Erdbeer-Marmelade selber kochen

17. Juni 2020 | Anleitung, Rezepte, Süßes & Knuspriges | 0 Kommentare

Erdbeer-Marmelade selber machen: Bringt Spass und ein schnelles Erfolgserlebnis.

Erdbeer-Marmelade selber machen: Bringt Spass und ein schnelles Erfolgserlebnis.

Erdbeer-Marmelade selber kochen ist wieder populär! Der spröde Charme biederer Hausfrauen-Arbeit ist in Zeiten sprießender Food-Blogs dem Reiz des Selbermachens gewichen. Und man will schließlich auch wissen was drin ist. Und erleben, wie pures Aroma ohne Zusätze schmeckt.

Das Bewußtsein für Zuckerkonsum ist heute mehr geschärft als je zuvor. Aber beim Erdbeer-Marmelade selber kochen gibt es wenig Alternativen. Der klassische Anhaltspunkt ist das Mengenverhältnis 1:1 bei Früchten und Gelierzucker. Dass es Gelierzucker gibt, der auch das Verhältnis 3:1 erlaubt liegt daran, dass mehr Chemie zum Einsatz kommt.

Und begeisterte Berichte darüber, dass man Früchte einfach so zu Marmelade verkochen kann, ohne Zucker zuzugeben, krankt in der Praxis an zwei Dingen. Erstens schmeckt Marmelade ganz ohne Zucker je nach verwendeten Früchten ungewohnt. Zweitens hat der Gelierzucker auch die Funktion, die Marmelade haltbar zu machen: Ohne Zucker sollte man die Marmelade maximal zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Und schließlich liegt der Sinn des Einkochens zumindest teilweise ja auch in der Vorratshaltung und im Konservieren: Man will das Aroma frischer Früchte in die nächste Saison hinüberretten.

Wer jetzt mit dem klassischen Konservieren in die Obst- und Beerensaison starten möchte, der sollte mit Erdbeeren anfangen, auch zum Üben. Zum einen geht es darum, wie wenig Zucker man verwenden möchte. Statt 100 % Zucker, als im Verhältnis 1:1, kann man je nach Süße der Früchte auch nur 90 % oder 80 % Zuckermenge im Vergleich zur Fruchtmenge nehmen. Und zweitens kann man mit Erdbeer-Marmelade gut Erfahrungen sammeln, wann eine Kombination mit anderen Früchten erfolgreich ist. Erdbeeren und Rhabarber passen zum Beispiel ganz gut, Holunder wird auch gerne zum Kombinieren genommen.

Einfach und schnell – ohne Zubehör

Die Gerätschaften zum Marmelade-Kochen hat jeder zuhause: Herd, Kochtopf, Kochlöffel, Marmeladengläser. Man kann gut auch gebrauchte Gläser verwenden. Aber die Anschaffung von neuen Marmelade-Gläsern lohnt sich durchaus. Die Füllmenge sollte zwischen 100 Milliliter und 300 Milliliter liegen. Einzige Zutat ist Gelierzucker, ich empfehle den einfachen für die Verwendung 1:1.

Wem der aktuelle Preis für die 500-Gramm-Schale zu hoch ist, der kann nach Früchten vom Vortag fragen. Im Supermarkt klappt das nicht unbedingt, aber an Marktständen oder direkt beim Erzeuger bekommt man in der Regel spätestens ab Mitte Juni die am Vortag geernteten Erdbeeren billiger. Meistens gibts eine ganze Stiege (10 mal 500 Gramm) zum Sonderpreis. Das lohnt sich und hat den Vorteil, dass die Früchte nach einem Tag eher aromatischer geworden sind.

Wenige Arbeitsschritte, wenig Zeitaufwand

Das Prozedere ist einfach. Früchte waschen, Grünzeug und evt. weiche Stellen entfernen. Früchte und Zucker abwiegen. Wer einen Mixer besitzt, der kann die Früchte pürieren. Ansonsten kann man auch die ganzen Früchte in den Topf werfen. In fünf Minuten Kochzeit werden die Früchte weich. Ich mag es, wenn noch kleine Fruchtstückchen vorhanden sind.

Der beim Kochen entstehende Schaum wird abgeschöpft. Aber das ist nur nötig, weil er beim Abgießen und Verschließen der Gläser hinderlich sein könnte. Der Schaum geliert genauso gut wie der Rest der Marmelade und schmeckt auch genauso gut. Was man hier als Schaum abschöpft, das kann man getrost zum nächsten Frühstück auf den Tisch stellen und es wird ebenso viel Anklang finden.

Das Abgießen der Gläser ist einfach, wenn man bei der Auswahl auf einen Mindest-Durchmesser achtet. Wem das zu knifflig ist, der nimmt eine Schöpfkelle oder besorgt sich einen einen speziellen weiten Trichter. Nach dem luftdichten Verschließen mit dem Deckel kann man die Gläser auf den Kopf stellen – muss man aber nicht: Das Abkühlen sorgt auch so dafür, dass der Deckel luftdicht schließt.

Kombinationen bringen neue Geschmackserlebnisse

Experimentieren macht Spass! Und der Vorteil bei Erdbeeren ist, dass sie heute relativ lange am Markt verfügbar sind: Also zum Beispiel dann, wenn Pfirsiche oder Feigen reif sind, mit denen man die Erdbeeren kombinieren kann. Spannend ist es, wenn man mit etwas kombiniert, das nicht nur süß ist (wie zum Beispiel Feigen) sondern auch Früchte mit etwas Säure dazu nimmt (wie Rhabarber).

Hinweis: Bei den gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate Links. Durch einen Kauf über den Link werde ich am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Instagram Leitfaden

Instagram Leitfaden 2020
Instagram Leitfaden 2020

Hier kannst Du Dich zum Newsletter anmelden!

Als kleines Dankeschön erhältst Du den Instagram-Leitfaden und Zugriff auf meine kleine PDF-Bibliothek.

Weitere Infos zur Newsletter-Anmeldung und zu Datenschutz.

Hinweis: Bei den gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate Links. Durch einen Kauf über den Link werde ich am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

Testschmecker Videos

Testschmecker Videos

Hier gibt es eine Auswahl meiner Testschmecker Videos. Es sind Anleitungen, Reportagen, kleine Dokumentarvideos.

Website-Schaufenster

Physiotherapie-Praxis Straub-Ott in Teningen