Fitness-Geschenke für 2018

Fitness-Geschenke

Fitness-Geschenke, das sind auch die Geschenke, die man sich selbst macht. Die gängigen Helferlein wie Stirnlampe für Läufe in der Dunkelheit (absolut unverzichtbar für mich) oder Fitness-Uhren hatte ich ja schon mal als Thema für Fitness-Geschenke aufgegriffen. Dieses Mal geht es um Dinge, die Du vielleicht noch nicht auf dem Plan hast, für das neue Laufjahr aber vielleicht auch brauchen kannst.

Wind- und Wetter-Schuhe

Mein Frust über wasserdichte und atmungsaktive Laufjacken hat sich aufgelöst. Entweder gibts das noch nicht oder es funktioniert nicht bei mir. Oder ich muss doch mal mehrere hundert Euro für so etwas ausgeben. Meine Lösung ist pragmatische Ernüchterung. Ich nehme eine wasserdichte nicht atmungsaktive Regenjacke, sehr preiswert. Die wird von außen und von innen nass, weil ich etliche Steigungen habe. Und für eine Stunde Laufzeit ist das ok.

Worauf ich nicht verzichten möchte, sind wasserdichte Laufschuhe mit einer atmungsaktiven Membran. Zwar habe ich auch hier die Feststellung gemacht, dass das keine 100prozentig wasserdichte Lösung ist. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich auch durch Gras und über schlammige Wege und durch Pfützen laufen und das Wasser einfach von oben reinkommt. Aber diese Schuhe sind, wenn auch nicht wasserdicht, so doch immer angenehm warm. In der kalten und nassen Jahreszeit mein absoluter Favorit und darum als Fitness-Geschenke für mich und andere gut geeignet.

Praktisch, wenn man viel läuft, sind sowieso mindestens zwei Paar Schuhe zum Wechseln, wobei eines wasserdicht sein sollte. Da meine Füße besonders kompatibel zu Adidas und Salomon sind, kann ich bei Bedarf preiswerte Auslaufmodelle bestellen. (Bei mir in der Provinz ist die Auswahl an Trail-Schuhen eher gering.)
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Trink-Rucksack

Der steht jetzt auf der Liste der Fitness-Geschenke, weil 2018 für mich das Jahr der längeren Läufe werden soll. Bislang bin ich kaum länger eine, vielleicht mal anderthalb Stunden unterwegs. Da kann ich aufs Trinken unterwegs verzichten. Mittlerweile habe ich einige schöne längere Strecken ins Auge gefasst. Und so ab etwa zwei Stunden ist Flüssigkeitszufuhr unterwegs sicher sinnvoll und damit auch ein Trinkrucksack mit Trinkblase. Von den Lösungen mit kleinen Flaschen an einem Gürtel oder einer Weste halte ich wenig. Trinkrucksäcke mit einer Trinkblase gibt es bereits relativ preiswert, für den Einstieg sollte das genügen.

Fitness-Geschenke

Handy-Tasche

ist so verbreitet, dass ich sicher einer der wenigen bin, die das noch nicht haben. Musik hören unterwegs im Wald brauche ich nicht (die Geräuschkulisse im Wald ist schöner). Ich muss auch nicht erreichbar sein und brauche keine Anfeuerung durch Apps und / oder Freunde. Aber kleine Malheurs passieren öfter. Ein verstauchter Knöchel, der den Rückweg lang macht, kommt schon mal vor. Einmal treffe ich orientierungslose Autofahrer, ein anderes Mal kommt mir ein Mountainbiker entgegen, der sein Rad wegen eines Schadens auf dem Rücken trägt. Hilfe auch für andere zu holen, kann schon sinnvoll sein. Deswegen in der Reihe Fitness-Geschenke auf Platz drei.

Das neue Handy muss für diese eher rudimentären Ansprüche nicht mit auf die Strecke. Dafür tut es auch mein Uralte-iPhone, das noch immer eine eigene Sim-Card hat. Favoriten für mich sind aktuell Armtaschen. Hüfttaschen habe ich ausprobiert, die haben durch die ständige Bewegung eher schlechten Halt.

