Erdbeer-Schoko-Pfannkuchen

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Die Erdbeer-Zeit hat Hochsaison, vom Erdbeerkuchen bis zum Dessert hat man meist schon alle Rezepte-Klassiker wieder aktiviert. Für meine Libelings-Kombination Erdbeer-Schokolade empfehle ich dieses ganz einfache Rezept: Geht blitzschnell, lässt sich mit anderen Früchten variieren und geht auch als vollwertiges Mittagessen durch.

Zuerst den Pfannkuchenteig bereiten, den man einige Minuten stehen lassen kann, damit er quillt: Ein Ei, Milch und je nach Vorlieben etwas Zucker schaumig rühren. Ich gebe dann so viel Mehl hinzu, dass es eine eher zähflüssige Masse ergbit. Die wird dann mit Mineralwasser so weit dünnflüssig gemacht, dass der Teig eher behäbig vom Schneebesen tropft. Bereitet man den Tei dünnflüssiger, werden auch die Pfannkuchen dünner. Wer möchte kann auch gleich auf ein Crépes-Rezept zurückgreifen, das aber mehr Eier, Butter und Zucker verlangt.

Dann die Erbeeren waschen, schneiden und zuckern. Es genügt eine relativ geringe Zuckermenge, je nachdem wie süß die Früchte sind. Die dürfen jetzt solange ziehen, bis die Pfannkuchen ausgebacken sind. Zum Warmhalten kommen die Pfannkuchen bei 50 Grad in den Backofen.

Sind die Pfannkuchen fertig, werden sie noch warm mit Nutella bestrichen und dick mit den Erdbeeren belegt, zugeklappt fertig. Wer aus welchen Gründen auch immer gegen Nutella und / oder vergleichbare Produkte ist, der kann schnell und einfach eine Schoko-Sauce selbst machen: Etwas Sahne aufkochen und kleingehackte Bitter-Schokolade darin verrühren. Etwas abkühlen lassen.

Wer die Schoko-Sauce (ohne Zucker) zubereitet und auch bei den Pfannkuchen auf Zucker verzichtet, der muss wahrscheinlich bei den Erdbeeren etwas mehr zuckern. Ist ja eine Süßspeise, auch wenn man Zucker immer sparsam einsetzen sollte.

Wem das Essen mit einem gefüllten Pfannkuchen zu mächtig ist, der bereitet die kleineren, amerikanischen Pancakes mit Backpulver im Teig zu: Kleinere Pancakes, weniger Erdbeeren. Für uns reichen pro Person ein Pfannkuchen, und insgesamt ein Pfund Erdbeeren.

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Erdbeer-Saison: Das Beste zum Schluss

Nachdem der Spargel jetzt wohl für dieses Jahr von der Karte gestrichen werden kann, muss man sich auch beim zweiten Juni-Klassiker, den Erdbeeren allmählich auf ein Ende einstellen. Zwar werden bestimmte Sorten heute fast den ganzen Sommer angeboten. Die großen, frischen Ernten aber sind in absehbarer Zeit vorbei – was aber auch sei Gutes hat.

Unbedingt auf die Todo-Liste setzen sollte man jetzt die Erdbeer-Marmelade. Das wird eigentlich erst richtig interessant, wenn die wirklich reifen bis überreifen Früchte zu haben sind, oft genug sind die dann auch noch billiger, weil sie optisch nicht mehr mithalten können.

Die Zubereitung ist keine Kunst, wer wenig Chemie drin haben möchte nimmt einfach den normalen Gelierzucker, da ist nur Pektin drin. Zeitaufwand: Ein Samstag reicht reicht für Einkaufen und Kochen.

Erdbeeren

Zweiter Favorit, der das Saison-Ende krönen sollte: Der Erdbeerkuchen. Und zwar die Version mit dunklem Schoko-Teigboden, der statt mit Erdbeer-Marmelade mit Nutella bestrichen wird. Dazu Schlagsahne. Tortenguss rot oder weiß: egal. Nur von dem mit Erdbeer-Aroma lasse ich die Finger. Wenn das Aroma für den Kuchen aus dem Tortenguss kommen muss, dann hat man was falsch gemacht.

