Instagram Strategie für Food-Stories 2019

3. Mai 2019 | Fotos, Soziale Medien, Video | 2 Kommentare

Instagram Strategie für Stories: Mehrwert oder Wiederholung?

Instagram Strategie für Stories: Mehrwert oder Wiederholung?

Instagram Stories werden immer bedeutsamer: Immer mehr Menschen schauen sich das an, immer mehr kommunizieren über die Stories. Und immer öfter wird auch versucht, die Stories konkret zu nutzen: Für Links auf den neuesten Beitrag im Feed, für links zur eigenen Website (ab 10.000 Follower) oder für den Verkauf. Wer bis jetzt noch nicht eingestiegen ist, der sollte anfangen, damit zu experimentieren. und wer schon eigene Stories anbietet, der sollte die Chance nutzen, jetzt aus der Masse hervor zu stechen. Eine Instagram Strategie hilft.

Machen wir uns nichts vor: Food Stories können sehr viel Spass machen, aber sie bedeuten auch mehr Zeitaufwand und Arbeit. Und sie sind eigentlich zu schade für Verlegenheitslösungen wie die Verwertung der weniger guten Bilder, die es nicht in den Feed geschafft haben, oder den ständigen Hinweis auf einen neuen Post (Vorschau-Stories). Eine Instagram Strategie für die künftige Nutzung der Stories sollte jeder selbst kurz skizzieren. Immer mit Hinblick auf den Charakter seines Instagram Accounts bzw. des Food-Blogs, das dahinter steht. Und auf das Zeitbudget, das zur Verfügung steht.

Aber hier ein paar generelle Hilfestellungen für Food-Blogger, die mit einer Instagram Strategie das Beste aus ihren Instagram Stories machen wollen.

Sinnvoll: Bei den Foto-Aufnahmen schon Story-Ideen einplanen.

Sinnvoll: Bei den Foto-Aufnahmen schon Story-Ideen einplanen.

Instagram Stories: Ergänzung oder Wiederholung?

Wer sich die Instagram Stories der Foodblogger anschaut, denen er folgt, der entdeckt im Wesentlichen zwei Instagram Strategien.

In einem Fall bleiben die Stories immer ganz nah am Geschehen, das sich im Feed des Accounts abspielt. Die Stories sind also quasi eine Wiederholung des Hauptinhalts im Feed. Wenn ein neuer Post erscheint, dann gibts in den Stories das gleiche Bild mit dem Hinweis auf den neuen Feed. Oder es gibt unveröffentlichte Bilder dazu.

Die andere Variante der Instagram Strategie für Stories ist die anstrengendere. In diesem Fall versucht man einen echten Mehrwert in den Stories zu schaffen, eine Ergänzung. Das können Bilder sein, die einen Blick hinter die Kulissen erlauben (BTS-Fotos, behind the scenes). Oder Ergänzungen, also zum Beispiel das Rezept zum Food Foto auf der Hauptseite, oder die Geschichte hinter dem Rezept oder die Entstehungsgeschichte.

Wie sieht mein Zeit-Budget für Instagram aus?

In der Praxis ist die zweite Variante der Instagram Strategie mit dem Mehrwert sicher diejenige, die man als Follower lieber sehen würde. Damit ist aber noch nicht gesagt, ob die erste Methode, die Wiederholung des Inhalts auf der Hauptseite nicht nützlicher ist für den Food-Blogger. Auch in der Werbung bringt die (meiste ungeliebte ) Wiederholung ja mehr Leute dazu, etwas in Erinnerung zu behalten oder anzuklicken.

Das und die Tatsache, dass die Ergänzungsfotos mehr Vorausplanung und Aufwand bedeuten, wird wohl in den meisten Fällen eine Mischung aus beiden Methoden für eine Instagram Strategie ergeben.