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Motivationshilfen für Läufer: 3 Tipps

Motivationshilfen - manchmal notwendig bei Regen, Kälte, Dunkelheit. Photo by lucas Favre on Unsplash

Motivationshilfen – manchmal notwendig bei Regen, Kälte, Dunkelheit. Photo by lucas Favre on Unsplash

Motivationshilfen kann fast jeder Läufer einmal (mehr oder weniger dringend) benötigen. Vor allem dann, wenn die kalte und dunkle Jahreszeit naht. Die Wahrscheinlichkeit in der Dunkelheit und / oder bei nassem oder trübem Wetter zu laufen steigt. Auch wenn ich von allgemeinen Motivationshilfen und Lebensberatung wenig halte: Ein kleiner Kick durch ein gutes Vorbild, wie in dem obigen Video, einen besonderen Anlass oder ein paar feste Regeln, die man für sich selbst gefunden hat, sind hilfreich.

Natürlich kann man sich von den „Großen” der Laufszene motivieren lassen, auch von Marathon- und Trailrunnern. Oder Verhaltenstipps von Psychologen suchen und befolgen. Aber meistens genügen ein paar kleinere unterstützende Maßnahmen, die einem immer wieder Lust aufs Laufen machen: Diese drei Tipps geben Dir neuen Schwung!

Motivationshilfe 1: neue Landschaften

Mir (und offenkundig vielen anderen Läufern) ist eine schöne Landschaft eine große Hilfe. Die meiste Zeit laufe ich im Wald vor meiner Haustüre, es geht bergauf, bergab und ist landschaftlich abwechslungsreich und reizvoll – auch bei schlechtem Wetter. Dennoch gibt mir eine neue Landschaft, eine andere Route einen kleinen Kick. Selbst wenn ich dazu einmal meine Laufzeiten ändern muss oder gar erst irgendwo anders hinfahren muss.

Solche kleinen Besonderheiten sollte man sich parat halten. Wenn einem alles zu viel wird, kann das eine Motivation sein.

2. Neue Ausrüstung

Dies ist jetzt kein Luxus-Tipp nach dem Motto „Kauf Dir das Laufen schön”. Aber erstens werden ja sowieso öfters Neuanschaffungen nötig. Laufschuhe halten zumindest bei mir meistens nur einige Monate. Dann wechseln sie in den Nicht-Läufer-Bereich. (Nach einmal waschen wirken sie wie neu.)

Da ich in der Provinz lebe, wähle ich meistens den kurzen Einkaufsweg: Ich kenne meine Marken und Modelle und die passenden Größen. Eine schnelle Internet-Suche liefert mir meistens ein sehr preiswürdiges Angebot, das ich weder in meiner Heimatstadt noch in der nächsten größeren Stadt kaum finden werde.

Deutlich spannender und interessanter wird es, wenn man hier mal für Neuigkeiten sorgt. Neue Marken, neue Farben, neue Ausstattung. Auch das kann wieder neue Lust aufs Laufen machen.

3. Neues Laufschema

Auch das kann ermüdend sein: Immer der gleiche Rhythmus, die gleichen Zeiten, die gleiche Abwechslung aus (oft mäßiger) Anstrengung und Erholung. Aber auch hier kann man ausbrechen. Statt zwei oder drei Mal die Woche immer morgens zu laufen, kann man versuchen, einmal sieben Tage am Stück durchzuhalten. Das sollte nicht als komplette Überforderung enden, sondern als Experiment, das Spass macht.

Denn letztlich habe ich am Ende nicht nur beeindruckende Daten auf meiner Laufuhr oder in meinem Account. Ich habe neue Laufzeiten ausprobiert, wahrscheinlich auch neue Strecken, vielleicht andere Ort. Oder ich ändere die Laufdauer und mache einmal einen (für meine Verhältnisse) richtig langen Lauf. Das muss sich jetzt nicht an Marathon- oder Halbmarathon-Distanzen orientieren. Sondern es soll nur dafür sorgen, dass ich einfach mal doppelt oder dreimal so lange wie sonst unterwegs bin.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Und die Wahrscheinlichkeit, dass das alles mein Leben komplett umkrempelt recht gering: Erfahrungsgemäß findet man bald zu einem – neuen oder alten – Rhythmus zurück.

Motivationshilfen für die kalte Jahreszeit. Photo by Chanan Greenblatt on Unsplash

Motivationshilfen für die kalte Jahreszeit. Photo by Chanan Greenblatt on Unsplash

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Trinken und Sport: wann, wieviel und was?

Trinken und Sport. Photo by Aidan Meyer on Unsplash

Trinken und Sport. Photo by Aidan Meyer on Unsplash

Eine Zeit lang ist alles ganz einfach. Man trinkt, wenn man Durst hat. Mit diesem einfachen Konzept kommen viele Menschen ein ganzes Leben lang gut zurecht. Wenn man beginnt, regelmäßig Sport zu treiben, wenn einen diverse Zipperlein plagen und man vielleicht Hitze nicht (mehr) so gut verträgt, dann spätestens ist es an der Zeit, über seinem Flüssigkeitshaushalt nachzudenken.

