Obatzda – der starke Brotaufstrich

16. Oktober 2020 | Rezepte, Vegetarisch | 0 Kommentare

Brotaufstrich Obatzda: Mit wenig Zutaten eine originelle Alternative zu Wurst und Käse auf dem Brot.

Brotaufstrich Obatzda: Mit wenig Zutaten eine originelle Alternative zu Wurst und Käse auf dem Brot.

Den Brotaufstrich Obatzda gehört zu Bayern. Und das nicht nur wegen des Namens. Ich glaube, das ist auch so etwas wie bayrisches Kulturgut, das sich inzwischen in alle Welt verbreitet hat und dabei immer mehr eigene Variationen entwickelt hat. Und weil die Bayern hier die Vorherrschaft haben, sollte ich das eher nur Brotaufstrich wie Obatzda nennen. Denn so toll das Originalrezept ist (und der Genuss im Biergarten): Es gibt schon etliche Variationen und jetzt eben auch meine, etwas herzhafter und kalorienärmer als einige andere.

Es darf etwas mehr sein: Mit mehr Frischkäse statt Butter behält der Brotaufstrich seinen Charakter und verliert ein paar Kalorien.

Es darf etwas mehr sein: Mit mehr Frischkäse statt Butter behält der Brotaufstrich seinen Charakter und verliert ein paar Kalorien.

Bei kommen kommen immer Weichkäse und Butter zum Einsatz, wachsweich gekochte noch warme Eier und klein gehackte Zwiebeln. Und seit einiger Zeit wird ein Teil der Butter durch Frischkäse ersetzt.

Brotaufstrich – das Rezept

  • ein kleiner Münsterkäse, evt. auch Romadur
  • ein halber Camembert
  • 60 Gramm Butter
  • 60 Gramm Frischkäse oder Crème fraîche
  • zwei nicht ganz hart gekochte Eier
  • 2-3 EL kleingeschnittene Zwiebeln (oder traditionell: Schnittlauch)
  • Salz, Pfeffer, Paprika, Sriracha
Am besten zimmerwarm verrühren - und servieren.

Am besten zimmerwarm verrühren – und servieren.

Die Obatzda-Zubereitung

Eigentlich geht alles ganz fix – wenn die Zutaten für den Brotaufstrich Obatzda Zimmertemperatur haben. Dann kann man das auch spontan machen.

Zuerst werden die Eier zugestellt, sie sollten nur fast hart gekocht werden. Also keine 10 Minuten, sondern irgendwo zwischen Frühstücksei (fünfinhalb Minuten und 8 Minuten). Das Eigelb sollte noch nicht ganz fest sein.

Währenddessen wird die Butter zerkleinert und der Münsterkäse in kleine Stücke geschnitten. Der Münsterkäse ist meine badische Variante. Normal passt Camembert ganz gut, aber ich bin dazu übergegangen auch zum Teil einen herzhafteren Weichkäse für den Obatzda zu verwenden (um nicht zu sagen, einen Stinker). Das alles wird mit einer Gabel kräftig zerdrückt. Die Zwiebeln klein schneiden und hinzufügen. Und weil das Ganze ja nicht wie ein hellgelber Brei aussehen muss, nehme ich gerne mal eine Mischung aus weißen Zwiebeln, grünen Frühlingszwiebelen und roten Zwiebeln.

Am besten noch warm

Die Eier werden kurz abgeschreckt, noch warm geschält und zu der Masse hinzu gegeben. Sie werden zerdrückt und mit etwas Paprika oder Sriracha, Salz und Pfeffer sowie der Crème fraîche kräftig verrührt. Natürlich könnte man das Rühren auch der Küchenmaschine überlassen. Ich mag es aber, wenn noch einzelne Ei-Stückchen in dem Brotaufstrich Obatzda erkennbar sind und auch die Zwiebeln noch in kleinen Stücken erkennbar sind.

Und falls trotz der noch warmen Butter alles zu kalt und zäh ist zum Verrühren, dann hilft es, die Schüssel auf den Topf mit heißem Wasser zu stellen, in dem man gerade die Eier gekocht hat.

Während zum Anrühren die größere Schüssel ganz praktisch ist, bietet sich nachher die Verteilung auf kleinere Schüsselchen an. Die kann man später auch portionsweise rechtzeitig aus dem Kühlschrank holen, damit der Obatzda wieder auf Raumtemeperatur kommt.

Wenn das Ganze jetzt Zimmertemperatur hat kommt es frisch auf ein herzhaftes, möglichst frisches Brot. Am liebsten nehme ich ein dunkleres Brot oder ein Körnerbrot. Dieser Brotaufstrich verdient es auch, dass man ihn nicht dünn wie Butter aufs Brot schmiert, sondern durchaus mal dicker aufträgt. Nicht zuletzt deswegen ist auch ein Teil der Butter durch Frischkäse oder Crème fraîche ersetzt.

Herzhaft oder dezent?

Für dezentere Variationen des Obatzda kann man auf einen milderen Weichkäse zurückgreifen und zum Beispiel auch die Zwiebelmenge reduzieren. Auch eine cremigere Konsistenz verändert das Geschmacksbild, weil man die einzelnen Komponenten nicht so deutlich herausschmeckt.

Dieser vegetarische Aufstrich schmeckt (wie zum Beispiel auch die Drachencreme oder die Zucchinibutter) am besten warm und ist im Kühlschrank auch nur begrenzt haltbar. Also am besten ein deftiges Vesper einplanen oder zu einem Picknick mitnehmen.

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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