Themenschwerpunkte für Blog & Instagram

12. November 2020 | Foodblog, Instagram-Tipps, Soziale Medien | 0 Kommentare

Themenschwerpunkte mit ihren Clustern ersetzen (hinter den Kulissen) die Einteilung in Kategorien.

Themenschwerpunkte mit ihren Clustern ersetzen (hinter den Kulissen) die Einteilung in Kategorien.

Themenschwerpunkte hat wohl jeder für sich schon einmal festgehalten. Das macht man typischerweise, bevor man seine Website veröffentlicht. Oder auf Instagram oder Facebook aktiv wird. Wie Dir diese Themenschwerpunkte nicht nur helfen, besser in den Suchmaschinen gefunden zu werden, sondern auch dabei, Deine Inhalte zu strukturieren, das erfährst Du hier.

So ziemlich jeder SEO-Artikel predigt Dir, Du brauchst nicht nur einen bestimmten Themenbereich, sondern sogar eine noch enger bestimmte Nische in diesem Thema. Und was für die Website gilt, das gilt auch für Deine Sozialen Netzwerke. Seit einiger Zeit ist viel die Rede von Themenschwerpunkten (content pillar, content buckets oder content categories). Und tatsächlich macht diese Darstellung mit Themenschwerpunkten Deine Arbeit etwas leichter. Das betrifft vor allem die Ideenfindung für Deine Artikel und Beiträge.

Was ist mit den guten alten Kategorien?

An Kategorien ist nichts falsch. Aber Themenschwerpunkte sind besser und flexibler. Vor allem zu Beginn, wenn Du ein Blog oder einen Instagram Auftritt ins Leben rufst, ist eine Einteilung in Kategorien eine gute Grundlage. Wir alle kennen aber den Moment, wo man solch ein Kategorien-Menü auf einer neuen Website aufklappt und etwas erschrickt über die viel zu vielen Einteilungen. Wo ist die klare Linie, welche Themenschwerpunkte kann ich jetzt genau hier erwarten?

Konzentrieren und Eindampfen

Während wir zu Beginn noch fast täglich neue Kategorien entdecken, in die wir unsere Inhalte einordnen können, kehrt sich das schon bald um. Für jeden Aspekt und Unteraspekt eine neue Kategorie, das ufert aus. Gleichzeitig entdecken wir ja schon nach relativ kurzer Zeit, welche unserer Artikel uns die meisten Suchergebnisse und die meisten Besucher bringen.

Wer jetzt nicht gerade Analytics-Ergebnisse findet, die total abseits seiner eigentlichen Zielrichtung liegen, der hat damit auch einen guten Anhaltspunkt. Denn egal, wie wichtig Dir einige Themen und Aspekte sein sollten: Am Interesse Deiner Leser vorbei zu schreiben, ist nicht hilfreich.

Die Themenschwerpunkte von testschmecker.de haben sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert. Das hängt mit den eigenen Interessen und Zielen zusammen. Und manchmal auch mit der Erkenntnis, dass ein Themenschwerpunkt nach einiger Zeit nicht mehr auf das gleiche Interesse stößt. Themenschwerpunkte hier waren zum Beispiel einmal Rezepte – Gesundheit, Fitness, Abnehmen – Foto & Video. Der Gesundheitsbereich hat sich gewandelt und wird heute dominiert von hippen jungen Menschen, die in einer ertragreichen Nische einen Mix aus Produktwerbung und Lifestyle ‚verkaufen‘. Und das Thema Foto & Video ist weitestgehend auf mein ‚Journal‘ bei joachimott.de ausgelagert. Heute sind die drei wichtigsten Themen-Säulen für mich Rezepte – Instagram-Tipps – Anleitungen

Anpassungen

Hilfreicher als an den einmal gefassten Kategorien fest zu halten ist es, die besonders nachgefragten Artikel und Themen enger mit Deiner Zielrichtung zu verknüpfen. Und diese Verknüpfung muss es ja geben, sonst hättest Du das Thema nicht aufgegriffen. Manchmal gelingt das ganz elegant, manchmal nur schwer – und manchmal auch gar nicht. Wenn das Thema für einen Artikel für Dich zwar sehr verlockend war, das Thema aber eigentlich aus der Reihe tanzt. In diesem seltenen Fall musst Du damit leben, dass Du einen Besucher-Magneten mit einem Zufallstreffer erzeugt hast, der nicht so richtig in Dein Konzept passt.

Solltest Du den Artikel löschen, um nicht die ‚falschen‘ Besucher anzuziehen? Nein. Freue Dich über alle neuen Besucher und vertraue darauf, dass sie schnell erkennen, was Deine Themenschwerpunkte sind. Wenn sie damit etwas anfangen können: prima. Wenn nicht, dann nicht.

