Der Testschmecker-Newsletter

Der nächste Testschmecker-Newsletter steht an.

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Von der Buch-Rezension über Rezepte und Lifetime-Sportarten bis hin zum fast schon banal wirkenden Gurken-Sandwich: Der September war trotz Urlaub doch ganz bewegt. Wer was verpasst hat, der meldet sich am besten gleich zum Testschmecker-Newsletter an. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang Oktober.

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Very british: Gurken-Sandwich (kalorienarm)

Gurken-Sandwich: Mal nicht blass und schmal sondern dunkel und kräftig.

Gurken-Sandwich: Mal nicht blass und schmal sondern dunkel und kräftig.

Wer ab und zu nach englischen Gerichten und Rezepten sucht, der kommt an diesem Klassiker kaum vorbei: Gurken-Sandwich. Auf Sandwiches sind die Briten ja sowieso schon stolz, sie habens erfunden. Der Klassiker ist das Gurken-Sandwich. Aber bei aller Liebe für britisches Essen: Dünner weißer Toast Brot mit Mayonnaise und Gurkenscheiben, das sieht vielleicht elegant aus, etwas herzhafter darfs aber schon sein.

Da, nehmt das, Briten: Das gesunde und kalorienarme Gurken-Sandwich mit Vollkornbrot und einem Mayonnaise-Ersatz, der mindestens genauso gut schmeckt.

Gehacktes Ei macht den Mayo-Ersatz etwas voluminöser.

Gehacktes Ei macht den Mayo-Ersatz etwas voluminöser.

Ein Eier-Gurken-Sandwich mit wenigen Arbeitsschritten.

Ein Eier-Gurken-Sandwich mit wenigen Arbeitsschritten.

Jeder Hobel hat unterschiedliche Schnittstärken, manche sind auch verstellbar. Von hauchdünn bis robust ist alles möglich.

Jeder Hobel hat unterschiedliche Schnittstärken, manche sind auch verstellbar. Von hauchdünn bis robust ist alles möglich.

Die Zutaten:

- eine Scheibe Vollkornbrot, gerne mit Körnern
- ein Bio-Ei
- Gurke, in lange Streifen gehobelt

Für die Mayonnaise:

- 3-4 EL Schmand (oder Crème fraîche, auch mit Kräutern)
- 1 TL Dijon-Senf
- 2 EL Öl
- Salz, Zucker,
- evt. frische Kräuter (Schnittlauch, Dill)

Ein gesunder Ersatz für Mayonnaise: kalorienarm und schnell zubereitet.

Ein gesunder Ersatz für Mayonnaise: kalorienarm und schnell zubereitet.

Wieviel Gurke darf es sein? Spielt von den Kalorien her keine Rolle.

Wieviel Gurke darf es sein? Spielt von den Kalorien her keine Rolle.

Dicke oder dünne Gurkenscheiben, ohne Kerne vom Rand geschnitten, können auch kreuzweise kombiniert werden.

Dicke oder dünne Gurkenscheiben, ohne Kerne vom Rand geschnitten, können auch kreuzweise kombiniert werden.

Die Zubereitung:

Für die Mayonnaise die Zutaten außer dem Öl mischen und in der Küchenmaschine, mit dem Handmixer oder dem Schneebesen mixen. Dann das Öl beim weiteren Schlagen langsam und kontinuierlich dazu geben. Kräuter erst ganz zum Schluss dazugeben und nur unterheben.

Ein Bio-Ei hart kochen, klein hacken, mit der Mayo vermengen. Brot toasten und in die Hälfte schneiden. Den Mayo-Ersatz mit Ei drauf verteilen. Von der Gurke mit dem Gemüseschäler dünne Streifen hobeln und drüber geben. Oben drauf die andere Hälfte der Brot-Scheibe, damit es auch ein Sandwich ist…

Wer nach Mayo-Ersatz sucht, der findet zahlreiche Alternativen, die sich verwenden lassen, auch Fertigprodukte. Wir nehmen zum Beispiel gerne Crème fraîche mit Kräutern, das passt eigentlich überall dort, wo normalerweise die fettige Mayo zum Einsatz kommt und hat noch weniger Fett als die obige Variante.

