Bratwürste selbst machen

Mehr als eine Anleitung auf Youtube: Ein Blick über die Schulter eines Profis, der aber mit relativ wenigen Zutaten und Gerätschaften arbeitet. Und nach rund 13 Minuten hat man tatsächlich den Eindruck: So schwer ist das nicht. Und: Das kann ich auch.

Die Zutaten sind fast überall erhältlich, die Geräte sind eher Küchengeräte aus dem Haushaltsbereich. Wer noch keinen Fleischwolf hat, der findet zum Beispiel hier ein passables Gerät (Fleischwolf) für unter 100 Euro. Zum Ausprobieren reichte es sicher, den manuellen aus dem Keller zu holen oder sich einen bei Eltern / Großeltern auszuleihen. Auch wenn bei denen die Freude an der Arbeit meistens etwas getrübt ist.

Sicher nicht im Haushalt vorhanden und auch schwer ausleihbar ist ein Wurstfüller wie dieser (Wurstfüllmaschine mit Fülltüllen und 3 Liter Fassungsvermögen), der aber neu schon für rund 100 Euro zu haben ist. Angesichts der Beträge, die man gerne mal für weniger nützliche Haushaltsgeräte oder fürs Grillen ausgibt, scheint das recht überschaubar.

Fleischwolf und Wurstfüller

The Beeroness: Stout BBQ Meat Ball Sliders

thebeeroness.com

Eine der Neuentdeckungen, die ich bei den Nominierten für den Award des Saveur-Magazins gemacht habe: thebeeroness.com. In diesem Blog verbindet Jackie Dodd ihre Leidenschaft für gutes Essen mit ihrer Vorliebe für Craft-Bier. Der Schwerpunkt des Blogs – man ahnt es schon – liegt auf Rezepten, in denen sich beides gut verbinden lässt. Und da macht die beeroness so manchen Weinbloggern was vor.

Eines der Rezepte ist dieses hier: Stout BBQ Meat Ball Sliders – als Beitrag zur unerschöpflichen Vielfalt von Burger und Bier. Hierzulande wird das ja meistens gleich in die Ecke Fast Food gestellt, in den USA und England haben die Rezepte einen höheren Stellenwert.

Eier zu Ostern oder wann auch immer: glückliche Hühner

In den Tagen vor Ostern spielten sich an verschiedenen Marktständen und in Supermärkten die gleichen Szenen ab: „Haben Sie noch weiße Eier?”. Bei der nun folgenden Antwort war eigentlich alles außer der Farbe egal: Preis, Herkunft, Biologisch oder nicht, brutalste Käfighaltung oder Import aus fernen Landen. Hauptsache weiß. Logisch: Wer Eier färben möchte, der denkt, mit weißen Eiern kommt das am besten zur Geltung.

Mal abgesehen davon dass das nicht stimmt (alle anderen Eier wirken genauso farbig): Dieses ein Mal im Jahr scheint der Preis keine Rolle zu spielen. Die besten Hühner-Eier, die ich je gegessen habe, haben 50 Cent das Stück gekostet. Und wenn der Hof-Bauern-Hof mit seinem Hühnermobil und den glücklichen Demeter-Hühnern hier um die Ecke liegen würde, würde ich das jedes Mal bezahlen.

Muss ja aber gar nicht sein: Die Preisdifferenz zwischen Eiern aus Freilandhaltung und Bio-Eiern ist nicht so gewaltig. Zumindest kann jede normale Familie den Bedarf an Eier damit decken, ohne in den Ruin zu getrieben zu werden. Nicht nur an Ostern.

Blog Awards 2015: SAVEUR

Saveur Blog Awards

Aaaaahhh: Endlich mal wieder eine Liste mit vielen schönen Food-Blogs: Die Nominierungen für die Blog Awards 2015: SAVEUR sind da. Neben einigen Bekannten, die man ja immer auf solchen Listen ins insgesamt 13 Kategorien findet, gibts zumindest für mich auch einige Neu-Entdeckungen. Etliches Schönes, aber leider – trotzdem das ja schon eine Elite-Auswahl ist – auch einiges Ernüchterndes.

