Essen und Wein: 5 Tipps für Einsteiger

Essen und Wein: Etwas Hilfestellung ist meistens ganz gut. Gibts zum Beispiel auch beim Winzer.

Essen und Wein: Etwas Hilfestellung ist meistens ganz gut. Gibts zum Beispiel auch beim Winzer.

Wie funktioniert das mit der Zusammenstellung von Essen und Wein? Welcher Wein passt eigentlich zu welchem Essen? Und was kann ich meinen Gästen vorsetzen, ohne mich zu blamieren? Die Welt des Weins ist für Einsteiger dunkel und geheimnisvoll (für viele Weintrinker auch). Also wie nähert man sich dem Thema, wenn man nicht gerade einen Kurs besuchen möchte?

5 Tipps zum Thema Essen und Wein

Wozu braucht es Tipps für Essen und Wein überhaupt? Jeder kann doch ausprobieren, was er will und kombinieren, wie er will. Theoretisch ja. In der Praxis stößt man schnell an seine Grenzen. Die Auswahl im Supermarkt kann zu überwältigend groß sein. Und das Budget erlaubt vielleicht auch keine wochenlangen Testreihen und Vergleiche. Hinzu kommt: Der gemeine Weintrinker kann Weine über einen längeren Zeitraum nicht miteinander vergleichen. Wenn ich diese Woche den Weißburgunder zu einem Fisch getrunken habe und nächste Woche einen Grauburgunder zur Pute, kann ich eigentlich nur festhalten, was mir besser geschmeckt hat. Eine Momentaufnahme.

Übrigens passen Weine auch zu vielen vegetarischen Gerichten. Und es gibt mittlerweile eine große Auswahl an veganen Weinen.

Versuch macht klug

Natürlich muss niemand einen Weinkeller aufbauen, um für die richtige Zusammenstellung von Essen und Wein gewappnet zu sein. Mein Tipp und mein eigenes Verhalten geht eher dahin, möglichst viel zu probieren, und dann vielleicht ein Profil zu erkennen. Also umhören und umschauen, was andere sagen, was mich anspricht, was es gerade günstig gibt. Und dann durchaus mal drei Flaschen badischen Weißburgunder kaufen. Die werden dann zu einem Fischgericht geöffnet – aber nicht alle getrunken.

Mit ziemlicher Sicherheit kann man auch nach drei sehr kleinen Proben (jeweils weniger als ein Zehntele) sagen, welcher Wein der Favorit ist. Die Reste gibts dann eben im Laufe der Woche, den Favoriten merkt man sich. Dieses Ausprobieren kann man fortsetzen – ohne dass man sich gleich ein paar Kartons eines Weins in den Keller legt. Das finde ich sowieso eher langweilig, ausprobieren ist spannender. Im Laufe der Zeit gibt es Favoriten, die man sich merkt. Aber mehr als sechs Flaschen davon habe ich auch nie auf Lager.

Als Anhaltspunkt für die Einkäufe zu Fortbildungszwecken: Vermeiden Sie die ganz billigen Weine, orientieren Sie sich am Erzeuger (für den Anfang am besten aus einer Region) und an der Rebsorte. Alle Weine mit Phantasienamen oder Cuvées erlauben Ihnen später keine Rückschlüsse.

Weißwein zum Fisch? Muss nicht immer stimmen...

Weißwein zum Fisch? Muss nicht immer stimmen…

Fisch und Fleisch und Käse…

Wir haben diese Tipps zum Thema Essen und Wein alle schon gelesen: Whitewine with the fish etc. Muss aber nicht stimmen. Nicht für jeden, nicht für alle Fischgerichte, und überhaupt. Es gibt von vielen Winzern neben den samtigen auch etwas herbere Rotweine, die gut gekühlt prima zum Fisch passen. Die Regeln zu kennen ist gut, sie zu brechen ist aber auch erlaubt.

Auch hier gilt: Das Experimentierfeld ist zuhause. Wer im Restaurant einen Spätburgunder bestellt, der bekommt ziemlich sicher einen zimmerwarmen, samtigen Rotwein. So geht es auch mit anderen Empfehlungen. Als Leitlinie sind sie ganz gut und praktisch, vor allem für die ersten Einkäufe.

Mit dem Interesse am Wein erwacht oft auch die Neugier auf die Herstellung.

Mit dem Interesse am Wein erwacht oft auch die Neugier auf die Herstellung.

