Facebook-Werkzeuge fürs Food-Blog: in die Tiefe gehen

Facebook-Werkzeuge wie Fanpagekarma liefern Daten - und Vergleiche.

Facebook-Werkzeuge wie Fanpagekarma liefern Daten – und Vergleiche.

Facebook macht Spass, wenn man dort einen regen Austausch zum Beispiel mit anderen Food-Bloggern oder seinen Lesern betreibt. Wenn andere lesen, was man schreibt. Wenn man selbst Anregungen und Tipps findet. Und wenn letztlich auch das eigene Blog oder vielleicht sogar das eigene Business davon profitiert. Ein paar Werkzeuge und Helfer können den Blick ins Innenleben der Facebook-Maschinerie erhellen. Und vielleicht sogar dabei helfen, dass die Facebookseite und das eigene Food-Blog noch erfolgreicher werden und noch mehr Spass machen.

Facebook-Werkzeug Fanpagekarma

Irgendwann will man es ja mal genauer wissen: Was kommt eigentlich gut an, von dem was ich hier veröffentliche. Und wer interessiert sich nun genau dafür? Wer von meinen Facebook-Besuchern landet in meinem Food-Blog, vielleicht sogar bei meinem Newsletter? Es gibt zahlreiche kostenpflichtige Tools und auch sehr beliebte, kostenloses. Fanpagekarma zum Beispiel verhilft zu mehr Durchblick. Freilich muss man hierzu mindestens 100 Follower haben. Wer die noch nicht hat, sollte sich mal für die Möglichkeiten von Facebook-Anzeigen interessieren. Damit kommt man nötigenfalls recht flott über diese Schwelle – wenn die Inhalte stimmen.

Wann finden Posts die größte Aufmerksamkeit?

Wann finden Posts die größte Aufmerksamkeit?

Sehr schön ist zum Beispiel die Veranschaulichung der Tops und Flops einer Facebook-Seite bei Fanpagekarma. Hier erkennt man schon recht schnell ein Muster und kann seine künftigen Schwerpunkte vielleicht auch etwas korrigieren. Aufschlussreich ist auch die Art der erfolgreicheren Beiträge (Links, Bilder, Videos etc.). Und welche Textlängen von den eigenen Followern noch „goutiert” werden: Was zu lang oder zu kurz ist, stößt auf weniger Interesse.

Als weniger hilfreich empfinde ich die Orientierung an „guten Zeiten, schlechte Zeiten”: Der Tag und die Tageszeit einer Veröffentlichung entscheidet oft über Erfolg und Reichweite. Das ist in den Sozialen Medien ebenso wie in den Blogs, aber vielleicht sind auf jeder Plattform andere Zeiten wichtig? Nun können sich nicht alle Menschen an diesen Zeiten orientieren – oder sie wollen es nicht. Man hat ja schließlich auch noch anderes zu tunn. Man kann Posts im Food-Blog ja leicht auf die erfolgreichen Zeiten terminieren. Auch Facebook erlaubt diese Beitragsplanung. Aber wenn man selbst nicht reagieren kann zu dieser Zeit, auf Kommentare, Likes und neue Follower, dann verschenkt man auch gleich wieder etwas von diesem Vorteil.

Was machen die anderen

Auch hier kann Fanpagekarma Auskunft geben, sogar erstaunlich genau. Wer also in seinem Metier einige „große” Seiten mit großer Anhängerschaft kennt, der kann sich hier noch über einige Details schlau machen. Dieses Facebook-Werkzeug  gibt es übrigens auch direkt bei Facebook. In der Statistik findet sich die Rubrik „Seiten im Auge behalten”. Und weil jeder Food-Blogger ein paar Seiten kennt, die er gut findet und von denen man sich einige Anregungen holen kann, sollte man sie im Auge behalten. Aber erstens funktioniert es bei mir nur gelegentlich, dass ich neue Seiten hinzufügen kann. Das Phänomen gibt es schon lange und bei allen Browser. Sehr ärgerlich. Und zweitens ist die Informationstiefe doch wesentlich geringer als bei Fanpage Karma.

Der Blick über den Tellerrand ist aber immer hilfreich, das gilt auch für Anregungen.

