Bio-Brotaufstrich selbst gemacht

Obazda - Brotaufstrich in Bio-Qualität

Nach langer Zeit mal wieder ausprobiert und immer noch gut: Brotaufstrich. Der bayrische Name “Obazda” deckt eine ganze Palette von Variationen ab, denen alles eines gemein ist: Die Zutaten Käse und Butter.

“Wieder entdeckt” habe ich ihn jetzt wegen zweier Eigenarten: Man kann leicht alle Zutaten in Bio-Qualität erhalten. Und man kann den Geschmack nach Belieben steuern. Der Fettgehalt lässt sich allerdings nur geringfügig beeinflussen und ist in der Regel ziemlich hoch: Neben der Butter kommt guter Käse zum Einsatz und der hat in der Regel einen hohen Fettgehalt.

Die einfachste Variante: Ein Stück reifer (!) Camembert und die gleiche Menge Butter, dazu ein Ei (möglichst noch warm eher weich als hart gekocht) und eine halbe kleingeschnittene Zwiebel. Dazu als einziges Gewürz etwas Paprikapulver edelsüß – fertig. Die Zutaten sollten warm und weich vermengt werden, ich habs gerne, wenn nicht alles so glatt gerührt. Sofort frisch auf ein gutes Bauernbrot, dazu ein kühles Bier – lecker.

Die aktuellste Variante, die ich jetzt probiert habe: Je ein Stück Camembert und Romadur und etwa die gleiche Menge Frischkäse mit Kräutern und Butter, dazu zwei Eier, Zwiebelchen und Paprika. Wird durch den Frischkäse etwas gestreckt und ist nicht ganz so kalorienreich. Durch die Käsesorten und deren Reifegrad kann man steuern wie mild oder würzig das Ganze ist, wer keine Zwiebeln mag lässt sie weg.

Preiswert, lecker, durch und durch bio.

REWE Bio: Französischer Senf-Honig-Feige-Aufstrich

Senf-Honig-Feige BrotaufstrichZugegeben: Das klingt exotisch. Beim ersten Mal. Hat man sich mal dran gewöhnt, fällt einem auf, dass es diese Kombination inzwischen bei einigen Produkten gibt. Der REWE Bio-Aufstrich steht mit zwei anderen Varianten im Kühlregal (Tomate, Olive) und meine Auswahl wird dadurch erleichtert, dass auf den beiden anderen Sorten hinten die falschen Zutaten abgedruckt sind (die von Senf-Honig-Feige). Kann ja mal passieren…

Der Anstrich von Exklusivität dieses vegetarischen Brotaufstrichs schlägt nicht so sehr auf den Preis durch: 1,29 Euro für die 125-g-Schale scheint mir moderat. Und der Geschmackstest fällt positiv aus: Feiner Duft, guter Geschmack, die Konsistenz fast etwas dünn. “Mit Creme fraiche und Frischkäse” ist vorne aufgedruckt, mit einem Fettanteil von nur 14 % wirkt sich das ganz positiv aus.

Die Zutatenliste ist etwas lang (weil auch alle Zutaten für Senf aufgeführt werden) aber unauffällig. Verdickungsmittel Guarkernmehl und Xanthan kommen zu den anderen, natürlichen Zutaten.

Fazit: Willkommene Abwechslung bei den Brotaufstrichen. Gute Qualität, feiner Geschmack, akzeptabler Preis.

REWE Bio Erdnussbutter Crunchy

Erdnussbutter

“Es gibt nur eine.” So warb meine regionale Tageszeitung eine Zeit lang. Und ich ärgerte mich, dass man diesen Nachteil für einen Kunden so herausstellt. Als meine Kinder auf den Geschmack von Erdnußbutter kamen stellte ich fest: Auch hier gilt offensichtlich “es gibt nur eine (Sorte)”. Das amerikanische Produkt Barney’s Best Peanut Butter gibts in genau zwei Ausführungen (mit Stückchen und ohne) in fast jedem Supermarkt. Aber sonst nix.

Neuerdings ist das anders: REWE Bio Erdnussbutter Crunchy steht zwar nicht neben dem konventionellen Produkt sondern in der Bio-Abteilung. Aber es kommt im Glas zum gleichen Preis von 1,79 Euro. Lesen hilft: Hier sind nur 250 Gramm drin, das US-Produkt bietet 350 Gramm.

Erdnussbutter VergleichDeckel ab, Nase ins Glas: Feiner, aromatischer Duft nach Erdnüssen im REWE Bio-Glas. Barney’s Best versucht durch Röstaromen zu punkten, die gleich wesentlich intensiver und appetitanregend sind. Das Bio-Produkt wirkt fast etwas blaß im Vergleich zum amerikanischen, auch sind dort die Stückchen größer, die das Prädikat “crunchy” ausmachen.

Trotz des schnellen Punkterfolgs des Standardproduktes: In der Familienrunde schneiden beide gut ab und das Bio-Produkt erfeut sich ebenso großer Beliebtheit. Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt, dass die amerikanischen Hersteller etwas mehr Erdnüsse zugegeben haben (90 statt 88 %). Aber dann kommen dort in der Reihenfolge ihrer Mengenanteile gleich Zucker an zweiter Stelle, Öl pflanzlich gehärtet, Speisesalz.

Dass es auch gesünder geht, zeigt REWE Bio: Palmfett, Meersalz, Vollrohrzucker lautet dort die Reihenfolge. Und damit ist das Bioprodukt trotz des fast 50 Prozent höheren Preises eine sehr gute, wenn nicht gar die bessere Alternative.

GEPA Bio-Cocoba im Vergleich mit Nutella

Gepe Cocoba

Was haben Tempo, Nutella und Mercedes gemeinsam? Richtig: Es sind allesamt Markennamen, die sich für ein bestimmtes Produkt etabliert haben. Nuss-Nougat-Brotaufstrich sagt niemand: Nutella gilt – nachdem ganze Generationen damit großgezogen wurden – als ein Synonym, das keine Erklärung braucht.

Aber es gibt ja mittlerweile zu fast allen Produkten biologisch erzeugte Alternativen, in diesem Fall ist es Bio Cocoba, eine Nuss-Nougat-Creme, die nicht nur aus biologischen Zutaten erzeugt wurde, sondern auch noch das Fairtrade-Siegel trägt. Der erste Schock schon am Regal: Mit 3,99 Euro für das 400-Gramm-Glas ist die Bioware doppelt so teuer, wie der Marktführer. Oder anders gesagt: Das 850-Gramm-Glas Nutella bekommt man für annähernd den gleichen Preis.

Cocoba links gegen Nutella rechtsIn großer Familienrunde wird die Spendierfreudigkeit nicht belohnt: Nach regem Vergleich und Meinungsaustausch greifen alle nach dem dunkleren, etwas weicheren und vor allem auch süßeren Nutella. Cocoba schmeckt eindeutig nussiger, Nutella schokoladiger. Auch die festere Konsistenz des Bioprodukts findet nicht viele Anhänger, obwohl auf warmem Toast oder frischen süßen Pfannkuchen beides dahin schmilzt.

Fazit: Familien – und die vor allem kaufen ja solche Produkte – werden wohl schwer von der teureren Alternative zu überzeugen sein, erst recht nicht die Kinder. Die fast identische Zutatenliste (Rohrohrzucker, pflanzliche Öle und dann erst Haselnüsse mit 13%) macht auch deutlich, dass in gesundheitlicher Hinsicht beide Brotaufstriche sowieso keinen vorderen Platz im Küchenschrank verdient haben und für besondere Gelegenheiten besser geeignet sind als für das tägliche Frühstück.

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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