchle ist das Tüpfelchen auf dem i.

Die selbst gemachte Vanillesauce zu den Apfelküchle ist das Tüpfelchen auf dem i.

Zubereitung:

Man sieht schon an der Zahl der Äpfel, dass dieses Essen nicht nur als Dessert, sondern auch als Hauptmahlzeit taugt. Der Teig ist ein klassischer Pfannkuchenteig, den ich ehrlich gesagt normalerweise ohne Anleitung nach Gefühl zubereite. Wichtig ist die Konsistenz.

Eier, Zucker, Milch und Mehr vermischen, fünf Minuten ruhen lassen. Der Teig muss zähflüssig vom Schneebesen herabfließen. Für Apfelküchle mache ich den Teig nochmal einen Tick fester, als für Pfannkuchen.

Wer keine Angst vor gerinnenden Eiern hat, der kann (und sollte) seine Vanillesauce auch selbst machen. Das braucht ein bißchen mehr Zeit, man sollte es einfach mal probieren. Dazu die Vanilleschote aufschneiden und das Mark herauskratzen. Vanilleschote, Mark, Zucker und Sahne in einem Topf erhitzen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Vanilleschote kommt danach wieder raus.

Die Eigelbe verquirlen und mit dem Schneebesen in die Sahne rühren. Jetzt die Flüssigkeit behutsam erhitzen, bis sie dickflüssig wird. Sie darf nicht kochen! Etwas fester wird sie noch, wenn man sie in den Kühlschrank stellt. Ich mag die Vanillesauce aber am liebsten heiß.

Kein Muss zu diesem Gericht, aber ziemlich passend ist für mich die Zimt & Zucker Mischung, die nachher über die fertigen Apfelküchle gestreut wird.

Jetzt an den Herd. Die Äpfel werden geschält, das Kerngehäuse ausgestochen, die Äpfel in Ringe schneiden. In einer Pfanne das Öl erhitzen, die Apfelringe im Teig wenden und sofort in die Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze bräunen, dann wenden. Apfelküchle im Ofen warm halten und zusammen mit Zimt & Zucker und der Vanillesauce servieren.

 

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Aprikosenknödel: Süße Früchte in Teig

Zu den Aprikosenknödeln passt gut Vanille-Sauce oder Vanille-Eis.

Zu den Aprikosenknödeln passt gut Vanille-Sauce oder Vanille-Eis.

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Frisches Obst muss man kaufen und verbrauchen, wenn es einen anlacht. Dumm nur, wenn man nicht so viel Obst nebenher essen kann, wie es gerade gibt. Also sollte man auf die Hauptmahlzeiten ausweichen: Süßspeisen als vollwertiges Mittagessen sind nicht böse. Ja, da ist Zucker drin und auch diese Aprikosenknödel sind – wie viele Klassiker – eine Mehlspeise, also auch reich an Kohlehydraten. Aber wer sich gesund ernährt und auch wer auf Kalorien achtet, der kann eine Süßspeise in seinen Wochenplan einbauen. Vielleicht spielt ja für den einen oder anderen auch eher eine Rolle, dass es ein vegetarisches Essen ist.

Der Sommer bringt schließlich ein ganzes Füllhorn an Früchten – und viele wissen oft nicht richtig, was damit anzufangen ist. Kuchen gehen immer. Aber ein Zwei-Personen-Haushalt braucht auch ein Weilchen, bis so ein Kuchen verputzt ist. Einfrieren oder Konservieren sind weitere Möglichkeit.

Eher spontan gehen Gerichte wie Wähen oder Weihen, das sind dünne Kuchen mit frischem Obst. Oder eben auch Aprikosenknödel. Die sich übrigens nicht wirklich von Zwetschgenknödeln unterscheiden, die genauso gehen, nur eben mit Zwetschgen. Im Südwesten (also bei uns) sind Zwetschgenkuchen und Kartoffelsuppe übrigens ein beliebtes Mittagessen.

Wer die süßen Knödel einsteigen will, der braucht immer die gleichen Zutaten (nur eben unterschiedliches Obst wie Aprikosen, Zwetschgen, Marillen) für den Quarkteig. Gut dazu passen nach meiner Ansicht eine Vanillesauce oder Vanille-Eis.

Vier Aprikosenknödel sind (bei uns) für zwei Personen ausreichend.

Vier Aprikosenknödel sind (bei uns) für zwei Personen ausreichend.

