Nicht nur an Weihnachten: Tuet Gutes….

Oxfam-Website für Spenden

… redet meinetwegen auch darüber. Aber bevor weiterhin eine sintflutartige Welle von meist unnützen Weihnachtsbotschaften und -geschenken das Land überschwemmt sollte man überlegen, ob man nicht was sinnvolleres anfängt: Charitable Gifts and Unique Gift Giving Ideas That do Good so heißt es in der Rubrik „Unwrapped” bei Oxfam America. Und der Grund dafür, warum gerade diese Spendenseite unter dem Aspekt Charity so gerne in den Medien veröffentlicht wird, dürfte nicht zuletzt die treuherzig guckende Ziege sein – eines von vielen möglichen Geschenken, die das Leben vieler Menschen in den Entwicklungsländern einfacher machen sollen.

Man kann auch ein Dutzend Hühner schenken oder ein Alpaca – natürlich nicht für den weihnachtlichen Verzehr, sondern als eine mögliche Einnahmequelle von Hilfsbedürftigen, die sich gerne selbst helfen möchten. Man kann aber auch den Bau von Schulen unterstützen oder Wetterstationen einrichten, die wichtige Informationen für arme Bauern liefern sollen: Wohltätigkeit dast ohne Grenzen.

Ich bin sicher, es gibt Vergleichbares auch in Deutschland, auch wenn es nicht so gut beworben wird. Aber bei Spendengeldern ist es wahrscheinlich auch egal, wo und wie sie online in Gang gesetzt werden.

Ach ja: Der Teil mir „…und redet darüber” ist durchaus ernst gemeint: Mir sind Firmen sympathischer, die ihr Geld in solche Projekte stecken, statt sich mit massenhaften Postwurfsendungen in Erinnerung zu bringen.

Apps für den Lebensmittel-Einkauf

Apps für den Lebensmittel-Einkauf

Gesund einkaufen ist nicht immer einfach: Man sollte sich auf dem Laufenden halten über aktuelle Entwicklungen, über Zusatzstoffe und gesundheitliche Auswirkungen, E-Nummern und Gesundheitstipps. Aber wie das so ist: Spätestens wenn man vor dem Regal steht, hat man das meiste wieder vergessen. Kein Wunder, die Informationsflut ist schwer zu verarbeiten und noch schwerer zu merken.

Barcoo AppSo eine Art „>Nothelfer” haben wir hier schon einmal vorgestellt: Die kostenlose App Barcoo informiert auch noch vor Ort über bestimmte Produkte. Das kann ganz hilfreich sein. Und wer in der Neuzeit angekommen ist und sich nicht scheut, mit seinem iPhone im Laden diverse Verpackungen zu scannen, der wird vielleicht vor Fehlkäufen bewahrt. Zu Barcoo gibts auch eine Website zum nachschlagen.

Codecheck AppÄhnlich sinnvoll ist codecheck, dass es ebenfalls sowohl als App wie auch als Website gibt.

Im Zusammenhang mit den jüngsten Diskussionen um Datensicherheit sollte man sich allerdings im Klaren darüber sein, dass man sich damit einem großen Datenbankprojekt beteiligt und Einkaufsverhalten sowie Standorte an irgendeiner Stelle ausgewertet werden. Das muss nichts Schlechtes sein und ich gehe mal davon aus, dass das sicher auch anonym geschieht unter Einhaltung aller Datenschutzaspekte. Nur wissen sollte man es.

Wer solcherart auf den Geschmack gekommen ist, der findet im App-Storen gleich noch ein paar Helferlein für seinen Einkauf.

E Nummern – Lebensmittelzusätze

iPhone App für E-Nummern in LebensmittelnKostet zwar 1,59 Euro, bietet dafür aber auch einen echten Gegenwert (den man natürlich auch zuhause gut nutzen kann). Das Programm macht, was der Name verspricht: Es zeigt nach Eingabe der E-Nummer nicht nur, was dahinter steckt sondern nennt auch mögliche Gefährdungen.

Wer andersherum vorgehen möchte, der kann sich auch durch die Liste durcharbeiten.

iENO – Lebensmittelzusatzstoffe

App für Zusatzstoffe in LebensmittelnGanz ähnlich wie das oben genannte: Auch hier geht es um E-Nummern, aber die Handhabung ist etwas anders. Natürlich kann man nach den Nummern suchen, aber man kann auch Filter anlegen, entweder nach bestimmten Substanzen oder nach Krankheiten. Kostet immerhin 3,99 Euro, es gibt auch eine kostenlose Lite-Version, die etwas sparsamer ausgestattet ist.