Trinken jetzt, trinken früher

Nicht nur die älteren Semester können sich wahrscheinlich erinnern, zum Thema Trinken und Sport schon ganz widersprüchliche Sachen gelesen zu haben. Nicht vor dem Sport trinken, nicht während des Sports trinken, nicht zu kalt trinken, immer dann trinken, wenn man Durst hat. Das sind nur einige der Regeln, die man so mitgeteilt bekam im Laufe der Jahre. Und wie das so ist: Heute werden viele davon anders beurteilt, als noch vor wenigen Jahren.

Trinken wenn man Durst hat

Das erschien mir immer einsichtig, klingt auch ganz natürlich. Allerdings scheint es so zu sein, dass bei andauernden sportlichen Leistungen das Durstgefühl nicht mehr so zuverlässig funktioniert. Ich kann das nachvollziehen: Beim Laufen hatte ich bislang auch auf längeren Strecken selten das Gefühl ich müsste zwischendurch trinken – was aber nach allgemeinen Empfehlungen doch nötig ist.

Feste Mengen-Vorgaben?

Wenn auf das Gefühl kein Verlass mehr ist, versuchen wir, es mit Zahlen einzugrenzen. Eineinhalb Liter sei der durchschnittliche Flüssigkeitsverbrauch, den man decken sollte. Darin eingerechnet ist auch die Flüssigkeit in festen Lebensmitteln, was die Sache schwer kalkulierbar macht. Wie ist das aber, wenn ich über längere Zeit laufe, also zum Beispiel länger als eine Stunde. Und / oder wenn die Temperaturen so hoch sind, dass ich schon im Stehen schwitze? Und macht feuchte Hitze wirklich einen Unterschied zu trockener Hitze, auch was die Flüssigkeitsaufnahme betrifft.

Ein Flüssigkeitsdefizit belastet den Kreislauf, weil das Blut „dicker” wird und der Kreislauf mehr arbeiten muss. Das Gegenteil dieser Dehydrierung ist die Gefahr einer Elektrolytverdünnung durch zu viel trinken. Auch hier gab es schon schwere Zwischenfälle bei Laufveranstaltungen, wenn Läufer zu viel getrunken haben.

Konkrete Vorgaben in Liter pro Stunde / Körpergewicht / Leistung / Temperatur gibt es nicht. Und auch das Motto „je mehr desto besser„ trifft nicht den Kern.

 

Hypertonisch, isotonisch, eketrolytisch?

Auch die Frage was man trinkt ist selten klar zu beantworten. Eher nicht hypertonisch: Saft, Limo, Energydrinks enthalten mehr gelöste Teile als Blutplasma. Der Körper muss das ausgleichen und das bedeutet Mehrarbeit.

Isotonische Getränke sollen besser sein. Sie haben die gleiche Konzentration an gelösten Teilchen wie Blutplasma und können schneller aufgenommen werden.

Elektrolytgetränke enthalten Natrium, Kalium, Kalzium etc. Diese Elektrolyte können bei langen Ausdauerleistungen sinnvoll sein.

Und in der Praxis?

Da ich kein Mediziner bin, kann ich nur berichten, welche Schlüsse ich für mich gezogen habe, nachdem ich mich quer durch alle Arten von Veröffentlichungen gelesen habe.

  • Ich trinke regelmäßig über den Tag verteilt und versuche, einen gewissen „Pegel” zu halten.
  • Ich trinke vorzugsweise Wasser und Sprudel (ungesüßt), auch mein Kaffee-Konsum fließt in den Flüssigkeitshaushalt ein.
  • Bei normalem Training wird eine dünne Apfelschorle (ein Teil Apfelsaft auf drei Teile) empfohlen. Auch das gibts regelmüßig, nicht immer mit Apfelsaft.
  • Ich trinke nicht signifikant mehr direkt vor dem Sport. Und ich trinke nicht während des Sports, wenn ich nur etwa eine Stunden unterwegs bin.
  • Bei länger andauernden Leistungen (Radfahren, Wandern) trinke ich regelmäßig, meist Wasser. Immer in kleinen Portionen, auch dann, wenn ich nicht besonders durstig bin.
  • Nach dem Training gibts Getränke zum Auffüllen des Flüssigkeits-Haushaltes (das macht wohl jeder) – oder einfach als Belohnung (zum Beispiel das Hefe-Weizen nach der Radtour).