Wer gerne Picknick macht, ist eigentlich auch immer auf der Suche nach Sandwich-Varianten. Ich bin aber eigentlich vom klassischen Sandwich, also dem Doppeldecker abgekommen: Eine gute Scheibe frisches Brot mit diversen Belägen sieht nicht nur appetitlicher aus, sondern es lässt sich auch viel unterbringen. Besser handhabbar zum Essen aus der Hand ist der Doppeldecker. Aber auch er vermeidet nicht, dass gerne mal die Hälfte der Füllung rausflutscht. Dann lieber mit Messer und Gabel essen oder das belegte Brot in kleinere Stücke schneiden, die man mit einem Happs verschlingen kann.

Wer das Gurken-Sandwich beim Picknick essen will, der sollte Brot. Ei-Mayo-Ersatz-Mischung und Gurken getrennt mitnehmen, damit nicht alles aufweicht.

Gurken-Sandwich: Mal nicht blass und schmal sondern dunkel und kräftig.

Gurken-Sandwich: Mal nicht blass und schmal sondern dunkel und kräftig.

Die Kochbibel – Göttlich kochen mit der Küchenmaschine

Die KochbibelDie Kochbibel – Göttlich kochen mit der Küchenmaschine. Das klingt zugegebenermaßen etwas hoch gegriffen: Bibel, göttlich kochen. Aber wer sind wir als Blogger und Zeitschriften-Leser in modernen Medienzeiten, dass wir uns über Überschriften und Buchtitel mokkieren?

Dabei hätte das Buch das gar nicht nötig gehabt: Der 200 Seiten starke großformatige Bildband hat genügend guten Inhalt und braucht diese Effekthascherei eigentlich gar nicht. Vielleicht wollte man auch nur dem Image eines Hausfrauen-Buches mit einfachen praktischen Tipps etwas entgegen wirken: Kochen mit der Küchenmaschine ist meiner Einschätzung nach unter den ambitionierten Hobby-Köchen derzeit nicht das angesagteste Thema. In Zeiten, in denen rund um die Uhr TV-Köche mit größter Geschicklichkeit schnippeln und rühren, scheint die altehrwürdige Küchenmaschine fast schon etwas Banales zu haben. Wenn überhaupt stehen in den Foto- und Fernsehstudios die Boliden der Oberklasse, für die man mit Zubehör gerne einmal rund 1000 Euro anlegt.

Das ist meiner Ansicht nach nicht nötig: Auch die kleine Bosch, die schon für unter 100 Euro mit viel Zubehör zu haben ist, ist ein großartiger Helfer. Wieviele Koch- und Backrezepte bleiben auf ewig ungenutzt, hätte man nicht diese fleißigen Helfer? Einziges Manko: In vielen kleinen Küchen nimmt auch eine kleine Küchenmaschine wertvollen Stauraum in Anspruch und muss oft genug mühsame herausgeholt und wieder weggepackt werden. Aber natürlich halten von der schwäbischen Hausfrau über den Foodblogger bis zum TV-Koch diese Dinger völlig zu Recht für fast unverzichtbar.

Der prächtige Bild- und Rezeptband aus dem Becker Joest Volk Verlag widmet sich den leckersten Rezepte in den Kategorien Pasta, Brot, Pasteten, selbstgemachte Würste, Tartes und Pizzen, Kuchen und Gebäck. Man merkt schon an der Zusammenstellung, dass das eher den gehobenen Ansprüchen genügen soll. Aber die Rezepte sind nicht nur gut ausgewählt und illustriert, sondern auch gut und nachvollziehbar beschrieben.

Natürlich kommt fast alles zum Einsatz, was man an der Küchenmaschine nutzen kann: Vom Knethaken über die Juliennereibe bis zum Fleischwolf. Manche Dinge, wie das Füllhorn für die Würste sind vielleicht nicht in jedem Haushalt und bei jeder Küchenmaschine vorhanden. Aber ich verstehe, dass man die Rezepte so umfassend wie möglich macht, wenn das Thema die Küchenmaschine ist.

Das Zubehör wird in einem eigenen Kapitel dargestellt, in dem auch die verwendeten Piktogramme erläutert werden. Und das Zubehör, das für den im Buch verwendeten Typ der Küchenmaschine verwendet wird, gibt es so oder ähnlich auch bei anderen Herstellern. Oder man kann sich manuell behelfen.

