Eigene Pfirsiche im Hitzesommer

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Die große Hitze und Trockenheit bei uns im Südwesten mag den Landwirten zu schaffen machen und vielen Produkten schaden. Unsere kleinen Pfirsichbäume scheinen sich dagegen über die südlichen Verhältnisse zu freuen. Auch wenn man den Eindruck hat, außer dem Stein kann da nicht mehr viel dran sein: Sie schmecken hocharomatisch und sind (relativ) saftig.

Derweil klagen die Landwirte natürlich in vielen Bereichen, lediglich die Winzer scheinen ganz zufrieden zu sein.

HackTheMenu: Zum Beispiel Starbucks Cotton Candy Frappuccino

HackTheMenu

Der Name ist Programm: Secret Menu – #HackTheMenu. Dort erfährt man, was viele Genussfreunde meist verächtlich abtun: Rezepte für die Zubereitung der erfolgreichen Angebote großer Fastfood-Ketten. Aber: Fast jeder Genussmensch hat ja trotz alledem auch Erfahrungen mit Starbucks, MacDonalds & Co. Und die meisten haben acuh etwas, was ihnen aus diesem Angebot besonders gut schmeckt.

Wie machen die das nur? Diese Frage beantwortet der Skeptiker meist mit ”alles Chemie”. Aber so einfach ist es nicht. Und wer schon immer wissen wollte, wie man den
Starbucks Cotton Candy Frappuccinou auch zuhause hinbekommt, der kann ja mal hier reinspickeln. Muss man ja nicht weiter erzählen unter den Genießerfreunden, dass man dort ”sein” Rezept gefunden hat.

Inglorious Fruits and Vegetables – ein Bestseller in Frankreich

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Und da sage noch einer, die Kunden wollten immer nur Obst und Gemüse wie aus dem Bilderbuch: In Frankreich hat die Supermarktkette aus den missratenen Früchten eine eigene Marke gemacht, und die geht sprichwörtlich weg wie die warmen Semmeln. Aufgekauft wurde Obst, das eindeutig nicht der Norm entsprach und seitens der Erzeuger als unverkäuflich angesehen wurde.

Im Supermarkt erhielten die teilweise kurios wirkenden Gewächse nicht nur ein eigenes Regal, sondern auch eine eigene „Marke”, Plakate, Erläuterungen und schließlich wurden diese Produkte sogar weiter verarbeitet und unter dem neuen Markennamen verkauft.

Die genannten Zahlen sind beeindruckend. Es lässt sich freilich schwer sagen, ob die Reduzierung des Verkaufspreises um etwa 30 Prozent ausschlaggebend war oder welchen Anteil sie am Verkaufserfolg hatte.

Hintergrund der „guten Tat” ist die Tatsache, dass jedes Jahr rund 300 Millionen Tonnen Früchte und Gemüse weltweit „entsorgt“ werden. Als 2014 das Europäische Jahr gegen Lebensmittelverschwendung ausgerufen wurde, hat Frankreichs drittgrößte Lebensmittelkette Intermarche gehandelt. Schon der Name ist ziemlich vielversprechend: “the inglorious fruits and vegetables”.

Lieferservice nutzen – oder besser planen?

Lieferservice nutzen – oder besser planen?

Erdbeeren

Erdbeeren

Heute morgen war ich auf dem Wochenmarkt. Ein überbordendes Angebot, das die Region am Oberrhein da Anfang Mai bereit hält: Frischer Spinat und Rhabarber, Erdbeeren und Spargel sind die aktuellen Favoriten. Dazwischen gibts so ziemlich alles frisch aus der Region, was man sich auf dem Speisezettel wünscht: Salat und Gemüse, Eier und Fleisch, Brot und Gebäck. Selbst die für einen Wochenmarkt etwas exotischeren Angebote, wie der Stand mit Ziegenfrischkäse, Oliven und mediterranen Gewürzen läuft in unserem Städtchen gut.

Ich versuche morgens, gleich nach meinem Waldlauf, frisch geduscht den Wochenmarktbesuch einzuschieben. Oft klappt es, manchmal eben nicht. Dann muss ich auf die Frische-Abteilungen der Supermärkte ausweichen, von denen einige ihren Namen wirklich verdienen: Obst und Gemüse sehen nicht nur frisch aus, das meiste stammt – ebenso wie Michprodukte und Fleisch- und Wurstwaren ebenfalls aus der Region. Der Favorit aber bleibt der Wochenmarkt, schon alleine wegen des Erlebnisses dieses Einkaufs im Freien. Besonders an Markttagen mit schönem Wetter merke ich, dass das wohl vielen Leuten so geht.

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Erstaunlicherweise sehe ich beim Einkaufen immer auch viele Berufstätige, die den Marktbesuch vor dem Arbeitsbeginn einschieben. Heute morgen musste ich dann an die Einkaufs- und Lieferservices denken, die in jüngerer Zeit bei uns populär werden. Dieser hier Blue Apron: Fresh Ingredients, Original Recipes, Delivered to You gewann gerade für seine Website den Webby Award. Bei uns in Deutschland findet man auf Anhieb mindestens drei Anbieter über Suchmaschinen.