Meiner Ansicht nach macht man mit gesundem Menschenverstand wenig falsch. Ratgeber, die nur bestimmte Getränke zulassen möchten, empfinde ich auch als wenig seriös. Wer weiß, was hypertonisch und isotonisch ist und was das bedeutet, wer erkennt, dass Kaffee und Alkohol Genussmittel sind und keine Durstlöscher, der wird gut zurechtkommen.

Erstaunlich ist immer wieder, dass viele Menschen einfach „vergessen” regelmäßig zu trinken. Wer dran denkt, der muss sich wahrscheinlich auch wenig Sorgen machen über Höchst- und Mindestmengen. Und wer gerne Apfelschorle trinkt oder Zitronen-Limo oder alkoholfreies Bier, der wird sich damit besser besser und regelmäßiger versorgen, als wenn er Vorschriften über Menge und Art der Getränke einhalten soll. Das trifft zumindest nach meiner Einschätzung für „Normal-Sportler” zu.

Wer extremere Sachen betreibt, Marathons läuft oder extreme Bergtouren macht, der sollte seinen Hausarzt fragen, ob seine Vorlieben in Ordnung sind.

 

 

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Laufen im Urlaub? 5 Tipps

Laufen im Urlaub? Wenn es irgendwie geht: ja!

Laufen im Urlaub? Wenn es irgendwie geht: ja! (Photo by Filip Mroz on Unsplash)

Soll ich in meinem Urlaub auch laufen? Oder habe ich mir Ruhe verdient und es reicht, wenn ich nach meinem Urlaub wider einsteige? Kommt drauf an. Zum Beispiel auf die Länge des Urlaubs, auch das „Urlaubsprogramm” und auf die Befindlichkeiten der Mitreisenden. In aller Regel aber ist es aus verschiedenen Gründen sehr empfehlenswert, auch im Urlaub an seinem Lauf-Rhythmus festzuhalten.

Laufen im Urlaub ist einfacher als Nicht-Laufen

Sieht man mal von Kurz-Urlauben ab und nimmt eine typische Länge von zwei Wochen für den Sommer-Urlaub, dann lohnt es sich meistens schon, dran zu bleiben. Der Aufwand für zwei bis vier Läufe in diesem Zeitraum ist vergleichsweise gering. Die kleine Ausrüstung reicht (Schuhe, Shirt, Shorts) und der Einstieg danach fällt weniger schwer.

Auch wenn nach zwei Wochen Kondition und Muskeln nicht völlig dahin sind: Der Wieder-Einstieg fällt erfahrungsgemäß vielen schwer. Und wer erst einmal anfängt, seinen ersten Lauf nach dem Urlaub hinauszuschieben, der hat schnell mal einen Lauf-freien Monat eingelegt. Und das wollen die meisten Läufer wirklich nicht.

Wer sich auch im Urlaub die kurzen Laufzeiten freihält, der hat auch von einigen Urlaubsthemen mal etwas Abstand, schubst seinen Energie-Haushalt an und findet den angenehmen Wechsel von Anstrengung und Entspannung. Was dem entgegen stehen kann, ist zum Beispiel ein anstrengendes Urlaubsprogramm (Wander- oder Trecking-Urlaub) oder ein Partner, der ungern alleine bleibt.

Tipps zum Urlaubs-Lauf-Programm

Auch wer es jetzt nur logisch findet, auch im Urlaub zu laufen, der stößt auf einige Hürden, die sich aber leicht nehmen lassen. Deswegen hier ein paar Tipps, wie man auch im Urlaub dran bleibt.

