Minestrone – meine Winter-Gemüse-Suppe

Minestrone: die italienische Gemüsesuppe kennt viele Variationen.

Minestrone: die italienische Gemüsesuppe kennt viele Variationen.

Minestrone muss man kennen: Die italienische Gemüsesuppe war zumindest mir vor allem als Sommer-Variante in Erinnerung, natürlich mit Nudeln und den dazu gehörigen weißen Bohnen. Aber wie das so ist, wenn man sich an Klassiker wagt: Der Reiz liegt vor allem darin, einem Rezept die eigene Note zu geben, es den eigenen Vorlieben anzupassen. Nicht, dass man am Minestrone-Rezept etwas verändern müsste.

Bei mir waren es eigentlich nur zwei Details: Erstens wollte ich keinen Wirsing drin haben, der angeblich immer dabei sein muss. Und zweitens wollte ich keine Nudeln drin, sondern mein frisches, noch ofenwarmes No-Knead-Brot dazu essen. Das charakteristische, das ich erhalten wollte, war die Gemüse-Vielfalt und die Zugabe von Speck und Knoblauch (was in einer Suppe ja nicht automatisch einen festen Platz hat).

Meine Minestrone-Variante: die Zutaten

  • 3-4 Karotten
  • 3-4 Stängel Staudensellerie
  • Tasse Erbsen (TK)
  • eine Zwiebel
  • ein Stück Bauchspeck (etwa eine halbe bis ganz Saite)
  • drei Knoblauchzehen
  • eine kleine Dose weiße Bohnen (Borlotti)
  • ein halber Liter Wasser
  • 1 TL Salz, Pfeffer, Petersilie
  • ein halber Liter Tomatensaft (statt frischer Tomaten)

Zubereitung

In einem großen Topf (Schmortopf oder Schnellkochtopf) werden Zwiebeln und Bauchspeck angebraten, dann kommt der Knoblauch dazu und das klein geschnittene Gemüse. Würzen und mit einem halben Liter Wasser aufgießen. Im normalen Kochtopf 10 Minuten kochen, im Schnellkochtopf nur einmal kurz aufkochen.

Mit dem Tomatensaft aufgießen, mit Salz und Pfeffer würzen und die klein geschnittene Petersilie drüber geben. Am Tisch kommt ja nach Geschmack noch geribener Parmesan drüber.

Wer kein frisches Brot dazu hat, der kann die Suppe mit Nudeln oder Reis servieren. Ich koche dazu Nudeln immer extra und gebe in einen Topf nur soviele Nudeln und Suppe, wie zur jeweiligen Mahlzeit gegessen werden. Suppenreste an Abend werden dann wieder neu mit Nudeln gemischt, so verkochen die Nudeln nicht.

Bewährt hat sich in meinen Augen die Verwendung von Tomatensaft: So habe ich den Tomatengeschmack, aber keine Kerne und Haut in der Suppe. Die Farbe wird dadurch  allerdings etwas knallig.

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Linsen-Gemüse-Suppe mit ofenwarmem Brot

Linsen-Gemüse-Suppe: nur einfache und frische Zutaten

Linsen-Gemüse-Suppe: nur einfache und frische Zutaten

Eine Linsen-Gemüse-Suppe kann den Tag retten.  Nicht nur den Suppen-Tag. All die guten Vorsätze über gesunde Ernährung, frisches Zeug und kalorienarm. Und dann macht man die Kühlschranktür auf und was ist da? Nichts, was die Vorstellungen von gesunder Ernährung und einem gesunden Heißhunger an einem kalten Tag zur Übereinstimmung bringen könnte. Genauer gesagt: Fast nichts.

Als vorsorgliche Maßnahme kaufe ich zum Wochenanfang immer Salate und Gemüse. Entweder in einem gut sortierten Supermarkt mit frischer, appetitlicher Ware, oder auf dem Wochenmarkt. Damit ist schon mal die Basis gesichert, denn der Schwabe lässt das gute Zeug nicht verkommen.

Für die Linsen-Gemüse-Suppe genügen einige Basis-Zutaten. Drei verschiedene knackige Gemüsesorten bilden zusammen mit den Linsen, die sowieso immer im Haus sind die Basis. Gekocht ist sie schnell, dann fehlt nur noch ein kleiner Kniff, um sie cremig zu machen.

Die Linsen stehen im Vordergrund.

Die Linsen stehen im Vordergrund.

Zutaten der Linsen-Gemüse-Suppe:

  • eine Tasse Linsen (die Sorte ist ziemlich egal, die üblichen Tellerlinsen reichen vollkommen)
  • eine Tasse Karotten (geschält, in Scheiben geschnitten)
  • eine Tasse Lauch, klein geschnitten
  • eine Tasse grüne Bohnen (Tiefkühlware)
  • eine Tasse Kartoffeln, geschält, klein geschnitten
  • eine Zwiebel
  • zwei Knoblauch-Zehen
  • zwei Tassen Gemüsebrühe + extra Gemüsebrühe für die richtige Konsistenz zum Abschluss
  • Öl, Petersilie, Salz, Pfeffer, Chili oder Sriracha (scharfe Chili-Sauce, mein Favorit)
  • wer eine nicht vegetarische Variante akzeptiert nutzt auch noch Speckwürfel

Das klingt ziemlich unspektakulär und das ist es auch. Bei der Gemüsezusammenstellung sind für mich die Linsen wichtig (die schmecke ich am deutlichsten heraus). Und die feurige Note durch Chili oder Sriracha spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Schälen und Schnippeln ist die Hauptarbeit - und die bleibt recht übersichtlich.