Schön ist, dass die Rezeptauswahl der Sterneköchin Su Vössing auch ohne den Aspekt des elektrischen Helfers originell und reizvoll sind: Sie funktionieren auch so ganz gut. Für 30 Euro erhält man kein reines Coffeetable-Buch sondern eine praktische und sinnvolle Rezeptauswahl, die auch optisch viel hermacht.

Kirschen-Pfannkuchen – in groß

Der Kirschenpfannkuchen sollte warm serviert werden mit Vanille-Eis.

Der Kirschenpfannkuchen sollte warm serviert werden mit Vanille-Eis.

Süße Pfannkuchen gehören bei uns zu den schnellen Süßspeisen, die spontan ja nach verfügbarem Obst auf den Speiseplan kommen. Bevorzugt auch bei Zeitmangel, weil es so schön schnell geht. Eine andere Variante, die etwas aufwändiger ist, braucht etwas mehr Zeit, gibt aber als Mittagessen für die ganze Familie auch deutlich mehr her: Kirschenpfannkuchen vom Blech.

Die Zubereitung geht so schnell, wie das Teig anrühren – damit hat es sich dann ja schon fast. Etwas knifflig kann es sein, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen: Nimmt man den Blech-Pfannkuchen zu früh aus dem Ofen, ist er etwas bleich. Und beim Aufrollen der Teigmasse bricht er dann leicht. Geht man auf Nummer sicher, ist er vielleicht auf der Unterseite schon zu dunkel.

Am leckersten werden diese Blech-Pfannkuchen mit frischen entsteinten Kirschen.

Am leckersten werden diese Blech-Pfannkuchen mit frischen entsteinten Kirschen.

Die Zutaten:

- 4 Eier
- 200 ml Milch
- 4 EL Zucker
- 7 bis 8 EL Mehl
- 2 EL Wasser
- eineinhalb bis zwei Pfund Kirchen oder ein Glas mit 720 ml
- Fett für das Backglech
- Vanille-Eis

Wichtig ist das heiße, eingeölte Backpapier, damit der Teig nicht festbackt.

Wichtig ist das heiße, eingeölte Backpapier, damit der Teig nicht festbackt.

Die Zubereitung:

Ein Backpapier in der entsprechenden Größe zuschneiden, auf das Backblech legen und mit Öl einpinseln. Das Papier beschweren (ich nehme ein Messer rechts und links), damit es sich nicht aufrollt oder vom Gebläse bei Umluft weg gepustet wird. Dann in den Backofen und Vorheizen auf 180 Grad.

Wieviele Kirschen man auf dem Blech verteilt ist Geschmackssache.

Wieviele Kirschen man auf dem Blech verteilt ist Geschmackssache.

Eier und Milch schaumig schlagen, dann die restlichen Zutaten zufüge. Die Kirschen entsteinen (wenn man das Ausspucken bei Tisch vermeiden will). Oder die Kirschen aus dem Glas abgießen und abtropfen lassen.

Für das Aufrollen des Kirschen-Pfannkuchens ist es wichtig, dass das Backpapier etwas übersteht.

Für das Aufrollen des Kirschen-Pfannkuchens ist es wichtig, dass das Backpapier etwas übersteht.

Jetzt geht es flott: Das heiße Backblech mit dem Papier aus dem Ofen nehmen, die Gewichte zum Beschweren entfernen, den Teig darauf gießen. Dann die Kirschen im Teig verteilen. Gleich wieder in den heißen Backofen und 12 Minuten backen.

Die Pfannkuchenrolle sollte nicht zu weich und nicht zu dunkel sein, damit sie beim Aufrollen nicht zerbricht.

Die Pfannkuchenrolle sollte nicht zu weich und nicht zu dunkel sein, damit sie beim Aufrollen nicht zerbricht.

Den fertigen Kirschen-Pfannkuchen mit dem Blech aus dem Ofen nehmen und die Lange Seite des Backpapiers vorsichtig anheben und den Pfannkuchen vorsichtig aufrollen. Die Rolle in Scheiben schneiden und noch warm mit Vanille-Eis servieren.

Puderzucker: Kein Muss, aber optisch ganz nett.

Puderzucker: Kein Muss, aber optisch ganz nett.

Wenn die Kirschen gut abgetropft sind, hält der Teig später besser.

Wenn die Kirschen gut abgetropft sind, hält der Teig später besser.