Ideen finden – nicht abkupfern

Ideen für neue Blogposts zu finden beschreiben manche als das größte Problem. Aus Statistiken wie den oben genannten kann man nun zwar entnehmen, was ein paar andere, große Websites machen. Noch interessanter ist es allerdings mit einem Feedreader mitzuverfolgen, was andere Blogs in meinem Metier so als Thema aufgreifen. Wer jetzt anfängt, Ideen 1:1 nachzubauen, der macht sich nicht viele Freunde. Aber das ist ja auch gar nicht nötig. Wer 100 Blogposts von 20 verschiedenen Blogs aus seinem Interessenbereich liest (oder auch nur die Überschriften liest) und dann keine eigenen Einfälle für Themen hat, der sollte vielleicht das Thema wechseln.

Natürlich ist das ständige Mitlesen anstrengend, manchmal auch ermüdend. Ich benutze einem Feedreader und zwar das schon ältere Newnewswire für den Mac. Aktuell würde ich für den Einstieg Feedly empfehlen. Darüberhinaus habe ich für einige thematisch zusammenhängende Blogs die Blogadresse ebenso wie die dazu gehörende Facebook und Instagram-Seiten in ein Lesezeichen gepackt. Mit Mausklick lassen sich diese 50 Seiten auf einmal in Tabs öffnen. Und ich erfahre (etwa zwei bis drei Mal im Monat) nicht nur etwas über aktuelle Themen, sondern auch über die Gewichtung dieser Themen in den Sozialen Medien der Blogger.

Planungshelfer

Sie gehören zu den wohl wichtigsten Facebook-Werkzeugen. Auch wenn ich diese Dienste schon ein paar Mal empfohlen habe, und wenn sie deutliche Nachteile haben sollen. Dienste wie later.com für Instagram, Buffer und Hootsuite bieten schon in der kostenlosen Version, die Sozialen Plattformen zentral zu bedienen. Diese Vorausplanung soll von Facebook & Co. allerdings nicht gerne gesehen sein. Logischerweise legt man dort Wert auf aktive Nutzer. Aber wenn die Frage ist, ob ich das alles irgendwie bewältigen kann mit einem zentralen Instrument oder nicht, dann kann ich diese Nachteile durchaus billigend in Kauf nehmen – finde ich.

Seitenmanager für Facebook

Der Seitenmanager für Facebook sei der Vollständigkeit halber genannt, aber er macht mich nicht glücklich. Ich finde das Teil ziemlich unzureichend. Und offensichtlich teilen viele Nutzer dieses Urteil, wenn man sich mal die Bewertungen im App Store ansieht.

Bilderdienste

Mit Apps oder Online-Diensten wie Canvas oder Picmonkey kann man seine Bilder ebenso aufhübschen wie mit kostenlosem Bildmaterial, das man legalerweise auf Website und sozialen Profilen einsetzen darf. Unter den Stockarchiven ist Unsplash.com mein Favorit und hat nach meiner Einschätzung die „frischesten” Bilder. Ich mag die Dienste für Bildauswahl und Bildbearbeitung aber eher weniger, weil sie mit dem vorgegebenem Layout schnell für relativ einheitliches Aussehen vieler Profile sorgen. Es passiert mir nicht selten, dass ich dasselbe Bild oder dasselbe Layout an einem Tag mehrmals entdecke. Selbst etwas schlechtere, aber selbst gemachte Fotos sind in meinen Augen authentischer.

 

 

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Hollandaise: Die perfekte schnelle Sauce

Sauce Hollandaise passt hervorragend zu Spargel und anderem Gemüse sowie Fisch und Fleisch.

Hollandaise: Diese Sauce passt hervorragend zu Spargel und anderem Gemüse sowie Fisch und Fleisch.

Hollandaise ist die wohl bekannteste Sauce. Und weil sie in der „klassischen” Zubereitung etwas knifflig ist, boomen die Fertigprodukte. Denn auch wenn man sie normalerweise mit einer Anleitung sicher hinbekommt, in der Praxis kann noch immer etwas schief gehen. In der Spargelzeit erlebt der Saucen-Klassiker seine Hochsaison, aber auch zu Salaten, Gemüse und feinem Fleisch kommt die ziemlich fetthaltige Sauce Hollandaise gut an.

Es geht aber auch gelingsicher: Mit der hier vorgestellten Methode bekommt man eine „Art” Sauce Hollandaise ziemlich sicher hin. Es braucht dazu nur einen Stabmixer, auch ein einfaches Handrührgerät sollte es tun. Wer also nicht immer auf die leichter und sicherer herzustellenden Saucen wie die Bechamel-Sauce zurückgreifen möchte, der sollte sich an dieses Rezept wagen.

