Alleine Fotografieren in der Küche

Alleine fotografieren in der Küche: mit ein paar Hilfsmitteln bekommst Du beste Ergebnisse.

Alleine fotografieren in der Küche: mit ein paar Hilfsmitteln bekommst Du beste Ergebnisse.

Alleine Fotografieren in der Küche, das haben alle Foodblogger drauf. Essen anrichten, Deko arrangieren und vielleicht noch die Speisen ein bißchen aufhübschen. Knifflig wird es, wenn wir mal nicht nur das Essen in den Blickpunkt rücken wollen. Jedem ist schon aufgefallen, dass Food-Accounts auf Instagram etwas eintönig wirken, wenn immer nur das Essen im Mittelpunkt steht. Für vieles andere, erst recht wenn wir selbst im Bild sein wollen, bräuchte man aber sprichwörtlich eine helfende Hand. Jemanden der uns fotografiert, beim Anrichten, Zubereiten, Probieren. Hier sind meine Tipps, wie Du dir selbst behelfen kannst beim alleine fotografieren, damit in Deinen Bildern auch Menschen (meistens Du selbst) zu sehen sind. Es sind erprobte Selfie-Tipps, die für die Küche taugen.

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Food Fotografie Sandwich Foto: Croque Monsieur

Sandwich Foto: Food Fotografie Croque Monsieur

Sandwich Foto: Food Fotografie Croque Monsieur

Wer kennt das als Foodblogger nicht? Man bereitet eine Kleinigkeit wie ein Croque Monsieur zu, das äußerst verlockend duftet und sehr lecker schmeckt. Aber die Aufgabe, das gerade Zubereitete im Blog mit ansprechenden Foodfotos zu präsentieren, erweist sich als knifflig. Auch bei diesem Gericht bleibt ein Sandwich eben nur ein Sandwich. Und ein Sandwich Foto ist eben eher schlicht. Deswegen hier ein paar Tipps zur Food Fotografie, damit Du Deine Gerichte besser in Szene setzen kannst.

So etwas einfaches wie ein Sandwich Foto verlangt nach ein paar einfachen Tricks, um es besser zur Geltung zu bringen. Natürlich kann man sich in der Hochglanz-Presse einige Beispiele suchen, denen man nacheifert. Aber der Aufwand ist beträchtlich. Und das Ergebnis sieht weniger aus, als wäre es in der eigenen häuslichen Küche entstanden. In meinen Augen ist das für ein Foodblog eher weniger ratsam. Denn  viele Besucher wollen doch eher Gerichte, die sie mit wenig Aufwand zuhause nachkochen können.

Hier geht es übrigens zum Rezept für Croque Monsieur.

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Food Fotografie: 5 einfache Tipps für gute Ergebnisse

Food Fotografie ist etwas speziell. Wer erfarhungen sammeln will, welche Motive gut ankommen, erhält Antworten bei Instagram.

Food Fotografie ist etwas speziell. Wer Erfahrungen sammeln will, welche Motive gut ankommen, erhält Antworten bei Instagram.

Food Fotografie ist ja für Foodblogger ein schier unerschöpfliches Thema. Und ich sehe viele Foodblogs, die ziemlich großen Aufwand betreiben, um professionellen Ergebnisse präsentieren zu können. Auf der anderen Seite gibt es aber etliche, die schon länger dabei sind, und deren Fotos (sorry) mit dem Niveau und der Originalität der Rezept nicht mitgehalten haben sind.

Food Fotos mit wenig Aufwand

Wer nicht gerade das Ziel hat, von seinem Foodblog leben zu wollen oder eine Fotografen-Karriere zu starten, der ist mit einem pragmatischen Ansatz nach meiner Ansicht gut bedient. Ansprechende Ergebnisse mit wenig Aufwand scheinen mir ein gutes Ziel. Auch wenn ich meine persönlichen Preferenzen, meine Lieblings-Feeds bei Instagram und Facebook betrachte sowie meine Lieblings-Foodblogs. Am höchsten im Kurs stehen nicht die gestylten Aufnahmen mit Studiolicht. Sondern eher ansprechende Fotos mit gutem Licht, schönen Produkten und interessanten Dingen.

In meinem Journal habe ich – eher allgemein gehalten – für Produktfotos einige Tipps gegeben, wie man mit einfachen Mitteln zu brauchbaren Fotos kommen kann.

Für gute Produktfotos braucht man heute keine teuere Studio-Ausrüstung mehr. Befolgt man ein paar Regeln, kommt man zu brauchbaren Ergebnissen.

Quelle: Produktfotos: 5 Tipps für gute Ergebnisse | joachimott journal

Für die Food Fotografie gelten diese Tipps auch.