Der Blechpfannkuchen geht durchaus als Mittagessen für die ganze Familie durch.

Der Blechpfannkuchen geht durchaus als Mittagessen für die ganze Familie durch.

Lifetime-Sportarten: Wette auf eine gesunde Zukunft?

Welchen Sport kann und will ich ein Leben lang machen?

Welchen Sport kann und will ich ein Leben lang machen?

Dass man für eine gesunde Lebensweise mit genussvoller Ernährung Sport treiben sollte, ist theoretisch fast allen klar. Die Fallstricke liegen wie so oft in der Praxis, im Alltag. Welcher Sport ist der richtige für mich? Das ist eine Frage, bei der Lust, Motivation und Gelegenheit eine große Rolle spielen. Wer im Skigebiet wohnt, der kann sich wahrscheinlich kaum etwas anderes vorstellen als Skifahren. Aber die Frage für Lifetime-Sportarten lautet: Welcher Sport ist der richtige für mich, wenn ich beruflich und familiär mehr eingebunden bin, um nicht zu sagen: im Stress. Wenn ich älter werde, vielleicht auch etwas schwerer und verletzungsanfälliger?

Wer mag sich schon mit solchen rein theoretischen Wenn-Dann-Konstruktionen auseinandersetzen? Sport ist eine Sache, die Spass macht. Die man mit Freunden macht. An schönen Orten, im Urlaub, im Verein mit den Freunden. Das Erlebnis steht im Vordergrund. Wenn diese reizvollen „Umstände”, wegfallen, dann endet oft auch die sportliche Betätigung. Und spätestens jetzt müsste aus dem „man sollte” und „man könnte” eine konkrete Überlegung werden. Zumal im dritten Lebensjahrzehnt neben dem Thema Genuss oft auch gesunde Ernährung und Gewichtsfragen eine wichtigere Rolle spielen.

Um es ganz ehrlich zu sagen: Laufen und Schwimmen waren zum Beispiel für mich in jüngeren Jahren nicht die Favoriten. Eine Mannschafts-Sportart ist faszinierend. Oder Outdoor-Sportarten wie Skifahren, Kajak fahren. Man will was erleben. Der Keller füllt sich mit Sportgeräten, die allerdings nur selten zum Einsatz kommen: an wenigen Wochenenden oder im Urlaub.

Nüchtern betrachtet kann man sich schon in jungen Jahren sagen: Das ist nichts für die Ewigkeit. Selbst wer es sehr ernst meint in diesen Sportarten und jedes Wochenende unterwegs ist, wird erkennen, dass man sich die sportliche Fitness als Grundvoraussetzung für seinen Lieblingssport ganz klassisch holt: Workout, Laufen, Schwimmen.

Was sind Lifetime-Sportarten?

Kurz gesagt sind das all diejenigen Sportarten, die in verschiedenen Altersklassen ausgeübt werden können. Die Palette ist (theoretisch) recht groß und oft genannt sind unter anderem Laufen und Schimmen, Radfahren und Wandern oder Nordic Walking. Und dann noch etwas speziellere Sporten wie Badminton, Bogenschießen, Golf, Skifahren, Tanzen, Tennis, etc. Wenn man seinen Kreis von Bekannten und Verwandten im Geiste durchgeht, merkt man recht schnell, dass man in manchen dieser Sportarten keine älteren Sportler mehr kennt.

Auch wenn es zunächst eine verlockende Vorstellung ist, im Alter mehr Golf und Tennis zu spielen: Es gibt noch andere Aspekte, die für lebenslangen Sport wichtig sind. Er sollte gelenkschonend sein, er sollte Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit fördern. Das wirkt Verschleißerscheinungen und dem natürlichen Abbau zum Beispiel durch Osteoporose entgegen. Erstaunlicherweise wird gerade das Krafttraining (in Maßen) mit zunehmendem Alter immer wichtiger, um Knochen und Sehnen durch eine gestärkte Muskelmasse zu unterstützen.

Kraft oder Ausdauer? Beides!

Und es spielen natürlich die Herz-Kreislauf-Aspekte eine wichtige Rolle: Ausdauersportarten mit geringen Maximalbelastungen wie Laufen und Schwimmen haben da eben die Nase vorn. Radfahren, Skilanglauf, Ergometerrudern, auch Inlineskaten hat da seinen Platz und seine Berechtigung. Die Frequenz für sinnvolles Krafttraining wird ebenso wie im Ausdauerbereich bei zwei- bis dreimal pro Woche empfohlen.

