Coffee-to-go: unterwegs Kaffee selber machen

Wer hat nicht schon unterwegs Lust bekommen auf richtig guten Kaffee? Frisch, dampfend, aromatisch, mit der Lieblings-Kaffeesorte zubereitet. Kaffee so wie zuhause. Aber die unvermeidlichen coffee-to-go-Schilder finden sich vor allem in den Städten, dort manchmal sogar im Minuten-Abstand.

Wer draußen unterwegs ist, freut sich oft schon über einen Automaten-Kaffee (diese Freude ist oft nur kurz) oder einen Supermarkt mit Backshop und Kaffee-Angeboten.

Dabei ist die Grundausrüstung für einen Kaffee unterwegs ganz einfach: Es braucht keinen mobilen Espresso-Automat mit 12V-Anschluss oder Tauchsieder und Instantpulver. Es genügen der kleinste Camping-Gaskocher und eine alte Espresso-Kanne. Wer auf Filterkaffee setzt hats auch nicht viel schwerer und findet in der Outdoor-Abteilung kompakte Lösungen.

Wichtig ist, frisches Wasser mit zu nehmen und denr guten Kaffee von zuhause. Wer aus örtlichen Quellen schöpft, merkt schnell, dass mit anderem Wasser auch der Kaffee anders schmeckt.

Ideal ist es, wenn man für seine kleine, private Kaffee-Pause den passenden Ort findet: ein ruhiges Plätzchen, eine schöne Aussicht. Fünf Minuten Ruhe und Entspannung, dann kann es weiter gehen.

Food Blogs – kann man Geld damit verdienen?

Food-Blog Simply Recipes

Das Food-Blog Simply Recipes wurde von Elise Bauer 2003 ins Leben gerufen und und gilt heute als „the highest indexing cooking site for women aged 21-49”.

Als Leser von Food-Blogs hat man diesen Aspekt sicher nicht ständig vor Augen. Aber diejenigen, die tagtäglich ihre Blogposts verfassen und schöne Bilder dazu stellen, die liebäugeln schon damit: mit der Kommerzialisierung ihres Blogs. Es gibt die verschiedensten Varianten, aus einem Blog Geld zu ziehen. Und etliche Varianten sind auch interessant für all diejenigen, die regelmäßig auf ihren ausgewählten Food-Blogs mitlesen: kann man allen Tipps und empfehlungen trauen oder stecken da finanzielle Interessen dahinter?

Eines der gravierendsten Beispiele für Kommerzialisierung ist sicher der Verkauf des Food-Blogs “simply recipes”: Elise Bauer Sells Simply Recipes Food Blog – Dianne Jacob, Will Write For Food. In diesem Beitrag wird zwar keine Zahl genannt, aber man kann nachvollziehen, welcher Wert hinter dieser Arbeit steckt. Beeindruckend ist auch, dass die Bloggerin es clever angestellt hat: Sie erzielt einen Erlös und arbeitet weiterhin an ihrem Projekt und ist an der Wertentwicklung beteiligt.

[Nur am Rande ein paar Zahlen: Rund 1 Million Facebook-Follower, 185.000 bei Pinterest, 82.000 bei Twitter und 30.000 bei Instagram, das sind schon eine Menge Menschen, die man da erreicht. Und es ist eine Menge professioneller Arbeit mit einem Team, die dahinter steckt.]

Diese Art der Kommerzialisierung ist den meisten Lesern wahrscheinlich ziemlich egal: Wer da schreibt und ob er oder sie jetzt Geld dafür bekommt, monatlich als Gehalt oder / und einmalig beim Verkauf des Blogs ist erstmal zweitrangig.

Da über das Mitlesen in einem Blog aber immer auch eine Vertrauensbildung erfolgt, sind nicht alle kommerziellen Aspekte allen Lesern völlig egal. Einige Aspekte, die Blogger und Leser berücksichtigen sollten.