Tipp-Variationen für Foodies

Natürliches Licht (1) halte ich noch immer für die beste Lichtquelle überhaupt. Und es ist erstaunlich, wie selbst die Platzierung vor einem Nordfenster die Beleuchtung verbessert. Wer also keinen Tisch ans Fenster schieben kann oder in der Küche keinen Platz hat zum Fotografieren: Eine einfache Holzplatte, die man in einem anderen Zimmer nahe des Fensters platzieren kann, wirkt Wunder.

Und wer seine Teller schon mal mithilfe des eingebauten Blitz (2) fotografieren wollte, weiß, dass das bei Food Fotografie erst recht ein No-Go ist.

Stative oder Auflagen (3) können in der Küche eine echte Pein sein: Sie sind ständig im Weg, kippen manchmal auch um, erst recht, wenn man sie auf der Arbeitsfläche platziert hat. Ein Mini-Stativ wie das Joby Gorillapod ist da eine echte Hilfe – und in diesem Fall auch besser als jeder Bücherstapel.

Der Tipp mit der Tiefenschärfe (4), dürfte den meisten bekannt sein, auch wenn im Zeitalter der Handyfotos die Zusammenhänge von Verschluss und Blende, Lichtstärke und Empfindlichkeit kaum noch irgendwo vermittelt werden.

Und die Flat-Style-Fotos (5) sind zwar nicht für den Foodbereich erfunden wurden. Aber sie haben hier eine so große Verbreitung, dass sie jedem schon untergekommen sind und viele damit auch schon experimentiert haben. Bei Widerholungen sei allerdings zur Vorsicht gemahnt: Wer seinen Instagram Feed nur mit diesem Stil bedient, der erhält ein eher monotones Gesamtbild, finde ich.

Für den allgemeineren Artikel über Produktfotografie habe ich ja als einziges Investition ein Lichtzelt oder ein paar günstige Reflektoren aufgeführt. Die machen im Food-Bereich wenig Sinn. Da würde ich – neben einer lichtstarken Standard-Brennweite wie – höchstens zum oben erwähnten Gorillapod raten. Auch das liegt in der Preisklasse unter 50 Euro.

Vielleicht der einzige Küchenhelfer für Food Fotografie: ein kompaktes Stativ.

Vielleicht der einzige Küchenhelfer für Food Fotografie: ein kompaktes Stativ.

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Hängt der Erfolg eines Food-Bloggers an den Fotos? Ein Behind-The-Scenes Video

Zum Video

Food-Blogs sind in den letzten Jahren immer professioneller geworden; food-Fotos spielen eine immer größere Rolle: Die „Nebenher”-Food-Blogger haben sich professionalisiert. Sie lernten, anspruchsvolle Fotos zu erzeugen, sie betrieben Keyword-Planung um ein immer größeres Publikum zu erreichen. Und sie öffneten sich schließlich – mehr oder weniger – kommerziellen Einflüssen.

Was Peter von der Arbeit an seinem Blog souvlakiforthesoul.com hier beschreibt, ist sicher etwas außergewöhnlich: Als professioneller Fotograf betreibt er sicher etwas mehr Aufwand für Food-Fotografie als viele andere. Und die Planung und Gestaltung seiner Beiträge erscheint mir auch engagiert (auch wenn das stellenweise noch etwas unfertig (zum Beispiel mit den Länderkategorien, was ich mir wirklich als gute Ergänzung vorstelle).

Wer sich durch die bei diversen Anlässen prämierten Food-Blogs klickt, der findet zwar noch immer etwas altbacken und zuweilen sogar eher gruselige Optik. Die Mehrzahl der Food-Blogger hat aber fototechnisch ordentlich nachgelegt und bietet Food-Fotos vom Feinsten.

Was brauchts, um ein Foodblog auch optisch ansprechend zu präsentieren?

Da muss zum Einen das Layout stimmen. Die Mehrzahl der Blogger setzt heute auf WordPress oder ähnliche Redaktionssysteme. Für fast alle gibt es eine große Auswahl von Layoutpaketen (zum Beispiel bei themeforest.net), die sich auch leicht anpassen lassen und dann für ein erstklassiges Erscheinungsbild sorgen.

Kniffliger wird es, wenn man dieses Layout dann mit eigenen erstklassigen Bildern füllen muss. Den meisten Food-Bloggern kommt hier entgegen, dass sie reine Rezepte-Blogs betreiben. Sie müssen sich nicht den Kopf darüber zerbrechen, wie sie ein Thema illustrieren. Es geht fast immer darum, ein Gericht mit netten Accessoires auszustatten und in Szene zu setzen.