Einer der erfolgreichsten Artikel in diesem doch schon länger existierenden Blog bezog sich übrigens auf Geschmacksverstärker und Hefe-Extrakte. Ein eher nüchternes Info-Thema, das sehr viele Besucher auf meine Seite brachte. Aber inhaltlich passte es nie so richtig zu meinen Themenschwerpunkten.

Wie viele Schwerpunkte können es sein?

Die Zahl Deiner Schwerpunkte ist logischerweise etwas geringer, als die Deiner Kategorien. Das bedeutet aber nicht, dass Du nichts außerhalb dieser Themenschwerpunkte mehr postest. Ich halte drei bis vier Themenschwerpunkte für einen überschaubaren Bereich, in dem man sich nicht verzettelt.

Innerhalb Deiner Themenschwerpunkte kannst Du mit dieser Orientierung gleich jede Menge neue Themen finden, und damit Deinen Themenschwerpunkte stärken. Bei mir sind ‚Rezepte‘ der Selbstläufer, für den ich immer neue Ideen finde. ‚Instagram-Tipps‘ kosten etwas mehr Mühe und Recherche sowie einiges an Erfahrung und einen Bezug zur Aktualität. ‚Anleitungen‘ ist etwas unspezifisch und der am geringsten ausgeprägte Bereich. Ich halte ihn aber dennoch für wichtig.

Cluster: Alles hängt zusammen

Wer seine Themenschwerpunkte weiter ausbaut, der findet schnell ein Raster, das zumindest teilweise übertragbar ist. Ein Artikel mit Erfahrungen, ein How-to-Artikel mit detaillierten Beschreibungen, die Listen-Artikel mit den ‚fünf besten Tipps für‘ und ‚warum Du das nicht machen solltest‘. Und das sind nur einige universelle Wege, ein Thema zu umkreisen und weiter auszubauen.

Dein Vorteil: Je mehr Du Dich auf Deine wichtigsten Themenbereiche konzentrierst, desto öfter kannst Du Artikel mit anderen verknüpfen und verlinken. Ein Effekt, den die Suchmaschinen zu schätzen wissen.

Wichtig ist, dass Du jetzt und künftig diese Themenschwerpunkte im Blick hast und jeden neuen Artikel möglichst mit einem dieser Schwerpunkte verknüpfst. Und idealerweise auch die einzelnen Artikel zu einem Schwerpunkt untereinander verknüpfst. Das zeigt Besuchern und Suchmaschinen, dass Du Dich mit diesem Bereich wirklich schwerpunktmäßig beschäftigst.

Trends & Entwicklungen

Der Blick auf die Analytics Zahlen zeigt oft, welche neuen Trends sich auftun und wo sich Interesse verlagert. Das hilft auch auf der Suche nach neuen Themen für Deine Schwerpunkte. Ob man dabei auf jeden Zug aufspringt, oder im Zweifelsfall auch mal ein Thema vorüber gehen lässt, das hängt an den eigenen Interessen und Einstellungen.

So würden Artikel zum Thema Covid sicher auch Foodblogs derzeit – rein statistisch – voran bringen. Die erste Frage ist: Kann ich darüber kompetent und authentisch schreiben? Und passt das Thema vom Tenor zu meinen Inhalten oder erwarten meine Besucher gerade in diesen Zeiten bei mir quasi corona-freie Artikel? Bei Foodblogs steht meistens der Genuss im Vordergrund, auch Fitness spielt manchmal eine Rolle und Gesundheit – aber dann eben im Zusammenhang mit Essen.

Planung und Strategie

So gerne man aktuell auf neue Trends und Themen reagiert, Spontanität ist auf Dauer kein gutes Konzept für Veröffentlichungen. Das heißt nicht, dass für Spontanes kein Platz in Deinen Posts sein sollte, im Gegenteil. Um Deine Themenschwerpunkte zu entwickeln, ist es hilfreich eine Themenliste aufzusetzen. Und wenn die möglichst so umfangreich ist, dass man jede Woche Themen findet, die man gerade jetzt aufgreifen möchte – umso besser.

Dass einem die Luft ausgeht, die Ideen knapp werden und an sich von Post zu Post durchhangelt und improvisiert, das kommt immer wieder mal vor. Aber es ist kein Dauerzustand, den man lange durchhält. Ein Redaktionskalender hilft, auch wenn das auf den ersten Blick arg streng und durchgeplant wirkt (es in der Praxis aber meistens nicht ist).

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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