Sauce Hollandaise – gelingsicher

Diese Variante erspart das Rühren über einem Wasserbad, das für die genaue Einhaltung der Temperatur sorgen soll. Das verhindert ein Gerinnen der Sauce. Mit dem Handmixer bzw. Pürierstab ändert man die chemischen Prozesse etwas ab. Streng genommen ist es damit keine klassische Sauce Hollandaise mehr sondern eine Sauce nach Art der Hollandaise. Schmeckt aber nach meiner Meinung genauso gut und ist sehr gelingsicher.

Diese Variante der Sauce Hollandaise bietet sich besonders dann an, wenn der Hauptbestandteil des Gerichts wenig Aroma für eine eigene Sauce hergibt. Beim Spargel zum Beispiel ist es schwierig, alleine den Spargelsud für eine Sauce zu nutzen. Auch gedünstetes Gemüse oder Fisch bieten wenig Basis für die Saucenherstellung. Beim Fleisch ist das anders und hier würde ich eher auf den Bratenfonds für die Sauce zurückgreifen.

Die Klassiker: Sauce Hollandaise und Sauce Béarnaise

Unbestritten bleiben die „Klassiker” wie Sauce Hollandaise – oder auch die Sauce Béarnaise mit Kräutern – die Favoriten im Publikumsgeschmack. Was vom Selber-Machen abhält ist meistens die Gefahr, dass die Sauce gerinnen kann, trotz aller Vorsicht beim Erhitzen im Wasserbad. Auch die Tatsache, dass dafür rohe Eier verwendet werden, schreckt viele ab. Rohe Eier gelten als die Hauptursache für Salmonellenerkrankungen, die besonders für geschwächte Menschen gefährlich sein kann. Und natürlich schreckt viele auch der vergleichsweise hohe Aufwand. Diese Saucen werden in der klassischen Zubereitung mit einer sogenannten Reduktion von Wein, Essig u.a. hergestellt, und das ist nunmal etwas zeitaufwändiger.

Verwendet man für die Zutaten ein schmales, hohes Rührgefäß und einen Pürierstab, dann ist die Sauce – ohne Wasserbad und Reduktion – ziemlich gelingsicher. Das Risiko der Verwendung von rohen Eiern vermindert man besten, indem man ausschließlich ganz frische Eier nimmt. Ich verwende vorzugsweise Bio-Eier oder Eier vom Wochenmarkt, direkt vom Erzeuger.

Zubereitung: sehr einfach und schnell

Für eine frische Sauce nach der Art Hollandaise / Béarnaise braucht man 15 Minuten Zeit und folgende Zutaten:

Für die Hollandaise:

150 Gramm Butter
1 TL Zucker
Salz, Pfeffer
1 EL Crème fraîche
1 EL Zitronensaft
zwei Eier

Für die Béarneise:

150 Gramm Butter
1 TL Senf
1 TL Estragon
1 TL Zucker
Salz, Pfeffer
1 EL Crème fraîche
1 EL Zitronensaft
zwei Eier

 

Die Butter in einem kleinen Topf zerlassen, beiseite stellen. Zwei Eigelbe werden mit den restlichen Zutaten im Becher püriert. Dann kommt erst eine kleine Menge der geschmolzenen Butter hinzu, später in einem stetigen, kleinen Fluss der Rest. Bei mir hat das bislang noch immer funktioniert. Ich achte darauf, dass die Zutaten von der Temperatur nicht allzu weit auseinanderliegen: Eier, Senf, Crème fraîche und Senf kommen rechtzeitig aus dem Kühlschrank, die zerlassene Butter darf zwei Minuten abkühlen.

Einziger Diskussionspunkt bei uns ist der Zitronensaft: Ich schmecke gerne die Zitronennote heraus, das muss aber nicht sein. Bei dieser zitronigen Variante der Sauce Hollandaise verzichte ich auf Estragon und Senf. Immer passend: ein gekühlter Weißwein, egal ob einfacher Gutedel oder nobler Grauburgunder.

Wer eine weniger fettreiche Sauce will, der sollte nach einer Anleitung für eine Bechamel-Sauce suchen.

Spargel-Pfannkuchen mit einer Sauce nach Art der Béarnaise - so die korrekte Bezeichnung

Spargel-Pfannkuchen mit einer Sauce nach Art der Béarnaise – so die korrekte Bezeichnung

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Radtouren: Sommer-Tipp für Ausdauer-Sportler

Radtouren erweitern den Horizont und sorgen für Abwechslung.

Radtouren erweitern den Horizont und sorgen für Abwechslung.

