Rhabarber-Saft mit Holunderblütensirup

RhabarbersaftNeulich habe ich hier schon mal beschrieben, dass man beim Sammeln der Holunderblüten gerne mal übers Ziel hinausschießt: Man produziert mehr, als man in absehbarer Zeit verbrauchen kann. Das hat auch damit zu tun, dass ich Holunderblütensirup für Dessert und zum Sekt attraktiv finde, aber nicht als Getränk, dass man einfach so mit Sprudel verdünnt trinkt.

Meine Frau hat jetzt die Rhabarber-Überschüsse aus dem elterlichen Garten raffiniert mit den Vorräten an Holunderblütensirup kombiniert. Herausgekommen ist ein extrem schmackhaftes Getränk, das als Saftschorle in heißen Sommertage durchaus überzeugt. Wie man Holunderblütensirup macht, habe ich hier schon mal beschrieben. Der Rhabarbersaft geht genauso einfach: Kleingeschnittener Rhabarber wird aufgekocht, bis eine breiige Masse entsteht. Die wird durch ein sauberes Tuch (neue Bio-Baumwollwindeln machen sich da hervorragend) abgepresst.

Als Anhaltspunkt: Auf ein Kilo Rhabarber kommt nur etwas Wasser und etwas Zucker – so wie man ein Kompott machen würde. Die Süße kommt nachher auch durch den Sirup. Am besten durch Abschmecken die richtige Kombination Säure / Süße ermitteln. Unterschiedliches Mischungsverhältnis oder eine andere Rhabarbersorte sorgen – wie man oben sehen kann – auch für unterschiedliche Farben. Schnell zu verbrauchen, aber das ist bei sommerlichen Temperaturen ja kein Problem.

Erdbeer-Marmelade: jetzt ist der richtige Zeitpunkt

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, aus der Flut süßer und reifer Erdbeeren auch Vorräte zu schaffen. Erdbeer-Marmelade ist bei uns der Favorit, mit Rhabarber und ohne, evt. mit Vanille, oder – wenn man erst Erdbeer-Mark herstellt und einfriert – später auch mit anderen Früchten wie zum Beispiel Stachelbeeren. (Ich bin da fürchterlich konservativ: ausprobieren darf man alles mal, aber am klassischen Vorrat purer Erdbeer-Marmelade sollte man nicht rühren).

Die Kurz-Anleitung wurde hier ebenfalls schon mal veröffentlicht.

Der ideale Zeitpunkt: Einkoch-Kalender

Einkochen

Mehr als diese beiden Artikel oben im Bild muss man auch in einer nur mäßig ausgerüsteten Küche dazukaufen, um loslegen zu können beim Marmeladkochen, Einkochen – und zur Not gehts auch ohne. Wer sich noch immer nicht ans Einkochen gewagt hat, der sollte jetzt mal einen Versuch wagen: Nach Rhabarber und Erdbeeren sind nun auch die Kirschen soweit, bald fließen die Wochenmärkte über vor den regionalen Früchten der Saison. Viel brauchts nicht für den Einstieg: Ein großer Kochtopf, Gelierzucker und ein großer Kochlöffel. Wer keine Gläschen gesammelt hat übers Jahr, der kommt in jedem Supermarkt billig an Marmeladengläser und Einmachgläser. Hilfreich ist auch ein Trichter mit großer Öffnung wie dieser WMF Marmeladetrichter.

Der ideale Kaufzeitpunkt ist je nach Obstsorte dann, wenn die Früchte vollreif sind, dann sinkt meistens auch der Preis. Die eigentliche Aktion kostet ein Stündchen am Abend, aber das das Fernsehen sozusagen Sommerpause macht, ist der größte Konkurrent für abendliche Aktivitäten außer Gefecht.

Der Juni ist ideal als Einstiegsmonat, danach folgen eine Vielzahl möglicher Einkoch-Aktionen:

Juni:
Rhabarber, Erdbeeren, Kirschen, Holunderblüten für Sirup,

Juli:
Himbeeren,Johannisbeeren, Stachelbeeren, Aprikosen

August:
Pfirsiche, Pflaumen, Mirabellen, in vielen Gegenden auch Heidelbeeren, Renekloden

September:
Brombeeren, Äpfel, Birnen, Zwetschgen, aber auch Weintrauben und Holunder

Oktober:
Kürbis, Hagebutten, Quitten, Schlehen, Sanddorn

Holunderblütensirup selbst gemacht

Holunderblüten für Sirup

Wie man Sirup aus Holunderblüten, Zucker und Zitrone herstellt, habe ich hier schon mal beschrieben. Das Dilemma war (und ist), dass ich als Jäger und Sammler mit zu viel Holunderblüten nach hause komme. Ohne Zusatzstoffe wie Zitronensäure hält das nicht so lange, sollte es bei uns ja auch nicht. Ein Spritzer zum Sekt, als Zugabe zu Desserts, das wars auch schon.

Deswegen der Tipp: Sammeln Sie sparsam, wenn Sie wie ich auf schnellen Verbrauch setzen. Wer einkocht oder mit Zusatzstoffen haltbar macht, der kann die aktuelle Fülle an Holunderblüten dagegen gut ausnutzen.

Und ein weiteres Mal: glückliche Schweine. Das Video ist mit 16 Minuten etwas lang, kommt aus Großbritannien und ist immerhin auch schon zwei Jahre alt. Aber es ist im wörtlichen Sinne „ausgezeichnet” und zeigt, dass die artgerechte Aufzucht von Tieren eben doch einen Unterschied macht zum Industrieprodukt Fleisch: „… they had a great life. They only have one bad day, and they don’t know when that is coming”.

http://www.testschmecker.de/2015/06/02/3203/

Ein Mini-Garten gegen Stechmücken

Mini-Garten gegen Stechmücken

Mini-Gärten, meist auf dem Balkon oder noch kleiner: im Balkonkasten, sind ja sowieso schon kleine Wunderwerke. Auf wenigen Quadratzentimetern wächst und grünt und blüht es ein halbes Jahr lang. Wenn alles gut geht. Ein viel nachgefragter Zusatznutzen ist, dass die Mini-Gärten auch etwas Genießbares produzieren sollten. Das klappt bei uns ganz gut, mit einigen Kräutern und Mini-Tomaten im Balkonkasten. (Obwohl wir durch falsche Sortenwahl schon Tomatenpflanzen im Balkonkasten hatten, die alle mengen- und flächenmäßig alle Grenzen gesprengt hatten.)

Hier gibts einen weiteren Ratgeber für zusätzliche konkrete Nutzfaktoren: Plant A Mosquito-Repellent Container Garden. Ob der Ratgeber auf der amerikanischen Website „Rodales Organic Life” dabei auch die europäischen oder schlicht alle Stechmücken im Blick hatte, kann ich jetzt nicht sagen. Auf jeden Fall sind die Pflanzen recht universell und auch in Deutschland leicht zu beschaffen – und die meisten schmecken auch noch ziemlich gut.