Anzeigen und Affiliate-Links

Anzeigen nerven die Leser vielleicht, je nachdem wie sie gestaltet und in die Website eingebunden sind. Aber sie sind die “ehrlichste” Methode, aus einem Blog auch einen (meist recht schmalen) Erlös zu erzielen. Die Werbetreibenden suchen sich ihre Websites und Blogs entweder selbst aus oder sie geben bei einer Werbeplattform mit den entsprechenden Angaben auch einen Betrag ein, den sie zu zahlen gewillt sind. Ist der Betrag aufgebraucht, wird auch keine Werbung mehr eingeblendet.

In den Blogs erscheinen meist eher unauffällige Textanzeigen, oft in der Seitenleiste, wo sie nicht weiter stören. Eine Lösung, mit der sicher beide Seiten gut leben können, die aber nicht viel abwirft: Der Blogger liest irgendwann, Monate später, dass eine Werbung zigtausend Male eingeblendet wurde. Hängen geblieben ist oft nur ein zweistelliger Euro-Betrag. Reicht für einen Kaffee, vielleicht auch noch ein Stück Kuchen.

Unauffälliger sind Affiliate-Links: Das sind Links, wo man die vorgestellten Produkte kaufen kann. Der Food-Blogger, der den Link legt, bekommt lediglich eine kleine Provision. Der Preis ist für den Kunden immer gleich – mit oder ohne Affiliate-Link. Da das Suchen nach Produkten in der Regel etwas aufwändiger ist ohne die Links, kann man das auch als Service sehen. Wenn nicht, kann mans als Leser auch einfacher ignorieren als Werbung.

“Produktrezensionen”

Der nächste Schritt, den viele Blogger gehen, ist eine Produktrezension: Man erbittet von einem Hersteller seines Vertrauens ein Produkt und verspricht, es im Blog vorzustellen. Und wenn es kein teures Produkt ist, darf man es vielleicht behalten. Wer so etwas als Blogger auf Dauer betreiben möchte, der wird sich leicht ausrechnen, dass künftige Kooperationen eher schwierig werden, wenn man jetzt einen Verriss schreibt. Man kann es “vorauseilenden Gehorsam” nennen, aber die meisten Produktrezensionen fallen sehr positiv aus. Die Blogger begründen dies natürlich damit, dass sie von vorneherein Produkte auswählen, die sie gut finden. Das ist auch sinnvoll und leicht nachvollziehbar.

Aus dem Journalismus kennt man das Phänomen, dass auch Profis anfällig sind für weichgespülte Rezensionen. Wer kritisch schreibt muss damit rechnen, dass er keine Rezensionsprodukte mehr bekommt. Oder böse Anrufe vom Hersteller erhält, wenn nicht sogar Klage-Androhungen.

Sogenannte gesponsorte Beiträge und Partnerschaften

Der Sinn einer Sponsorenschaft wird hier meistens etwas verzerrt: Oftmals sind es einfach bezahlte Werbe-Einträge. Es gibt (meist größere) Unternehmen und Konzerne, die in solchen Partnerschaften beispielsweise eine bezahlte Anzeige damit verknüpfen, dass man regelmäßig Pressemitteilungen schickt, die auch kritisch überarbeitet und gekürzt werden dürfen, aber dennoch erscheinen sollen. Damit hat man eine klare Trennung von Werbung und Redaktion.

Andere Unternehmensvertreter sprechen deutlichere Worte: Geld oder Waren gibts gegen eine positive Beschreibung.

Bezahlte Werbe-Artikel

Diese Anfragen bekommt jeder Blogger ziemlich häufig: Eine Werbe-Unternehmen zahlt einen (meist sehr geringen) Betrag dafür, dass man auf seiner Website einen fertigen Artikel mit Bildern und Link zum Hersteller veröffentlicht. So etwas muss als Werbung gekennzeichnet werden, ist aber ein normaler Post in einem normalen Blog. Also etwas, dem die Leser von vorneherein erst einmal Vertrauen entgegen bringen. Der Text kommt aber oft gar nicht vom Blogger.