Radtouren können frischen Schwung in ein Läufer-Leben bringen. Natürlich macht Laufen immer Spass, im Sommer noch mehr als sonst. Aber ein klitzekleines Problem des Laufens löst am besten das Rad für uns im Sommer: Abwechslung. Denn unser Aktionsradius beim Laufen ist begrenzt. Ich laufe jeden Tag etwa eine Stunde und ich kenne jeden Weg in einem großen Umkreis. Für mehr Abwechslung, neue Landschaften und Aussichten kann man nun natürlich ins Auto steigen und zu einem attraktiven Startpunkt fahren. Aber wer will das schon?

Auf dem Fahrrad verbrennen wir zwar pro Zeiteinheit weniger Kalorien, weil das Rad unser Gewicht trägt. Aber erstens kann man das gut durch Steigungen ausgleichen, die unseren Puls in ungeahnte Höhen klettern lassen. Und zweitens sind Radtouren ja etwas Besonderes. Und so können wir uns an einem freien Nachmittag auch mal zwei oder drei Stunden dafür Zeit nehmen. Oder wir planen gleich einen Wochenend-Ausflug – und sorgen so für einen hohen Kalorienverbrauch. Dann hilft das Radfahren uns auch beim gesunden Abnehmen, in dem wir die Fettverbrennung ankurbeln.

Radtouren erweitern den Horizont

Sommerliche Radtouren in die nähere und weitere Umgebung durchbrechen die Lauf-Routine und sorgen für neue Motivation. Ebenso wie übrigens Ausflüge zu anderen Sportarten. Und die Ausdauerbelastung ist hilfreich für alle, die Abnehmen wollen. Dazu freilich sollte man schon eine längere Strecke oder eine mit deutliche Steigungen wählen. Wer das Glück hat, in einem Naherholungsgebiet zu wohnen (oder nahe dran), der hat gute Chancen auf ein gut ausgebautes Radwegenetz, das einen von belebten Straßen fernhält.

Mit einer Stunde auf dem Rad schaffen wir locker die doppelte Lauf-Distanz: gute 20 statt 10 Kilometer sind schon drin. Wir lernen neue Strecken kennen, die wir vielleicht auch später mal laufen wollen – mit Anfahrt per Rad oder Auto. Mit zwei Stunden und 40 Kilometer stoßen wir in Gegenden vor, die wir sicher bislang nur mit dem Auto erreicht haben. Und eine kleine Tagestour bringt uns gut und gerne 50 Kilometer frischer Landschafts-Eindrücke.

Planung hilft

Im Gegensatz zum Laufen vor unserer Haustüre, wo wir schon jeden Winkel kennen gelernt haben, bietet sich fürs Radeln eine Planungshilfe an. Hier einige Helfer, die schon die Vorfreude deutlich erhöhen:

  • Der Radroutenplaner Baden-Württemberg ist ein gutes Werkzeug für die völlig freie Planung von Strecken und Rundtouren. Schon bei der Festlegung der Strecke hat man die Wahl zwischen der schnellsten, der bequemsten Route oder der Bevorzugung von Landesradfernwege.
  • Touristisch gut erschlossene Regionen wie der Schwarzwald haben fertige Touren parat, die nicht nur für Urlaubsgäste attraktiv sind.
  • Interessant sind daneben auch Strecken oder Teilstrecken des Radfernwegenetzes. Auf dieser Website gibts eine gute Übersicht.
  • Wer quasi maßgeschneidert eine Tour sucht, die auf seinen Standort, seine Fähigkeiten und Ausdauer zugeschnitten ist, der greift auf die Erfahrungen der großen masse zurück. Portal wie outdooractive bieten eine riesige Zahl von kleineren und größeren Touren an, die von Benutzern schon abgeradelt und dann hochgeladen wurden. Dies übrigens für alle Aktitivitäten wie Wandern, Radfahren, Mountainbiken etc.  Daneben gibt es aber auch die Möglichkeit den Routenplaner zu benutzen und selbst eine Rundtour zu entwerfen. Aber Vorsicht: Wer wenig Erfahrung damit hat, vertraut besser auf die Vorschläge der Geübteren Radler. Eine Tour wird attraktiver, wenn die gemäßigten Steigungen am Beginn liegen, die landschaftlichen Höhepunkte im mittleren Teil. Die Ortskundingen Radler werden also eher attraktive Runden entwerfen, als Ortsfremde, die nur nach Karte arbeiten.
  • Ähnlich gut sortiert ist Komoot, auch hier gibts neben den Tourenvorschlägen die Möglichkeit, selbst zu planen. Ob man die Touren bei solchen Plattformen ans Smartphone sendet, als GPS-Daten downloadet oder sich schlicht ausdruckt, hängt von der technischen Ausstattung und Versiertheit ab.

