Fruchtsaft aus fünf Früchten – selbstgemacht

Fruchtsaft aus fünf Früchten - konzentrierter Sommer-Geschmack.

Fruchtsaft aus fünf Früchten – konzentrierter Sommer-Geschmack.

Der Fruchtsaft aus fünf Früchten ist die ideale Basis für kühle Sommer-Getränke. Er bietet sich an, wenn man einen Garten hat, und nicht alles Obst selbst kaufen muss. Oder wenn man nette Menschen mit Garten kennt, die einen an der immer wiederüberraschenden Erntemenge des eigenen Gartens teilhaben lassen wolle.

Wie immer in einem ergiebigen Beeren-Sommer, versucht man ein Stück dieser Farbigkeit und Fruchtigkeit in ruhigere Zeiten hinüberzuretten. Mehr Aromen und eine bessere Verwertung der Früchteflut als mit diesem Fünf-Früchte-Saft scheint kaum möglich! (mehr …)

Erdbeer-Marmelade: jetzt ist der richtige Zeitpunkt

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, aus der Flut süßer und reifer Erdbeeren auch Vorräte zu schaffen. Erdbeer-Marmelade ist bei uns der Favorit, mit Rhabarber und ohne, evt. mit Vanille, oder – wenn man erst Erdbeer-Mark herstellt und einfriert – später auch mit anderen Früchten wie zum Beispiel Stachelbeeren. (Ich bin da fürchterlich konservativ: ausprobieren darf man alles mal, aber am klassischen Vorrat purer Erdbeer-Marmelade sollte man nicht rühren).

Die Kurz-Anleitung wurde hier ebenfalls schon mal veröffentlicht.

Der ideale Zeitpunkt: Einkoch-Kalender

Einkochen

Mehr als diese beiden Artikel oben im Bild muss man auch in einer nur mäßig ausgerüsteten Küche dazukaufen, um loslegen zu können beim Marmeladkochen, Einkochen – und zur Not gehts auch ohne. Wer sich noch immer nicht ans Einkochen gewagt hat, der sollte jetzt mal einen Versuch wagen: Nach Rhabarber und Erdbeeren sind nun auch die Kirschen soweit, bald fließen die Wochenmärkte über vor den regionalen Früchten der Saison. Viel brauchts nicht für den Einstieg: Ein großer Kochtopf, Gelierzucker und ein großer Kochlöffel. Wer keine Gläschen gesammelt hat übers Jahr, der kommt in jedem Supermarkt billig an Marmeladengläser und Einmachgläser. Hilfreich ist auch ein Trichter mit großer Öffnung wie dieser WMF Marmeladetrichter.

Der ideale Kaufzeitpunkt ist je nach Obstsorte dann, wenn die Früchte vollreif sind, dann sinkt meistens auch der Preis. Die eigentliche Aktion kostet ein Stündchen am Abend, aber das das Fernsehen sozusagen Sommerpause macht, ist der größte Konkurrent für abendliche Aktivitäten außer Gefecht.

Der Juni ist ideal als Einstiegsmonat, danach folgen eine Vielzahl möglicher Einkoch-Aktionen:

Juni:
Rhabarber, Erdbeeren, Kirschen, Holunderblüten für Sirup,

Juli:
Himbeeren,Johannisbeeren, Stachelbeeren, Aprikosen

August:
Pfirsiche, Pflaumen, Mirabellen, in vielen Gegenden auch Heidelbeeren, Renekloden

September:
Brombeeren, Äpfel, Birnen, Zwetschgen, aber auch Weintrauben und Holunder

Oktober:
Kürbis, Hagebutten, Quitten, Schlehen, Sanddorn

Holunderblütensirup selbst gemacht

Holunderblüten für Sirup

Wie man Sirup aus Holunderblüten, Zucker und Zitrone herstellt, habe ich hier schon mal beschrieben. Das Dilemma war (und ist), dass ich als Jäger und Sammler mit zu viel Holunderblüten nach hause komme. Ohne Zusatzstoffe wie Zitronensäure hält das nicht so lange, sollte es bei uns ja auch nicht. Ein Spritzer zum Sekt, als Zugabe zu Desserts, das wars auch schon.

Deswegen der Tipp: Sammeln Sie sparsam, wenn Sie wie ich auf schnellen Verbrauch setzen. Wer einkocht oder mit Zusatzstoffen haltbar macht, der kann die aktuelle Fülle an Holunderblüten dagegen gut ausnutzen.

Sehr gut haltbar machen – Einkochen, Einlegen, Konservieren

Sehr gut haltbar machen – Einkochen, Einlegen, Konservieren

sehr gut haltbar machenSehr gut haltbar machen: Einkochen, Einlegen, Konservieren Dieses Buch bekommt mein persönliches Test-Siegel „sehr gut”. Eigentlich wollte ich das hier gar nicht mehr vorstellen, weil es nun doch schon älter ist (erschienen 2011). Aber wenn man es jedes Jahr aufs Neue in die Hand nimmt, immer wieder gute Rezepte findet und alles funktioniert so, wie es soll, dann freut man sich doch immer wieder über die sinnvolle Anschaffung (knapp 20 Euro).

Gegliedert ist das Buch in einige grundlegende Themen wie konservieren, sterilisieren, heißeinfüllen, einfrieren, einlegen, verzuckern und kandieren, Milchsäuregärung und trocknen. Und dann natürlich Kapitel über die Produkte und Rezepte. Manches davon geht blitzschnell (einfrieren, heiß einlegen), anderes erfordert mehr Vorbereitung und Verarbeitung (Milchsäuregärung).

Das Spektrum reicht von eingekochtem Obst und Gemüse über Gelee und Marmelade bis zu Ketchup und Pesto: Für jede Jahreszeit, jede Vorliebe und jede Fähigkeit ist etwas dabei. Die Rezepte treffen die richtige Balance von altbekannten Klassikern bis hin zu fortgeschrittenen, abwechslungsreicheren Varianten. So kann man das Buch und seine Rezepte jedes Jahr wieder neu entdecken.

Obwohl ich bei Kochbüchern sehr auf eine gute Bebilderung Wert lege, ist diese bei diesem Buch eher sparsam geraten – und es stört mich überhaupt nicht. Würzöle sehen immer aus wie Würzöle, wegen der Nuancen brauche ich nicht jedes Mal ein neues Bild, wie das bei anderen Speisen wünschenswert ist. Die grafische Aufmachung ist trotzdem sehr ansprechend und gut bebildert.

Das ausgerechnet die Stiftung Warentest eine Art „Kochbuch” herausgibt, macht in meinen Augen übrigens durchaus Sinn: Eine Hauptaufgabe vieler Verbraucherschützer besteht ja schon seit einiger Zeit darin, aufzudecken, was in den Lebensmitteln drin ist. Wobei aufdecken auch bedeuten kann: Leute, lasst mal das Kleingedruckte auf den Produktetiketten.

Bei diesen Rezepten ist die Zutatenliste sehr überschaubar und immer sehr „sauber”: Grundnahrungsmittel, Obst und Gemüse, Zucker und Salz und ein paar Gewürze. Das „kritischste” was man da entdecken kann ist wahrscheinlich Sojasauce aus dem Asialaden (habe ich nach langem Suchen nach industriellen Zutaten bei einem Rezept entdeckt).