Kauf im Weingut

Wer in Süddeutschland lebt, der findet in seiner näheren Umgebung auch ein Weingut. Und er bekommt dort gratis das, was andere erst ab einem bestimmten Preisniveau mit dem Rat des Sommeliers erhalten: fachkundige Hilfe zum Thema Essen und Wein. Die meisten Winzer können heute beredt darüber Auskunft geben, welcher ihrer Weine zu welchem Essen passt. Die Spannweite dieses Hilfsangebotes ist ziemlich groß, je nachdem, wie sehr sich Winzerin und Winzer selbst mit dem Thema auseinandersetzen.

Mit etwas Glück erfahren Sie bei der Gelegenheit auch gleich noch mehr zum Thema Wein. Zum Beispiel, warum welche Weine mehr oder weniger Säure haben, und was es mit Restsüße, Alkohol, Tanninen etc. auf sich hat.

Nutzen Sie diese kostenlose Hilfestellung. Wahrscheinlich freut sich der Winzer über ihr Interesse, um so mehr, wenn Sie danach nicht gerade mit einer oder zwei Flaschen Wein seinen Hof verlassen.

Asiatische Küche

Ein spannendes und manchmal kniffliges Thema sind asiatische Speisen. Besondere Schärfe oder Süße oder auch exotische Noten wie Mange oder Maracuja werden durch viele Ratgeber nicht abgedeckt. Generell ist als Ausnahme vielleicht bemerkenswert, dass hier – im Gegensatz zu den meisten anderen, meist trockenen Essensbegleitern – die blumigen Bukettsorten wie Muskateller einen guten Auftritt haben. Ähnlich wie bei ganz deftigen schweren Käsesorten, die ebenfalls aus der Reihe tanzen und sich gut miß Süßweinen vertragen.

Aber diese Themen können Sie ja beackern, wenn Sie noch mehr Erfahrungen mit Weinen und Resborten und Ausbau gesammelt haben.

Bier oder Wein

Gab es da nicht früher diese klassische Trennung? Bier oder Wein? Genauso, wie schon die entsprechenden Rebsorten für ein Essen feststanden? Mit dem Aufkommen vieler kleinerer, regionaler Brauereien und dem sogenannten Craft-Beer hat auch das Bier als Essensbegleiter einen anderen Stellenwert bekommen. Mal abgesehen davon, dass Sie für eine Flasche Bier auch locker den Gegenwert einer sehr guten Flasche Wein hinlegen können, sind die beiden Getränke heute etwa auf Augenhöhe.

Auch hier gilt übrigens wie beim Wein: Meiden Sie Massenware, achten Sie auf bestimmte Erzeuger und Regionen, bevorzugen Sie individuelle, kleinere Erzeuger. Die großen Marken sind Teil weltweit operierender Konzerne die ein Industrieprodukt massentauglich vermarkten wollen.

 

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Ein Koch, der sich ganz der Fischzubereitung verschrieben hat

Einfühlsames Porträt eines Kochs, der sich spezialisiert hat: Fisch steht im Mittelpunkt für Trent Pierce in seinem Restaurant Roe in Portland. Klingt sehr speziell, aber herausgekommen ist ein schönes Porträt eines ehrgeizigen Kochs, der trotz seines Faibles nicht zu abgehoben wirkt.

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Kochen in Papier: einfach und schnell

Ich muss zugeben, dass cih das mit Papier noch gar nicht ausprobiert habe. Aber in Alufolie – was natürlich nicht ganz so umweltfreundlich ist. Mein Favorit in Alufolie war stets gedünstetes Gemüse: kleine geschnippelt, mit ein paar Gewürzen, Butter und einem Schuss Wein. Nach 20 Minuten kommt das butterzart und aromatisiert aus dem Ofen. Prinzipiell geht das natürlich auch mit Fisch (ausprobiert mit ganzen Forellen) und Kartoffeln (da habe ich noch nicht darauf vertraut, dass die nach 20 Minuten wirklich durch sind).

Die oben gezeigte Variante mit Papier erscheint mir umweltfreundlicher und appetitlicher. Auch wenn ich zum Servieren dann doch auf die Papierunterlage verzichten würde.

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Fisch kaufen – ein Blick auf die Logos und Siegel

Selbst als aufgeklärter und verantwortungsbewusster Verbraucher kann man schon mal kirre werden: Was darf man denn eigentlich noch guten Gewissens kaufen? Welche Fischart, wo und wie gefischt? Und was darf man glauben von den Werbeversprechen zum Thema Fisch?

Wers ganz ausführlich mag, der kann sich ja mal mit der App beschäftigen, die ich hier auch schon mal vorgestellt habe. In diesem Artikel waren unter anderem zwei Fischratgeber vom WWF und von Greenpeace vorgestellt.