Fischratgeber Greenpeace

Fisch App von GreenpeaceWir haben alle schon gehört oder gelesen, welche Fischarten bedroht sind, auf welche man ganz oder teilweise verzichten sollte und bei welche der Fangort und / oder das Herkunftsgebiet über einen Kauf entscheide sollte. Aber wer weiß das noch im Supermarkt? Es gibt zwar einige Siegel auf die man achten kann, aber Recherche ist besser.

Die kostenlose Greenpeace App nennt bei weitem nicht alle Fischarten, gibt aber Entscheidungshilfen und weiß Rezepte zu Zutaten. Im App-Store sind die Bewertungen eher durchwachsen. Besser sind sie beim…

Fischratgeber WWF

Fisch App vom WWFAuch der ist kostenlos, hat aber den Einstieg in die Suche anders gestaltet: Gute Wahl, zweite Wahl und lieber nicht – so beginnt das Menü. Natürlich kann man nach allen Arten auch suchen, es gibt eine Liste und die wichtigsten Informationen. Da beide Fisch-Apps kostenlos sind kann man sich ja beide holen und nach eigenem Geschmack entscheiden, welche einem liegt.

Es gibt noch viel mehr Apps, so dass ich diese Reihe demnächst fortsetzen werde.

Thilo Bode: Die Essensfälscher

Thilo Bode: Die EssensfälscherDie Essensfälscher: Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügenEhrlich gesagt: Ich weiß nicht, ob Sie das Buch lesen sollten. Wenn Sie zu den sensibleren Naturen gehören, wenn Sie frische Lebensmittel auf dem Markt einkaufen oder vorzugsweise Bio-Lebensmittel, lesen Sie es vielleicht besser nicht. Gehen Sie weiterhin auf den Wochenmarkt, kaufen Sie im Supermarkt nichts, dessen Kleingedrucktes auf der Rückseite sie abschreckt und versuchen Sie sich in Schadensbegrenzung.

Wenn Sie allerdings zu den Menschen gehören, die noch immer unbedarft im Supermarkt oder beim Discounter einkaufen, wenn Sie glauben, dass E-Nummern nur Abkürzungen für „normale” Zutaten sind und Ihre Produkte wie in der Werbung gezeigt, von sympathischen Experten von Hand zusammengerührt werden: Kaufen Sie es!

Thilo Bode, Gründer der Verbraucherorganisation foodwatch war zuvor bei Greenpeace tätig. Das merkt man ihm an: Der Mann hat Biss, bringt Dinge auf den Punkt und spricht unbequeme Wahrheiten aus ohne Rücksicht auf Verluste und offensichtlich auch ohne allzu große Furcht vor juristischen Nachspielen. Und das ist gut so.

Er zeigt uns, wo und wie gelogen wird. Welche Werbelügen die Nahrungsmittelindustrie einsetzt, wie man diese Aussagen lesen und überprüfen muss. Richtig neu wird den interessierten Kunden vieles nicht sein: Wer die einschlägigen Websites und Nachrichtendienste verfolgt, der hat vieles schon einmal gehört und wird auch vor dem, was er hier an Neuem erfährt nicht wirklich erschrecken, weil er zumindest für möglich gehalten hat.

Warum also noch dieses Buch kaufen, das doch in einer Reihe steht mit einigen anderen Veröffentlichungen von Autoren wie Hans-Ulrich Grimm oder dem überall präsenten Udo Pollmer?

Weil es griffig formuliert ist, weil es die Dinge – wieder einmal – auf den Punkt bringt. Und weil es das Bewußtsein festigt, dass man nichts so nehmen darf, wie es zunächst scheint oder wie es in der Werbung angepriesen wird. Und weil man es (auch wenn der Verlag diesen Aspekt vielleicht nicht so schätzt) nach der Lektüre seinen Freunden und Verwandten in die Hand drücken kann und damit auch wieder ein Stück Aufklärungsarbeit leistet.

Erschienen bei Fischer (S.), Frankfurt, 224 Seiten, 14,95 Euro – gut angelegtes Geld.

Strompreise: Grün ist günstig

Naturstrom

Wie passend: Kaum sind gegen Jahresende die Abrechnungen der Stromversorger bei uns eingetroffen, kündigen die Konzerne saftige Preiserhöhungen an. Nachdem meine Frau beruflich schon vor einem Jahr wegen nur geringer Mehrkosten zu den Elektrizitätswerken Schönau gewechselt war, überlegten wir uns nun weitere Wechsel.

