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Rezepte, Tipps und Anleitungen – wöchentlich neu

BioBio Österreichische Topfencreme Erdbeere von Plus

Österreichische Topfencreme

Österreichische Topfencreme? Keine Sorge, das ist nichts exotisches: Topfen ist der österreichische / bayrische Ausdruck für Quark und Frischkäse. Dieser hier ist von Plus, der 150-Gramm-Becher kostet 0,59 Euro.

Österreichische TopfencremeErster Eindruck: A bisserl wenig. Der Erdbeergeschmack unterscheidet sich wohl nicht von anderen Fruchtjoghurt- und Quarkprodukten. Auch in diesem sind neben 6% Erdbeeren noch „natürliche Aromen“. Allerdings ist er wirklich cremig im Geschmack, was vom Zusatz von Sahne und Joghurt kommt. Die lange Zutatenliste enthält neben Erdbeersaft, Milcheiweiß, Zitronensaftkonzentrat auch Rotbeetesaft und Stabilisator. Naja, bei einem Kilopreis von 3,90 Euro muss ja was dran sein…

Fazit: Geschmacklich und von der Konsistenz lässt sich daran nichts aussetzen, preislich wohl auch nicht. Mein Favorit in diesem Bereich ist allerdings ein Nicht-Bioprodukt, dass es im 500-Gramm-Becher gibt. Oder: Einfacher Magerquark, angemacht mit selbstgemachtem Gsälz (hochdeutsch: Marmelade) und etwas Milch. Wird auch cremig, schmeckt lecker und die Zutatenliste ist extrem übersichtlich.

BioBio Früchtemüsli von Plus

BioBio Früchtemüsli

„Mit 40% Früchten“ – klingt doch verheißungsvoll, oder? Das BioBio Früchtemüsli gibts bei Plus, 375 g kosten 1,79 Euro. (Kilopreis: 4,77, auch wenn das mit den blöden Packungsgrößen immer umständlicher zu berechnen wird).

Erster Augenschein: Viele Rosinen. Geschmackstest: Auch viele Rosinen. Naja, so gesehen ist die Angabe mit den vielen Früchten ja richtig, aber man hat sichs etwas einfach gemacht, finde ich. Anonsten ist nix gegen das Müsli zu sagen, zumal der Preis ja auch wirklich niedrig ist. Der Crunch fehlt mir etwas: Neben den Getreideflocken und Rosinen als Hauptbestandteile sind nur wenige getrocknete Bananen dabei, alles andere (Aprikosen, Apfel, Haselnuss, Erdbeer, Himbeer) ist eher schwer auszumachen.

Müsli und ZuckeranteilWas mir an diesem Müsli mal wieder auffiel (aber auch schon an vielen anderen Bio- und konventionellen Müslis) ist der Zuckeranteil: 27 g Zucker pro 100 g Müsli. Ich habe gleich mal auf anderen Packungen nachgesehen, so um die 23 bis 25 g finde ich da auch immer – sofern das als Bestandteil der Kohlehydrate überhaupt extra ausgewiesen ist.

Ist das nur der in den Früchten enthaltene Zucker? Hier ist Zucker gar nicht als eigene Zutat aufgelistet, nur als Bestandteil der Bananenchips, in andere Müslis steht das als Zutat ziemlich weit vorne. Ich habe das mal abgewogen, weil ich ja keine Ahnung habe, wie viel Zucker 27 g sind. Auf dem Foto (das man per Klick vergrößern kann) sind 100 g Müsli und 27 g Zucker. Kommt mir ziemlich viel vor, zumal ich mein Müsli immer mit Fruchtjoghurt esse oder Naturjoghurt und einem Löffel Marmelade.

Fazit: Wer – wie ich – ziemlich oft abwechselt mit diversen Müslisorten, der kann auch das BioBio Müsli einplanen, das schont den Geldbeutel. Wie bei dem Preis nicht anders zu erwarten ist es allerdings eher einfacher Natur.

Spiegel Online: Warum niemand weiß, was wir wirklich essen.

Spiegel Online

In einem aktuellen Artikel auf Spiegel Online geht es um die Frage der Zusatzstoffe im Essen: „Warum niemand weiß, was wir wirklich essen“ beschreibt sehr schön auch die Schwierigkeiten, die man als Verbraucher hat, wenn man sich näher informieren möchte.

Aufhänger und erstes Thema sind (natürlich) die Geschmacksverstärker: Unter Bezeichnungen wie Mononatriumglutamat, Hefeextrakt, Trockenmilcherzeugnis, E 621 (es soll noch ein paar weitere E-Nummern geben) verbirgt sich im Grund genommen immer das gleiche: Eben künstliche Geschmacksverstärker.