Was sich junge Menschen ebenfalls nur schwer vorstellen können: Relativ früh spielt auch das Thema Verletzungsrisiko eine Rolle. Ungezählt sind all die Berichte der begeisterten Fußballer, die noch immer bei den „Alten Herren” mitkickten – bis es schließlich wegen Verletzungen nicht mehr ging. Danach kam dann oft nichts sportliches mehr dazu. Schwer vorstellbar auch, dass später einmal Reaktionsfähigkeit und koordinative Fähigkeiten nicht mehr so hervorragend sind.

Und die Konsequenzen?

Wer immer eine Lieblingssportart hat, der sollte nach meiner Meinung damit so lange weiter machen, wie er Spass damit hat. Und verletzungsfrei bleibt. Wer sich und seinen Körper realistisch einschätzt, der wird erkennen, dass Abenteuersportarten und verletzungsanfällige Disziplinen irgendwann stilvoll und mit Würde beendet werden sollten. Wo diese Grenze ist, muss jeder selbst erkennen – und sich gegebenenfalls auch auf das Urteil seiner Freunde und Familie verlassen. Ich freue mich immer, wenn ich beim Skifahren ältere Menschen treffe, die souverän ihre Kurven ziehen. Und die mit einer über Jahrzehnte erworbenen Perfektion sicher auch ein geringeres Verletzungsrisiko haben, als viele jüngeren Fahrer.

Aber nach meiner Einschätzung haben auch diese gereiften Perfektionisten, die für ihren Sport fit bleiben wollen, ein paar Spielregeln, die sie einhalten: Elegante Bewegungen funktionieren schwerlich mit einem satten Übergewicht. Und wer in der Saison fit sein will, muss auch die anderen neun Monate was tun.

„Seinen” Sport fürs Leben sollte man irgendwo im mittleren Lebensalter finden. Man sollte ihn längere Zeit ausprobiert haben, es zu einer gewissen Fertigkeit und Gewöhnung gebracht haben, um das später wieder aufleben zu lassen. Und man sollte wissen, wie man sich selbst dafür motiviert oder was einen dafür motiviert. Vielleicht macht Laufen manchen Menschen nur in der Gruppe Spass. Vielleicht brauche ich eine schöne Umgebung, viel Natur. Oder einfach meine Ruhe, keine Zuschauer und ein striktes Programm, das ich abarbeite.

Die Wahrscheinlichkeit, dass einem solche Dinge und die Eingewöhnung in späteren Lebensjahren leichter fallen, ist illusorisch. Wichtig ist auch Kontinuität: Weit verbreitet war noch in der Generation meiner Eltern die Vorstellung, dass man Dinge, für die man fünf oder sechs Jahrzehnte keine Zeit hatte, dann in Angriff nimmt, wenn man mehr Zeit hat.

Luftiges Sommer-Essen: Zucchini Feta Frittata

Sieht mächtig aus, ist aber fluffig und leicht: Zucchini-Feta-Frittata.

Sieht mächtig aus, ist aber fluffig und leicht: Zucchini-Feta-Frittata.

Zucchini haben im Supermarkt ja immer Saison. Wer eine Pflanze im Garten hat, der sucht besonders im Sommer nach Verwertungsmöglichkeiten. Die robusten Pflanzen sind eine Unterart der Kürbisgewächse und tragen manchmal viel mehr Früchte, als man mit seiner Familie normalerweise verwerten kann. Besonders interessant für all diejenigen, die eiweißreiche Kost bevorzugen, dürfte dieses Rezept sein für eine Zucchin-Feta-Frittata. Die paar Kohlehydrate der Zucchini fallen bei diesem vegetarischen Gericht kaum ins Gewicht. Die Zutatenliste ist beeindruckend kurz – was meistens ein gutes Zeichen ist – und alle Zutaten sind recht preiswert zu haben.

Zucchini raspeln - geht mit der Küchenmaschine am schnellsten.

Zucchini raspeln – geht mit der Küchenmaschine am schnellsten.

Gehackte Petersile gehört dazu.

Gehackte Petersile gehört dazu.