Wers einfacher mag, dem sollten aber auch weniger Logos, Siegel und Ratgeber genügen, um zumindest die größten Umweltsünden erfolgreich zu umschiffen. Als Beispiele dienen hier die Billig-Marke „ja” von REWE und der etwas schicker aufgemachte und etwas teurere Fisch von followfish, preislich ebenfalls noch recht günstig.

Als erstes nenne ich hier einmal das MSC-Siegel.

Das MSC-Siegel für Fisch

Über das Siegel kann man sich hier informieren, direkt auf der MSC-Website. Da man Selbstdarstellungen als Verbraucher nicht unbedingt als alleiniger Informationsquelle vertrauen sollte, sei hier noch auf die Wikipedia-Seite verwiesen, die der Einrichtung schon im ersten Satz gute Noten gibt: „Der Marine Stewardship Council (MSC) ist eine unabhängige und gemeinnützige Organisation, die ein Umweltsiegel für Fisch aus nachhaltiger Fischerei vergibt.” Auf beiden Seiten kann man sich ruhig etwas einlesen vor dem nächsten Fischeinkauf, ich spare mir hier Details.

Warum nenne ich das MSC-Siegel an erster Stelle? Bio-Qualität kann man meines Erachtens auf zweierlei Weise erreichen: Durch naturnahe und nachhaltige Fischerei oder durch Zucht in einem Bio-Betrieb. Das Wasser ist in beiden Fällen (bei Salzwasserfischen) das gleiche. Ob man den Fischern mehr traut als den Züchtern, das sei jedem selbst überlassen. Nach meiner Einschätzung ist naturnahe und nachhaltige Fischerei aber ein noch geringerer Eingriff in die Natur, als eine Zucht.

Gleich danach kommt aber für mich die zertifizierte Öko-Produktion:

2. Das EU-Öko-Zeichen

Das EU-Öko-Zeichen

Das kennen wir alle, dazu ist nicht mehr allzu viel zu sagen. Aus meiner Sicht vertrauenswürdig, gute Regelungen und es gibt eine Kontrolle.

Hinweis auf Bio-Aqua-Kultur

Dazu gehört in diesem Fall der Hinweis auf Bio-Aquakultur auf der Vorderseite dieser Verpackung und (!) das in diesem Fall auf der Rückseite abgelichtete IFOAM-Zeichen der internationalen Vereinigung der ökologischen Landbaubewegung. Ifoam ist, kurz zusammengefasst, das Zeichen mit der größeren Reichweite als EU-Bio (logisch, oder?).

Tja, und ab da wird die Sache etwas schwammig: Vertrauenerweckend wirkt zum Beispiel das allseits bekannte WWF-Logo (3):

Das WWF-Logo

Selbst der Anbieter followfish notiert auf seiner seiner Website: „Der WWF allein zertifiziert jedoch keine Produkte, dies ist ausschließlich Aufgabe unabhängiger Zertifizierungsorganisationen wie MSC oder Naturland.”

Der WWF hat einen riesigen Bekanntheitsgrad und einen guten Ruf. Selbst Wikipedia kommt aber nicht umhin, unter dem Punkt Kritik anzuführen, dass die Zusammenarbeit mit Groß-Spendern schon mehrfach kritisch diskutiert wurde.

Bleiben von meinen Beispielen noch zwei: zunächst das Pro Planet-Zeichen:

Pro Planet von REWE

Das ist ein Logo der REWE-Group, das hier näher erläutert wird. Auf der Website kann man den Zifferncode eingeben um mehr zu erfahren. In diesem Beispiel erfährt man im wesentlichen etwas über Wildfang und dass man sich am MSC-Logo orientiert bzw. darauf beruft. Der Mehrwert von diesem Zeichen gegenüber dem MSC ist also meiner Ansicht nichts weiter, als man noch die eigene Werbeaussage dranhängt.

Ein weiteres Hersteller-Logo findet sich auch auf der followfish-Packung:

Werbeaussage des Herstellers

Aber hier ist schon rein optisch klar, dass hier keine Zertifizierung oder ein anderes Logo oder eine Kontrollinstanz dahinter steht: Aus meiner Sicht ist das eine reine Werbeaussage.

