Dampfnudeln mit Vanillesauce

Dampfnudeln mit Vanillesauce: Eine einfache und leckere Süßspeise, die auch als Hauptgericht taugt.

Dampfnudeln mit Vanillesauce: Eine einfache und leckere Süßspeise, die auch als Hauptgericht taugt.

Dampfnudeln mit heißer Vanillesauce an einem kühlen Herbst- oder Wintertag – das ist wohl, was man einen Seelentröster nennt. Das lockere Hefeteig-Gericht kommt nicht trocken aus dem Backofen sondern gart in einem geschlossenen Topf mit Milch, Butter und Zucker. Es ist wohl am ehesten mit den österreichischen Germknödeln vergleichbar, die ebenfalls im Dampf garen. Diese werden allerdings meistens noch mit Zwetschgenmus gefüllt und traditionell mit Mohn und Puderzucker versehen.

Dampfnudeln sind ein flottes Essen, das durchaus als Hauptgericht taugt – selbst mit Skifahrer-Hunger. Und man muss keine schwäbische sparsame Hausfrau sein, um den süßen Hefeteig gleich doppelt zu nutzen. Mittags gibt es die Dampfnudeln und nachmittags zum Kaffee aus dem gleichen Teig leckere Schneckennudeln aus dem Backofen.

(mehr …)

Erdbeer-Waffeln mit Schokocreme und Sahne

Dicke Hefeteig-Waffeln? Oder dünn, oder mit Backpulver? Ausprobieren!

Dicke Hefeteig-Waffeln? Oder dünn, oder mit Backpulver? Ausprobieren!

Erdbeer-Waffeln sind eine der leckersten Methoden, um die im Juni in Massen verfügbaren und reifen Erdbeeren auf den Tisch zu bringen. Im Gegensatz zu anderen Rezepten, bei denen Erdbeeren gekocht und gebacken werden, bleiben sie bei diesem Rezept frisch und saftig. Herd und Backofen bleiben in den heißen Sommerwochen aus, wir greifen auf das Waffeleisen zurück. Mein Favorit: Die Brüsseler Waffeln aus Hefeteig, gebacken in einem Waffeleisen, das wirklich dicke Waffeln mit einem großen Gittermuster ergibt.

(mehr …)

Beeren-Pizza mit Schokolade

Beeren-Pizza mit frischen Früchten auf einem knusprigen Hefeteig mit Schoko-Aufstrich.

Beeren-Pizza mit frischen Früchten auf einem knusprigen Hefeteig mit Schoko-Aufstrich.

Eine Beeren-Pizza ist eine der besten Möglichkeiten, das Angebot frischer Beeren im Sommer zu verarbeiten. Die einzig „echte” Arbeit besteht darin, einen Hefeteig-Fladen zu backen. Der Rest ist ein Kinderspiel. Viel schneller als sie gebacken wurde, ist sie weg, diese Beeren-Pizza. Die Mischung aus frischem, knusprigem Teig, einem Schoko-Aufstrich und den Beeren wird meistens noch warm verputzt – und das ist auch gut so, dann ist sie am besten! (mehr …)

Rohrnudeln: Lockere Hefeteig-Träume

Rohrnudeln mit Marmelade-Füllung und Zucker-Zimt-Kruste. Dazu Vanillesauce.

Rohrnudeln mit Marmelade-Füllung und Zucker-Zimt-Kruste. Dazu Vanillesauce.

Rohrnudeln, Buchteln, Germknödel – das und viel mehr gute Rezepte können einem rausgehen, wenn man seine Furcht vor Hefeteig nicht überwindet. Manche sind einfach skeptisch, ob das je aufgehen und gelingen wird. Andere haben vielleicht schon schlechte Erfahrungen gemacht. Und dann blieb ein zäher Klumpen Teig übrig, der einfach so gar nichts Lockeres an sich hatte.