Werbung in eigener Sache

Auch das ist natürlich Werbung: Oftmals wünscht sich der Blogger, dass sich seine Leser zum Newsletter anmelden. Als Belohnung gibts einen kostenlosen Download, von etwas das nützlich sein sollte. Manchmal versucht man auch direkt ein E-Book auf diesem Weg zu verkaufen. Auch hier gilt: Das Verständnis für die Notwendigkeit der Finanzierung kann man als Leser schon aufbringen, aber die Methode ist manchmal etwas aufdringlich. Wenn zum Beispiel nach dem Lesen der ersten Zeilen schon ein Fenster mit der Aufforderung zur Anmeldung aufploppt, und man vor dem Weiterlesen erst einmal ausprobieren muss, wie man dieses Fenster wieder schließen kann (hier sind die Entwickler einfallsreich), dann nervt die Methode mehr als das Anliegen.

Blog-Verkauf

Hat man lange Zeit viel Arbeit und Herzblut in sein Blog und seine Artikel gesteckt, dann hat man vielleicht (oder auch nicht) eine große und treue Anhängerschaft, die sich auch in statistische Zahlen fassen lässt. Sind diese Zahlen gut, kann man entweder den Namen des Blogs oder tatsächlich das ganze Blog samt Konzept und Design zu Geld machen. Alleine der richtige Domainnamen kann da schon eine Menge Geld bringen.

Die Zahl der deutschsprachigen Blogs, die dafür in Frage kommen, ist eher gering. Das hat mit der Reichweite zu tun, die natürlich im englichsprachigen Raum wesentlich höher ist.

Die Lesefrage: Wie halte ichs nun mit meinen Blogs?

Letztlich wird das jeder nach eigenem Geschmack und Sympathien für den / die Schreibende(n) entscheiden. Die oft kritisierte einfache Werbung oder Affiliate-Links sollten aber immer den kleinsten Einfluss haben: Das ist meiner Ansicht nach die offenste Art der Werbung, die man als Leser auch am einfachsten ausblenden kann.

Beschreibt jemand nur Produkte eines bestimmten Herstellers, veröffentlicht er regelmäßige bezahlte Werbe-Beiträge oder entdeckt man auf solchen Seiten laufend Pressemitteilungen, die als eigener Bericht daher kommen, sollte man als Leser nachdenklich werden.

Klar ist: Je professioneller Websites und Blogs werden (und bei Food-Blogs ist die Professionaliserung unübersehbar), desto wichtiger sind Methoden, mit denen man diese Arbeit finanziert. Transparenz ist für beide Seiten immer eine gute Sache.

Wer einen Einblick bekommen möchte, wie sich Blogs refinanzieren, der kann zum Beispiel auf die Website selbständig-im-netz schauen. Dort veröffentlicht Autor Peer Wandiger nicht nur Tipps für Blogger zum Geld verdienen im Netz. Er zeigt regelmäßig auch die Einnahmen deutschsprachiger und internationaler Blogs. Die Spanne ist enorm.

Eines der beeindruckendsten Beispiel dieser kommerziellen Blogs, die richtig handfeste Einnahmen erzielen, ist die amerikanische Website pinchofyum.com. Dort wurde aus einem Food-Blog ein richtig komplexes Geschäftsmodell entwickelt. Und aus den monatlichen Zahlen lässt sich ersehen, auf wie vielen Wegen man Einnahmen erzielen kann. Auch die Gesamtsumme von einigen zigtausend Dollars pro Monat an Einnahmen spricht eine eigene Sprache.

Fazit bleibt, dass in der schier unübersehbaren Vielfalt auch deutschsprachiger Food-Blogs die allermeisten mit sehr viel Herzblut betrieben werden – und sehr ehrlich: Den meisten geht es wirklich um die Lust am Kochen und Backen und darum, andere teilhaben zu lassen. Ein paar Anzeigen sollte man als Leser dafür in Kauf nehmen.

Die Sicht der Schreibenden

Wer heute einsteigen möchte in die Food-Bloggerei, der hat soviele Möglichkeiten wie nie zuvor. Wer aber auf gute Besucherzahlen und Erlöse schielt, der hat es dagegen deutlich schwieriger als noch vor einigen Jahren. Wie schon in dem oben verlinkten Artikel beschrieben, sind die Anforderungen für diese Art des Erfolgs (der nichts mit dem persönlichen Erfolg zu tun haben muss) gestiegen. Heute geht nichts ohne Soziale Medien, erstklassige Bilder, die in verschiedenen Formaten und in verschiedenen Posts bei Facebook, Google+, Twitter und Pinterest veröffentlicht werden, gleich mehrmals sogar. Dazu kommen Kenntnisse in der Suchmaschinen-Optimierung und einiges mehr.