Meine Highlights finden sich in der Kategorie ‘Best Designed Blogs’. theartofplating.com kannte ich noch nicht, sieht schön aus. Auch die anderen machen was her, vanelja.com spricht mich ebenfalls an. Kannte ich noch nicht, hier gibts auch Videos.

Überhaupt liegt mir das Thema Video ja am Herzen, auch hierfür gibts eine eigene Kategorie: ‘Best Use of Video’. Hier gibts sicher bei www.themaking-of.eu die größte Auswahl an Videos – allerdings gibts sonst auch herzlich wenig. Ansonsten finde ich diese Kategorie fast ein bißchen enttäuschend.

Das gilt auch für die Kategorie ‘Best Wine Coverage’. Schon rein optisch fallen viele Wein-Seiten gegenüber den Food- und Rezeptseiten schon ab, inhaltlich ist auch vieles eher schwer nachzuvollziehen. Da fand ich in der Kategorie ‘Best Beer Coverage’ schon schönere Beispiele, etwa http://thehopreview.com und – mein Favorit – http://thebeeroness.com: Interviews, Rezepte fürs Essen zum Bier und viel Wissenswertes zum Thema.

Hier findet sich mit http://www.pintsandpanels.com auch eines der originelleren Blogs einer Cartoonistin: Jede Beer-Review kommt als Cartoon daher. Man muss den Stil nicht mögen, aber die Idee ist gut und Reviews lassen sich schnell erfassen.

Inglorious Fruits and Vegetables – ein Bestseller in Frankreich

Und da sage noch einer, die Kunden wollten immer nur Obst und Gemüse wie aus dem Bilderbuch: In Frankreich hat die Supermarktkette aus den missratenen Früchten eine eigene Marke gemacht, und die geht sprichwörtlich weg wie die warmen Semmeln. Aufgekauft wurde Obst, das eindeutig nicht der Norm entsprach und seitens der Erzeuger als unverkäuflich angesehen wurde.

Im Supermarkt erhielten die teilweise kurios wirkenden Gewächse nicht nur ein eigenes Regal, sondern auch eine eigene “Marke”, Plakate, Erläuterungen und schließlich wurden diese Produkte sogar weiter verarbeitet und unter dem neuen Markennamen verkauft.

Die genannten Zahlen sind beeindruckend. Es lässt sich freilich schwer sagen, ob die Reduzierung des Verkaufspreises um etwa 30 Prozent ausschlaggebend war oder welchen Anteil sie am Verkaufserfolg hatte.

Hintergrund der “guten Tat” ist die Tatsache, dass jedes Jahr rund 300 Millionen Tonnen Früchte und Gemüse weltweit “entsorgt” werden. Als 2014 das Europäische Jahr gegen Lebensmittelverschwendung ausgerufen wurde, hat Frankreichs drittgrößte Lebensmittelkette Intermarche gehandelt. Schon der Name ist ziemlich vielversprechend: “the inglorious fruits and vegetables”.

Essen ohne Kohlenhydrate – Low Carb Rezepte

Low-Carb-Rezepte

Nachdem ich an dieser Stelle auch schon Low-Carb-Kochbücher vorgestellt habe, muss ich ehrlicherweise zugeben, dass die meisten Rezepte, die ich suche, aus dem Netz stammen. Auf allen großen Rezept-Websites lässt sich ziemlich gezielt suchen, aber diese Website hat nur Rezepte, die in die Kategorie Low Carb gehören: Essen ohne Kohlenhydrate.

Die Suche ist nicht ganz so übersichtlich wie zum Beispiel auf Chefkoch, weil immer gleich eine größere Vorschau des Rezepts gezeigt wird, anstelle einer relativ kompakten Liste. Und weil ich an den Schwarm glaube, verwende ich bei Suchen möglichst auch noch Bewertungen oder zumindest die Zahl der Aufrufe. Hier sollte man sich mit der Rezeptübersicht begnügen und dann dort das Passende heraussuchen. Besonderheiten sind zum Beispiel die Kategorien Trainingstag und Ruhetag.