  • Die Minimal-Ausrüstung zum Wohlfühlen sollte dabei sein. Egal, ob das die Shorts sind, die Pulsuhr oder der Kopfhörer.
  • Eine passende Strecke sollte man rechtzeitig auskundschaften. An einer belebten Straße entlang zu laufen ist keine gute Idee, wenn man zuhause die Ruhe des Waldes genießt. Es muss ja nicht immer eine Rundkurs sein. Wer eine einfache schöne Strecke (zum Beispiel mit Google Maps) gefunden hat, der läuft eben hin und zurück.
  • Der Zeitpunkt muss stimmen. Morgens will der Partner ausschlafen, abends möchte man Essen gehen. Abzuwarten, dass „es sich irgendwann ergibt” ist – wie im Alltag zuhause – keine gute Idee. Klare Absprachen mit dem Partner helfen weiter. Zum Beispiel: Ich laufe morgen früh und bringe dann frische Brötchen mit.
  • Machen Sie richtige „Urlaubs-Läufe”. An die morgendlichen Läufe an einem bretonischen Strand bei Sonnenaufgang erinnere ich mich heute noch gerne. Nutzen Sie die Laufzeit zu Erkundungen, die anders vielleicht nicht möglich sind. Zum Beispiel direkt bergauf, bis zum ersten Aussichtspunkt. Oder in den Nachbarort, der es mangels Sehenswürdigkeiten nicht in Ihr Ausflugsprogramm geschafft hat.
  • Probieren Sie etwas Neues aus. Laufen und ein kurzes HIIT-Programm mit wenigen Übungen? Oder mal eine (für Ihre Verhältnisse ) lange Strecke? Zuhause entwickelt man Routinen, die man im Urlaub leichter durchbrechen kann. Bergläufe, Trail-Running oder barfuß am Strand – neue Erlebnisse sind immer gut für die Motivation, auch nach der Rückkehr nach Hause.

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Radtouren: Sommer-Tipp für Ausdauer-Sportler

Radtouren erweitern den Horizont und sorgen für Abwechslung.

Radtouren erweitern den Horizont und sorgen für Abwechslung.

Radtouren können frischen Schwung in ein Läufer-Leben bringen. Natürlich macht Laufen immer Spass, im Sommer noch mehr als sonst. Aber ein klitzekleines Problem des Laufens löst am besten das Rad für uns im Sommer: Abwechslung. Denn unser Aktionsradius beim Laufen ist begrenzt. Ich laufe jeden Tag etwa eine Stunde und ich kenne jeden Weg in einem großen Umkreis. Für mehr Abwechslung, neue Landschaften und Aussichten kann man nun natürlich ins Auto steigen und zu einem attraktiven Startpunkt fahren. Aber wer will das schon?

Auf dem Fahrrad verbrennen wir zwar pro Zeiteinheit weniger Kalorien, weil das Rad unser Gewicht trägt. Aber erstens kann man das gut durch Steigungen ausgleichen, die unseren Puls in ungeahnte Höhen klettern lassen. Und zweitens sind Radtouren ja etwas Besonderes. Und so können wir uns an einem freien Nachmittag auch mal zwei oder drei Stunden dafür Zeit nehmen. Oder wir planen gleich einen Wochenend-Ausflug – und sorgen so für einen hohen Kalorienverbrauch. Dann hilft das Radfahren uns auch beim gesunden Abnehmen, in dem wir die Fettverbrennung ankurbeln.

Radtouren erweitern den Horizont

Sommerliche Radtouren in die nähere und weitere Umgebung durchbrechen die Lauf-Routine und sorgen für neue Motivation. Ebenso wie übrigens Ausflüge zu anderen Sportarten. Und die Ausdauerbelastung ist hilfreich für alle, die Abnehmen wollen. Dazu freilich sollte man schon eine längere Strecke oder eine mit deutliche Steigungen wählen. Wer das Glück hat, in einem Naherholungsgebiet zu wohnen (oder nahe dran), der hat gute Chancen auf ein gut ausgebautes Radwegenetz, das einen von belebten Straßen fernhält.

Mit einer Stunde auf dem Rad schaffen wir locker die doppelte Lauf-Distanz: gute 20 statt 10 Kilometer sind schon drin. Wir lernen neue Strecken kennen, die wir vielleicht auch später mal laufen wollen – mit Anfahrt per Rad oder Auto. Mit zwei Stunden und 40 Kilometer stoßen wir in Gegenden vor, die wir sicher bislang nur mit dem Auto erreicht haben. Und eine kleine Tagestour bringt uns gut und gerne 50 Kilometer frischer Landschafts-Eindrücke.

Planung hilft

Im Gegensatz zum Laufen vor unserer Haustüre, wo wir schon jeden Winkel kennen gelernt haben, bietet sich fürs Radeln eine Planungshilfe an. Hier einige Helfer, die schon die Vorfreude deutlich erhöhen:

