Die Stulle ist wieder da…

Aran-Website

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat es erkannt und titelte am vergangenen Sonntag: Das Comeback der Stulle. Und richtig: Offensichtlich kommt jetzt eine Zeit, in der die Leute Sandwiches und Baguettes eher satt haben – zumindest die internationale Form, die es in Ketten meistens etwas lieblos zubereitet gibt.

Ich denke, es ist wie bei den Burgern: Wer die nur bei den bekannten Burgerbratern isst, dem entgeht etwas. Auch hier gibt es ja mittlerweile gute Adressen, wo richtig gutes Fleisch, lecker zubereitet in richtigem Brot steckt. Und wer beides zuhause zubereitet, der hat ebenso wie bei Sandwiches und Baguettes ein sehr leckeres, ganz individuelles Essen.

Nun also Graubrot, schreibt die FAS und listet gleich mehrere Ketten auf, die in diversen Großstädten vertreten sind. Allen scheint gemeinsam zu sein,d ass auch hochwertige Kaffees angeboten werden. Und dass die Brote vor Ort gebacken werden: Geruchsmarketing heißt das neudeutsch, wenn einen der Geruch frisch gebackener Brote in den Laden zieht.

Verdient machen sich diese Einrichtungen aber auch um die Belebung des Themas Brotbelag und Aufstrich: Da ist mehr drin, als ein paar Scheiben Lyoner oder die schon als angebliche Feinschmecker-Variante gelobte Kombination von Schinken und Käse.

Keine Frage: Brot hat Stil – wenn es ein gutes Brot ist. Nachdem ich jahrelang auf diverse Körner- und Getreidemischungen geschielt habe lechze ich nun geradezu nach einfachem Graubrot – mit der richtigen Konsistenz, feinem Geschmack und der idealen Kruste. Und das ist nicht bei jedem Filialisten zu bekommen.

Selbst bei traditionellen Bäckereien – die übrigens im Vergleich zu den Ketten ein schmaleres Bio-Angebot haben, wenn überhaupt – ist die Qualität oft nicht konstant. Wer also einen guten Bäcker in der Nähe hat, der sollte ihn pflegen.

Angesichts der happigen Preise in den von der FAS beschriebenen “Bäckerei-Cafés” (fünf bis sieben Euro für die belegte Schnitte werden im Artikel als normal beschrieben) lohnt es sich auch, für den Imbiss zuhause die besten Zutaten aufzufahren, wenn man mal besonders leckere Brote ergattert hat. Und das kann nach meiner Erfahrung durchaus auch mal von einer Filialbäckerei kommen, als Bio-Qualität oder konventionell.

Wer jetzt Appetit bekommen hat, der kann sich gleich auf die Zusammenstellung leckerer und vielleicht auch exotischer Brotbeläge und Aufstriche stürzen. Leider gibts im Netz (noch?) keine ausführliche Website zu dem Thema (zumindest habe ich auf die schnelle keine gefunden).

Ein paar Anregungen aber findet man zum Beispiel bei Aran (unter Aufstriche), oder bei Le Pain Quotidien (unter Sandwiches). Die kargen Infos auf diesen beiden Websites finde ich durchaus inspirierend. Ansonsten gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Und im Notfall helfen die üblichen Verdächtigen auch ein Stück weiter mit Anregungen.

Gut und gerne Ciabatta Brot-Back-Mischung

Ciabatta

Bei uns wird zu wenig gebacken. Und mit uns meine ich uns alle (mich eingeschlossen). Denn in jedem Haushalt steht in der Regel ein Herd mit Backofen, die Standardausstattung. Und wie oft wird der benutzt? Meistens nur vor größeren Feierlichkeiten, um einen Kuchen beisteuern zu können (fast immer denselben, nämlich den, den man am besten kann). Oft genug aber auch nur, um eine Pizza aufzubacken.

Bei uns zuhause ist das Backen Sache meiner Frau, die viel Erfahrung und mehr Geduld als ich dafür hat.