Und schließlich der Abschluss, mit dem man heute eigentlich keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken kann, der aber nostalgisch schön ist und bleibt: Die Erdbeer-Bowle. Nachdem jetzt auch seriöse Winzer die Wein-Mixgetränke und Wein-Cocktails für sich entdeckt haben (oder bessert: für ihre Kunden) kann man sich einen reizvollen Mix ohne Aromastoffe und Zusätze auch gleich selbst herstellen.

Die größte Hürde ist sicher die Bowlen-Schüssel, die in heutigen Haushalten kaum noch vorhanden ist. Bei Eltern und Großeltern wird man oft fündig. Das gute Stück wird nur wenige Male im Sommer benutzt und wandert dann wieder in den Keller. Aber es ist einfach stilvoller, aus dem großen Gefäß zu schöpfen und die Bowle aus dem Henkelglas zu trinken.

Man muss von einigen lieb gewordenen Gewohnheiten lassen: Kein trockener Wein zum Ansetzen. Und kein Sekt brut zum Aufgießen. Die Menge Zucker, egal ob in den Getränken schon vorhanden oder zugesetzt, muss man durch Probieren herausfinden. Wichtig: Die Früchte schon früh ansetzen, gleich gesüßt, und dann im Kühlschrank lagern.

Wenn man damit durch ist, kann man sich von den roten Früchtchen erst einmal verabschieden und sich auf die nächste Ernte freuen. Den Abschieds-Triathlon sollte man machen, wenn es reife Früchte in rauhen Mengen gibt. Dann kann man sich ja mit den restlichen Angeboten des Sommers noch immer vertrösten.

Rhabarber und Erdbeeren im Blitzrezept

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Man kommt nicht dran vorbei: Auf allen Märkten springen einem die frischen Erdbeeren ins Auge. Und der grün-zart-rosa-farbene Rhabarber. Und ich meine nicht die Märkte, in denen zumindest die Erdbeeren in Plastikschalen abgepackt sind. Sondern die, hinter denen ein Kaiserstühler Bauer steht (oder seine Frau) und man sich schon beim Blick auf die Hände sicher ist, dass er das Zeug hier selbst aus dem Boden geholt hat.

Aber weils trotzdem bei mir meistens schnell gehen muss, muss ein Rezept her, das beides verbindet, Erdbeeren und Rhabarber, das mit wenig Aufwand vorzubereiten ist und mittags schnell fertig. Da bietet sich doch ein Cobbler an.

Das Vorgehen ist einfach, man braucht etwa je ein Pfund Erdbeeren und Rhabarber. Der Rhabarber kommt gestückelt und geschält zusammen mit 4 EL Zucker in einen Topf und wird erhitzt. Erdbeeren putzen, klein schneiden, dazugeben. Die sollen bloß ein bißchen warm werden. Dann kommt das Wunderwerk des wunderbar einfachen Grundteigs: Vier Eier und 100 g Zucker schaumig rühren. Dann 80 Gramm Mehl, 60 Gramm Stärke, 2 TL Backpulver mischen und abwechselnd mit je 1/8 l Buttermilch und Öl zugeben und verrühren.

Das wars schon fast. Die Erdbeer-Rhabarber-Mischung in eine gefettete flache Form füllen, den Teig drüber gießen, 50 Minuten bei 150 Grad im Backofen backen. Dazu eine Kugel Vanille-Eis und man kann selbst beim Ausklingen der Eisheiligen schon einen Hauch Sommer spüren.

Nochmal die Zutaten für 4 Personen:
500g Rhabarber
500g Erdbeeren
4 EL und 100 g Zucker
4 Eier
75 g Mehl
60 g Speisestärke
2 TL Backpulver
1/8 l Buttermilch
1/8 l neutrales Öl

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Kartoffel-Ernte 2012

Kartoffelernte

Wir haben keinen Nutzgarten. Nur ein paar Tomaten auf dem kleinen Grün hinterm Haus. Die Freude und der Stolz meiner Frau. Jetzt zur Erntezeit werden wir verwöhnt mit den Früchten der Arbeit anderer. Und manchmal dürfen wir helfen. Kartoffeln raus machen zum Beispiel. Wesentlich anstrengender als die anderen Arbeiten, die man uns Laien sonst zutraut. Aber schön.