  • Der Radroutenplaner Baden-Württemberg ist ein gutes Werkzeug für die völlig freie Planung von Strecken und Rundtouren. Schon bei der Festlegung der Strecke hat man die Wahl zwischen der schnellsten, der bequemsten Route oder der Bevorzugung von Landesradfernwege.
  • Touristisch gut erschlossene Regionen wie der Schwarzwald haben fertige Touren parat, die nicht nur für Urlaubsgäste attraktiv sind.
  • Interessant sind daneben auch Strecken oder Teilstrecken des Radfernwegenetzes. Auf dieser Website gibts eine gute Übersicht.
  • Wer quasi maßgeschneidert eine Tour sucht, die auf seinen Standort, seine Fähigkeiten und Ausdauer zugeschnitten ist, der greift auf die Erfahrungen der großen masse zurück. Portal wie outdooractive bieten eine riesige Zahl von kleineren und größeren Touren an, die von Benutzern schon abgeradelt und dann hochgeladen wurden. Dies übrigens für alle Aktitivitäten wie Wandern, Radfahren, Mountainbiken etc.  Daneben gibt es aber auch die Möglichkeit den Routenplaner zu benutzen und selbst eine Rundtour zu entwerfen. Aber Vorsicht: Wer wenig Erfahrung damit hat, vertraut besser auf die Vorschläge der Geübteren Radler. Eine Tour wird attraktiver, wenn die gemäßigten Steigungen am Beginn liegen, die landschaftlichen Höhepunkte im mittleren Teil. Die Ortskundingen Radler werden also eher attraktive Runden entwerfen, als Ortsfremde, die nur nach Karte arbeiten.
  • Ähnlich gut sortiert ist Komoot, auch hier gibts neben den Tourenvorschlägen die Möglichkeit, selbst zu planen. Ob man die Touren bei solchen Plattformen ans Smartphone sendet, als GPS-Daten downloadet oder sich schlicht ausdruckt, hängt von der technischen Ausstattung und Versiertheit ab.

Radtour – der Dauerbrenner

Auch mobile Apps können helfen, freilich eher bei der Auswertung als bei der Planung. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Apps werten nach meiner Erfahrung durchaus unterschiedlich. So habe ich in der App des gleichen Herstellers in einer Version einen sehr viel niedrigeren Kalorienverbrauch, als in der anderen Version. Wer sich auf sein Fitness-Armband verlässt, wird unter Umständen ebenfalls enttäuscht. Denn die einfachen Schrittzähler erfassen Sportarten wie Radeln oder Schwimmen schlecht – oder überhaupt nicht.

Die beste und zuverlässigste Art einer statistischen Auswertung (wenn man die tatsächlich braucht), ist nach meiner Erfahrung der Brustgurt mit Herzfrequenzmessung. Weil mir das zu unbequem ist und ich die Kalorienangaben nicht wirklich brauche, verzichte ich aber darauf.

Wie bei einer Wanderung sind für mich die wichtigsten Anhaltspunkte Länge der Strecke und absolvierte Höhenmeter. Die sind übrigens noicht gleichzusetzen zwischen der Höhendifferenz des höchsten und des niedrigsten Punktes, sondern lassen sich am besten mit den GPS-Daten der Online-Planungsdienste gut erfassen.

Ein Blick auf die Kalorien

Auch all diejenigen, die mit dem Radfahren abnehmen wollen, sollten einige Dinge bei der Planung beachten. Zunächst bedeutet Radfahren nicht automatisch Fettverbrennung. Das hängt auch von den Belastungen ab. Wer mit dem MTB unterwegs ist und auch ein paar Höhenmeter absolviert, der hat gute Aussichten, abzunehmen. Bleibt man in der Ebene, erfolgt die sinnvollste Belastung in Intervallen – was zum Beispiel dem Charakter einer Familien-Radtour widerspricht. Ist man alleine unterwegs, kann man allerdings genau die gleichen Prinzipien für Intervall-Belastungen anwenden, wie beim Laufen auch.

Und schließlich ist der Kalorienverbrauch nicht so entscheidend fürs Abnehmen, wie die Kalorienbilanz. Um mehr zu verbrauchen als man zu sich nimmt, sollte man die Biergarten-Aufenthalte sparsam gestalten. Oder noch besser: Etwas Obst mitnehmen für einen Imbiss. Wer mit der Familie loszieht, plant besser eine gesundes Picknick ein und nimmt selbst gemachtes mit.

Ausrüstung

Dazu verweise ich auf die Webseiten der Rad-Experten, wenn sich jemand optimal einrichten möchte. Meiner Ansicht nach genügen ein alltagstaugliches Rad, Gepäcktasche oder Rucksack und ein ausreichender Trinkvorrat. Für mich ist außerdem das Smartphone mit GPS ein wichtiger Helfer. Nicht unbedingt als Navigationsgerät für die Streckenfindung beim Radeln. Aber im Zusammenhang mit einer auch ungenauen kleinen Karte kann man recht gut erkennen, wo man ist. Und das genügt in den meisten Fällen schon für eine grobe Orientierung, wenn die Auszeichnung der Rad- und Wanderwege Lücken aufweist.