Schälen und Schnippeln ist die Hauptarbeit – und die bleibt recht übersichtlich.

Die Zubereitung

Die Hauptarbeit ist Schälen und Schnippeln. Die Mengenangaben Tasse ist nicht so sehr den Amerikanern abgeschaut als vielmehr ein Hinweis auf die Mengenverteilung. Alle Gemüse-Zutaten sind ziemlich gleichmäßig vertreten. Man kann das auch in 200-Gramm-Portionen abwiegen (das entspricht weniger meiner Küchen-Mentalität) oder frei Schnauze nach passenden Stücken bemessen (Yep!).

Im Schnellkochtopf geht dieses Rezept für einen Kochtopf noch einfacher und schneller.

Im Schnellkochtopf geht dieses Rezept für einen Kochtopf noch einfacher und schneller.

In etwas heißem Öl werden die Zwiebeln angebraten, eventuelle mit Speck. Dazu kommen der gepresste Knoblauch und dann erst, wenn die Zwiebeln glasig sind, der Rest des Gemüses und die Gemüsebrühe dazu. Salz, Pfeffer, Sriracha gleich dazu geben, die Petersilie kommt zum Schluss.

Man kann das normal vor sich hinköcheln lassen, bis alles die gewünscht Konsistenz hat (alleine die braunen Tellerlinsen ohne einweichen brauchen etwa 45 Minuten). Oder man nutzt einen Schnellkochtopf, dann ist alles zusammen nach etwa 10 Minuten gar.

Dann nimmt man etwa zwei Tassen von der Suppe weg und püriert diese Menge mit einem Stabmixer. Die pürierte Menge kommt wieder zur Suppe, zusammen mit weiterer Gemüsebrühe, bis man die gewünschte Konsistenz hat. Und schließlich kommt die gehackte Petersilie dazu. Keine Sahne, keine Crème fraîche.

Frisches ofenwarmes Brot passt am besten zu dieser Gemüsesuppe

Frisches ofenwarmes Brot passt am besten zu dieser Gemüsesuppe

Dazu passt frisches Brot, wie etwa das No-Knead-Brot, das ich hier beschrieben habe. Wer am Vortag den Teig macht und gegen 10 Uhr den Backofen anmacht, der hat zum Mittagessen ofenwarmes frisches Brot mit einer tollen Kruste zur Gemüsesuppe. In meinen Augen die optimale Ergänzung zur Gemüsesuppe.

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Für kalte Tage: Kartoffelsuppe

Kartoffelsuppe

Ich bin ein Anhänger frugaler Mahlzeiten: Nicht im Sinne von karg, sondern einfaches Essen mit guten Zutaten und einem Kick. Klassiker der schnellen und einfachen Mahlzeiten sind Suppen: so facettenreich und und so viel Abwechslung für wenig Geld. Hinzu kommt, dass Suppe oftmals nicht für zwei Personen gekocht wird (sondern eher für vier) und die zweite Portion aufgewärmt am Abend oder am nächsten Tag mindestens genauso gut schmeckt – wenn nicht besser.

Kartoffelsuppe ist die universelle Gemüsesuppe schlechthin: Man kann ziemlich viel verschiedene Gemüsesorten verwenden, man braucht keine feste Zutatenliste und keine bestimmten Mengenverhältnisse. Die Kehrseite ist übrigens wie bei jeder anderen Gemüsesuppe, dass Suppe alleine aus ein paar Gemüsesorten – zumindest meiner Meinung nach – in der Regel nach nichts schmeckt (naja, zumindest nach sehr wenig).

Wer den Selbstversuch starten möchte, kann ja mal Lauch und / oder Karotten und / oder Kartoffeln ins heiße Wasser schmeißen und kochen. Das Ergebnis ist nicht nur meilenweit entfernt von aromatisierten Tütensuppen (das wäre ja noch ok). Nein, der Geschmack ist ausgesprochen „leise“. Das sprichwörtliche „Salz in der Suppe“ bringt zwar etwas mehr Geschmack, ist aber auch für geschmacksverstärker-entwöhnte Gaumen sehr dezent.

Kartoffelsuppe

Es braucht also meiner Ansicht nach ein paar Dinge, die Geschmack bringen. Bei mir sind das Sellerie, Speck und Wein. Ich halte Sellerie für ein ziemlich starkes Würzmittel, auch wenn Sellerie alleine auf dem Teller sicher nicht jedermanns Geschmack ist. Und eine Brühe mit Gemüse ist zwar von Hause aus fettfrei, aber auch Fett ist ja ein Geschmacksträger. Also brate ich die Zwiebeln mit etwas Speck vor im Kochtopf an.