Radtour – der Dauerbrenner

Auch mobile Apps können helfen, freilich eher bei der Auswertung als bei der Planung. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Apps werten nach meiner Erfahrung durchaus unterschiedlich. So habe ich in der App des gleichen Herstellers in einer Version einen sehr viel niedrigeren Kalorienverbrauch, als in der anderen Version. Wer sich auf sein Fitness-Armband verlässt, wird unter Umständen ebenfalls enttäuscht. Denn die einfachen Schrittzähler erfassen Sportarten wie Radeln oder Schwimmen schlecht – oder überhaupt nicht.

Die beste und zuverlässigste Art einer statistischen Auswertung (wenn man die tatsächlich braucht), ist nach meiner Erfahrung der Brustgurt mit Herzfrequenzmessung. Weil mir das zu unbequem ist und ich die Kalorienangaben nicht wirklich brauche, verzichte ich aber darauf.

Wie bei einer Wanderung sind für mich die wichtigsten Anhaltspunkte Länge der Strecke und absolvierte Höhenmeter. Die sind übrigens noicht gleichzusetzen zwischen der Höhendifferenz des höchsten und des niedrigsten Punktes, sondern lassen sich am besten mit den GPS-Daten der Online-Planungsdienste gut erfassen.

Ein Blick auf die Kalorien

Auch all diejenigen, die mit dem Radfahren abnehmen wollen, sollten einige Dinge bei der Planung beachten. Zunächst bedeutet Radfahren nicht automatisch Fettverbrennung. Das hängt auch von den Belastungen ab. Wer mit dem MTB unterwegs ist und auch ein paar Höhenmeter absolviert, der hat gute Aussichten, abzunehmen. Bleibt man in der Ebene, erfolgt die sinnvollste Belastung in Intervallen – was zum Beispiel dem Charakter einer Familien-Radtour widerspricht. Ist man alleine unterwegs, kann man allerdings genau die gleichen Prinzipien für Intervall-Belastungen anwenden, wie beim Laufen auch.

Und schließlich ist der Kalorienverbrauch nicht so entscheidend fürs Abnehmen, wie die Kalorienbilanz. Um mehr zu verbrauchen als man zu sich nimmt, sollte man die Biergarten-Aufenthalte sparsam gestalten. Oder noch besser: Etwas Obst mitnehmen für einen Imbiss. Wer mit der Familie loszieht, plant besser eine gesundes Picknick ein und nimmt selbst gemachtes mit.

Ausrüstung

Dazu verweise ich auf die Webseiten der Rad-Experten, wenn sich jemand optimal einrichten möchte. Meiner Ansicht nach genügen ein alltagstaugliches Rad, Gepäcktasche oder Rucksack und ein ausreichender Trinkvorrat. Für mich ist außerdem das Smartphone mit GPS ein wichtiger Helfer. Nicht unbedingt als Navigationsgerät für die Streckenfindung beim Radeln. Aber im Zusammenhang mit einer auch ungenauen kleinen Karte kann man recht gut erkennen, wo man ist. Und das genügt in den meisten Fällen schon für eine grobe Orientierung, wenn die Auszeichnung der Rad- und Wanderwege Lücken aufweist.

Für Offline-Verwendung (bei schlechter Netzabdeckung) kann man auch Google Maps nutzen. Oder noch besser eine App wie Ulmen Pro. In beiden Fällen muss man bereits zuhause die Karten aufs Smartphone laden.

 

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Spargel-Risotto mit Lachs

Spargel-Risotto mit Lachs: Gute Geschmacks-Kombination, rasche Zubereitung.

Spargel-Risotto mit Lachs: Gute Geschmacks-Kombination, rasche Zubereitung.

Spargel-Risotto ist für mich eine Ausnahme unter den selbst gemachten Spargel-Gerichten. Denn normalerweise dulde ich neben dem Spargel keine weitere Haupt-Zutat. Wahrscheinlich ist das Gemüse alleine einfach schon zu gut. Alle Gerichte mit Spargel und Fleisch haben bei mir deswegen schlechte Chancen. Das Spargel-Risotto mit Lachs ist eigentlich nur deswegen wohl gelitten, weil der Lachs eher dezent und in kleinen Häppchen dazu kommt.

