Scharfe Sachen, die man immer frisch im Haus haben sollte: Chili & Pfeffer

Chili

Eigentlich war das Thema dieses Posts mal im Sommer geplant: Wenn meine Frau aus diversen Gärten selbst angebaute Chili-Schoten geschenkt bekommt. Aber das Thema passt jetzt genauso gut, denn jetzt wandern die scharfen roten Früchtchen aus dem Tiefkühler in den Kochtopf.

Das Dilemma gibts sicher auch, wenn man Chilis nicht selbst anbaut oder geschenkt bekommt: Im Supermarkt kauft man die kleinen Dinger ja meist auch nicht einzeln und verbraucht werden sie in der Regel eher sparsam – selbst wenn man Schärfe gewohnt ist.

Die Chilis lassen sich hervorragend einfrieren, gleich im Dutzend in einem Gefrierbeutel, und einzeln wieder entnehmen. Das Schöne: Man muss ähnlich wie bei frisch geschnittenen Kräutern nicht warten, bis sie aufgetaut sind. Im Gegenteil: Die Schoten lassen sich kalt sogar leichter schneiden als frisch und tauen in der Pfanne wegen der geringen Größe sofort auf und geben auch unvermindert ihre Schärfe ab.

Frische Chilis sollte man im Kühlschrank nicht länger als eine Woche aufbewahren. Man kann sie auch trocknen, aber ich finde weder Konsistenz noch Geschmack dann so toll. Die Schärfe ist übrigens im Bestandteil Capsaicin enthalten. Und wenn man nicht sehr sehr vorsichtig ist, sich die Hände wäscht und später vermeidet, sich mit den Chili-Fingern zum Beispiel die Augen zu reiben, dann ist es angebracht, ein paar Einweg-Handschuhe zum Schneiden anzuziehen. Die Hände muss man nämlich mit Ölen / Fetten oder Alkohol reinigen, weil Capsaicin nicht wasserlöslich ist und somit beim Händewaschen nicht vollständig entfernen wird.

Konservieren lässt sich die Chili-Schräfe nach meiner Erfahrung am zweitbesten in Form von Öl. Geschnittene Chilis einlegen und eine Woche ziehen lassen. Aber das wirft wiederum die Frage der Haltbarkeit auf: Das Öl ist weniger haltbar als gefrorene Chilis. Außerdem lässt sich die Schärfe lässt sich eher schwerer dosieren.

Pfeffer

Ähnlich leicht aufbewahren lässt sich Pfeffer. Und zwar nicht in der gemahlenen Form, bei der ich mir auch nie sicher bin, ob das Zeug nicht irgendwie gestreckt wurde. Sondern ganz klassisch als getrocknete Pfefferkörner. Nun haben Gewürze in der Mini-Menge, wie sie im Supermarkt angeboten werden, immer einen satten Preis.

Man findet aber leicht Pfefferkörner in größeren Mengen auch online zu kaufen, auch in Bio-Qualität. Und dann ist der Preis im Vergleich zur Kleinmenge aus dem Supermarkt deutlich geringer. Meistens kommen die Pfefferkörner dann auch in einer wieder verschließbaren Spezialverpackung, denn offen herumliegen sollten sie trotz der guten Haltbarkeit besser nicht. In einer guten Verpackung halten sie mehrere Monate und geben immer frische Schärfe ab. Gemahlener Pfeffer verliert schon nach Wochen seine Schärfe.

PfeffermuehleEine Pfeffermühle (WMF Gewürzmühle unbefüllt) sollte sowieso in jedem Haushalt vorhanden sein, denn gemahlener Pfeffer verliert seine Schärfe ziemlich schnell. Edle Teile oder Riesenkolben, wie sie in der Gastronomie gerne verwendet werden, sind nicht nötig: die einfache Version für 10 bis 20 Euro reicht vollkommen aus und hält ewig.

Kürbissuppe – revivial

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Nichts ist so alt wie das Rezept von gestern: Beim nächsten Mal kocht man ein Gericht oft etwas anders, probiert neue Zutaten, übernimmt Anregungen und unter den Variationen gibts dann nach einiger Zeit neue Favoriten. So ist das auch mit dem Klassiker Kürbissuppe.

Die aktuelle Fassung ist schon ziemlich stark überarbeitet: Wesentlich milder, fast schon süßlich, dafür mit mehr Schärfe. Verwendet wird dabei nicht der „übliche” Halloween-Kürbis, der orangefarbene Hokkaido. Sondern ein aromatisch-milder Muskatkürbis. Und passend zum Namen wird auch ein Muskat-Wein verwendet, eine Aromasorte mit viel Bouquet. Auf der süßen Seite stehen auch Apfel und Karotte, die Kartoffel wird eher für eine gute Bindung verwendet.

Auf der scharfen Seite stehen Chilischoten (oder Sriracha).

Kürbissuppe

Die Kurzanleitung:

Eine handvoll Speckwürfel mit einer kleingeschnittenen Zwiebel anschwitzen, den kleingeschnittenen Kürbis zugeben, dann ebenfalls kleingeschnitten eine Karotte, ein Stück Sellerie, ein Apfel und eine zerkleinerte Chilischote sowie ein kleingeschnittenes Stück Ingwer. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit dem Muskatwein ablöschen. Mit Gemüserühe aufgießen und 15 Minuten kochen.

Mit dem Handmixer alles zerkleinern, evt. für die Konsistenz Gemüsebrühe zugeben und / oder Muskatwein. Servieren mit eben diesem gut gekühlten Muskatwein und einem Klecks Crème fraîche sowie klein geschnittener Petersilie.

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