Zutaten für 4 Personen

(für 2 Personen einfach halbieren):

8 Aprikosen
1 Pfund Magerquark
4 Eigelb*
6 bis 10 EL Mehl
Roh-Rohrzucker (oder klassisch: Zuckerwürfel, wenn man sowieso welche zuhause hat)

Evt. für die Brösel:
100 Gramm Semmelbrösel
100 Gramm Roh-Rohrzucker
50 Gramm Butter

Tipp: Wer nach Verwertungsmöglichkeiten für das übrige Eiweiß sucht: Man kann Schäumle draus machen (Meringen) oder mit einem weiteren Ei Omelette.

Zucker im Inneren soll die Fruchtsäure etwas ausgleichen.

Zucker im Inneren soll die Fruchtsäure etwas ausgleichen.

Zubereitung:

Die Aprikosen werden gewaschen und entsteint. Aus Quark, Eigelben und Mehl sowie einer Prise Salz den Teig bereiten. Bitte nicht verunsichern lassen, wenn der Teig arg klebrig wird: Das gehört so. Achtung: Wieviel Mehl da rein kommt, da schwanken die Angaben. Die Zutaten kann man zuerst in der Küchenmaschine verarbeiten. Dann mit etwas Mehl auf der Küchenplatte weiter verarbeiten. Ein größerer Teigspachtel hilft beim Kneten und Wenden.

Der etwas klebrige Teig soll die Aprikosen komplett umschließen.

Der etwas klebrige Teig soll die Aprikosen komplett umschließen.

Das Wasser für die Aprikosenknödel darf nicht mehr sprudelnd kochen.

Das Wasser für die Aprikosenknödel darf nicht mehr sprudelnd kochen.

Jetzt einen großen Topf Wasser zum Kochen aufstellen. Die Teigmasse zu einer dicken Wurst ausrollen und je nach Rezeptmenge und Personanzahl in vier oder acht gleiche Stücke teilen. Die Aprikosen werden der Länge nach halb aufgeschnitten, der Kern entfernt und entweder mit einem Stück Würfelzucker (den wir nie zuhause vorrätig haben) oder einem Teelöffel Roh-Rohrzucker / brauner Zucker gefüllt.

Die Teigportionen werden flachgedrückt zu einem etwa runden dickeren Stück, das wird erst einmal grob um die offene Aprikose gelegt. Dann fülle ich einen Löffel Zucker in die offene Aprikose und dann verteile ich den Teig vollends um die Frucht und schließe die Teiglücken. Wenn alles gut geht kommen dabei tennisball-ähnliche Teigkugeln heraus, bei denen der Teig etwa 1 bis 2 Zentimeter dick um die Aprikose liegt und dicht geschlossen und ziemlich glatt ist.

Das Wasser im großen Topf sollte jetzt kochen. Abschalten, kurz warten bis es nicht mehr sprudelt und dann die Aprikosenknödel vorsichtig ins heiße Wasser gleiten lassen. Dort ziehen sie jetzt für etwa 15 Minuten bei kleiner Hitze.

Die fertigen Knödel kann man nach dem Kochen in einem Gemisch aus Zucker und Semmelbröseln, die man in flüssiger Butter vermengt hat, wälzen. Ich bin kein Fan dieser Zucker-Butter-Mischung und essen die Aprikosenknödel lieber mit einer heißen Vanillesauce oder einem Vanille-Eis.

Der Reiz erschließt sich erst beim Aufschneiden der Aprikosenknödel.

Der Reiz erschließt sich erst beim Aufschneiden der Aprikosenknödel.Der Reiz erschließt sich erst beim Aufschneiden der Aprikosenknödel.

Nach meiner Erfahrung reichen zwei Knödel pro Person mit Vanillesauce für ein Mittagessen, das ist dann für mich auch von der Menge her ein echter Hauptgang und eben kein Dessert. Für ein Dessert ist der Aufwand zwar etwas hoch, aber mit einem Aprikosenknödel pro Person hat man einen durchaus üppigen Nachtisch.

Während bei Zwetschgen als Füllung etwa die gleichen Mengen und Proportionen gelten, muss man bei den deutlich kleineren Marillen anders kalkulieren. Ich schätze, dass statt vier etwa fünf bis sechs Knödel bei der kleineren Teigmenge möglich sind, 8 bis 12 bei der größeren Teigmenge.

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