Spargel-Risotto: behutsame Mischung

Im Gegensatz zu Spargel Carbonara erfordert das Risotto etwas mehr Fingerspitzengefühl. Zwar könnte man auch hier wie bei der Spaghetti-Kombination beides zusammen garen. Durch das lange Rühren aber besteht allerdings die Gefahr, dass die weißen und grünen Spargel-Stangen beschädigt werden. Und so werden es dann doch drei Behältnisse, mit denen man geschirren muss: Pfanne oder Dampf-Einsatz für das Lachsfilet, eine emaillierte Pfanne fürs Risotto und ein großer Topf mit kochendem Wasser für die Spargelstücke.

Die Zutaten:

  • 1 Tasse Risotto-Reis (Arborio oder Carnaroli, die sind bei uns gut erhältlich)
  • 3/4 Liter Gemüsebrühe
  • 2 EL Parmesan
  • 2-4 EL Butter
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 kg Spargel, weiß und grün gemischt
  • etwa 250 g Lachsfilet, auch TK

Die Zubereitung

Auch mit drei Kochstellen bleibt die Zubereitung des Spargel-Risotto übersichtlich. Wir beginnen mit dem Lachs, der schon gekocht sein sollte. Entweder in einem Dampfeinsatz garen (geht auch prima im Schnellkochtopf). Oder klein geschnitten mit etwas Öl in der Pfanne anbraten.

Auch die Spargel-Stücke kann man schon vorbereiten. Der weiße Spargel wird geschält und in kleine Stücke geschnitten. Dann kommt er ins kochende Salzwasser, zu dem wir auch ein Stück Butter und etwas Zucker geben. Der grüne Spargel muss normalerweise nicht geschält werden, nur die Enden werden großzügig entfernt. Der grüne kommt mit fünf Minuten Verzögerung zum weißen in den Kochtopf. Nach etwa 10 Minuten sollten beide gar und bissfest sein. Am besten dann auch herausnehmen, damit sie nicht weiter garen.

Der Risotto braucht insgesamt am längsten (etwa 20 Minuten). Zur Halbzeit stoßen Lachs und Spargel und noch einige andere Zutaten hinzu. In etwas Öl zwei klein geschnittene Frühlingszwiebeln andünsten, eine Tasse Reis dazu geben, mit Gemüsebrühe ablöschen. Nun wird immer dann, wenn die Flüssigkeit fast verbraucht ist und die Reiskörner etwas am Boden der Pfanne anhaften, Gemüsebrühe hinzugegeben. (deswegen brauchts hier keine beschichtete Pfanne.)

Erst zum Ende hin vermischen

Das geht so für etwa 15 Minuten. Dann kommen 2 EL Parmesan hinzu 2 EL Butter, noch einmal Gemüsebrühe und schließlich auch die Lachs- und Spargelstückchen. Von nun an das Spargel-Risotto nur noch sehr behutsam gewendet. Es kommt nur darauf an, dass nun beides vermengt wird und sich die Aromen vermischen. Ich gebe zum Schluss statt Gemüsebrühe auch gerne einen Schluck Weißwein hinzu. Evt. mit Salz und Pfeffer würzen.

Ich weiß, dass die Parmesan-Zugabe umstritten ist. Kann man also machen, muss man aber nicht.

Wer variieren möchte, der kann natürlich auch Shrimps /Garnelen / Prawns nehmen statt des Lachs. Einen anderen Fisch als Lachs halte ich für schwierig, weil die Lachs-Stücke doch ziemlich fest sind und beim Rühren nicht zermatscht werden. Außerdem ist Tiefkühl-Lachs ganzjährig gut und preiswert erhältlich.

Dazu passt ein herber trockener Weißwein,  wie man ihn auch zu einem Fischgericht servieren würde. Am liebsten ein Wein mit etwas mehr Säure, ein trockener Weißburgunder zum Beispiel.

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Instagram Stories – nur schauen, selber nutzen oder ignorieren?

Mein Favorit für die Stories: In Apples Camera-Amm im Hochformat aufnehmen - und evt. in FCPX nachbearbeiten.

Mein Favorit für die Stories: In Apples Camera-App im Hochformat aufnehmen – und evt. in FCPX nachbearbeiten. 

Instagram Stories sind schon länger verfügbar und finden immer mehr Anhänger. Und es finden sich auch immer mehr, die dort ihre Stories hochladen und auf gute Resonanz hoffen. Wer auf Instagram gute Food-Fotos postet, dem stellen sich vor allem zwei Fragen: Lohnt es sich, dort meine Fotos einzustellen oder verpulvere ich damit gutes Bildmaterial, das nur 24 Stunden gezeigt wird? Und lohnt sich der Aufwand mit kleinen Videos, die ja auch innerhalb von 24 Stunden „produziert” werden müssen und dann ebenfalls nur 24 Stunden sichtbar sind?

