Aprikosenknödel: Süße Früchte in Teig

Zu den Aprikosenknödeln passt gut Vanille-Sauce oder Vanille-Eis.

Zu den Aprikosenknödeln passt gut Vanille-Sauce oder Vanille-Eis.

Aprikosenknödel haben eigentlich im Sommer Hochsaison. Aber da es fast immer reife Früchte aus südlicheren Ländern gibt, kann man das Rezept öfters wieder hervorholen. Aprikosenknödel sind nur eine Variation der zahlreichen von Süßspeisen-Knödel, die man in gleicher Art auch mit Marillen, kleinen Weinbergspfirsichen oder Zwetschgen machen kann. Damit begleitet einen diese Süßspeise in Variationen über mehrere Monate des Jahres. Es gibt also immer genügend Möglichkeiten, das auszuprobieren. (mehr …)

Kartoffelwaffeln – die pikante Waffel-Variante

Kartoffelwaffeln, die 'dicke' Variante.

Kartoffelwaffeln, die ‚dicke‘ Variante.

Waffeln stehen ziemlich weit oben auf unserer Favoritenliste. Und bislang waren es vor allem süße. Auf der Suche nach Variationen stößt man schnell auf pikante Waffeln, eine gute Alternative zu unseren bevorzugten Hefeteig-Waffeln, bevorzugt Brüsseler Waffeln. Und weil unser Waffeleisen ziemlich dicke Waffeln bäckt, eignen sich die pikanten Waffeln mit etwas Crème fraîche oder Kräuterquark, evt. mit einer Scheibe Räucherlachs obenauf,  auch als Hauptmahzeit.

Kartoffelwaffeln – das Rezept

  • etwa 400 bis 500 Gramm Kartoffeln*
  • 100 ml Milch*
  • 2 EL Butter
  • 50 Gramm Mehl
  • 1/2 gestrichener TL Backpulver
  • 1 Ei
  • Öl für das Waffeleisen

* Diese Mischung erfolgte eher nach Gefühl bzw. wurde durch Mehl und Milch ‚handfest‘ gemacht, damit der Teig schön zäh ist. Hängt ja immer auch von der Kartoffelsorte ab.

Kräuterquark mit frischen oder TK-Kräutern anrühren aus

  • Magerquark
  • Milch
  • Salz und Pfeffer.

Oder Kräuter Crème fraîche verwenden.

  • Räucherlachs

Die Zubereitung

Weil es in unserem badisch-schwäbischen Haushalt eine Spätzlespresse gibt, werden die gekochten Kartoffeln durchgedrückt und in einer Rührschüssel mit Mehl, Backpulver und dem Ei vermischt. Die Milch etwas erwärmen und die Butter dazugeben. Diese Mischung dann unter die restlichen Zutaten rühren.

Die Kartoffelwaffeln im heißen Waffeleisen nacheinander ausbacken und entweder warm stellen oder am Tisch gleich frisch laufend den Nachschub produzieren. Wenn man wie wir ein Waffeleisen für extra dicke Waffeln hat, sollte man beim Öffnen des Waffeleisens behutsam vorgehen. Offensichtlich wird dieser Teig nicht so fest wie zum Beispiel der Hefeteig. Öffnet man zu schnell, wird die Waffel quasi in ein Ober- und Unterteil getrennt. Also die dicken Waffeln eher etwas länger backen und behutsam öffnen.

Dazu passen Kräuterquark und Räucherlachs und ein Salat, aber natürlich auch jede andere pikante Mischung: Zum Beispiel Schinkencreme oder Brotaufstrich als weiche Auflage und Gemüse als fester Bestandteil. Reizvoll fand ich auch die Variante mit Kräutern im Waffelteig. Aber ich vermute mal, dass die außen liegenden Kräuter im Waffeleisen anbrennen. Deswegen die Lösung mit dem Kräuterquark.

 

 

Apfelküchle: Die Süßspeise nicht nur für den Winter

Apfelküchle als Winter-Süßspeise, wenn die Äpfel nicht ganz so frisch, knackig und säuerlich sind.

Apfelküchle als Winter-Süßspeise, wenn die Äpfel nicht ganz so frisch, knackig und säuerlich sind.

Apfelküchle gehören für mich mit zu dem Besten, was man aus Äpfeln machen kann. Ich mag meine Äpfel normalerweise knackig frisch, mit fruchtiger Säure und einer verhaltenen Süße. So sind sie meistens nur, wenn sie frisch vom Baum kommen (oder aus dem Lagerhaus). Aber auch bei sorgfältiger Planung und mit viel Augenmaß bleiben immer mal Äpfel ein paar Tage zu lang liegen. Dann sind sie nicht mehr ganz so knackig und schmeckern auch süßlicher als die frischen.

Dann ist die richtige Zeit, meistens im Winter, um die Süßspeise Apfelküchle mit Vanillesauce wieder auf den Speiseplan zu setzen.

Diese selbst gemachten und in der Pfanne gebratenen Apfelküchle haben übrigens wenig gemein mit denen aus dem Restaurant, die normalerweise tiefgekühlt direkt in die Fritteuse wandern.

