Nachschlage-Website für Bio-Erzeuger

BioC

Abseits vom Bio-Einkauf im Supermarkt interessiert man sich vielleicht gelegentlich für Bio-Erzeuger. Eine Suchmaschine speziell hierfür ist BioC. Gedacht ist die Website wohl als Kontrollmöglichkeit für Verbraucher, die prüfen wollen, ob ein Betrieb wirklich nach EU-Öko-Verordnung wirtschaftet. Gesucht werden kann nach Name und / oder Postleitzahl oder auch anhand der Kontrollnummer.

Entgegen meiner ersten Vermutung sind dort nicht nur jene Betriebe gelistet, die sich alleine nach der EU-Verordnung kontrollieren lassen, sondern auch die Mitgliedsbetriebe der Öko-Anbauverbände wie Ecovin, Bioland, Naturland, Demeter etc.

Hilfreich ist auch der Link zu den weiteren Datenbanken der Kontrollstellen, wo auch ausländische Kontrollstellen verlinkt sind.

Allesbiokaese.de: Bio-Versender der ersten Stunde

allesbiokaese.de

Die Website www.allesbiokaese.de gibt es schon ziemlich lange: Sie gehört zu meinen ersten Entdeckungen, als ich im noch jungen Medium Internet nach Bio-Ware gesucht habe.

Das Aussehen und das Angebot haben sich seitdem geändert, das Konzept ist unverändert gut, Optik und Bedienbarkeit sind besser geworden. Die Käse-Auswahl ist gewaltig, man kann 100-g-genau die Bestellmenge eingeben oder einen ganzen Laib ordern.

Versendet wird nur innerhalb Deutschlands, 90% der Bestellungen sollen am nächsten Tag beim Empfänger sein. Zurückgeben kann man Käse übrigens nicht, und die Menge – das kennen wir von der Käsetheke – kann nicht immer aufs Gramm genau eingehalten werden.

Die Bestellungen werden wöchentlich verschickt, Versandtage sind Montag bis Mittwoch (Der Versender GLS liefert übers Wochenende nicht aus, da das Risiko zu groß ist, dass die Käse dann 2 bis 3 Tage im Warmen stehen). Bei Bestellung bis 10.30 Uhr geht das Paket noch am selben Tag in den Versand.

Die Versandkosten betragen 4,65 Euro (in den Sommermonaten zzgl. 3,20 Euro für eine Thermobox).
Ab einem Bestellwert von 50 Euro erfolgt die Lieferung versandkostenfrei.

Fazit: Dicke Empfehlung für diesen Bio-Versender, allerdings lohnt sich das wahrscheinlich nicht für den Single-Haushalt.

Grünes Wiki

Wikia greenWikia Green heißt eine Website, die als Nachschlagewerk für grüne Themen antritt:

Dieses Projekt ist dem praktischen Umweltschutz – und dabei insbesondere dem Klimaschutz – gewidmet. Wir wollen gemeinsam einen umfangreichen und fundierten, aber für den Benutzer schnell lesbaren Umwelt- und Klimaschutz-Wegweiser für Verbraucher aufbauen, der ohne langes Suchen ermöglicht, die richtigen Entscheidungen für die Umwelt und das Klima zu treffen – ähnlich wie die englischsprachige Seite Wikia Green vom Wikipedia-Gründer Jimmy Wales.

Das ist nach meiner Einschätzung schon ganz gut gelungen: Es gibt gute Artikel zu allen wichtigen Themenbereichen. Inwiefern wirklich auch die Lexikonfunktion für eine Vielzahl grüner Begriffe gegeben ist, konnte ich nicht hinreichend testen. Aber wie alle offenen Dienste lebt auch diese Website von der Mitarbeit möglichst vieler Benutzer und kann sich noch entwickeln.

Genusshandwerker: Darfs ein bißchen mehr sein?

