Das Demeter-Journal online lesen

Screenshot des Demeter-Journals

Die Hochglanz-Zeitschriften und viele Fachmedien haben es schon lange entdeckt: Eine Online-Ergänzung zur Printausgabe kann viele Vorteile haben. Weil sich diese Vorteile nicht immer gleich in barer Münze auszahlen oder weil vielen Print-Verlagen die Erfahrung fehlt, gute und halbwegs profitable Online-Angebote auf die Beine zu stellen, fehlt vielen renommierten Zeitschriften noch immer eine Entsprechung im Internet.

Den ersten Schritt, beide Angebote sinnvoll zu verknüpfen (freilich auf recht rudimentäre Weise) hat man jetzt bei Demeter unternommen. Nachdem die Demeter-Website in der Vergangenheit benutzerfreundlicher und umfangreicher wurde, gibt es das Demeter-Journal jetzt nicht nur als PDF, das man sich zum Ansehen auf seinen Rechner herunterladen kann.

Zusätzlich gibts jetzt auch eine Online-Ausgabe zum Durchblättern, was ich als einiges komfortabler empfinde.

Es gibt ja generell nicht viele Medien, die über biologisch-dynamische Lebensmittel und deren Erzeugung informieren. Natürlich hat das Magazin dieses Bio-Verbandes da einen ganz eigenen Stellenwert, weil es ja auch keine objektive Berichterstattung eines unabhängigen Mediums ist, sondern eben auch eigene Interessen verfolgt.

Trotzdem finde ich es so interessant und gut gemacht, dass ich gerne reinschaue. Im Prinzip ist das noch kein echter Mehrwert durch die Online-Funktion, aber die Inhalte werden leichter verfügbar gemacht und gelangen an eine größere Leserschaft.

RatioDrink-Fruchtsäfte mit DLG Medaillen

Es stimmt also: Das Argument das RatioDrink-Gründers Rafael Kugel, dass die in 3-Liter-Gebinden vertriebenen Bio-Fruchtsaftkonzentrate genauso gut sind, wie andere Fruchtsäfte aus Konzentrat (was auch der Test bei Testschmecker.de ergab): Einer Pressemitteilung des Unternehmensgründers zufolge erhielten jetzt die DLG-Medaillen als Qualitätsnachweis.

Die Fruchtsäfte, die sich mit Hilfe von Saftkonzentrat jederzeit frisch zubereiten lassen, konnten gleich vier Medaillen, nämlich drei Silber-Medaillen sowie eine Bronze-Medaille ergattern. Die Medaillen bescheinigen Qualität und Genusswert. Im Rahmen des Tests wurde eine umfassende Laboranalyse durchgeführt. Außerdem wurden Qualitätsfaktoren wie Geschmack, Geruch, Farbe, Aussehen und Harmonie bewertet. Insgesamt haben 659 Fruchtgetränke aus dem In- und Ausland am diesjährigen Lebensmitteltest teilgenommen.

Buchtipp: Das Biokisten-Kochbuch

Das Biokisten-Kochbuch aus dem Kosmos-Verlag

Biokisten Kochbuch: Die echte regionale Saisonküche

Im Sommer ist ja manches etwas einfacher: Die Märkte sind voll mit frischem Gemüse und Salat, auch der weniger versierte Hobbykoch findet eigentlich relativ leicht das frische Grünzeug, mit dem er gut zurecht kommt. Sprich: Bekanntes und Bewährtes, bei dem man vielleicht auch mal auf Mutterns Hilfe zurück greifen kann oder etwas improvisieren kann.

Zur Biokiste, also einem Abonnement beim Bio-Bauern, der einem wöchentlich frische Erzeugnisse in Bio-qualität anliefert, finden die meisten Menschen in denjenigen Jahreszeiten, wo es nicht so leicht ist, an frisches Gemüse zu kommen. Und für viele weniger ambitionierte Köche warten dann auf einmal wöchentlich neue Herausforderungen in der Bio-Kiste: Was bitte schön ist Topinambur und was um Himmels Willen mache ich damit?

Etwas Ruhe und Gelassenheit hilft, oft auch die Suche nach Rezepten, die heute meist nur einen Mausklick entfernt sind. Mit den gängigen Zubereitungsarten kommt man mit fast allem zurecht, ein paar Variationen hat man sich ebenfalls schnell angeeignet. Aber bevor es alle Gemüsearten in Sahnesoße gibt oder mit Käse und Speck überbacken, lohnt es sich, auf fachlich versierte Hilfe zurückzugreifen.

Originelle Bio-Rezepte, gut aufgemacht

Der Kosmos-Verlag hat in seinem aktuellen Programm einige schön aufgemachte Kochbücher mit interessanten Themen, das Biokisten-Kochbuch von Cornelia Schinharl gehört zu denjeningen, nach denen ich zuerst gegriffen habe – und mit dem ich nicht enttäuscht wurde.