Instagram Stories mit wenig Aufwand: Foto-Stories

Wer sich durch die Stories wischt bleibt entweder an sehr guten Fotos hängen (die sind eher selten) oder an guten Videos. Die Bilder, die hier gezeigt werden, haben es normalerweise einfach nicht in den Feed geschafft. Oder es sind von vorne herein nur Schnappschüsse, bei denen die Qualität keine große Rolle spielt. Wer also bei den Stories mit Fotos punkten will, der hat gute Chancen: wenn er eine Serie guter Fotos hat, die eine Geschichte erzählen. Entscheidend ist der Serien-Charakter.

Aufwändige einzelne Food-Fotos sind im Feed nach meiner Meinung besser aufgehoben. Aber wenn man es schafft, eine Geschichte zu erzählen, findet man sein Publikum. Im Food-Bereich kann das zum Beispiel, die Zubereitung es Gerichts sein. Oder Küchenalltag vom Einkauf über Zubereitung bis hin zu einer gemeinsamen Mahlzeit.

Der Nachteil: Um später auch ein formatfüllendes aus aussagekräftiges Bild zu haben, sollte man im gleich Hochformat fotografieren. Spätere Ausschnitte sind meist nicht so treffsicher. Das bedeutet meist einen ständigen Wechsel von Hoch- zu Querformat.

Mit der Nutzung von Later ist es zumindest möglich, die 24 Stunden-Frist für das Aufnahmedatum zu umgehen, da die hochgeladenen Bilder wohl einen neuen Zeitstempel bekommen. Man kann also seine Fotos in Photoshop oder Lightroom aufbereiten, und dann erst hochladen. Mit Videos funktioniert das bei later.com übrigens derzeit nur mit einem kostenpflichtigen Account. Als Alternative bleibt, den Zeitstempel  durch ein Zusatzprogramm zu beeinflussen, das die EXIF-Daten der Aufnahme ändert.

Videos: mehr Aufwand, weniger Einfluss aufs Ergebnis

Auch das Aneinanderreihen von kleinen Videos mit maximal 15 Sekunden gehorcht diesen Regeln: gute Serie, gute Geschichte. Während man sich beim Fotografieren oft schon einen Workflow erarbeitet hat mit einer Bildbearbeitungs-Software, wollen die meisten Fotografen diesen Aufwand für Videos vermeiden. Obwohl man auch mit Premier und FCPX Hochformat-Videos bearbeiten kann.

Generell tut man sich etwas leichter, wenn man…

  • … von vorneherein kurze Videoschnipsel produziert; denn Schneiden auf dem Handy ist oft schwierig.
  • … Bewegung in die Clips bringt – aber sehr langsam; rasche Schwenks oder wacklige Lauf-Aufnahmen sind eher anstrengend und auf eine Korrektur in der Video-Software will man meistens verzichten, um seine Aufnahmen schnell zu veröffentlichen.
  • … die Reihenfolge von vorneherein festlegt. gerade bei mehreren Clips ist das wichtig, weil sich diese Reihenfolge später nicht mehr ändern lässt. Man müsste alle Clips löschen und in neuer Reihenfolge hochladen.

Wer Beispiele eines Profis sehen will: Jesse Driftwood betreibt das nmit den Videos für Instagram-Stories sehr intensiv. Er stellt jeden Tag aufwändig produzierte und bearbeitete Clips in seine Story-Line. In einem Video von Peter McKinnon wird das ganz gut gezeigt.

Mein Fazit

Der Aufwand lohnt, denn die Nachfrage nach Stories und Videos ist sehr groß. Kleine Geschichten ziehen Publikum an, egal ob als Foto-Serie oder noch besser als Video-Serie. Und wer mit guten Fotos kein Wachstum seines Accounts mehr erreichen kann, der sollte es hier probieren. Wie so oft gilt: Wer etwas mehr Aufwand treibt, wird auch belohnt.

 

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Scones: Teatime mit Clotted Cream (Ersatz)

Scones mit Clotted Cream (oder einem Ersatz) und Erdbeer-Marmelade: ein Sommer-Hit.

Scones mit Clotted Cream (oder einem Ersatz) und Erdbeer-Marmelade: ein Sommer-Hit.

