Rezeptesammlung bei Fressnet: 18 Brotaufstriche

Rezepte für vegetarischen Brotaufstrich

Ich liebe das Internet für die Anhäufung von Wissen und die selbstlose Weitergabe von Tipps, Ratschlägen und Rezepten. Eine der Bio-Perlen für gesunde und einfache Rezepte ist auch das Fressnet: Dort gibt es 18 Rezepte für Brotaufstriche, mit Fotos und detaillierten Anleitungen.

Auslöser war für Fressnet-Blogger Klaus-Peter Baumgardt wohl die Tatsache, dass selbst vegetarische Brotaufstriche aus dem Bioladen Hefeextrakt enthalten. Aber eben auch der Umstand, dass die Produkte oft genug als überteuert erscheinen.

Und wieder eine Kampagne: Bio-Kräuter und -Gewürze

Testauswahl Biokräuter und -gewürze: Pfeffer und italienische Kräutermischung

UPDATE: Die neue Website heißt gewuerzkampagne.de

Es gibt wenige Lebensmittel, die es auf Kio-Preise über 200 Euro bringen, Gewürze gehören dazu. Den meisten Verbrauchern fällt das nicht auf, weil die Tütchen immer sehr kompakt sind und meist 80 bis 100 Gramm beinhalten. Und weil sie meistens auch recht lange halten, achtet da wahrscheinlich auch kaum jemand besonders drauf.

Anders der Unternehmensgründer Hans Christian Heinemeyer, für den neben dem Preis noch ein anderer Aspekt beim Gewürzkauf maßgeblich war: „2009 gab es eine Studie von Greenpeace zur Belastung von getrockneten Kräutern und Gewürzen mit Pestiziden (Greenpeace, Mit Gift gewürzt: Pestizide in Kräutern und Gewürzen, 28.10.2009), berichtet er am Telefon. Das war einer der Gründe für das neue Unternehmen, beim preiswerten Kampagnenverkauf von Kräutern und Gewürzen gleich auf Bio-Qualität zu setzen.

www.bio-kraeuter-und-gewuerze.de

Auf seinem Online-Shop www.bio-kraeuter-gewuerze.de bietet er eine begrenzte Anzahl von direkt importierten und preisgünstig kalkulierten Bio-Kräutern und Gewürzen sowie einer Kräutermischung.

Hervorgegeangen ist die Unternehmensgründung (wie unter anderem auch das hier vorgestellte RatioDrink, die Teekampagne oder Rapskernoel.info aus den Überlegungen des Berliner Professors Faltin, die er auch in seinem Buch „Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein.” beschreibt.

Bio-Pfeffer in der Aromaverpackung

Kern der Aussage: Man suche sich eine Nische, in der die Konkurrenz nicht übermäßig groß, die Gewinnspannen aber beträchtlich sind. Durch einfach gehaltene Unternehmen, in denen viele Funktionen ausgelagert werden, kann man in diesem Marktsegment nicht nur überleben, sondern oft auch preisgünstiger anbieten, als die wenigen Konkurrenten.

Kilopreise von über 200 Euro sind keine Seltenheit

Beim Thema Gewürze bedeutet dies: Die Kilopreise von Basilikum liegen mit rund 200 Euro in Deutschland so hoch, dass eine Konzentration auf wenige Produkte und ein schlankes Management es ermöglichen, beste (bio-)Qualität zum niedrigen Preis anzubieten. Kräuter und Gewürze werden derzeit beim Importeur gekauft, einheitlich abgepackt und in verschiedenen Packungsmengen so abgewogen, dass man für 4,95 Euro immer eine aromasicher verpackte Menge zwischen 60 und 220 Gramm bestellen kann.

Was auf den ersten Blick nach Verschleierung aussieht (die unterschiedlichen Gewichte) ist in Wahrheit dem unterschiedlichen Volumen der Kräuter und Gewürze geschuldet, berichtet Heinemeyer. Außerdem ist der Grundpreis stets mit angegeben und macht den wahren Wert deutlich. Für den Kunden gestaltet sich der Einkauf dadurch auch ein Stück weit leichter, weil die Gesamtkosten recht einfach zu kalkulieren sind.

Nächster Schritt: direkter Kontakt zu den Erzeugern

„Mittelfristig wollen wir schon direkten Kontakt zu den Anbietern in den Ursprungsländern aufnehmen”, berichtet Heinemeyer. Bislang scheitert eine Direktbelieferung aber an den Mindestmengen, die in Containern bemessen werden und angesichts der Grundpreise erhebliche Kosten verursachen. Nicht zuletzt macht ein direkter Kontakt mit den Erzeugern auch die Bio-Qualität transparenter, die jetzt durch internationale Organisationen bestätigt wird.

Zwei Jahre, so erfährt man über ein Video auf der Website, hat die Vorbereitung der Unternehmensgründung gedauert. Jetzt werden zweimal im Jahr größere Mengen bestellt und abgepackt.