Dabei ist die Frage Trockenhefe oder „richtige” Hefe zweitrangig. Denn Hefeteig gelingt fast immer. Und wenn er mal nicht gelingt: Einfach nochmal gründlich durchlesen, frisch ansetzen und den nächsten Versuch starten. Hefeteig geht nur dann nicht richtig auf, wenn eine der wenigen Bedingungen nicht erfüllt ist. Hefeteig braucht es mindestens eine Stunde lang warm (ohne Zugluft und abgedeckt). Die Hefe sollte nicht zu alt sein. Und auch die Zutaten (Milch, Wasser, evt. Ei) sollten zumindest Zimmertemperatur haben.

Rohrnudeln – wie Buchteln, Germknödel etc.

Für welches süße Hefeteig-Gebäck Du Dich am Anfang entscheidest, ist fast egal. Spätestens nach dem dritten gelungenen Hefeteig ist das Prinzip verinnerlicht. Die geringfügigen Variationen spielen dann kaum noch eine Rolle und sind leicht zu bewältigen. Danach wird es eigentlich erst wieder richtig spannend, wenn Du zum Beispiel eine lange Teigführung ausprobierst, mit weniger Hefe und einer Gare bei kühleren Temperaturen (vorzugsweise über Nacht).

Das Grund-Rezept

  • 500 Gramm Mehl (das ist etwa ein halber Würfel frischer Hefe und entspricht etwa 7 Gramm Trockenhefe, die meist in einem Päckchen drin sind)
  • 1 TL Salz
  • etwa 1/4 Liter lauwarme Milch
  • etwa 20 Gramm Hefe
  • 80 Gramm Zucker
  • 100 Gramm Butter
  • 2 Eier
Rohrnudeln können quadratisch, länglich oder spitzwinklig wie Kuchenstücke sein - je nachdem wie man sie in welche Form setzt.

Rohrnudeln können quadratisch, länglich oder spitzwinklig wie Kuchenstücke sein – je nachdem wie man sie in welche Form setzt.

Die Zubereitung

In einem kleinen Topf erwärme ich Milch und Butter (nicht aufkochen). Die frische Hefe in etwas lauwarme Milch einrühren und etwa 15 Minuten gehen lassen. Dann in eine Rührschüssel das Mehl mit dem Salz und den Eiern geben. Kräftig verrühren und dabei die lauwarme Milch mit der aufgelösten Butter schrittweise zugeben.

Auf eine bemehlte Arbeitsplatte geben und gut durchkneten. Dann den Teig zurück in die Schüssel geben und mit einem Küchentuch abdecken. Ich stelle die Schüssel in den Backofen, den ich ganz kurz auf niedrigster Temperatur einschalte und dann gleich wieder ausmache. Nach 30 Minuten ist der Teig aufgegangen und kann geknetet und geformt werden. In etwa 8 bis 10 Stücke aufteilen.

Rohrnudeln kann man mit oder ohne Füllung, mit oder ohne Kruste machen. Die Füllung ist meistens ein Obstmus oder Marmelade (meine Favoriten: Erdbeer- und Aprikosenmarmelade, Zwetschgenmus). Als Kruste mag ich besonders eine Zucker-Zimt-Kruste, die von der Konsistenz ein schönes Gegenstück ist zum weichen, fluffigen Hefeteig.

Variationen

Die Teigstücke für die Version mit Füllung gleichmäßig rund ausformen, einen Klecks Marmelade in die Mitte geben und die Ränder oben zusammenfügen. Mit und ohne Füllung werden gleichmäßige Kugeln geformt und nebeneinander in eine rechteckige (gibt die schönsten Endprodukte) oder rund Form (Springform) gesetzt.

Die fertigen Teigstücke dann nochmals abdecken und weitere 15 Minuten stehen lassen. Der Teig bekommt eine gleichmäßige Teigspannung, die Oberfläche wird glatter, man erhält etwas mehr Volumen.

Im Backofen bei 200 Grad etwa 30 Minuten backen.

