Handgezogene asiatische Nudeln

Manchmal sieht man Bilder und Videos von asiatischen Märkten oder Läden, wo jemand den Nudelmachern über die Schulter geschaut hat. Dieses hier ist eine knappe und verständliche Anleitung, die zum Nachmachen animiert. Sieht eigentlich gar nicht so schwierig aus…

Wie so oft dürfte das Geheimnis in Zubereitung und Konsistenz des Teigs liegen. Aber wer schon mal eine Weile lang an der Teigmischung für seine italienische Nudelmaschine herumgetüftelt hat, der kommt damit sicher auch zurecht.

PS: Das ursprünglich eingebettete Video ist nun „privat“ und lässt sich damit nicht wiedergeben. Das obige stammt von der New York Times und zeigt das gleiche Thema.

Tierfreitag – Die Sammelstelle für fleischlose Rezepte

tierfreitag

Das Wort ist zweideutig, der Inhalt nicht: Tierfreitag. Das kann man lesen als tierfreierTag oder auch als Tier-Freitag. Der Sinn ist, eine Sammelstelle für genussvolle, fleischlose Rezepte einzurichten, auf der jeder etwas beitragen kann.

Der Tierfreitag ist eine Idee von Katharina Seiser, der Autorin von esskultur. Die österreichische Autorin möchte rein pflanzliche Rezepte ohne jegliche Ersatzprodukte auflisten, auf der anderen Seite aber auch vorbildliche Tierhaltungsprojekte und Bauernhöfe sammeln. Damit ist die Website schon mal mehr als eine Rezepte-Sammlung.

Und erst recht mehr als eine Beschränkung auf vegetarische oder vegane Rezepte: Auf esskultur wird der Tierfreitag zusammengefasst als eine Idee “für Menschen, denen die tierische Herkunft ihrer Zutaten nicht wurscht ist”.

Mir gefällt an dem Konzept zum einen die Schlichtheit, zum anderen die Ideologiefreiheit: Durch die Vermeidung der „Reizworte” vegetarisch und vegan wird sicher ein größerer Leserkreis angesprochen. Und auch die Tatsache, dass ausdrücklich keine Rezepte Ersatzprodukten oder Imitaten gewünscht werden senkt sicher die Hemmschwelle zum Nachkochen: Tofu & Co gelten eben noch immer vielen, die sich als ”Genussmenschen” bezeichnen, eher als Notlösung.

Das Projekt ist noch jung, wurde erst Ende Januar 2014 ins Leben gerufen. Und es überwiegen zwar ganz klar die Rezepte, aber wenn die Seite wirklich als Sammelstelle funktioniert, könnte man hier schon bald auch etliche interessante Artikel zum Thema finden, die sonst eher schwer aufzufinden sind.

Amerikanische Wasserversorgung: Inside New York City’s Water Towers

Der Untertitel könnte auch lauten: Warum die New Yorker ständig aus Wasserflaschen trinken. Dieses Video lässt Europäer schon schlucken: Die aus ungezählten amerikanischen Fernsehbildern selbst uns vertrauten Wasserbehälter auf den Hochhäusern werden ganz offensichtlich nicht so gepflegt und kontrolliert, wie es sein sollte. Die Folge ist – schon alleine optisch – ziemlich erschreckend.

Notwendig werden die Wasserbehälter wohl, weil der Wasserdruck nicht ausreicht, um auch die oberen Stockwerke mit genügend Druck zu versorgen. Also wird das Wasser aufs Dach gepumpt, wo es in einigen Fällen offensichtlich in maroden Holzbehältern vor sich hinfault.

Wer ab und zu in anderen Ländern unterwegs ist, der ist sicher auch schon zu dem Schluss gekommen, dass in weiten Teilen Deutschlands die Wasserversorgung qualitativ sehr gut ist. Bei uns im Südwesten sogar so gut, dass wir den Kauf von Mineralwasser eingestellt haben: Wir sprudeln unser wohlschmeckendes Leitungswasser mit C=2-Patronen selbst. Wohl bekomms.

Lady and Pups – an angry food post

Lady and Pups

Unter den Trilliarden Food Blogs wieder eines entdeckt, dem ich gerne folge: Lady and Pups – an angry food post. Die Lady ist vor nunmehr drei Jahren von new York nach Peking gezogen, die Pups sind auf der About-Seite abgebildet: ihre Hündchen. Der Anger bezieht soch wohl auf die Unzulänglichkeiten, die sie in China erfährt: „So come share how I turned a lot of frustration and anger in a lovely meal.”

Ich mag das Blog vor allem wegen des Erscheinungsbildes und der guten und schönen Fotos, die die Entstehung der Gerichte gut dokumentieren: Nicht überkandidelt und auch nicht nur das obligatorische Abschluss- und Beweisfoto „ich hab es wirklich selbst gekocht”. Ich mag die Rezepte (zum Beispiel die multy-layered scallion flat breads). Und ich mag die relativ langen Texte.