Für Offline-Verwendung (bei schlechter Netzabdeckung) kann man auch Google Maps nutzen. Oder noch besser eine App wie Ulmen Pro. In beiden Fällen muss man bereits zuhause die Karten aufs Smartphone laden.

 

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Radfahren oder Laufen? Im Zweifel: beides

Radfahren ist für viele Menschen besonders im Frühling verlockend.

Radfahren ist für viele Menschen besonders im Frühling verlockend. Foto: Alisa Anton @unsplash.com

Radfahren steht vor allem im Frühjahr hoch im Kurs: An Ostern, spätestens zum 1. Mai holen alle ihre Fahrräder aus dem Keller und ziehen los. Während diese Aktionen meist folgenlos bleiben, stellt sich für die Themen Gesundheit, Fitness und Abnehmen die Frage: Was ist besser? Radfahren oder Laufen? Mal abgesehen davon, dass jeder Sportler über so eine Entweder-oder-Frage nur den Kopf schüttelt, gibt es durchaus Gründe, warum man das eine oder das andere vorzieht.

Radfahren geht leichter

Tatsache ist, dass Laufen mehr Kalorien verbraucht und den Körper mehr belastet, in verschiedener Hinsicht. Die Kalorienangaben für diese Vergleiche schwanken, weil Geschwindigkeit, Laufstil, Gewicht und Tempo ja nicht konkret vergleichen werden können. Aber in der Tendenz sind sich alle einig.

Dass Laufen mehr Kalorien verbraucht lässt sich auch leicht damit veranschaulichen, dass die Beine das Körpergewicht trage, was beim Radeln ja das Zweirad übernimmt. Die Muskelkraft ist hier nur für den Vortrieb nötig. Und das gemütliche Vorankommen von A nach B ist mit Laufen sowieso nicht vergleichbar, dazu müsste man schon ein Bißchen mehr Tempo machen.

Radeln schont die Gelenke

Das Radeln auch für Läufer eine gute Alternative sein kann, merkt man spätestens, wenn man sich einmal den Knöchel vertreten hat. Radeln geht da nämlich schon wesentlich früher und mit höheren Belastungen, als Laufen. Wer Übergewicht hat, Arthrose oder Gelenkschmerzen, der ist auf jeden Fall mit Radfahren oder Schwimmen erst einmal besser bedient.

Weil die Belastungen geringer sind als beim Laufen, empfiehlt sich eine längere Trainingsdauer und / oder mehr Steigung.

Weil die Belastungen geringer sind als beim Laufen, empfiehlt sich eine längere Trainingsdauer und / oder mehr Steigung. Foto: William Hook @unsplash.com

Radfahren ist teurer

Das ist nur bedingt richtig: Wer „richtig” Sport treiben möchte, sich mit guten Laufklamotten eindeckt und dann fürs Radfahren eine vergleichbar gute Ausstattung haben möchte, der muss natürlich mehr Geld hinlegen. Andererseits hat ja wirklich (fast) jeder ein Fahrrad im Keller. Und wenn nicht gerade klappernde Schutzbleche oder knarzende Ketten den Spass verderben, spricht nichts dagegen, auch mit einem älteren Rad mal für eine Stunde loszuziehen und den Puls auf 120 zu halten. Wichtig ist, dass es es Spass macht.

Lieber radeln als im Stau stehen

Der Spassfaktor ist sicher auch eins der motivierendsten Momente, wenn man zum Beispiel den Arbeitsweg mit dem Rad zurücklegen kann.  Wer für einige Zeit das Autofahren im Berufsverkehr gegen das Radeln in schönerer Umgebung eingetauscht hat, der tut sich oft schwer, wenn er das wieder aufgeben soll. Und so lässt sich auch das tägliche Bewegungspensum fast ohne zeitlichen Mehraufwand bewältigen.

Wer nicht verschwitzt und ausgepowert bei der Arbeit ankommen will, der kann sich dafür am Heimweg austoben. Aber die zunehmende Zahl der Radler zeigt ebenso wie der wachsenden Anteil der bei-jedem-Wetter-Radler, dass man den sportlicheren Weg zur Arbeit schon bald nicht mehr missen möchte.