Italienische Kräutermischung bio

Auf der Website wird auch das Kampagnenprinzip erläutert: „Wir bieten die wichtigsten Gewürzsorten der italienischen Küche in großen Packungen an und geben den Preisvorteil im Einkauf an Sie als Verbraucher weiter.” Außerdem wird auf die Themen Aromaschutz und Bio-Zertifizierung eingegangen. Auch die einzelnen Kräuter und Gewürze werden ausführlich vorgestellt, von Anbauland und Geschmack über Einsatzzweck und Kombinationen bis hin zu Inhaltsstoffen und Heilwirkung.

Aromaschutz: Die Verpackung aus beschichtetem Kunststoff ist licht- und luftdicht. Beim Öffnen strömt einem das Aroma der Gewürze entgegen, klar und unverbraucht. Die Preise, so rechnet Heinemeyer vor, lägen bis zu 76 Prozent unter denen im Supermarkt.

Zum Geschmackstest: Probiert wurden von mir der schwarze Pfeffer (logischerweise kommt der ungemahlen) und die italienische Kräutermischung. Beim frisch gemahlenen Pfeffer einen Unterschied zu entdecken, ist sehr schwierig. Da würde ich mir kein Urteil beim Vergleich mit anderem schwarzem Pfeffer anmaßen. Ich fand ihn aber sehr frisch und scharf, so wie er sein soll.

Auch die Kräutermischung ist sehr aromatisch. Ich habe sie für Tomatensauce und Salatsauce verwendet und hatte mir sie eigentlich etwas würziger, pikanter, vorgestellt. Aber das ist nur mein persönliches Geschmacksempfinden, kein Qualitätsurteil, und ändert nichts am positiven Gesamtbild.

Mein Fazit: Gut und günstig, nicht nur die Kampagnen-Idee besticht, auch die Umsetzung und das Produkt sind in Ordnung.

Die Wahl zur dreistesten Werbelüge

Die dreistesten Werbelügen

Über abgespeist.de habe ich hier und hier ja schon berichtet. Die Kollegen des foodwatch-Ablegers sind nicht zimperlich, prangern Missstände an und decken Werbelügen auf. Und das in einer bestechend-ehrlichen Art, die einem, naja privaten Blogger schon Schauer über den Rücken jagt: Schließlich sind harte Auseinandersetzungen mit der Nahrungsmittelindustrie immer auch eine Gratwanderung, an deren Abgrund komplizierte und teure juristische Auseinandersetzungen lauern.

Jetzt werden dort die dreistesten Werbelügen 2011 „ausgezeichnet”: „Fünf Produkte, die seit dem Goldenen Windbeutel 2010 auf abgespeist.de vorgestellt wurden, sind nominiert.”

Mein erster Gedanke war, dass man dafür ja auch weitere Vorschläge der Leser hätte aufnehmen können oder das Spektrum generell etwas weiter fassen können. Andererseits aber – so denke ich mir das zumindest – muss jedes der vorgestellten Produkte ja nicht nur ausführlich geprüft werden: Man will sich sicher auch in juristischer Hinsicht absichern, damit die Darstellung einer eventuellen Auseinandersetzung standhält.

Generell ist die Aktion sicher eine gute Sache, eine Abstimmung also sinnvoll. Die Wahl läuft bis zum 16. Juni.

Apps für den Lebensmittel-Einkauf

Apps für den Lebensmittel-Einkauf

Gesund einkaufen ist nicht immer einfach: Man sollte sich auf dem Laufenden halten über aktuelle Entwicklungen, über Zusatzstoffe und gesundheitliche Auswirkungen, E-Nummern und Gesundheitstipps. Aber wie das so ist: Spätestens wenn man vor dem Regal steht, hat man das meiste wieder vergessen. Kein Wunder, die Informationsflut ist schwer zu verarbeiten und noch schwerer zu merken.

Barcoo AppSo eine Art „>Nothelfer” haben wir hier schon einmal vorgestellt: Die kostenlose App Barcoo informiert auch noch vor Ort über bestimmte Produkte. Das kann ganz hilfreich sein. Und wer in der Neuzeit angekommen ist und sich nicht scheut, mit seinem iPhone im Laden diverse Verpackungen zu scannen, der wird vielleicht vor Fehlkäufen bewahrt. Zu Barcoo gibts auch eine Website zum nachschlagen.

Codecheck AppÄhnlich sinnvoll ist codecheck, dass es ebenfalls sowohl als App wie auch als Website gibt.

Im Zusammenhang mit den jüngsten Diskussionen um Datensicherheit sollte man sich allerdings im Klaren darüber sein, dass man sich damit einem großen Datenbankprojekt beteiligt und Einkaufsverhalten sowie Standorte an irgendeiner Stelle ausgewertet werden. Das muss nichts Schlechtes sein und ich gehe mal davon aus, dass das sicher auch anonym geschieht unter Einhaltung aller Datenschutzaspekte. Nur wissen sollte man es.

Wer solcherart auf den Geschmack gekommen ist, der findet im App-Storen gleich noch ein paar Helferlein für seinen Einkauf.