Genusshandwerker

Manchmal muss es mehr sein: Bio-Suche im Supermarkt ist anstrengend und nicht immer ergiebig. Je nach Markt springt dabei nicht mehr heraus, als die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln: Mehl, Milch, Nudeln…

Der kundige Verbraucher macht, was er in anderen Lebensbereichen auch ständig tut: Er sucht im Internet. Und findet www.genusshandwerker.de. Andreas Hegman und Hans-Georg Pestka haben in ganz Europa Produkte bester Qualität gesucht und gefunden, viele davon in Bio-Qualität.

Ihre Versandartikel sind – naturgemäß – nicht billig, sollen aber höchsten Ansprüchen genügen. Und sie geben eine Frischegarantie, für die auch die Zustellung per Expresskurier, eine besondere Isolierverpackung und die Wahl des gewünschten Lieferdatums hilfreich sind.

Was also gibts bei den Genusshandwerkern? Blaufußhuhn mit dem „Label Rouge“ zum Beispiel: „Aus bäuerlicher Freilandhaltung. Hühnchen Grand Cru, ungekrönte Königin unter den französischen Qualitätshühnern. Für ein großes Essen die richtige Wahl.“ So das Versprechen. Das 1,7 bis 2,0-kg-Stück kostet 21,60 Euro – so der Preis.

Doch das Angebot im Internet deckt die ganze Palette ab, von einfachen und relativ preiswerten Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln über Brot und Gemüse bis hin zu Käse und Wurst, Fleisch und Fisch. Die Suche nach „bio“ im Produktbereich ergab 47 Treffer, das ist nicht gerade riesig. Aber angesichts der hohen Qualität der Lebensmittel wird auch der überzeugteste Bio-Anhänger wahrscheinlich das eine oder andere „konventionelle“ Produkt mitbestellen – wenn er es sich leisten kann.

Der Expressversand schlägt mit weiteren 6,95 Euro zu Buche, aber einem Warenwert von 95 Euro ist der Versand frei.

Ich muss zugeben, dass ich das noch nicht getestet habe, obwohl ich den Versender schon lange auf dem Radar habe. Und ich finde das Angebot ziemlich fair, auch wenn es zur Grundversorgung einer vierköpfigen Familie wenig geeignet ist. Aber wenn man wie ich in der Provinz lebt, ist es ganz hilfreich einige Adressen zu kennen, bei denen man zum Beispiel „Bamberger Hörnchen“ bekommen kann oder Kaninchenleber.

Baum-Umarmer? Treehugger.com – die große grüne Website in den USA

treehugger.comEs wird Zeit, sie auch hier endlich einmal vorzustellen: die Website www.treehugger.com. Den Namen muss man wohl erklären: Treehugger würde wörtlich übersetzt wohl soviel bedeuten wie Baum-Umarmer, die Wörterbücher spucken wahrscheinlich so etwas wie Öko-Freak aus, was die Sache aber nur unzureichend trifft. Denn bei uns ist ein Freak kein sehr angesehener Zeitgenosse.

Die wohl größte grüne Website derzeit ist natürlich in den USA beheimatet und hat alles, was die Web-2.0-Gesellschaft will und braucht, bis hin zum Internet-Fernsehen. Aktuell gibts den quirligen Gary Vaynerchuk von tv.winelibrary.com im Interview zu sehen.

Die Seite hat neben einer schier unübersehbaren Zahl von Tipps und Tricks und Ratgebern auch einen erheblichen Nachrichtenwert. Treehugger.com gab es auch schon lange, bevor hierzulande Utopia.de einen ähnlichen Platz einnehmen wollte.

Für den Testschmecker ist die Website allerdings nicht das große Vorbild, und das soll jetzt nicht abschätzig klingen. Struktur und Zielsetzung sind komplett anders, unser Zwei-Mann-Unternehmen bleibt ganz individuell und überschaubar. Allerdings, das sei auch nicht verschwiegen, muss man als Schreibender in diesem Themenbereich die Kollegen der anderen Medien – erst recht der Websites – immer im Blick haben und informiert bleiben.

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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