Dabei ist Backen ein tolles Erlebnis: Das Vermischen und Kneten von Teig (aaah), das Zusehen, wie eine Hefeteig aufgeht und eine Schüssel füllt (oooh)… Im Gegensatz zum relativ schnellen Kochen muss man aber zum backen mehr Zeit mitbringen, und das sicher eines der Haupt-Hindernisse.

Ein guter Einstieg für alle, die noch zu wenig Erfahrung und Scheu vor Experimenten wie dem Hefeteig haben: Backmischungen. Diese hier für zwei Ciabatta-Brote stammt “gut und gerne” aus einem Edeka-Markt und kostet 2,19 Euro.

Ideal, das man nix dazu kaufen muss: Man braucht nur noch etwas Öl und Wasser. Gut auch, dass die Hefe nicht schon dem Mehl beigemischt ist, sondern sicher verwahrt in einem Extra-Tütchen. Anrühren, kneten, halbe Stunde gehen lassen. Wieder kneten, zwei Brote formen, wieder gehen lassen für eine weitere halbe Stunde.

Im vorgeheizten Backofen backen – fertig.

Naja: So schön, wie das vom Bäcker sieht es nicht aus. Für die Kruste brauchts ein paar Kniffe, die ich bei einem weiteren Test verraten will. Beschaffenheit (schön porös, locker) und Geschmack sind in Ordnung, für meinen Geschmack fast etwas fad.

Fazit: Für Einsteiger und zum Appetit machen aufs Backen gut geeignet.

Leicht & Cross Bio-Knusperbrot und REWE Bio Kräuter-Frischkäse

Leicht & Cross Bio-Knusperbrot

Eigentlich gehts hier um das Brot, das Leicht & Cross Bio-Knusperbrot. Und mit diesem Brot könnten wir auch wieder auf die Frage zurückkommen, ob der Testschmecker ein Abnehm-Blog ist. Mit diesem Knusperbrot sind wir auf dem besten Wege dahin: 95 kJ hat eine Scheibe und Ballaststoffe. Es werden nur natürliche Zutaten verwendet (Mehl, Zucker, Salz), was heute auch bei Brot nicht mehr selbstverständlich ist, und keine Geschmacksverstärker (was für Bioprodukte nicht selbstverständlich ist). Mit 99 Cent für die 125-g-Packung ist das Knusperbrot vergleichsweise preiswert.

REWE Bio Kräuter-FrischkäseIn meinen Augen ersetzt es zwar auch noch kein “richtiges” Brot, zumindest für mich nicht. Aber es ist eine leckere Ergänzung oder auch eine gute Alternative zu Chips und Co. am Abend: Zu einem guten Glas Wein oder einem kühlen Bier nochmal eine Scheibe Knusperbrot, zB mit magerem Schinken oder dem REWE Bio Kräuter-Frischkäse ideal, um mit wenigen Kalorien nochmal was zwischen die Zähne zu bekommen. Der Kräuter-Frischkäse kostet 1,29 Euro (175 Gramm) und genügt völlig als Belag. Mit 24 g Fett pro 100 g und einer sehr übersichtlichen und unverdächtigen Zutatenliste ein idealer Bio-Partner.

Immer unter der Voraussetzung, dass “Leicht & Cross” nicht “unser täglich Brot” vollständig ersetzen soll, bekommt es von mir die Note gut. Alternative wäre ein Bio-Knäckebrot, aber ich weiß von einigen, auch älteren Menschen, die das härtere Knäckebrot nicht so schätzen.

Bio-Brote online bestellen?

Hofpfisterei

Leicht zu bekommen sollen die Bio-Artikel sein, die wir an dieser Stellen vorstellen. Deswegen werden immer mal wieder Bioprodukte aus dem Online-Versand beschrieben, in der Regel auch selbst getestet. Ein Thema das mich schon länger umtreibt sind Bio-Brote. Zwei Versender habe ich ausfindig gemacht, wahrscheinlich gibt es noch mehr.