Zutaten für Apfelküchle und Vanillesauce:

Pfannkuchenteig

  • 100 g Mehl
  • 1 Ei
  • 80 ml Milch
  • 30 g Zucker
  • 4 Äpfel
  • Öl für die Pfanne
  • Zucker und Zimt zum Mische

Vanillesauce

  • 1 Vanilleschote
  • 2 EL Zucker
  • 250 ml Sahne
  • 2 Eigelb
    (Anmerkung: Wem das mit den Eigelb in der Sauce nicht geheuer ist oder wer nicht die Zeit hat, das in Ruhe zu machen, der sollte ausnahmsweise eine ‚Päckles-Sauce‘ verwenden, die mit Milch aufgekocht wird. Ich persönlich würde dagegen die Finger lassen von fertigen Vanillesaucen in flüssiger Form.)
Die selbst gemachte Vanillesauce zu den Apfelküchle ist das Tüpfelchen auf dem i.

Die selbst gemachte Vanillesauce zu den Apfelküchle ist das Tüpfelchen auf dem i.

Zubereitung:

Man sieht schon an der Zahl der Äpfel, dass dieses Essen nicht nur als Dessert, sondern auch als Hauptmahlzeit taugt. Der Teig ist ein klassischer Pfannkuchenteig, den ich ehrlich gesagt normalerweise ohne Anleitung nach Gefühl zubereite. Wichtig ist die Konsistenz.

Eier, Zucker, Milch und Mehr vermischen, fünf Minuten ruhen lassen. Der Teig muss zähflüssig vom Schneebesen herabfließen. Für Apfelküchle mache ich den Teig nochmal einen Tick fester, als für Pfannkuchen.

Wer keine Angst vor gerinnenden Eiern hat, der kann (und sollte) seine Vanillesauce auch selbst machen. Das braucht ein bißchen mehr Zeit, man sollte es einfach mal probieren. Dazu die Vanilleschote aufschneiden und das Mark herauskratzen. Vanilleschote, Mark, Zucker und Sahne in einem Topf erhitzen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Vanilleschote kommt danach wieder raus.

Die Eigelbe verquirlen und mit dem Schneebesen in die Sahne rühren. Jetzt die Flüssigkeit behutsam erhitzen, bis sie dickflüssig wird. Sie darf nicht kochen! Etwas fester wird sie noch, wenn man sie in den Kühlschrank stellt. Ich mag die Vanillesauce aber am liebsten heiß.

Kein Muss zu diesem Gericht, aber ziemlich passend ist für mich die Zimt & Zucker Mischung, die nachher über die fertigen Apfelküchle gestreut wird.

Jetzt an den Herd. Die Äpfel werden geschält, das Kerngehäuse ausgestochen, die Äpfel in Ringe schneiden. In einer Pfanne das Öl erhitzen, die Apfelringe im Teig wenden und sofort in die Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze bräunen, dann wenden. Apfelküchle im Ofen warm halten und zusammen mit Zimt & Zucker und der Vanillesauce servieren.

 

Blaubeer-Pfannkuchen: express und draußen

Handverlesen oder großzügig: Die Menge an Blaubeeren kann jeder für sich aussuchen.

Handverlesen oder großzügig: Die Menge an Blaubeeren kann jeder für sich aussuchen.

Blaubeer-Pfannkuchen gehören sicher zu den Dingen, an die sich Koch-Anfänger zuerst wagen (nach Spaghetti). Die Pfannkuchen zu machen ist schon „richtiges” Kochen (nicht nur Wasser und Sauce warm machen). Die Teig-Flundern sind ausgesprochen lecker, gelingsicher und haben mit einer Dreingabe (Blaubeeren im Teig oder Früchte und Nutella oben drauf) schon einen extra Kick.

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Südtiroler Spinatknödel – mehr als Urlaubs-Erinnerungen

Südtiroler Spinatknödel: mehr als eine Urlaubs-Erinnerung. Sie schmecken auch zuhause.

Südtiroler Spinatknödel: mehr als eine Urlaubs-Erinnerung. Sie schmecken auch zuhause.

Südtiroler Spinatknödel sind wahrscheinlich allen Urlaubern bekannt, die mal ein paar Tage in Südtirol verbracht haben. Man findet die Spinatknödel frisch zubereitet in Metzgereien, aber auch im Supermarkt, in feinen Restaurants und auf Berghütten. Und natürlich auch abgepackt. Aber die Südtiroler stehen wohl eher auf die frischen Spinatknödel, wenn sie sie nicht gleich selbst machen. Ich mag sie unter anderem deswegen weil ich erstens so ziemlich alle Knödel mag (Semmelknödel, Aprikosenknödel etc.). Und zweitens sind die Südtiroler Spinatknödel mit schönen Urlaubserinnerungen verbunden. Zum Beispiel ein Essen nach einer einer schönen Wanderung in einer Berghütte auf mehr als 2000 Metern Höhe, wo es oft erstaunlich feines Essen gibt.