Radfahren macht nicht schlank

Das ist so nicht ganz richtig, aber es fällt schwerer, damit gezielt abzunehmen. Und falls es tröstet: Laufen alleine macht auch nicht schlank. Zumindest die meisten Menschen nicht. Richtige Ernährung und Sport gehören zusammen. Und wer mit dem Zweirad bei sportlicher Betätigung auf die gleiche Leistung kommt, wie beim Laufen, der hat sicher die gleichen Chancen, sein Gewicht zu halten oder abzunehmen.

Weil per se Laufen mehr Kalorien verbrennt, bedeutet das für Radler aber auch, dass sie erstens schneller unterwegs sein müssen und zweitens länger. Wer also Probleme hat, sein Bewegungspensum im Alltag unterzubringen, der tut sich wahrscheinlich mit dem Laufen leichter.

Radfahren bietet mehr Abwechslung

Zumindest fällt es leichter, verschiedene Landschaften zu erleben, wenn man mit dem Rad unterwegs ist, weil man größere Strecken zurücklegt. Wer eine Stunde zu Fitness-Zwecken läuft, der ist meistens auf etwa 10 Kilometern unterwegs, der Radler bewältigt locker 20 Kilometer. Der Vorteil relativiert sich aber schnell, weil man ja nicht laufend neue Strecken absolviert. Nach einem Jahr hat man seine nähere Umgebung wahrscheinlich mit beiden Sportarten gut „abgegrast”.

In der Regel ist das auch nicht störend, weil man mit „seinen” Laufstrecken sehr genau Belastung und Länge regulieren kann: Heute mal einen steilen Anstieg mehr, dafür früher wieder daheim, weil man noch was erledigen muss. Und wer es schafft, seine Sportarten auch im Urlaub unterzubringen, kann hier für Abwechslung sorgen. Freilich mit den gleichen Vor- und Nachteilen. So schaffen es Laufschuhe immer ins Handgepäck, aber ein Rad im Urlaub erweitert den Aktionsradius ganz erheblich.

Radeln geht fast immer, auch ohne teure Neuanschaffungen.

Radeln geht fast immer, auch ohne teure Neuanschaffungen. Foto: Alisa Anton @unsplash.com

Laufen geht immer

Das betrifft nur die Tatsache, dass die Ausrüstung denkbar kompakt ist: Shirt, Shorts und Schuhe. Das gilt auch für die Technik. Zwar betonen Sportler oft genug, dass die richtige Lauftechnik und die richtige Art zu trainieren eben wesentlich komplexer ist das einfache Joggen oder auch das Radfahren. Ich finde aber, dass man fürs Radfahren mehr Training braucht, um die gleiche Sicherheit zu erlangen. Erst recht, wenn man nicht nur auf Straßen und Feldwegen unterwegs ist, sondern auch mit dem MTB auf Waldwegen und Single-Tracks.  Und wer in vergleichbare Kreislaufbelastungen wie beim Laufen vordringen möchte, der muss schon das Tempo steigern oder Steigungen in Angriff nehmen – beides ist eher für geübtere Radler zu empfehlen.

Fazit: Radfahren und Laufen

Wer anfängt, ein tägliches Bewegungspensum aufzubauen, der ist mit beiden Sportarten gut bedient. Und beginnen sollte man immer mit dem, das einem mehr Spass macht, leichter fällt, verlockender ist. Wer schon einige Zeit Sport treibt, für den ist eine Abwechslung aus Laufen, Radfahren und vielleicht auch Schwimmen immer ein motivierender Mix, der ein paar neue Kicks, neue Erlebnisse und neue Umgebung bringt.

Und wie immer gilt: Wenn man etwas lange genug gemacht hat, sollte man etwas Neues probieren. Vielleicht auch nur um zu entdecken, auf was man bisher bei seinem Lieblingssport zu wenig geachtet hat. Es gibt genügend pendelnde Radfahrer, die im Brustton der Überzeugung versichern, sie treiben jeden Tag genug Sport. Und nach dem ersten 30-Minuten-Lauf japsend zugeben, dass die Kreislaufbelastung beim Laufen doch etwas größer ist. Und es gibt andererseits auch viele Läufer, die mit dem Rad neuen Gegenden erleben, in die sie zu Fuß nicht vorgedrungen sind.

Eindeutiger fällt die Entscheidung aus, wenn die Zielsetzung klarer ist. Abnehmen wird mit Laufen prinzipiell leichter gelingen. Wen dagegen Gelenke und / oder Übergewicht plagen, der fühlt sich wahrscheinlich nach dem Radfahren fitter.

Immer ein paar gute Laufschuhe bereit zu haben und ein Fahrrad, mit dem man gerne unterwegs ist, ist sicher keine falsche Lösung.

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