Problem Story-Reichweite

Im Gegensatz zu den Fotos in meinem Feed leiden die Stories an Reichweite. Denn nur meine Follower bekommen meine Stories zu sehen. Die Fotos in meinem Feed dagegen erscheinen auch in anderen Bereichen, zum Beispiel bei den jeweilige Hashtags, den Orten, den Vorschlägen etc.

Egal wieviel Aufwand ich also in meine Stories stecke, ich werde nicht mehr Menschen damit erreichen, als mit einem Foto in meinem Feed. Wer sollte mit dieser Einschränkung noch besondere Sorgfalt auf die hochgelobten Stories verwenden? Oder eine eigene Instagram Strategie entwickeln?

Oftmals unterscheiden nur die Texte die beiden Möglichkeiten.

Oftmals unterscheiden nur die Texte die beiden Möglichkeiten.

Der Algorithmus liebt Stories

Den Reiz und den Erfolg der Stories erlebt man quasi erst auf einem Umweg. Gute Stories bestehen aus mehreren Bildern, dazu gehörigen Texten oder aus Videos. Und wenn die Stories wirklich kleine, gut gemachte Geschichten sind, dann verbringen die Besucher hier viel mehr Zeit als bei mit dem Foto, das Du vielleicht einmal am Tag postest.

Instagrams Algorithmus, in den viel hinein-geheimnist wird, ist in dieser Hinsicht eindeutig. Er bewertet positiv, wenn die Menschen viel Zeit mit Deinen Fotos und Videos verbringen. Natürlich spielen immer auch Likes und Kommentare eine wichtige Rolle, was Instagram unter Engagement zusammenfasst. Aber die kann ich nicht so einfach beeinflussen, wie den Zeitfaktor.

Gute Fotos in den Stories, kleine bewegende Texte oder statt dessen Videoclips, die Zuschauer in ihren Bann ziehen, das verleitet dazu, sich länger mit Deinen Fotos zu  beschäftigen. Und das sollte die Basis sein für Deine Instagram Strategie.

Auf mittlere und längere Sicht soll es so sein, dass Instagram Deine Inhalte höher bewertet und umso mehr Menschen zeigt, je mehr Zeit sie mit Deinen Fotos, Stories und Videos verbringen. Darin liegt letztlich auch der Hype um Videos begründet: Wenige sehen sich ein Bild in Deinen Stories 15 Sekunden lang an, Videoclips dagegen schon.

Die Instagram Strategie für Food Blogger

Wie genau die Instagram Strategie für ein Food-Blog aussehen kann, muss natürlich jeder selbst entscheiden, oder entwickeln. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten Food-Fotografen Besucher zu ihrem Blog oder ihrem Youtube-Account schicken wollen.

Wenn Du den Stories in Zukunft mehr Bedeutung zukommen lassen möchtest, bedeutet das nicht unbedingt mehr Aufwand. Anstatt zum Beispiel Deinen Blog-Beitrag mit zehn Fotos zu bebildern, könntest Du Dir etliche Motive für die Stories aufheben.

Und mit etwas Vorausplanung fotografierst Du auch gleich so, dass Du kleine Stories mit drei bis fünf Bildern in sinnvoller Reihenfolge einplanst. Das können Zubereitungssschritte sein, Variationen des Gerichts, BTS-Fotos oder kleine Geschichten am Rande.

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2 Kommentare

  1. Sascha

    Hallo Joachim,
    deine Bilder gefallen mir sehr sehr gut. Ich lese deine Tipps immer sehr gerne. Ich muss mir da selber eingestehen, dass ich noch einiges üben muss um auf ein ähnliches Niveau zu kommen. Aber Spaß macht es mir jetzt schon

    Antworten
  2. Joachim Ott

    Hallo Sascha,

    vielen Dank für die Rückmeldung, das freut mich!

    Interessantes Blog hast Du da ins Leben gerufen. Bin schon gespannt, was da noch alles kommt.

    Viele Grüße, Joachim

    Antworten

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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