Elektrizitätswerke SchönauUnd siehe da: Wenn man den Preisvergleich bei Verivox bemühte und zum eigenen, aktuellen Tarif nur nach Öko-Strom-Angeboten suchte, dann ergab sich gleich eine ganze Liste von Anbietern, die wesentlich preiswerter war. (Und das, obwohl wir wegen steigender Kosten noch vor kurzem zu einem regionalen Anbieter gewechselt waren. Der hatte das aber binnen kurzer Frist durch einige Preiserhöhungen wieder eingeholt.)

Was also tun, wenn man gleich mehrere Naturstrom-Angebote hat, die so preiswert sind?

LichtblickZunächst mal gilt es die einmaligen Bonus-Zahlungen zu berücksichtigen: Bis zu 125 Euro kann man für seinen Wechsel kassieren. Man sollte aber die Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen im Auge behalten, der Strommarkt ist doch recht schnelllebig geworden. Außerdem gibt es bei Vervox auch Leserbewertungen, die manchmal ganz hilfreich sind.

Zur grundsätzlichen Orientierung dienen aber auch andere Aspekte: Wer darf sich denn nun alles Öko-Strom-Anbieter nennen? Da wird viel auf dem Papier gehandelt und hin und her geschoben. Und am Ende unterstützt man durch seine Stromrechnung doch die konventionellen Anbieter, die hier nur eine Nische bedienen und weiterhin auf Kernkraft setzen.

Vielleicht ist dieser Artikel ganz hilfreich: Die Strompreise von 2008 sind zwar nicht bei allen noch aktuell, aber das macht ja nix, der Strompreis-Vergleich bei Verivox ist aktuell.

Hilfreich finde ich dagegen, dass auch für einen Laien wie mich „richtige“ Naturstromanbieter genannt werden – und tatsächlich nicht mehr, als mir sowieso schon bekannt waren. Wobei ich davon ausgehe, dass Greenpeace hier nur für Mitglieder interessant ist, das ist nicht wirklich deren Geschäftsfeld. Wer keine Unterstützung von Greenpeace miteinrechnet, dem bleiben die Elektrizitätswerke Schönau, Lichtblick und Naturstrom.

In meinem Fall waren alle drei (!) günstiger, als mein aktueller, konventioneller Energieversorger. Ideell lag uns Schonau am nächsten. Praktischer ist es, innerhalb der Familie möglichst viele zu unterstützen. Naturstrom soll für „normale“ Verbrauchswerte günstig sein, also wählten wir dieses Unternehmen – zumal es da gleich noch ein Preisgarantie bis 31.12.2010 gab (das war vor 14 Tagen noch nicht ganz so aktuell wie heute).

Der Wechsel ist schnell und einfach: Man braucht nur die letzte Stromrechnung, dann kann man online ein Formular ausfüllen und bekommt postwendend die Unterlagen zugesendet.

PS: Ich bekomme von keinem der Anbieter in irgendeiner Form Provision.

Noch ein PS: Wahrscheinlich denken nur Angehörige meiner Generation länger über einen Anbieterwechsel nach. Die Jungen sind da sicher flexibler. Ich sehe mich jetzt auch nicht als verheiratet mit Naturstrom und und behalte zum Beispiel das Projekt Schwarmstrom von Lichtblick im AUge.

Bio-Cotton bei C & A auch im Onlineshop

C und A

Der Mensch lebt nicht vom Brot alleine – deshalb heute mal eine ganz andere Bio-Fraktion: Mode. Und nicht etwa eines der hippen neuen Labels, die es nur im Internet gibt.

C & A war schon zu meiner Jugendzeit eine Institution. Und schon zu meiner Jugendzeit bei den Jugendlichen nicht so wahnsinnig beliebt. Heute auf jeden Fall hat man zumindest medientechnisch den Standard erreicht: Eine schicke Website, Online-Versand und: ein großes Bio-Angebot. Genauer handelt es sich um Kleidung aus Bio-Cotton.

Die einfache Suche nach „bio“ ergibt im Online-Shop gleich 250 Treffer, für Männer und Frauen ist das Angebot gleichermaßen groß und es werden alle Bereiche abgedeckt. Im derzeitigen Sommerschlussverkauf kann man sogar ein Bio-Polohemd für schlappe drei Euro ergattern.

Top-Ten der Bio-Baumwollkäufer

Bio-Baumwoll-KäuferDie gibt es auf der Website Utopia.de – mit überraschenden Ergebnissen. Die will ich hier garnicht vorwegnehmen, aber solche Traditionsgrößen wie Hess Natur schaffen es dort gerade mal auf Platz 10.

Überraschend war für mich, dass wirklich viele der konventionellen großen Marken dort dabei sind, wie die schweizerische Coop, Wal-Mart, Nike, Zara, H&M etc.