Das einfache Bio-Rezept: Pfitzauf

27. November 2009 | Allgemein | 2 Kommentare

Pfitzauf

Kennt keiner – außer den Schwaben: Pfitzauf heißt so, weil es schön „aufgeht“. Es ist eine Süßspeise aus nichts anderem als Mehl, Milch, Eiern und Butter, lässt sich also wunderbar komplett aus Bio-Zutaten herstellen, die man entweder zuhause hat oder ganz leicht besorgen kann.

PfitzaufWelchen Stellenwert das Gericht in Schwaben hat sieht man schon daran, dass es dort dafür eigene Förmchen gibt: So ähnlich wie Muffinformen, nur tiefer und als Einzelformen, meist aus Keramik. Man kann das Ganze natürlich auch in den großen 6er- oder 12er-Muffin-Blechen mit den Vertiefungen machen. Aber weil die eben nicht ganz so tief sind, sind die Pfitzaufs schneller fertig. Und sie werden wesentlich luftiger, ihnen fehlt der etwas schwerer Teigteil zum herzhaften Heineinbeißen…

Pfitzauf

Hier die Zutaten für eine Süßspeise als Hauptmahlzeit für vier Personen:

  • 250 g Mehl
  • 500 ml Milch
  • 125 g Butter
  • 4-5 Eier (je nach Größe)

Alle Zutaten werden zimmerwarm verrührt und heftigst geschlagen (Küchenmaschine). Ich mache die Milch warm und werfe Butterstückchen rein, dann ist die schon mal weich. Die Flüssigkeit kommt umgehend in die Pfitzauf-Förmchen und dann in den vorgeheizten (180 Grad) Backofen. Spannend ist, ob die Pfitzauf wirklich aufgehen… (wenn alles frisch zubereitet und zügig verarbeitet wird, sollte das klappen).

Nach 30 Minuten mal einen Blick in den Backofen werden, spätestens nach 40 Minuten sollte alles fertig sein. Dazu ein selbst gemachtes Kompott oder eingekochte Zwetschgen oder Kirschen oder auch einfach eine Dose mit Obst – fertig. Manche bevorzugen dazu auch Vanillesauce.

In keinem der Rezepte ist übrigens Zucker enthalten, süß sollte die Beilage sein oder man macht etwas Puderzucker drüber.

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2 Kommentare

  1. Antje Radcke

    Dieses Gebäck gibt es auch im Harz! Es heißt allerdings nicht so schön wie in Schwaben. Man nennt es hier schlicht und einfach „Eierkranz“ (weil es im Original in Kranzform gebacken wird). Ich habe die Dinger als Kind geliebt. Mein eigener Backversuch ist allerdings gescheitert. Lag vielleicht am Vollkornmehl. 😉
    Viele Grüße, Antje

    Antworten
    • Joachim Ott

      Danke für den Hinweis! Wenn die Kranzform schwierig ist, vielleicht doch mal die Pfitzauf-Version probieren. (Ich würde aber auf Vollkornmehl verzichten.)

      Antworten

Trackbacks/Pingbacks

  1. joachimott | journal » Blog Archive » Photofriday: Home made - [...] Mein Bild sind die Pfitzauf (ein schwäbisches Gericht), die ich in der vergangenen Woche auf testschmecker.de vorgestellt [...]
  2. Heiße Luft: Pfitzauf - […] (hier das Rezept) ist meines Wissens nach nur im schwäbischen bekannt. Und obwohl es relativ unaufwändig ist […]

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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