Ich habe das in den vergangenen Jahren für eigene und fremde Websites gemacht. Meine Ausrüstung hat seit meinen journalistischen Anfängen etliche Entwicklungen durchgemacht und ist auch ziemlich angewachsen. Die ernüchterne Erkenntnis: Es kommt nicht auf die große Ausrüstung an. Einige der wichtigsten Anforderungen erkennt man auch gut am obigen Video.

1. Natürliches Licht

Natürlich ist es etwas knifflig, wenn man in den späten Abendstunden spontan in die Tasten greift, einen Artikel verfasst und vielleicht auch noch gleich „bekocht”: Wer bekommt in einer dunklen, meist zu kleinen Küche noch anständige Fotos hin? Mein Tipp: Bei den (falls überhaupt gewünschten) Fotos der Zubereitung sich mit einfachen Lampen und Leuchten behelfen. Das Gericht selbst bei natürlichem Licht aufnehmen. Möglichst am Fenster und ohne direkt Sonneneinstrahlung. Wer um den Abend-Foto-Termin nicht herumkommt sollte mindestens zwei Leuchten haben oder einen, besser zwei indirekte Blitze verwenden.

Hilfreich: Ein Redaktionskalender fürs Schreiben, Fotografieren und Veröffentlichen, wie hier beschrieben.

2. Aufheller einsetzen

Was nahe am Fenster steht bekommt immer nur von einer Seite Licht ab. Nun kann man von der anderen Seite mit einer Lampe dagegen halten, aber das ausgewogen zu beleuchten ist schwierig. Einfacher ist es, auf der dem Fenster abgewandten Seite eine helle Fläche zur Aufhellung zu platzieren. Das kann ein großer heller Karton sein, professionellen Aufheller, die es heute klein zusammenklappbar und in verschiedenen Größen und Ausführungen gibt. Oder eine Platte mit Alufolie.

[Amazon-Affiliate Link: 5 in 1 Faltreflektoren Set]

3. Tiefenschärfe

Wir kennen alle den Effekt, dass ein Objekt „freigestellt” wirkt: Der Hintergrund ist unscharf, das eigentliche Motiv sticht klar und deutlich hervor. Wenn wir das mit einer kleinen Digitalkamera versuchen wird das meistens nicht: Die Blendenöffnung ist nicht groß genug für diesen Unschärfe-Effekt und das ist auch so gewollt. Der Kamera-Hersteller will, dass auf den Fotos möglichst viel von Vorder- bis Hintergrund scharf bleibt. Behelfen kann man sich mit DSLR- oder spiegellosen Digitalkameras, die Wechselobjektive haben (das klassische Normalobjektiv 1,8 / 50 MM)oder Objektive mit hoher Lichtstärke (die sind aber recht selten). [Affiliate-Link Amazon: Ich benutze unter anderem die Panasonic DMC-LX100]

Wer keines von beiden hat, kann es mit einem Trick versuchen: Setzt man sein Telezoom ein, dann wird der Schärfentiefe-Bereich ebenfalls kleiner. Meistens ist dann auch die Blende kleiner und die Verschlusszeit länger, so dass man auf ein Stativ oder eine Unterlage zurückgreifen muss. Bei Tageslicht und nahe am Fenster bekommt man das noch am ehesten freihändig hin.

Mit diesen drei Tipps sollte man die meisten Situationen schon meistern können – wenn das Gericht ansprechend aussieht und die Details rundherum stimmen. Deshalb möglichst:

– nicht am Herd fotografieren (meist unordentlich, zu viel Ablenkung vom Motiv und schlechtes Licht)
– nicht auf unschönen Untergründen (Resopalplatte, Küchentuch etc.)
– Accessoires sparsam einsetzen, aber nicht darauf verzichten (stimmig zum Gericht und zur Präsentation, gerne auch schon im Unschärfebereich)

Mein Fazit: Ja, um in dem Umfeld ambitionierter Food-Blogs mithalten zu können braucht es gutes Layout und gute Fotos. Gutes Layout gibts einfach und schnell, gute Fotos machen Arbeit. Wer nur ein immer verfügbares Rezepte-Blog braucht, muss sich das nicht antun. Aber meine Erfahrung zeigt: Wer kreativ kocht, der gestaltet meistens auch gerne kreativ Website und Fotos.

5 Alltags-Kameras, die sich für Food-Fotografie mehr oder weniger eignen:
– Canon-DSLR mit Wechselobjektiven (+++)
– Canon ESO M spiegellos mit Wechselobjektiven (+++)
– Actionkamera GoPro (-)
– Panasonic Lumix100, spiegellose, Festobjektiv Zoom (++)
– Nicht im Bild: iPhone 6s (++)

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