Meiner Ansicht nach ist auch die am meisten verbreitete Form des Food-Blogs, die reine Rezepte-Sammlung, ein Auslaufmodell: Klar liest man gerne bei vielen Food-Bloggern mit, die einen eigenen Stil haben beim Kochen und Backen, beim Schreiben und Gestalten. Aber wer heute Rezepte sucht, der sucht über alle Websites hinweg und bleibt dort hängen, wo er was passendes findet. Eine Anhängerschaft zu finden und aufzubauen wird damit immer schwieriger.

Das soll niemanden in seinem Tatendrang hindern: Bloggen macht Spass, bringt viele neue Bekanntschaften und das eigene Food-Blog kann ein großes persönliches Erlebnis und persönlicher Erfolg sein – auch mit wenigen Anhängern.

Histamin im Wein: es geht auch fast ohne | bestebioweine.de

Histamin im Wein

Als Nachklapp zum Histamin-Artikel hier noch ein etwas speziellerer Bericht zum Thema Histamin im Wein: Histamin im Wein: es geht auch fast ohne | bestebioweine.de.

Nachdem Wein-Experten schon lange behaupten, ohne Histamin geht es nicht und wenn es doch geht, dann schmeckt es nicht, trauen sich nun erste spezialisierte Anbieter auf den Markt. Vielleicht ist es wie beim alkoholfreien Bier oder wie Lebensmitteln ohne Zusatzstoffe: Wenn die Nachfrage groß genug ist und der Druck auf den Markt wächst, dann werden auch Angebote entwickelt.

Vegane Weine sind ja auch auf dem Markt und weisen keine geschmacklichen Beeinträchtigungen auf. Alkoholfreie Weine überzeugen größtenteils noch nicht so richtig, und histaminarme Weine sind nach Ansicht einiger Experten durchaus in guter Qualität machbar, wenn man das von Anfang an (sprich: schon im Rebberg) als Ziel vor Augen hat.

Reinheitsgebot bei Bier: eine Illusion?

Das Reinheitsgebot für Bier

Die Zeit geht kritisch mit dem Reinheitsgebot ins Gericht: Reinheitsgebot: Die reine Illusion | ZEIT ONLINE. Das 500-Jahre-Jubiläum ist natürlich nicht nur Anlass für ausgeprägte PR sondern auch für kritische Worte. Um darüber auf dem Laufenden zu sein, bietet sich der Zeit-Artikel an.

Je mehr ich über das Pro und Contra zum Reinheitsgebot lese, komme ich zu dem Schluss: Mit Reinheitsgebot ist wahrscheinlich – trotz aller Mängel – immer noch besser als ohne. Wer verfolgt, wie schwierig es heute ist, Unternehmen (nicht nur) im Lebensmittelbereich dazu zu bringen, Inhaltsstoffe zu deklarieren, der wird das Reinheitsgebot nicht so schnell kippen wollen.

Was nicht bedeutet, dass man hinsichtlich der Transparenz noch einige Dinge verbessern könnte.

Allergien, Heuschnupfen und der Histamingehalt in Lebensmitteln

Histamingehalt in Lebensmitteln

Wer unter Allergien leidet, der sucht meistens nach Auslösern, die man tunlichst vermeidet. Der Hausarzt kann hier ein großes Stück weiterhelfen: Durch Tests lässt sich ermitteln, worauf der Körper allergisch reagiert. Doch nicht immer lassen sich allergieauslösende Stoffe komplett vermeiden. Und manchmal wirken auch andere Ursachen auf die Art, wie man auf allergische Stoffe reagiert: zum Beispiel Histamine. Der Arzt kann das besser erklären, aber an dieser Stelle soll mal die Definition von Wikipedia ausreichen:

Wichtige Mitwirkungen des Histamins sind seine Funktion an der Abwehr körperfremder Stoffe und seine pathologische Beteiligung an der Symptomatik von Allergien und Asthma.