Ich liebe Scones. Und ich verstehe den Spott über das Essen der Engländer nicht. Sie haben die Teatime erfunden, und die Scones. Sie haben Clotted Cream und Cornish Pasties und tolle Sandwiches. Dabei sind alleine schon die Scones eine Auszeichnung wert. Noch lauwarm, frisch aus dem Ofen,mit Clotted Cream und Erdbeer-Marmelade –  das braucht sich auch vor einer deutsche Kaffee-Tafel nicht verstecken. (auch wenn aus mir kein Tee-Trinker mehr wird, und ich zur Teatime einen guten Kaffee bevorzuge.)

Tipp: Besser bei kleinem Haushalt nur die halbe Rezeptmenge verwenden.

Tipp: Besser bei kleinem Haushalt nur die halbe Rezeptmenge verwenden.

Scones – in zweierlei Hinsicht genial

Gäbe es die Scones nicht schon, man müsste sie erfinden. Ein Teig mit den einfachsten Zutaten und Backpulver statt Hefe. Keine Diskussionen um Warte- und Verarbeitungszeiten, Zimmertemperatur oder nicht. Wer um drei Uhr nachmittags Appetit auf frische Scones verspürt, liegt noch gut in der Zeit. Und kann pünktlich um vier Uhr seinen Kaffee aufsetzen.

Den Vorteilen – einfachste Zutaten und schnelle Zubereitung – steht als Nachteil allerhöchstens entgegen, dass eben Weißmehl und Zucker dominieren. Aber wer sich vernünftig und abwechslungsreich ernährt, der kann sich im Sommer einen frischen Erdbeerkuchen mit Sahne ebenso gut gönnen wie Scones mit Clotted Cream. Wobei letztere hierzulande schwer erhältlich ist und deswegen eine höhere Hürde bildet. Aber auch dafür gibts eine Lösung, doch der Reihe nach.

Fixe Teigbereitung: Nach wenigen Minuten können die Scones-Rohlinge in den Ofen - für gerade mal 15 Minuten.

Fixe Teigbereitung: Nach wenigen Minuten können die Scones-Rohlinge in den Ofen – für gerade mal 15 Minuten.

Zutaten für Scones

In unserem Zwei-Personen-Haushalt sind Scones nach diesem Rezept zwar sehr beliebt, aber von der Menge her etwas zu üppig. Man kann den Rest einfrieren oder von vorneherein zum Beispiel die Hälfte machen. Die meisten klassischen Rezepte gehen mit weniger Butter und Milch, dafür ohne Eier.

  • 500 Gramm Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 Esslöffel Zucker
  • etwas Salz
  • 2 Eier
  • 120 Gramm Butter
  • 250 Gramm Vollmilchjoghurt
  • 1 Eigelb und etwas Wasser
Fertig: außen leicht braun, innen locker und fluffig.

Fertig: außen leicht braun, innen locker und fluffig.

Die fixe Zubereitung

Was soll ich sagen? Einfach alles zusammen rühren? Fast. Das Eigelb mit Wasser heben wir uns auf. Der Teig aus den restlichen Zuataten wird ausgerollt, etwa zwei bis drei Zentimeter stark. Dann sticht man mit einem Glas runde Formen aus. Die Reste wieder vermengen, ausrollen, ausstechen, bis man das letzte Scone von Hand formt.

Eigelb mit Wasser vermischen und die Scones auf dem Backbleich großzügig bestreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad Umluft etwa 15 Minuten backen, abkühlen lassen.

Der Clotted Cream Ersatz

Was wären Scones ohne Clotted Cream? In Deutschland bleiben einige wenige Versender, wo man diese Cream bekommen kann. Gute Tipps zum selber machen habe ich nach dem Lesen des ersten Schrittes (Sahne acht bis zwölf Stunden im Backofen erwärmen) verworfen.

Allerdings findet man auch einige Anleitungen im Netz für einen Clotted-Cream-Ersatz. ich habe das aufs wesentliche reduziert und vermische Mascarpone mit etwas Sahne, bis die Konsistenz zäh, aber streichfähig ist. Ohne Zucker, Aromen, Gewürze.

Bleibt nur noch die Frage zu klären, ob man Scone mit Clotted Cream und Erdbeer-Marmelade klassisch englisch genießt (zuerst die Marmelade aufs aufgeschnitten Scone, dann die Clotted Cream) oder deutsch nach Art des Marmelade-Brötchens. Aber das kann man nun wirklich nicht als Problem beschreiben. Näher ans Original kommt man hierzulande wohl kaum.

 

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