Die Darstellung ist trotz der Fülle der Rezepte noch ziemlich übersichtlich, hilfreich sind auch die featured posts, die thematisch sortiert sind wie aktuell die featured finger foods, wo ich diese hier gefunden habe. Alles in allem also einen Eintrag in meinen RSS-Reader wert und ein Facebook-Like, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Drei Last Minute Geschenke

Sinnvolle Geschenke sind anstrengend. Wenns ums Finden geht. Sinnvolle und „schnelle” Geschenke erst recht. Hier noch die letzten Tipps:

Geschirrtücher

Geschirrtücher

fleuresse Geschirrtuch, 50 x 70 cm, 10-er Pack, weiß-blau Klingt sehr banal, ist aber sinnvoll: Man kanns fast immer brauchen. Schöner ist es natürlich, besonders orignelle Geschirrtücher, handgewebt und originell gemustert, aus dem Urlaub mitzubringen. Aber die schlichte Variante geht auch: Einfach hübsch verpacken, mit selbstgebackenem kombinieren und / oder einfache gute Lebensmittel damit einpacken. Die dunkleren aus Halbleinen sind auch Klassiker.

Durchaus nicht spießig finde ich es, auch einfache Tücher rechtzeitig zu besorgen und mit Namen oder Initialen besticken zu lassen.

Spätzlepresse und Nudelmaschine

Spätzlepresse / Nudelmaschine

Wie, das geht nur für Schwaben? Überhaupt nicht! Lassen wir mal die Frage beiseite, ob Spätzle auch Nudeln sind: Spätzle sind die einfachste Art, zu selbstgemachten Nudeln zu kommen. Dieses Modell hier Westmark Spätzle- und Kartoffelpresse ist das meistverkaufte bei Amazon. Ob das am Preis liegt oder am Aussehen – keine Ahnung. Mein Tipp – wenn es nicht express eintreffen muss – schauen Sie sich das in einem Laden an, wo verschiedene Modelle bereit stehen. Erfahrungsgemäß werden die Spätzle nämlich dann am besten, wenn der Teig am zähesten ist. Und welche Anstrengungen dann auf den Spätzlespresser warten, davon wissen helfende Ehemänner ein Lied zu singen. Leidvolle Erfahrung lehrt, dass es Modelle mit kürzeren und längeren Hebelarmen gibt: die längeren machen das Leben leichter.

Eine gute Spätzlespresse kostet übrigens so viel wie eine billige Nudelmaschine, mit denen ist das Arbeiten allerdings etwas komplizierter und dauert länger. Außerdem weiß man ja nie, ob die / der Beschenkte nicht auf den Gemschmack kommt und später noch einen Motor zu Nudelmaschine haben will. Dann sollte es schon ein Markenmodell sein wie der Klassiker Mercato Atlas (Marcato Wellness 08 0152 12 00 Nudelmaschine Atlas 150 Pastabike), der etwas teurer aber nachrüstbar ist.

Milchaufschäumer

Milchaufschäumer

Ja, ich weiß, diese Modelle (ScanPart Milchaufschäumer) werden von den meist männlichen Kaffee-Fans mit teuren Vollautomaten oft als Kinderspielzeug belächelt. Aber es gibt immer noch genügend Menschen, die eine einfache Kaffeemaschine nutzen und trotzdem ab und zu mal Milchschaum auf ihrem Kaffee haben wollen. Mit aufladbaren Akkus sogar eine sehr umweltfreundliche Lösung, diese Schäumer sind auch ziemlich effektiv.

Dieses zweite Modell von Bodum (BODUM 1446-01 Milchschäumer LATTEO) ist auch noch ziemlich preiswert und bekommt viele gute Bewertungen. Und sieht etwas eleganter aus. Wer sein Schäumer-Geschenk noch etwas aufwerten möchte, packt einen originellen Kaffee dazu. Kleine Röstereien gibt es heute in fast jedem größeren Städtchen.

Knusperreich: Bio-Cookies per Versand

Knusperreich

Nichts geht über selbst Gebackenes: Der aromatische Duft, der durch die Wohnung zieht, das noch warme Gebäck aus dem Ofen… Aber bekanntlich klappt ja nicht immer alles so, wie man will. Ersatz gibts dann oft aus dem Supermarkt, oftmals nicht bio, manchmal exquisit, manchmal eher – naja. Dem wollten (ausgerechnet) drei Jungs abhelfen: Sie gründeten Knusperreich, backen lassen sie bei einem Konditor, versendet per DHL.

Wer normal selber bäckt, der muss wahrscheinlich beim Blick auf den Preis schon mal schlucken: zwischen drei und vier Euro pro 100 Gramm muss man dafür hinlegen. Dafür ist die Auswahl ziemlich groß, die Verpackung soll Frische garantieren und der Versand ist auch „grün” (und kostet 3,90 Euro). Als Kunden ins Auge gefasst hat man wohl auch Kunden, für Privatleute sind die rund 12 bis 13 Euro für eine 225-Gramm-Dose inklusive Versand vielleicht doch etwas happig.

Bei einem Versand ofenfrische Cookies zu versprechen erscheint schon etwas kühn. Gemeint ist damit wohl, dass die Cookies sozusagen auf Bestellung gebacken werden und am gleichen Tag nach dem Backen schon in den Versand kommen.

Das Modell (gemeinsame Firmengründung, Delegieren der meisten Aufgaben von der Herstellung bis zu Versand und Abrechnung) erinnert stark an die Modelle anderer professioneller Firmengründer, die Ähnliches schon mit dem Versand von Tee, Gewürzen oder kleinen Kuchen ins Leben gerufen haben.