Wer auf zunehmende Beschwerden weiter nachforscht, der erhält vielleicht eines Tages (wie ich vor etlicher Zeit) von seinem Hausarzt eine Liste von Lebensmitteln, die einen besonders hohen Histamingehalt haben. Dieser Histaminpegel kann Auswirkungen darauf haben, wie stark man allergisch reagiert.

Es gibt allerdings noch eine zweite Gruppe von Lebensmitteln, die dafür ausschlaggebend sein können: Sogenannte Histaminliberatoren sind Lebensmittel, die selbst zwar nur wenig Histamin enthalten. Aber sie begünstigen die Histaminausschüttung im Darm begünstigen oder sie blockieren das Enzym DiAminoOxidase (DAO), das hilft, Histamin abzubauen.

Nimmt man beide Listen von Lebensmitteln zusammen, dann kommt man so ziemlich auf alle Dinge, die einem (oder besser gesagt: mir) gut schmecken. Und die sollte man weglassen, wenn man akut unter Allergien leidet.

Ein sollte Liste findet man auch an vielen Stellen im Internet. Allerdings musste ich ziemlich lange suchen, bis ich eine fand, in der auch – wie in der von meinem Hausarzt – der Histamingehalt aufgelistet wird. Diese hier nennt beide Kataegorien und Histamingehalte.

Um es klar zu sagen: Ich bin kein Arzt und dies ist keine wissenschaftliche Erörterung des Themas mit konkreten Handlungsanweisungen. Mich hat mein Hausarzt darauf hingewiesen, schon vor längerer Zeit, und ich habe den Eindruck, dass es mir in Zeiten mit hoher allergischer Belastung besser geht, wenn ich diese Aspekte berücksichtige.

Wer sich nun nicht nach Liste ernähren möchte, der kommt mit einigen groben Anhaltspunkten schon ganz gut über die Runden:

Frisch ist immer besser

Meistens bildet sich Histamin vor allem in der Zeit von Lagerung, Reifung, Fermentation: Je länger der Enstehungsprozess oder die Lagerung, desto höher ist in vielen ( nicht allen) Fällen der Histamingehalt. Guter Käse oder Rotwein sind dafür gute Beispiele. Darüberhinaus haben aber auch Sauerkraut oder Rohwürste recht hohe Histamingehalte, aber auch Gemüsesorten wie Spinat und Tomaten – auch wenn man sie ganz frisch verzehrt. Bei alkoholischen Getränken sollte vor allem von Rotwein und Sekt die Finger lassen.

Ohne Histamin, aber Histamin frei setzend

Das ergänzt sich ganz prima, denn die anderen wohlschmeckenden Dingen finden sich nun auf dieser Liste: Schokolade und Kakao zum Beispiel begünstigen die Histaminausschüttung im Darm oder hemmen das Enzym Enzym DiAminoOxidase. Auch Zitrusfrüchte, Champignons und Nüsse. Auch Alkohol sollte man besser meiden, weil es die Wirkung des körpereigenen Enzyms herabsetzt.

Was bleibt?

Da hilft jetzt die genannte Liste wieder weiter: Denn nicht alle Käsesorten zum Beispiel haben einen sehr hohen Histamingehalt. Brie und Edamer statt Harzer Käse und Gorgonzola – damit kann man doch auch leben, oder? Beim Fisch sticht die Sardine hervor und frischer Kabeljau erscheint unter diesem Blickwinkel auch ganz verlockend. Besser als Hering und Meeresfrüchte. Auch die Wurst-Liste sorgt dafür, dass man auch als Genießer nicht am Leben verzweifelt, wenn man sich unter diesem Gesichtspunkt etwas einschränkt.

Auch gibt es von der oben genannte Regel – stark gereifte oder lange gelagerte Lebensmittel meiden – dieser Liste zufolge einige Ausnahmen, die zumindest mich verblüffen: Whisky, als Alkohol besser zu meiden, hat einen geringen Histamingehalt, blockiert aber DAO. Sardine ist mit Null-Histamin so gar nicht fischig. Banane und Putenfleisch (kennt man ja von anderen „Diäten”) geht immer. Und Hefe oder Hefe-Extrakt schneidet schlecht ab (und hat ja eh schon keinen guten Ruf).