E Nummern – Lebensmittelzusätze

iPhone App für E-Nummern in LebensmittelnKostet zwar 1,59 Euro, bietet dafür aber auch einen echten Gegenwert (den man natürlich auch zuhause gut nutzen kann). Das Programm macht, was der Name verspricht: Es zeigt nach Eingabe der E-Nummer nicht nur, was dahinter steckt sondern nennt auch mögliche Gefährdungen.

Wer andersherum vorgehen möchte, der kann sich auch durch die Liste durcharbeiten.

iENO – Lebensmittelzusatzstoffe

App für Zusatzstoffe in LebensmittelnGanz ähnlich wie das oben genannte: Auch hier geht es um E-Nummern, aber die Handhabung ist etwas anders. Natürlich kann man nach den Nummern suchen, aber man kann auch Filter anlegen, entweder nach bestimmten Substanzen oder nach Krankheiten. Kostet immerhin 3,99 Euro, es gibt auch eine kostenlose Lite-Version, die etwas sparsamer ausgestattet ist.

Fischratgeber Greenpeace

Fisch App von GreenpeaceWir haben alle schon gehört oder gelesen, welche Fischarten bedroht sind, auf welche man ganz oder teilweise verzichten sollte und bei welche der Fangort und / oder das Herkunftsgebiet über einen Kauf entscheide sollte. Aber wer weiß das noch im Supermarkt? Es gibt zwar einige Siegel auf die man achten kann, aber Recherche ist besser.

Die kostenlose Greenpeace App nennt bei weitem nicht alle Fischarten, gibt aber Entscheidungshilfen und weiß Rezepte zu Zutaten. Im App-Store sind die Bewertungen eher durchwachsen. Besser sind sie beim…

Fischratgeber WWF

Fisch App vom WWFAuch der ist kostenlos, hat aber den Einstieg in die Suche anders gestaltet: Gute Wahl, zweite Wahl und lieber nicht – so beginnt das Menü. Natürlich kann man nach allen Arten auch suchen, es gibt eine Liste und die wichtigsten Informationen. Da beide Fisch-Apps kostenlos sind kann man sich ja beide holen und nach eigenem Geschmack entscheiden, welche einem liegt.

Es gibt noch viel mehr Apps, so dass ich diese Reihe demnächst fortsetzen werde.

Frühlingsdiät: Abnehmen mit Bio-Lebensmitteln

Vegetarische Rezepte

Ich will hier nicht die Diskussion lostreten, wie sinnvoll Diäten sind. Oder solche Aktionen wie „7 Wochen ohne”. Über Sinn und Unsinn von Diäten lässt sich zwar viel streiten. Unstrittig ist aber die Tatsache, dass spätestens mit den ersten warmen Frühlingstagen die Lust auf Frisches geweckt wird und das Bedürfnis, sich etwas leichter zu ernähren. Natürlich spielt auch der Aspekt das Abnehmen eine wichtige Rolle: Die Aussicht auf luftige Frühlingsklamotten wird erst richtig schön durch die Gewissheit, dass die Sommerklamotten vom letzten Jahr nicht fürchterlich kneifen…

Wie auch immer: Überraschenderweise sind sich viele Profi- und Hobbyküche darin einig, dass diese Frühjahrsküche mit leichterer Kost (ich nennen es mal nicht Diät) sich ideal anbietet, um verstärkt auf Bio-Lebensmittel zurückzugreifen: Weil bei kleineren Einkäufen die Mehrkosten der Bio-Ware kaum ins Gewicht fallen; weil der Vorzug für frische Kost eben nicht nur den Verzicht auf Zusatzstoffe logisch erscheinen lässt sondern auch generell Produkte, die ohne Pestizide, Fungizide, Kunstdünger angebaut wurden; und – last but not least – weil der freiwillige Verzicht auf Fleisch und Fisch es schon mal viel leichter und preiswerter macht, wenn man komplett auf Bio-Produkte umsteigt.

Wer fleischlose Gerichte für seine Frühlingsdiät sucht, der kann natürlich auf die üblichen Rezepteseiten und Datenbanken zurückgreifen und dort eine entsprechende Auswahl vornehmen. So findet man zum Beispiel auch bei chefkoch.de eine reichhaltige Auswahl, aber auch bei Websites wie daskochrezept.de und erst recht vegetarische-rezepte.com.

Wer seinen Speiseplan nur für beschränkte Zeit – oder auch probehalber – auf vegetarische Biokost umstellen will, der findet aktuell auch auf brigitte.de eine ansprechende und gut illustrierte Auswahl (12 Rezepte).

Was den Einkauf der Bio-Zutaten im Supermarkt angeht, so mache ich übrigens gerade die verblüffende Feststellung, dass das Bio-Angebot nach einer Zeit wachsender Vielfalt im Augenblick eher rückläufig ist: Meine optimistische Einschätzung, dass der Bio-Anteil wie selbstverständlich weiter zunehmen wird, hat sich zumindest in der Frische-Abteilung mittelfristig nicht bestätigt. Auch deswegen ist die kürzlich hier vorgestellte Bio-Gemüsekiste sicher ein sinnvolles Angebot.

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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