Es ist ganz klassisch nach den Jahreszeit geordnet, die ja schließlich auch die Füllung der Biokisten bestimmen: Im Gegensatz zum Einkauf im Supermarkt liefert uns der Biobauer ja (meistens) keine zugekaufte Ware aus anderen Ländern, sondern eben genau das, wes gerade jetzt auf seinen Feldern wächst und gedeiht.

Nach den vergleichsweise üppigen Jahreszeiten Frühjahr, Sommer und Herbst sind im Winter zum Beispiel Rosenkohl und Schwarzwurzeln, Chicoree und Portulak. Wer einmal ganz unbedarft angefangen hat, Schwarzwurzeln genauso zu schälen, wie den Spargel, für den er sozusagen von vielen als Ersatz gehandelt wird, der ist für Ratschläge schon ganz dankbar.

Im Buch werden auf 144 Seiten die Renner der Saison vorgestellt, es gibnt allgemeine Tipps aber eben auch viele konkrete, leicht nachzukochende Rezepte. Dabei geriet die Auswahl durchaus originell: Mit dem Chicoree wird ein Risotto bereitet, die Schwarzwurzeln gibt es mit Senf-Zitronen-Schaum. Also durchaus interessante Abwandlungen der Klassiker, ohne dass man deswegen stundenlang im Supermarkt nach exotischen Zutaten suchen muss.

Bio-Gerichte schön aufgemacht

Ganz praxisorientiert sind auch die regelmäßigen Tipps in der Rubrik „Das ist wirklich wichtig” und der Saison-Kalender für Gemüse auf den ersten Seiten. Dazu kommen gute und Appetit machende Fotos, genau die richtige Mischung aus anregender Food-Fotografie und interessanten Details.

Die 14,95 für das praktische Softcover-Buch sind gut angelegt und sorgen für Abwechslung in der Bio-Küche. Mein Favorit für den bevorstehenden Herbst: Wirsingröllchen mit Kastanien-Ricott-Füllung, die ich bei nächster Gelegenheit nachkochen werde.

Eine nachhaltige Liste: tauschen, leihen, mieten

Liste zum Thema tauschen, leihen und mieten

Ein Fleißbildchen verdient hat sich der aus Freiburg leider nach Berlin gezogene Sebastian Backhaus: Auf seiner Website hat er eine Liste mit Online-Plattformen veröffentlicht, bei denen es ums (äußerst nachhaltige) leihen, tauschen und mieten von Artikeln und Dienstleistungen geht.

Das hat jetzt zwar mit dem Kernthema von testschmecker.de nur am Rande zu tun (die Rubrik gemeinsam kochen gibt es dort auch), ist aber in punkto Nachhaltigkeit so empfehlenswert, dass ich auf den Link nicht verzichten möchte.

Die Liste reicht von der Mitfahrzentrale bis zum Co-Cooking, vom gemeinsamen Gärtnern bis hin zum Couchsurfing. Die Liste ist deutsch und international und wie wir Sebastian kennen, wird er das wertvolle Teil auch pflegen und – mit Hilfe seiner Leser – erweitern.

Auch wer glaubt, sich in diesem Bereich auszukennen, wird dort noch einige gute neue Adressen finden!

Biodeals: Rabatt-Schnäppchen aus der Bio-Ecke

Bio-Schnäppchen bei biodeals.de

Die Internet-Plattformen auf denen Sonderangebote angepriesen werden kennt man ja: Es sind Websites, die mit zu den besucherstärksten gehören. Das Informationsangebot ist immer etwas „durchwachsen“: Natürlich ist es auch Werbung, aber der Besucher akzeptiert das meist, wenn er dafür ein Schnäppchen macht.

Gehandelt werden meistens Massenartikel, die mal mehr, mal weniger im Preis reduziert sind. Oft sind es Technikartikel, für die es im Internet mit die größte Nachfrage zu geben scheint, ab und zu auch Kleidung. Lebensmittel sind eher selten im Angebot, Bio-Lebensmittel auch hier – wie überall – eher dünn gesät.

In der Praxis verwendet zwar meistens wesentlich mehr Zeit auf den Besuch dieser Websites, als bei gelegentlichen Käufen und der Preisersparnis angemessen erscheint, aber was solls. Des Deutschen Lust aufs Sparen ist ungebrochen und ich muss zugeben, dass in meinem RSS-Reader auch ein paar solcher Seiten abonniert sind.

Nun gibts das also auch für den Bio-Bereich, oder besser gesagt: ausschließlich für den Bio-Bereich. Auf biodeals.de ist das Angebot zwar noch recht übersichtlich, aber da sich weder das Verhalten der Anbieter noch das der Kunden grundlegend von dem in anderen bereichen unterscheiden dürfte, müssten Angebot und Nachfrage auch hier schnell wachsen.

Neben dem Deal des Tages (aktuell ein Schoko-Gutschein im Wert von 20 Euro für 9 Euro) gibt es auch ältere Deals.

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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