Die „eigenen” Kartoffeln schmecken natürlich ganz anders. Und sie sind – vielleicht weil sie aus dem Schwäbischen kommen – die besten Kartoffeln überhaupt für Kartoffelsalat.

Wir bekommen auch die ganz kleinen, die normalerweise weggeschmissen werden. Zum „Mit-Schale-essen” und / oder im Backofen machen. Und meistens reicht unser kleiner Anteil an der kleinen Ernte fast ein Jahr lang für leckere Kartoffelgerichte. Liegt vielleicht daran, dass Kartoffeln bei uns nicht ganz so oft auf dem Speiseplan stehen.

Unsere Kartoffeln sind – ohne dass dies unser Verdienst wäre – auch biologisch. Aber das ist noch nicht das Beste. Das Beste ist, dass man jedes Mal bei einem leckeren Essen wieder an die denkt, die geackert und geschafft haben, damit es auch uns gut geht.

Kein Wunder, dass immer mehr Menschen sich um ein kleine Stückchen Grün bemühen, auch auf dem Balkon oder am Stadtrand oder auch mitten in der Stadt.

Mein Tipp zum Anfangen: Erdbeeren im Balkonkasten oder kleine Tomaten, die dort ebenfalls bestens gedeihen. Und als Buchtipp: Mein Küchenbalkon: Obst und Gemüse für City-Gärtner

Kartoffelernte

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Mosto-Cotto-Rezept 2: mit Erdbeeren und Grießflammeri

Mosto Cotto mit Erdbeeren und Grießflammeri

Ich hatte über den Mosto Cotto des Mosel-Bio-Winzers Harald Steffens ja hier und hier schon einmal berichtet. Da hatte ich gerade eine Lieferung Riesling-Essig, Balsam-Essig und eben Mosto Cotto bekommen.

Riesling- und Balsam-Essig in gewohnter Bio-Qualität für die üblichen Einsatzbereiche. Neu war mir Mosto Cotto, den Harald Steffens auf seiner Website als Konzentrat aus Rieslingtraubensaft beschreibt: Dazu wird der Rieslingsaft im Herbst im Wortsinne „eingedampft”, bis ein Sirup übrig bleibt.

Rezepte dazu findet man eher selten. Ich probierte ihn mit gebackenem Ziegenkäse und war sehr angetan. Seitdem hat der Mosto Cotto immer wieder den Weg auf unsere Teller gefunden: In Saucen und Salatsaucen, zu Süßspeisen.

Die bisherige Krönung – und deswegen muss ich das vor dem Ende der Erdbeerzeit noch loswerden – ein Grießflammeri mit Erdbeeren und Mosto Cotto: Für mich die perfekte Kombination.

Für das Grießflammeri kocht man Milch auf (10 Teile) und rührt dann einen Teil Weichweizen-Grieß ein – bei uns waren das 500 ml Milch und 50 Gramm Grieß. In das Grießflammeri kommen dann noch zwei Eigelb, Zucker und später zwei festgeschlagene Eiweiß. Normalerweise kommt auch Gelatine rein, damit man das in Förmchen füllen kann und nach dem Abkühlen stürzen. Das macht sich gut auf dem Teller.

Nun bin ich aber kein Fan von Gelatine, deswegen das obige Rezept, das aber optisch gescheitert ist, weil die Masse auch nach dem Abkühlen zu weich war. Im Nachhinein empfehle ich deswegen sich entweder ein Rezept mit Gelatine zu suchen oder – was wohl mein Favorit werden wird – einen klassischen Grießbrei zu bereiten.

Die Erdbeeren werden gezuckert und dürfen dann ein Weilchen ziehen. Und schließlich kommt über die Erdbeeren noch Mosto Cotto nach Belieben. Die restliche, ganz geringe Säure aus den Rieslingtrauben zusammen mit dem karamelligen Geschmack des Sirups ergänzen sich perfekt mit den süßen, reifen Früchten.

Für mich ist das bislang der ultimative Einsatzzweck und im Gegensatz zum Ziegenkäse-Rezept geht das so flott, dass man das in der Erdbeersaison gleich mehrmals auf den Speiseplan setzen kann.