Wintersalate mit Radicchio und Feldsalat, Ziegenkäse und Birne

Wintersalat

Warum nicht mal Salate auch im Winter in den Blickpunkt rücken? Sommersalate kann jeder, mit Wintersalaten kann man auch bei niedrigen Temperaturen ein bißchen mediterranes Flair in die Bude holen.

Dieser hier geht einfach, die Zutaten sind in den Wintermonaten in jedem Supermarkt leicht zu bekommen, das meiste sogar in Bioqualität. Grundlage sind Blattsalate, hier wurde Radicchio und Feldsalat verwendet. Beides wird gewaschen, geputzt, in die Vinaigrette kommen noch Schalotten, Thymian und Gewürze.

Dann wird eine Bio-Birne in hauchdünne Scheiben geschnitten, Bio-Ziegenkäsetaler kommen mit etwas braunem Zucker drauf unter den Grill im Backofen (etwa 5 Minuten). Salat und Vinaigrette mischen, Käse und Birnen dazu. Dazu passt eine dicke Scheibe Bauernbrot mit leckerer Kruste. Bei gabs dazu noch einen leckeren Biowein aus dem Markgräflerland (2008 Weißer Burgunder trocken für gerade mal 4,80 Euro bei www.weingutrieger.de).

ZEIT Online: Die Wurst-Republik

Wurstkarte

Fleißarbeit der Zeit-Redakteure: Die Wurstkartezeigt uns, wo welche Würste typischerweise herkommen. Demnach gibt es sozusagen einen Wurst-Schwerpunkt in Süd-Deutschland. Und eine Erklärung haben die Redakteure auch dafür:

Überall dort waren die Böden für die Viehzucht viel besser geeignet als für den Ackerbau – und mit Schweinen und Rindern kamen die Würste. Zuerst die Blutwurst, später feinere Sorten.

Spannend wäre ja noch der große Bericht darüber, was in der Wurst drin ist, was drin sein soll und drin sein darf. Und warum man gerade beim Metzger so gar nix drüber erfährt, wo die Wurst herkommt (auch dort wird ja einiges zugekauft), und was der Metzger zugibt. Aber der muss wohl erst noch geschrieben werden…

Nicht nur für Gastronomen: Megatrend Aufrichtigkeit & Bio

Der Wirteverband Basel Stadt informiert seine Mitglieder und Interessenten regelmäßig über aktuelle Trends und Entwicklungen. Jetzt hat er die Prognose einer amerikanischen Beratungs- und Marktforschungfirma aufgegriffen, die eine dramatische Veränderung des Marktes in den letzten 12 Monaten schildert und daraus neue Entwicklungen und Anforderungen für die Gastro-Branche begründet.

Die ganze lesenswerte Zusammenfassung findet sich hier unter dem Thema „Megatrend Aufrichtigkeit“. Kurz gesagt fordern die Autoren eine erneuerte Konsumkultur, bei der Authentizität an erster Stelle steht. Und für die Gastronomen sagen die Marktforscher im Wesentlichen vier wichtige Veränderungen voraus:

1. Bessere Qualität zu einem erschwinglichen Preis wird erforderlich sein, um bestehen zu können.
2. Gestiegenes Umweltbewußtsein wird sich in allen Bereich niederschlagen, von ökologischen Einrichtungsmaterialien bis hin zu abbaubaren Verpackungen.
3. Neue Technologien erschließen neue Möglichkeiten (SMS-Marketing, Online-Bestellungen, mobile Applikationen).
4. Die kleinen ganz groß – das gelte für die baulichen Einrichtungen bis hin zur Portionsgröße

Die Zusammenfassung des Berichts ist spannend zu lesen und gibt durchaus Anlass zur Hoffnung auf viele neue und positive Entwicklungen in der Branche.

Im Blickpunkt: Das Schwein

Slow Food Magazin SchweinDa ist es wieder, das Thema gutes Fleisch. Und das ganz, ohne dass ein Fleischskandal wieder einmal die Republik erschüttert, einfach so. Das Slow Food Magazin widmet dem Borstentier seine Titelseite und etliche gute Geschichten (zum Beispiel eine detaillierte Erklärung, welche Stücke vom Schwein woher kommen und unter anderem auch gute Lesetipps). Dass die Schweinehaltung klimafreundlicher sei als die Rinderzucht ist nicht wirklich neu. Meinen eh schon mäßigen Fleischgenuss beeinflusst das kaum.

Genuss steht auch im Mittelpunkt einer anderen Geschichte, die auf den ersten Blick nichts für zart Besaitete zu sein scheint, die mich aber dennoch brennend interessiert hätte: Das Porkcamp fand Anfang 2010 auf Gut Hesterberg nahe Neuruppin statt. Begeisterte Bericht schwirren durchs Netz, einer davon ist hier.

Dort wurde offensichtlich „gmetzget“ und so ziemlich alles schmackhaft verwertet, was das Tier zu bieten hat. Klingt etwas blutig und ist / war es sicher auch. Aber das Schlachten gehört dazu, wenn man Fleisch essen möchte Und ich persönlich halte nicht nur die Frage für wichtig, wie man schlachtet, sondern auch, wie die Tiere vorher gelebt haben. Wenn beides stimmt und der Fleischkonsum vernünftige Ausmaße hat, kann man sein Fleisch ruhigen Gewissens genießen.

Lebensmittel ohne Gentechnik

Website Ohne Gentechnik

Siegel ohne GentechnikSeit August hält die Diskussion um das neue Logo „ohne Gentechnik“ an. Damals hatte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) das bundeseinheitliche Siegel für gentechnikfrei produzierte Lebensmittel vorgestellt. Es darf – kostenfrei – auf Produkten verwendet werden, die „garantiert ohne genmanipulierte Pflanzen hergestellt werden“.

Schon jetzt findet man etliche Produkte im Supermarkt, die dieses Siegel tragen. Allerdings gibt es noch immer eine stattliche Zahl von Gegnern dieses Siegels. Sie bezeichnen das Logo als „Verbrauchertäuschung“ und „Etikettenschwindel“, denn tierische Produkte, bei denen Zusatzstoffe eingesetzt werden, die mit Hilfe gentechnisch veränderter Verfahren im Labor erzeugt wurden, dürfen das Siegel ebenfalls tragen.

Was bringt dieses Siegel also? Die Mehrheit der Verbraucher, so will man festgestellt haben, wolle Produkte ohne Gentechnik. Doch noch immer gelangen gentechnische veränderte Pflanzen ins Tierfutter. Große Milcherzeuger verwenden inzwischen dieses Siegel und zeigen, dass ein Ausweichen auf gentechnikfreie Futtermittel kein Problem darstellt.

Wer sich über das Thema weiter informieren möchte, der kann sich beim Informationsdienst Gentechnik einen Info-Flyer herunterladen.

Zum Infodienst ein Zitat aus der Selbstdarstellung:

„Zur Unterstützung derjenigen, die sich in Stadt und Land für die Sicherung der gentechnikfreien Landwirtschaft und Ernährung engagieren,…
…haben Umwelt-, Wirtschafts-, Verbraucher und Bauernverbände gemeinsam den Informationsdienst Gentechnik ins Leben gerufen.
Auf der Internetseite stellt der Informationsdienst täglich aktuelle Nachrichten zur Agro-Gentechnik bereit und speziell die Meldungen aus den Regionen.“

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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