Bratwürste selbst machen

Mehr als eine Anleitung auf Youtube: Ein Blick über die Schulter eines Profis, der aber mit relativ wenigen Zutaten und Gerätschaften arbeitet. Und nach rund 13 Minuten hat man tatsächlich den Eindruck: So schwer ist das nicht. Und: Das kann ich auch.

Die Zutaten sind fast überall erhältlich, die Geräte sind eher Küchengeräte aus dem Haushaltsbereich. Wer noch keinen Fleischwolf hat, der findet zum Beispiel hier ein passables Gerät (Fleischwolf) für unter 100 Euro. Zum Ausprobieren reichte es sicher, den manuellen aus dem Keller zu holen oder sich einen bei Eltern / Großeltern auszuleihen. Auch wenn bei denen die Freude an der Arbeit meistens etwas getrübt ist.

Sicher nicht im Haushalt vorhanden und auch schwer ausleihbar ist ein Wurstfüller wie dieser (Wurstfüllmaschine mit Fülltüllen und 3 Liter Fassungsvermögen), der aber neu schon für rund 100 Euro zu haben ist. Angesichts der Beträge, die man gerne mal für weniger nützliche Haushaltsgeräte oder fürs Grillen ausgibt, scheint das recht überschaubar.

Fleischwolf und Wurstfüller

Inglorious Fruits and Vegetables – ein Bestseller in Frankreich

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Und da sage noch einer, die Kunden wollten immer nur Obst und Gemüse wie aus dem Bilderbuch: In Frankreich hat die Supermarktkette aus den missratenen Früchten eine eigene Marke gemacht, und die geht sprichwörtlich weg wie die warmen Semmeln. Aufgekauft wurde Obst, das eindeutig nicht der Norm entsprach und seitens der Erzeuger als unverkäuflich angesehen wurde.

Im Supermarkt erhielten die teilweise kurios wirkenden Gewächse nicht nur ein eigenes Regal, sondern auch eine eigene „Marke”, Plakate, Erläuterungen und schließlich wurden diese Produkte sogar weiter verarbeitet und unter dem neuen Markennamen verkauft.

Die genannten Zahlen sind beeindruckend. Es lässt sich freilich schwer sagen, ob die Reduzierung des Verkaufspreises um etwa 30 Prozent ausschlaggebend war oder welchen Anteil sie am Verkaufserfolg hatte.

Hintergrund der „guten Tat” ist die Tatsache, dass jedes Jahr rund 300 Millionen Tonnen Früchte und Gemüse weltweit „entsorgt“ werden. Als 2014 das Europäische Jahr gegen Lebensmittelverschwendung ausgerufen wurde, hat Frankreichs drittgrößte Lebensmittelkette Intermarche gehandelt. Schon der Name ist ziemlich vielversprechend: “the inglorious fruits and vegetables”.

Metzgerei Lindauer: Ablauf einer Schweineschlachtung bei uns

Die meisten wollen es nicht wissen oder schrecken davor zurück, was man da zu sehen bekommt. Umso löblicher, dass der Metzger selbst einmal das Thema aufgreift: Schweineschlachtung. Die Metzgerei Lindauer im schwäbischen Mühlacker beschreibt das Ganze ziemlich unblutig, sachlich, ohne etwas zu beschönigen. Die Darstellung trifft ziemlich genau meine Auffassung: Wenn die Schweine vorher ein schönes Leben gehabt haben und die Schlachtung selbst in Ordnung ist, dann spricht nichts gegen moderaten Fleischkonsum. Und: Lindauer sagt, dass er mit dem persönlichen Bezug zu den Erzeugern sich auch ein Stück weit Einfluss auf die Erzeugung sichert – anders als beim Großmarkt-Einkauf.

Schön, dass mal ein Metzger das Thema so aufgreift und darstellt.

6er Zopf – die Video-Anleitung

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Und gleich nochmal das Thema Backen: Zu den Webseiten aus dem Themenbereich Backen, denen ich seit langem folge, gehört auch homebaking.at. Dort gibts ein feines Blog und ab und zu auch Video-Anleitungen. Zum Beispiel diese für einen 6er Zopf ohne Fenster.

Hinter Blog und Website steckt das österreichische Unternehmen Reichl Brot – aber dieser kommerzielle Hintergrund ist ja nichts Schlechtes, im Gegenteil. Bei den zahlreichen Videos sind auch noch einige andere Zopf-Anleitungen dabei, ansonten reicht das Spektrum von der Handsemmel übers Croissant bis zu verschiedenen Broten.

PornBurger: Website von Mathew Ramsey und ein NatGeo-Video

Dann ist man wohl an der Spitze der Food-Blogs angekommen, wenn der Youtube-Kanal von National Geographic über die eigene Food-Website, die Rezepte und Zubereitung berichtet. Bei Mathew Ramsey ist das so, aber das kann auch ein klein wenig damit zu tun haben, dass der Medien-Fachmann auch selbst für diese Medien arbeitet.

Wie auch immer, mit seiner Website PornBurger.me/ hat er diese Aufmerksamkeit verdient: Jede Woche stellt er dort neue, selbst zubereitete und liebevoll fotografierte Burger-Variationen vor. „Fast Food” ist – spätestens wenn man dieses Video gesehen hat – definitiv nicht mehr die richtige Bezeichnung für die bei uns oft unterschätzten Burger-Spezialitäten.

Bei dem Burger im Video werden Fleisch und Eigelb ’sous vide‘ zubereitet, das Fleisch erst danach gegrillt. Und die Sauce ist sowieso eine Spezial-Zubereitung, angepasst auf die jeweilige Füllung. Fast überflüssig die Anmerkung, dass echte Freaks natürlich auch die Buns, die Burger-Brötchen selbst backen – und auf die jeweilige Füllung abstimmen.

Wem so viel Aufwand, vom Fleischwolf über sous-vide-Verfahren bis zum zusammensetzen der Fleischfüllung aus verschiedenen Komponenten und dem Backen der Brötchen zu viel ist, der findet zum Einstieg genügend andere Rezepte, deren Ergebnisse die der Burger-Brat-Ketten in den Schatten stellen. Für den Anfang finde ich es vor allem wichtig, dass die Füllung einen besonderen Pfiff hat und die Sauce passend zubereitet wird. Für den Rest kann man sich mit fertigen Zutaten behelfen.