Nachdem ich dieses Rezept zuhause ausprobiert habe, weiß ich: Dieses Geschmackserlebnis funktioniert auch zu Hause. Selbst ohne Blick auf die Berge, das schöne Wetter und die Impressionen der Südtiroler Landschaft bleibt ein ganz simples aber tolles Essen. Also unbedingt ausprobieren!

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Das definitive Ratatouille-Rezept – als Hauptgericht oder Beilage, auch kalt oder aufgewärmt

Ratatouille braucht wenig, macht geschmacklich viel her und hat wenig Kalorien.

Ratatouille braucht wenig, macht geschmacklich viel her und hat wenig Kalorien.

Selten ist etwas universeller als Ratatouille: Der klassische provenzalische Gemüse-Eintopf steht bei den Franzosen hoch im Kurs, kommt bei uns aber noch immer viel zu selten auf den Teller. Neben einem guten Olivenöl und ein paar Kräutern (Rosmarin, Thymian, Basilikum) und Knoblauch braucht man vor allem die klassischen Sommergemüse-Sorten: Zucchini, Auberginen, Paprika und Tomaten sowie Zwiebeln und Knoblauch.

Idealerweise hat dieser Eintopf wenige Kalorien, weil er eben fast nur aus Gemüse besteht: Das ideale Sommergericht zum Abnehmen also. Wer die Kohlehydrate des Baguettes einsparen möchte, der kann ja gebratenen Fisch oder scharfe Würste wie Merguez dazu essen – oder das Gemüse-Gericht pur genießen. Da nur natürliche Zutaten in dieses vegetarische Gericht kommen, braucht man sich auch über versteckte Zutaten keine großen Gedanken machen. Die Zubereitungszeit ist mit etwa 20 bis 30 Minuten sehr überschaubar und klassische Küchenfertigkeiten braucht man kaum: Schnippeln und Braten, das wars schon.

Ratatouille mit Variationen

Reizvoll ist auch, dass man immer wieder kleine Abwandlungen vornehmen kann. So habe ich in die Winter-Variante auch schon Kartoffeln mit hereingenommen. Und die klassische Würzung mit Chilischoten habe ich mittlerweile durch Sriracha ersetzt, scharfe Chilisauce die man heute in fast jedem Supermarkt erhält und die praktischer für die Dosierung der Schärfe ist.

Frische Ratatouille-Zutaten gibts jetzt an jeder Ecke.

Frische Ratatouille-Zutaten gibts jetzt an jeder Ecke.

Kräuter aus dem Garten dürfen beim Ratatouille nicht fehlen

Kräuter aus dem Garten dürfen beim Ratatouille nicht fehlen

Ratatouille-Rezept

Zutaten:
– rote und gelbe Paprikaschoten
– zwei Zucchini
– eine Aubergine
– sechs Tomaten
– 2 bis 3 Zehen Knoblauch
– Srirache
– 1 EL Tomatenmark
– etwas Gemüsebrühe
– Rosmarin, Thymian, Basilikum

Zuerst schäle ich die Paprikaschoten. Die Haut von Nachtschattengewächsen wie Tomaten und eben auch Paprika ist für den Menschen unverdaulich, manchen bereitet sie auch Probleme oder sie mögen die Hautstückchen im Essen nicht. Bei Tomaten bin ich da tolerant, Paprika schäle ich mit genau diesem Schäler (es gibt noch ein baugleiches Modell von WMF). Kleingeschnippelt werden die Paprika mit frischen geschnittenen Gemüsezwiebeln in einem Schmortopf angebraten.

Schnippeln ist angesagt. Und: Die Reihenfolge ist wichtig, damit alles halbwegs gleichzeitig gar wird.

Schnippeln ist angesagt. Und: Die Reihenfolge ist wichtig, damit alles halbwegs gleichzeitig gar wird.

Zwiebel und Paprika machen den Anfang: Von hart zu weich.

Zwiebel und Paprika machen den Anfang: Von hart zu weich.

Danach kommen geschnittene Zucchini und Auberginen dazu, dann erst der Knoblauch, Salz und Pfeffer. Bevor das Gemüse zu weich wird lösche ich mit Gemüsebrühe ab und rühre das Tomatenmark unter. Zum Schluss noch die Kräuter dazu und einmal durchgemischt – fertig.

Geschnippeltes Gemüse wie das Ratatouille gewinnt vielleicht keinen Fotopreis, ist aber unheimlich lecker - warm und kalt.

Geschnippeltes Gemüse wie das Ratatouille gewinnt vielleicht keinen Fotopreis, ist aber unheimlich lecker – warm und kalt.

Ratatouille ist frisch aus dem Topf ein Genuss, gehört aber erstaunlicherweise zu den wenigen Essen, die (vor allem an heißen Tagen) ebenso gut abends noch kalt gegegessen werden können. Auch aufwärmen und am nächsten Tag als Beilage verwenden (zu Fisch) ist eine gute Idee.

Im Ratatouille stecken so viele Aromen, dass schon die geringe Menge Sauce was hermacht.

Im Ratatouille stecken so viele Aromen, dass schon die geringe Menge Sauce was hermacht.