Fazit: Eigentlich genügen mir zur Orientierung zwei Logos. Das MSC-Siegel für Wildfang aus nachhaltiger Fischerei. Oder ein Kontrollzeichen von EU oder IFOAM für Fische aus Zucht. Meines Wissens nach ist Naturland der einzige ökologische Anbauverband, der Fischzucht zertifiziert hat. Dieses Logo könnte also auch noch auftauchen. In den zwei genannte Beispielen sind also nach meiner Auffassung drei der insgesamt sechs verwendeten Zeichen und Logos für mich aussagekräftig. Naja, keine schlechte Ausbeute, aber auf ein paar „Nebelkerzen” könnte ich verzichten.

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Apps für den Lebensmittel-Einkauf

Apps für den Lebensmittel-Einkauf

Gesund einkaufen ist nicht immer einfach: Man sollte sich auf dem Laufenden halten über aktuelle Entwicklungen, über Zusatzstoffe und gesundheitliche Auswirkungen, E-Nummern und Gesundheitstipps. Aber wie das so ist: Spätestens wenn man vor dem Regal steht, hat man das meiste wieder vergessen. Kein Wunder, die Informationsflut ist schwer zu verarbeiten und noch schwerer zu merken.

Barcoo AppSo eine Art „>Nothelfer” haben wir hier schon einmal vorgestellt: Die kostenlose App Barcoo informiert auch noch vor Ort über bestimmte Produkte. Das kann ganz hilfreich sein. Und wer in der Neuzeit angekommen ist und sich nicht scheut, mit seinem iPhone im Laden diverse Verpackungen zu scannen, der wird vielleicht vor Fehlkäufen bewahrt. Zu Barcoo gibts auch eine Website zum nachschlagen.

Codecheck AppÄhnlich sinnvoll ist codecheck, dass es ebenfalls sowohl als App wie auch als Website gibt.

Im Zusammenhang mit den jüngsten Diskussionen um Datensicherheit sollte man sich allerdings im Klaren darüber sein, dass man sich damit einem großen Datenbankprojekt beteiligt und Einkaufsverhalten sowie Standorte an irgendeiner Stelle ausgewertet werden. Das muss nichts Schlechtes sein und ich gehe mal davon aus, dass das sicher auch anonym geschieht unter Einhaltung aller Datenschutzaspekte. Nur wissen sollte man es.

Wer solcherart auf den Geschmack gekommen ist, der findet im App-Storen gleich noch ein paar Helferlein für seinen Einkauf.

E Nummern – Lebensmittelzusätze

iPhone App für E-Nummern in LebensmittelnKostet zwar 1,59 Euro, bietet dafür aber auch einen echten Gegenwert (den man natürlich auch zuhause gut nutzen kann). Das Programm macht, was der Name verspricht: Es zeigt nach Eingabe der E-Nummer nicht nur, was dahinter steckt sondern nennt auch mögliche Gefährdungen.

Wer andersherum vorgehen möchte, der kann sich auch durch die Liste durcharbeiten.

iENO – Lebensmittelzusatzstoffe

App für Zusatzstoffe in LebensmittelnGanz ähnlich wie das oben genannte: Auch hier geht es um E-Nummern, aber die Handhabung ist etwas anders. Natürlich kann man nach den Nummern suchen, aber man kann auch Filter anlegen, entweder nach bestimmten Substanzen oder nach Krankheiten. Kostet immerhin 3,99 Euro, es gibt auch eine kostenlose Lite-Version, die etwas sparsamer ausgestattet ist.

Fischratgeber Greenpeace

Fisch App von GreenpeaceWir haben alle schon gehört oder gelesen, welche Fischarten bedroht sind, auf welche man ganz oder teilweise verzichten sollte und bei welche der Fangort und / oder das Herkunftsgebiet über einen Kauf entscheide sollte. Aber wer weiß das noch im Supermarkt? Es gibt zwar einige Siegel auf die man achten kann, aber Recherche ist besser.

Die kostenlose Greenpeace App nennt bei weitem nicht alle Fischarten, gibt aber Entscheidungshilfen und weiß Rezepte zu Zutaten. Im App-Store sind die Bewertungen eher durchwachsen. Besser sind sie beim…

Fischratgeber WWF

Fisch App vom WWFAuch der ist kostenlos, hat aber den Einstieg in die Suche anders gestaltet: Gute Wahl, zweite Wahl und lieber nicht – so beginnt das Menü. Natürlich kann man nach allen Arten auch suchen, es gibt eine Liste und die wichtigsten Informationen. Da beide Fisch-Apps kostenlos sind kann man sich ja beide holen und nach eigenem Geschmack entscheiden, welche einem liegt.

Es gibt noch viel mehr Apps, so dass ich diese Reihe demnächst fortsetzen werde.

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