Erst wenn das sich vermengt hat und Aroma entwickelt, lösche ich ab. Da immer Kochwein neben dem Herd steht in diesem Fall also mit Weißwein. Erst dann kommen grob geschnitten Möhren, Sellerie, Lauch und Kartoffeln dazu. Gut verrühren, damit alles etwas Hitze, Fett und Speckaroma abbekommt. Dann kommt so viel Wasser dazu, das alles bedeckt ist. Wer Zeit und Lust hat, kann das Ganze nun ein Stündchen auf dem Herd vor sich hin köcheln lassen. Da ich meine Küchenzeit immer begrenze, bin ich ein Fan des Schnellkochtopfes: einmal aufkochen genügt.

Was danach aus dem Topf duftet braucht eigentlich nur noch eine Prise Salz. Im Teller landet dann klare Brühe mit klein geschnittenem Gemüse. Sieht sehr lecker aus, ist aber nicht jedermanns Sache, wenn so viele Sachen in der Brühe schwimmen. Alternative ist die pürierte Gemüsesuppe: Mit dem Mixer ist das Ganze in wenigen Sekunden zu einer sämigen Suppe gebunden.

Wenn eine Suppe schon püriert wird, dann mache ich das entweder „unvollständig“: Es bleiben also einige Stücke übrig und man sieht sehr schön, was die Grundlage war und hat zumindest ein bißchen Struktur im Essen, etwas zu beißen. Vorteil des Pürierens ist auch, dass man Sahne oder Crème fraîche zugeben kann. Oder noch einen kleinen Schluck Wein. Egal ob klar oder püriert, die Petersilie kommt ganz klein geschnitten erst auf dem Teller drüber.

Wer zum Mittagessen die richtige Konsistenz in der Suppe hat, der erhält abends beim Aufwärmen eine deutlich festere Suppe, muss also ggf. etwas Wasser zufügen.

Uns genügt die Suppe ohne weitere Zutaten: kein Brot dazu, kein Würstchen drin. Höchstens ein kleines Stück Ziegenfrischkäse, das man im Teller verrührt. Wer von einem Teller Suppe nicht satt wird kann das gut mit Süßspeisen kombinieren: Pfitzauf zum Beispiel oder Dampfnudeln sind ein passender zweiter Gang für ein komplette Mahlzeit.

Wer bei kaltem Winterwetter noch Outdoor-Aktivitäten anstrebt, der kann statt einer Thermosflasche mit Tee oder Kaffee auch eine Portion der Suppe mitnehmen. Nach dem Skifahren oder Langlaufen ein Schüsselchen der heißen Suppe wärmt mindestens genauso gut und ist deutlich herzhafter.

Auf Mengenangaben habe ich hier verzichtet: Die Gemüseanteile kann man frei wählen, Speck und Zwiebeln zum Anbraten sind bei uns nur eine kleine Menge, Wasser richtet sich nach der Füllhöhe im Topf und kann später beim Abschmecken je nach gewünschter Konsistenz und Würzung zugefügt werden.

Kartoffelsuppe

Kartoffelsuppe

Kartoffelsuppe

Kartoffelsuppe

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Lecker Gemüsesuppe…

… oder ganz aktuell: ohne Eier und Fleisch ins neue Jahr. Nicht dass der aktuelle Dioxinskandal ganz an uns vorüber gegangen wäre, aber Suppen haben bei uns im Winter Konjunktur und auch ohne Fleisch kommen wir ganz gut aus (wenn auch nicht immer).

Diese Variante ist wohl eine der schnellsten Suppen überhaupt, braucht aber (zumindest bei mir) zwei Töpfe und alle Zutaten lassen sich ohne großen Aufwand in Bioqualität besorgen.

Die Nudeln werden in heißem Salzwasser extra aufgesetzt, damit sie nicht zu weich werden.

An Gemüse kann man alles nehmen, was knackig und schnittfest ist: Zwiebeln, Karotten und Sellerie sowieso (weil Sellerie ein idealer Geschmacksträger ist), Rosenkohl, Lauch geht auch, Blumenkohl und Brokkoli mag ich weniger in der Suppe. Es gibt übrigens auch Tiefkühl-Gemüsemischungen in Bioqualität: durchaus empfehlenswert für Wenig-Kocher, die nicht auf den Resten einer großen Gemüseauswahl sitzen bleiben wollen.

Ich brate Zwiebeln, Karotten und Sellerie an, lösche ab, dann erst kommen die andere Zutaten hinzu, die nur gekocht werden. Kräutersalz und Gewürze kommen bei Verwendung eines Dampfkochtopfes gleich dazu, sonst später zusammen mit Petersilie. Zum Schluss kommen die al dente gekochten Nudeln hinzu, dazu gibts ein Scheibe frisches Bauernbrot und am besten noch ein Dessert zum Abschluss (Grießflammeri zum Beispiel).

Wer keinen Energie sparenden Dampfkochtopf verwendet, der verkürzt die Kochzeit, in dem er das Gemüse etwas kleiner schnippelt. Aufgewärmt ist die Suppe dann am Abend noch aromatischer – ohne Zusatzstoffe, Farb- oder Aromastoffe.

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