Für die Zimt-Zuckerkruste noch während der Teig geht 100 Gramm Butter zerlassen, Zimt und Zucker mischen. Die geformten Kugeln mit zerlassener Butter bestreichen und in der Zimt-Zucker-Mischung wälzen. Die Rohrnudeln nach 15 und nach 30 Minuten aus dem Ofen holen und mit Butter bestreichen.

Dazu passt Vanillesauce, vorzugsweise selbst gemacht.

Fasnachtsküchle, Krapfen oder Berliner?

Fasnachtsküchle - nicht nur bei den Schwaben eine sehr beliebte Süßspeise.

Fasnachtsküchle – nicht nur bei den Schwaben eine sehr beliebte Süßspeise.

Fasnachtsküchle stehen in bei uns immer hoch im Kurs – nicht nur (aber besonders) in der fünften Jahreszeit von Fasnet, Fasnacht, Fasching.  Während die etwas größeren Varianten als Berliner oder Krapfen (Bayern und Österreich) das ganze Jahr über erhältlich sind, werden die schwäbischen Fasnachtsküchle nur in der fünften Jahreszeit zuhause selbst gebacken. Die frittierten und gezuckerten Küchle bestehen zwar als typische Süßspeise vorwiegend aus weißem Mehl, Fett und Zucker.  Aber mit einem Kompott, frischen Früchten oder Apfelmus sind sie mit oder ohne Marmeladenfüllung nicht nur ein Energiespender für die vielleicht letzten kalten Tage des Winters. Sie bringen vor allem mit einem selbst gemachten Kompott noch einige Vitamine mit.

Fasnachtsküchle – nicht nur zur Fasnacht

Solche Krapfen und ähnliches in Fett gebackenes (wie die südbadischen Striebeli) gibt es in fast allen Regionen. Ich kenne die schwäbische Variante als deutlich kleiner und ungefüllt. Dabei sorgt ein selbst gemachtes Kompott für eine Bereicherung. Das ist sicher kein Essen für jeden Tag. Aber selbst wer seine Fritteuse noch ein weiteres Mal einsetzen möchte, darf das bei ansonsten „normaler” Ernährung ohne schlechtes Gewissen genießen, finde ich. (Weil wir sehr wenig frittieren haben wir eine kleine Fritteuse und nutzen sie dann meist bald auch noch ein zweites Mal, bevor sie wieder im Keller verschwindet.)

Das Rezept gehört in die Reihe für frische Hefeteig-Gerichte wie Dampfnudeln oder Schneckennudeln, die man nur zuhause so frisch, locker und warm auf den Tisch bekommt und genießen kann.

Das Rezept

Den einfachen Hefeteig macht man an aus

  • 500 Gramm Mehl
  • einem Würfel Hefe
  • 3 – 4 EL Zucker
  • 1/4 Liter Milch
  • 1 TL Salz
  • 2 Eier
  • 80 Gramm Butter

Außerdem braucht man

  • Frittierfett
  • Zucker
  • Obst für Kompott oder ein Apfelmus

Zuerst setzt man die zerbröselte Hefe mit etwas warmer Milch an und lässt das Gemisch etwa 15 Minuten gehen. Aus Mehl, Zucker und lauwarmer Milch macht man zusammen mit der Hefe den Teig, zusammen mit den restlichen Zutaten. Etwa 30 Minuten gehen lassen, dann etwa einen Zentimeter dick ausrollen. Mit einem Trinkglas (eher mit schmalerer Öffnung) werden die runden Stücke ausgestochen. Dann nochmal kurz gehen lassen und dann im Fett frittieren. Abschließend die noch warmen Fasnachtsküchle auf einem Küchentuch abtropfen und dann in Zucker wälzen.

Bei uns ist das eine der ganz wenigen Einsatzmöglichkeiten für die Fritteuse. Deswegen gibts die erste Portion Fasnachtsküchle mit etwas Abstand zum Aschermittwoch, damit wir die Fritteuse noch ein zweites Mal in der nächsten Woche für das gleiche Gericht nutzen können.

In der Regel ist dann wieder lange Zeit Pause für die Fritteuse.