Alles in allem ist mein Eindruck, dass man auf die zündenden Geschmacksträger verzichten sollte, wenn man befürchtet, dass ein hoher Histamingehalt in der Nahrung die Erscheinungsformen von Allergien beeinflusst. Ich verzichte in dieser Zeit übrigens auch auf ganz scharfe Sachen wie Chili. Da viele Allergien ja auch Jahreszeiten bezogen sind, ist ein solches Ausweichen ja nicht für immer und ewig. Und für eine Testphase von ein oder zwei Wochen kann man das auf jeden Fall in Kauf nehmen.

Müsli selber machen

Für ein leckeres Müsli zur gesunden Ernährung gibt es viele Möglichkeiten. In den meisten Fällen beschränken sich viele Menschen aber auf eine „Standardvariante”. Die sieht oft so aus, dass frisches Obst mit Milch oder Joghurt und einer Fertig-Müsli-Mischung kombiniert wird. Dagegen ist nichts zu sagen: Das ist ein guter Start in den Tag und ein wichtiger Baustein für gesunde Ernährung. Wer mal drei Minuten mehr investieren möchte, weil er auf Lust auf was Besonderes hat, der stellt sich sein Müsli selbst zusammen.

Bei mir mussten es dazu die Zutaten Blaubeeren (Heidelbeeren) und Schokolade sein, und ein paar Röstaromen. Damit kommen automatisch noch ein paar Geschmacks-Erlebnisse gratis dazu: Die Mischung aus weich (Joghurt mit Haferflocken) und crunchy (geröstete Mandelsplitter) finde ich reizvoll (ich mag keine breiigen Müslis). Und die Kombination von heißen Beeren mit etwas Saft und kaltem, cremigen Joghurt finde ich ebenfalls eine gute Mischung.

Das Rezept

Los gehts, die Zutaten: Ich verwende Bio-Joghurt, Haferflocken, Mandelsplitter, tiefgekühlte Heidelbeeren, Bitter-Schokolade und Ahorn-Sirup. Zuerst kommen die Mandelsplitter in die Pfanne. Sie werden geröstet, bis sie leicht gebräunt sind und man die Röstaromen riechen kann. Dann wird die Hitze herunter gedreht und es kommen die Haferflocken dazu. Die werden aber nur noch erwärmt.

Währenddessen schneide ich ein Stück Bitter-Schokolade mit dem großen Küchenmesser ganz fein. Wenn Haferflocken und Mandelsplitter fertig sind kommt ein Schuss Wasser in die Pfanne und die tiefgekühlten Heidelbeeren werden erhitzt. Die dürfen kurz richtig ”brutzeln”, weil sie dabei etwas Saft verlieren, der sich mit der Flüssigkeit in der Pfanne verbindet. Außerdem sollten die Heidelbeeren in Inneren auch nicht mehr gefroren sein.

In die Müsli-Schale kommen dann die warmen Haferflocken und Mandelsplitter, der Bio-Joghurt (den man auch leicht selbst machen kann, aber das ist eine andere Geschichte), und schließlich die klein gehackte Bitter-Schokolade und etwas Ahorn-Sirup als Süßungsmittel.

Das Ganze geht relativ schnell vonstatten. Die Zutaten sind alle griffbereit, bei mir waren auch alle in Bio-Qualität vorrätig. Die reine Bereitungszeit beschränkt sich auf ein paar Minuten. Die tiefgekühlten Beeren sind übrigens in meinen Augen keine Notlösung: Frisches Obst lässt sich nur schwer erhitzen, ohne dass es matschig wird. Und tief gekühlte Beeren, egal ob aus dem garten oder gekauft, gibts auch in Bio-Qualität. Sie lassen sich sogar besser portionieren, als wenn man das frische Obst pfundweise kauft, was natürlich für den Sommer trotzdem die reizvollere Variante ist.