Dutch Baby – fluffig aus dem Ofen

24. April 2020 | Rezepte, Süßes & Knuspriges | 0 Kommentare

Dutch Baby - mächtig aufgegangener Pfannkuchenteig.

Dutch Baby – mächtig aufgegangener Pfannkuchenteig.

Dutch Baby, das ist etwas vereinfacht ausgedrückt ein ziemlich aufgeblasener Pfannkuchen aus dem Ofen. Und als ich die Dinger zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich mir: Das will ich auch haben. Ganz abgeklärt betrachtet sind die Riesengebilde gar nicht so ungewöhnlich. Zum einen basieren sie auf einem ordinären Pfannkuchenteig, den man in wenigen Minuten aus ein paar immer vorhandenen Zutaten zusammen rühren kann. Zum anderen ist das Prinzip in meiner schwäbischen Heimat seit langem bekannt. Dort verteilt man die Teigmenge auf mehrere becherförmige Behaltnisse und nennt das überquellende Ergebnis „Pfitzauf”.

Passt gut zu den „süßen” Dutch Babies: Frisches Obst, Kompott, Sahne.

Passt gut zu den „süßen” Dutch Babies: Frisches Obst, Kompott, Sahne.

Das Eiergebäck ist witzigerweise in Schwaben und in Amerika gleichermaßen bekannt. Was bei uns Pfitzauf heißt ist in den USA ein Popover. Und das Dutch Baby soll seinen Namen in Amerika vom ‚deutschen Pfannkuchen‘ bekommen haben, der sich dort von deutsch zu Dutch (fälschlicherweise)  entwickelt hat.

Das Prinzip ist immer das gleiche. Die mit Milch und Mehl verrührten Eier gehen im Backofen überdimensional auf – und fallen dann außerhalb des Backofens wieder in sich zusammen. Der Teig ist klassischerweise süß, aber man findet auch viele herzhafte Rezepte, die statt mit Obst dann eben mit Gemüse oder Pilzen kombiniert werden.

Die Zutaten

  • 3 Eier
  • 180 ml Milch
  • 100 Gramm Mehl
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Puderzucker
  • 1 EL Butter

Außerdem brauchst Du natürlich Obst, wie klein geschnittene und gezuckerte Erdbeeren, Rhabarberkompott und gerne auch frisch geschlagene Sahne.

Dutch Baby Zubereitung

Einfacher geht es kaum. Zunächst heize ich den Backofen vor auf 220 Grad Ober- und Unterhitze. Dort hinein stelle ich gleich eine gusseiserne Pfanne, die erhitzt wird. Die Zutaten für den Teig (außer der Butter) verrühre ich in einer Schüssel, so dass keine Klumpen bleiben.

Wenn der Ofen heiß genug ist, nehme ich die gusseiserne Pfanne heraus und lasse die Butter darin zerlaufen. Dann wird der flüssige Teig in die Mitte der Pfanne geschüttet, so dass er sich gleichmäßig bis an die Ränder verteilt.

Die Pfanne kommt zurück in den Backofen, wo sie für die nächsten 20 Minuten bleibt. Nun kann man sich dem Obst widmen. Meine Favoriten sind gezuckerte Erdbeeren. Also Erdbeeren waschen, zerschneiden, in eine Schüssel geben und mit etwas Zucker vermischen. Dann ziehen lassen. Für Rhabarberkompott den geschälten und in kleine Stücke geschnittenen Rhabarber in einen Topf mit etwas Wasser geben und Zucker zufügen. Kurz erhitzen und ab und zu umrühren.

Dem Spektakel im Backofen sollte man sich nach 10 bis 15 Minuten mal widmen. Nicht, dass es etwas zu tun gäbe. Aber der Anblick der Teigmasse, die auf ein Mehrfaches der Pfannenhöhe anschwillt, ist sehenswert. Nach 20 Minuten ist das Dutch Baby fertig und leicht gebräunt.

Nach kurzer Zeit nicht mehr so aufgeblasen - aber immer noch schmackhaft.

Nach kurzer Zeit nicht mehr so aufgeblasen – aber immer noch schmackhaft.

Am liebsten mit frischem Obst

Die Pfanne mit der Teigfüllung herausnehmen und mit etwas Puderzucker bestreuen. Natürlich kann man auch jetzt schon das Obst auf den Pfannkuchen geben, zum Beispiel aus optischen Gründen für ein schönes Foto. Praktikabler ist es, kuchenstückgroße Teile abzuschneiden und auf Teller zu geben. Dort kann man dann jedes Stück mit Obst versehen. Besser zur unregelmäßigen Form des Dutch Babys passt es, wenn man sich ein Stück davon abreißt und auf den Teller gibt.

Die angegebene Menge reicht bei uns für zwei Personen als Süßspeise zu Mittag. Viele machen daraus aber auch ein Frühstück für eine Person. Eine größere Portion oder mehrere Portionen davon zu backen ist schwierig. Wegen der großen Höhe lassen sich in einem Umluft-Backofen nur schwerlich zwei Pfannen übereinander anordnen. (Ganz abgesehen davon, dass wir nur eine haben.)

Und wer die gleiche Pfanne mit einer zweiten Portion befüllt, der muss eben noch einmal 20 Minuten warten.

Im Vergleich zu den direkten Mitbewerbern Pfannkuchen und Pfitzauf schneidet das Dutch Baby gut ab. Die Zubereitung ist kompakter, das Ergebnis fluffiger als die traditionellen Pfannkuchen. Und gegenüber den kleinen Pfitzauf aus den Förmchen (die man relativ selten braucht) lassen sich die Dutch Babys besser mit Obst toppen und sind noch einen Tick schneller zubereitet, weil man nur eine Form füllt.

Wer keine gusseisern Pfanne hat, der könnte sich mit einer (dicht abschließenden) Kuchenform behelfen oder einer rechteckigen Auflaufform.

Ideal für die Zubereitung: eine ofenfeste Pfanne.

Ideal für die Zubereitung: eine ofenfeste Pfanne.

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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