Wer also – wie ich – vor langer Zeit schon versuchte, künstliche Geschmacksverstärker zu meiden, der fällt bei Bioprodukten erst einmal auf den Begriff Hefeextrakt herein: Klingt doch wirklich gut und natürlich, oder?

Aber es gibt noch mehr heikle Themen, die beleuchtet werden: Die E-Nummern zum Beispiel, über die man sich zwar heute kinderleicht bei verschiedenen Internetadressen informieren kann. Aber wer kann und will das im Supermarkt schon? Oder die „Nichtzutaten“: Viele zugesetzte Stoffe gelten rein rechtlich nicht als Zutaten.

Die Liste interessanter Themen in dem doch kompakten und lesefreundlichen Artikel ist noch länger, also an dieser Stelle eine dicke Lese-Empfehlung. Meistens ist nach der Lektüre solcher Artikel die Verunsicherung groß. Und ehrlich gesagt sind auch Bio-Lebensmittel, erst recht wenn es sich um verarbeitete, industriell hergestellte Artikel handelt, davon betroffen.

Mein Tipp: Informieren ist immer gut, aber trotzdem nicht einschüchtern lassen. Erste Hilfestellung beim Einkauf: Immer die Zutatenliste vergleichen. Oft reicht schon der erste Eindruck: Es gibt (nicht als Bio-Artikel sondern konventionell) zum Beispiel Kartoffel-Chips mit Salz, bei denen als Zutaten Kartoffeln und Salz genannt sind. Und andere, bei denen bis zu 10 verschiedene Stoffe (und E-Nummern) angegeben sind.

Noch ein Linktipp zum Schluss: Hier (und an vielen weiteren Stellen im Internet) gibt es weitere Infos zu Zusatzstoffen, wer im Norden lebt, der kann zB in Hamburg auch das Zusatzstoffmuseum besuchen.

Zusatzstoffmuseum

BioBio Eiskrem Schokolade: Lecker

BioBio Schoko-Eis

Da freut man sich doch, wenn man neue Bioprodukte entdeckt: Bio-Eis war bislang in meinen Supermärkten nicht erhältlich. Erst ein Abstecher zu PLUS brachte jetzt diese Neuerung: BioBio Eiskrem Schokolade im 550-g-Becher für 1,99 Euro.

Der Preis ist in Ordnung, die Qualität auch: Eiskrem muss für mich etwas angetaut sein, gerade so, dass sie cremig ist, aber noch nicht zu weich. Die BioBio-Eiskrem erfüllt meine Erwartungen voll: sehr schokoladig, natürlich ziemlich süß, wie das bei Schokoladeneis immer so ist. Die Zutatenliste zeigt keine Überraschungen und der Blick auf Fett- und Zuckergehalt schreckt einen auch nicht ab, wenn man gerade Eis essen will.

Eiskrem SchokoladeEs gibt noch die Geschmacksrichtung Vanille, wahrscheinlich ist auch der natürliches Aroma zugesetzt. Wer darauf verzichten will, der muss sein Eis wahrscheinlich selbst machen, was übrigens auch kein Hexenwerk ist. Rezeptbücher gibts genug, die Kombinationsmöglichkeiten sind schier unerschöpflich und gerade im späten Sommer mit vollreifen Früchten gibts Aroma pur, so biologisch, wie man es eben haben möchte.

Fazit für das BioBio-Schoko-Eis: Ein Schnäppchen, zugreifen, solange es heiß ist.

Websitevorstellung: marktjagd.de

marktjagd.de

Marktjagd.de ist zunächst erstmal keine Bio-Website: Eine Übersicht über das Angebot von 46.920 Geschäften aus ganz Deutschland verspricht das datenbankbasierte Angebot. Praktisch ist, dass man hier gezielt nach Produkte suchen kann, also auch nach Bio-Produkten.

Die Suche nach „bio“ bringt zunächst 14 Treffer bei Angeboten, darunter also zB Bio-Joghurt oder Bio-Blattspinat. Angegeben werden dann auch der Preis des Produktes und die entsprechenden Supermärkte oder Discounter.

Weitere Treffer sind aber in dieser speziellen Suche zB auch 37 Einträge in einem Forum, wo andere Nutzer Bioprodukte beschreiben. Und wie bei anderen Beurteilungen durch Verbraucher (etwa bei ciao.de oder bei Amazon) werden auch diese von den Lesern wiederum beurteilt: Also 8 andere Besucher haben diesen Beitrag im Forum beispielsweise mit vier von fünf möglichen Sternen bewertet.

Das Ganze kann durchaus hilfreich sein, wenn man nach bestimmten Bio-Produkten sucht. Und es lebt wie viele andere Angebote davon, das sich möglichst viele Besucher auch aktiv beteiligen. Derzeit ist zum Biobereich noch nicht allzu viel da, kann aber noch werden…

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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