Das Traditionsunternehmen Hofpfisterei ist wahrscheinlich jedem bekannt, der mal einige Zeit in München war. Dort ist der Biobäcker mit einigen Filialen gut vertreten und gut im Geschäft. Man kann nicht nur über die Internetseite kostenfrei bestellen, sondern auch einfach über Email, Telefon und Fax.

Versendet wird immer dienstags und mittwochs, wenn tags zuvor bis 12 Uhr die Bestellung eingeht, sollte das Brot am nächsten Tag eintreffen. Man bekommt das Brot also nur am Mittwoch und Donnerstag, es gibt mit 32 Brotsorten eine große Vielfalt.

Ein anderer Anbieter ist Gourmetbrot mit Sitz in Willingen. Auch hier gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Broten, ergänzt durch andere Angebote wie diverse Stollen und Gourmetpakete.

Bestellt habe ich trotz großer Neugier bislang noch nicht, aus zwar zwei Gründen. Da sind zum einen die Versandkosten von immerhin knapp 6 Euro pro Bestellung. Ab 20 Euro ist der Versand jeweils kostenfrei, aber dafür muss man schon einige Kilo Brot abnehmen. Der andere Grund ist eher grundsätzlicher Natur: Ich lebe in einer Kleinstadt und deswegen kaufe ich naturgemäß relativ viel im Versand. Die nächste größere Stadt ist Freiburg, aber in der Regel kaufe ich in meinem Städtchen ein, wenn ich dort das bekomme, was ich brauche. Und ich freue mich auch, wenn ich den Handel vor Ort unterstützen kann.

Bei technischem Gerät, exotischen Lebensmitteln oder anderen Dingen mache ich mir keinen Kopf darüber, wenn ich etwas bestelle. Aber Brot? Selbst Bio-Brote sind bei uns vor Ort in großer Auswahl und täglich frisch zu haben.

Wer neugierig ist oder größere Mengen abnehmen kann oder schlicht keine Bio-Brote bei sich am Ort kaufen kann, der ist vielleicht froh über die oben genannten Möglichkeiten. Ich für meinen Teil verzichte – vorerst – auf Brot im Paketversand.

gourmetbrot.de

BioBio Ciabatta-Brötchen: überzeugend frisch und knusprig

CiabattaBrot und Spiele, so muss derzeit das Motto lauten. Um mit den Spielerqualitäten der deutschen Elf mithalten zu können, sollte es aber schon Bio-Brot sein. Aus einem PLUS-Supermarkt habe ich vier BioBio Ciabatta Brötchen mitgebracht: 4 x 75 g für 0,99 Euro, zum selbst Aufbacken.

10 Minuten im vorgeheizten Umluft-Backofen bei 200 Grad – und herauskommen wirklich nahezu idealtypische Ciabatta-Brötchen: Sehr leckere Kruste, das Innere gut gewärmt und sehr locker, aber nicht zu aufgeblasen. Gute Teigstruktur ohne zu große Blasen oder Kompaktheit.

BioBio Ciabatta BrötchenVor allem die Kruste macht diese italienische Variante für mich zum Favoriten. Gute Haltbarkeit der eingeschweißten Brötchen, ein günstiger Preis und eine übersichtliche Zutatenliste empfehlen die italienischen Weizenbrötchen zumindest als Reservemannschaft für unvorhergesehene Ereignisse. Oder für Wochenend-Gäste, für die man nicht eigens selbst backen kann oder Bäckerware einfrieren will.

Neben Weizenmehl und Wasser stehen auf der Bio-Zutatenliste 1% natives Olivenöl extra, Salz, Hefe, Säuerungsmittel Milchsäure, Ethylakohol.

CiabattaIdeal für südländische Kombinationen wie hauchdünne Salami oder Mortadella, auch zum Salat lecker oder mit Käse und Oliven. Angenehm ist für mich vor allem die feine Kruste, die beim Baguette – gekauft, selbst -oder aufgebacken – manchmal etwas hart und / oder scharfkantig ausfällt. In meinen Augen durchaus empfehlenswert, wenn auch wegen der Verpackung und des Aufbackens nicht als Lösung für jeden Tag.

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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