6 Eier für eine Frittata - darf man eigentlich auch Eierkuchen dazu sagen?

6 Eier für eine Frittata – darf man eigentlich auch Eierkuchen dazu sagen?

Auf den spannendsten Moment bei diesen Frittatats sei auch gleich hingeiwesen: Im Gegensatz zu Pfannkuchen lassen sich die dickeren und meistens noch etwas zähflüssigen Ei-Zucchhini-Gebinde (darf man auch Eierkuchen sagen?) nicht so einfach wenden: Man braucht einen Teller, ein Holzbrett oder ähnliches, das einen größeren Durchmesser hat als die Pfanne (!). Wer also die 28 Zentimeter-Pfanne benutzt für das Zucchini-Feta-Frittata, der braucht eher einen Platzteller, 30 Zentimeter Druchmesser sind auf jeden fall schon etwas knapp.

Eine Küchenmaschine mit dem Reibe-Aufsatz ist empfehlenswert, aber nicht unbedingt nötig: Zzwei kleine Zucchinis sind eine überschaubare Menge, die man auch auf einer Küchenreibe von Hand zerkleinern kann. Damit schließlich eignet sich dieses Gericht auch für die Campingküche: wenige Zutaten, wenige Gerätschaften, entspanntes Kochen mit langen Pausen.

Die Zutaten:

- 2 kleine Zucchinis (400 bis 500 Gramm) – bei mir waren es 500 Gramm
- 6 – 7 Eier (bei mir 6)
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- ein halber Bund Petersilie
- Salz, Pfeffer
- 150 bis 200 Gramm Feta (bei mir 200)

Feta-Würfel erst auf die flüssige Ei-Zucchini-Masse in der Pfanne geben.

Feta-Würfel erst auf die flüssige Ei-Zucchini-Masse in der Pfanne geben.

Nicht die Nerven verlieren: Was da blubbert wird auch noch so fest, dass man es wenden kann.

Nicht die Nerven verlieren: Was da blubbert wird auch noch so fest, dass man es wenden kann.

Ich fand die Dicke der Frittata bei einer 28-cm-Pfanne / einer 32-cm-Platte ganz angenehm mit 6 Eiern und die Teigmasse noch gut handhabbar. Kleinere Pfanne bedeutet dickere Frittata, längere Garzeit, aber auch geringerer Tellerduchmesser zum Wenden.

Zubereitung:

Zucchini waschen, Enden abschneiden, in der Küchenmaschine fein raspeln. Wer faul ist – wie ich – der lässt Zwiebel und Knoblauch auch gleich durch den Raspler. In einer beschichteten Pfanne alles mit etwas Öl andünsten, mit Salz und Pfeffer würzen, nach drei Minuten beiseite stellen.

Eier verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen, Petersilie hacken und dazu geben. Die Zucchini kurz über einem Sieb abtropen lassen und ebenfalls dazu geben. Alles gut vermischen.

Wenden geschafft: Nicht zu früh, so dass die Frittata bricht. Und nicht zu spät, so dass der Boden nicht zu dunkel ist.

Wenden geschafft: Nicht zu früh, so dass die Frittata bricht. Und nicht zu spät, so dass der Boden nicht zu dunkel ist.

Die Masse in eine Pfanne mit etwas Öl geben. Den Feta in Würfel schneiden und diese gleichmäßig darauf verteilen. 15 Minuten bei kleiner Hitze stocken lassen.

Dann kommt das große Wende-Manöver: Die Platte, die etwas größer als die Pfanne ist, obenauf legen. Pfanne und Platte gegeneinander drücken und mit Schwung wenden. Dann die Frittata umgedreht von der Platte wieder in die Pfanne gleiten lassen und dort weitere 10 Minuten bei kleiner Hitze weiterbraten.

Danach aus der Pfanne zurück auf die gereinigte Platte (dort war vom Wenden evt. noch etwas flüssiges Ei und Öl drauf) und möglichst noch warm servieren. Dazu passt frischer Salat. Die Frittata eignet sich auch gut als Fingerfood, wenn man das kreisrunde Gericht in kleine Häppchen schneidet und etwas abkühlen lässt.

Vollwertiges Mittagessen mit viel Eiweiß und Gemüse.

Vollwertiges Mittagessen mit viel Eiweiß und Gemüse.