Allen ist gemeinsam, dass sie am liebsten – wie alle Versender – dahin liefern, wo man die meisten Menschen auf kurzen Wegen erreichen kann: In größere Städte und Ballungsräume. Mehrfach wurden einzelne Anbieter auch schon getestet, man bescheinigt ihnen – wie hier – guten Service und gute Qualität. Voraussetzung bei den Kunden ist wohl, dass man Grundzutaten wie Essig, Öl etc. zuhause vorrätig hat. Und natürlich, dass man kochen kann ;-).

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Dann machen die Lieferservices das, was sie gut können: Sinnvolle gesunde Rezepte, oft mit regionalen und saisonalen Zutaten zusammen stellen, die Produkte einkaufen und verschicken. Damit sich das lohnt, müssen sie das tun, wovor die gestressten Kunden zurückschrecken: rationalisieren, Zeit und Wege sparen, planen.

Auch mir ist unwohl, wenn solche Rationalisierungsmaßnahmen aus Zeitmangel anstehen. Dann wird ein Speiseplan und Einkaufszettel erstellt für die ganze Woche. Das Einkaufen lässt sich auf zwei Termine reduzieren, einer davon kann auch spät abends sein, weil die Supermärkte selbst bei uns in der Provinz bis 21 Uhr geöffnet haben.

Sinnigerweise spare ich damit auch noch Geld: keine Spontankäufe, keine Versuchungen, eine Neuentdeckung auszuprobieren. Die Lust am Kochen bleibt ja, auch wenn der Spass am Einkaufen reduziert wird. Für Notfälle wie spontane Termine, Handwerkerbesuche etc. bleibt dann immer noch ein gefüllter Vorratsschrank und ein Tiefkühlschrank, der verhindert, dass zwei gesunde Mitteleuropäer in ihrer Wohnung verhungern (gerade vor Feiertagen habe ich beim Einkaufen manchmal den Eindruck, dass diese Gefahr vielen Kunden sehr bildhaft vor Augen steht).

Das Konzept taugt freilich auch für entspanntere Zeiten: Was ich bei Allerweltskäufen dann an Zeit einspare, das kann ich für Einkäufe in der Bio-Gärtnerei verjuxen, beim Einkauf auf einem einen anderen Wochenmarkt oder mit der Fahrt zum nächsten Hofladen.

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Wenn es Ihnen so geht wie mir und sie leben in einer ländlicheren Gegend, die bislang noch nicht von Bringdiensten entdeckt wurde, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie dafür zum Ausgleich näher an den ländlichen Erzeugern sind. Dann kann ich Ihnen nur raten, die zeitsparende Einkaufsvariante der Dienstleister (zumindest vorläufig) selbst zu praktizieren:

  • Wochenplanung mit detaillierten Einkaufszettel
  • zwei Einkaufsgänge, davon zumindest einer für richtig frische Sachen: Salat, Gemüse, Fleisch, Wurst
  • Gerichte, wo es auf frische Zutaten ankommt, auf den Einkaufstag legen (zB Spargel)

Und aus eigener Erfahrung möchte ich dabei auch gleich vor zwei Fehlern warnen:

  • Portionen nicht zu großzügig kalkulieren, weil man denkt, die fixe Warenmenge reicht vielleicht nicht aus und ich kann / will das nicht durch einen weiteren Einkaufsgang ausgleichen. Abmessen hilft und es durchaus nicht albern, Nudelportionen, Spargel oder Fleisch wirklich nach Gewicht zu kaufen und zuzubereiten.
  • Haltbarkeitsdaten sind in meinen Augen relativ, aber dennoch nicht unkritisch: Ein Joghurt im Glas hält ungeöffnet auch deutlich länger und kann in die nächste Einkaufswoche hinübergerettet werden. Geriebener Käse und Putenfleisch wird dagegen von mir auch vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums erst einmal kritisch beäugt und berochen: Was nicht appetitlich riecht, das kann meiner Ansicht nach auch nicht gut schmecken.

Eine Kohlart von Amerika nach Paris bringen: Dark Rye

In den USA scheint Kale als Gemüse eine Rolle zu spielen, ich bin jetzt schon einige Male auf diesen Namen gestoßen. Allerdings finde ich keine deutsche Entsprechung, die ähnlich populär wäre: Das Wörterbuch nennt als deutschen Namen für Kale den Begriff ‚Meerkohl‘, der bei uns freilich kaum eine Rolle spielt. Die Erklärung, dass der Echte Meerkohl sich vor allem an den Meeresküsten des Atlantik in Westeuropa findet, erklärt eher, dass die US-Amerikanerin Kristen Beddard, die es nach Paris verschlagen hat, wohl einfach Glück hatte, dass sie von einer Atlantikküste an eine andere zog.

Das Video zeigt sehr schön, dass man mit Engagement und Zeit durchaus Projekte anstoßen kann und Produkte wieder in den Fokus rücken kann – auch wenn es dabei natürlich zahlreiche Schwierigkeiten gibt. Man muss kein ausgewiesener Frankreich-Kenner sein um zu ahnen, dass sich die Franzosen nur äußerst ungern Ernährungstipps von einer Amerikanerin geben lassen, wie Beddard das ja auch im Video darstellt.

Die Geschichte ist übrigens Teil des aktuellen Magazins Dark Rye, in dem es auch Rezepte für Kale gibt.